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Häusliche Gewalt gegen Frauen* in Zeiten von Corona

Rückkehr traditionell verankerter Geschlechterhierarchien?

Titel: Häusliche Gewalt gegen Frauen* in Zeiten von Corona

Bachelorarbeit , 2021 , 52 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Zusammenhang von häuslicher Gewalt gegen Frauen* und der Corona-Krise wurde bereits in kleinem Umfang erforscht, allerdings weist die Forschung Lücken auf. Aktuelle Studien und Angaben des Hilfetelefons gehen von einem Anstieg aus. Diese Arbeit beschäftigt sich daher thematisch mit häuslicher Gewalt gegen Frauen* während der Corona-Krise. Es wird Bezug auf die Relevanz und die Rückkehr tradierter Geschlechterhierarchien genommen.

Das Ziel ist es, herauszufinden, in welchem Ausmaß Frauen* Gewalt erleben, welche Rolle alte Geschlechterbilder spielen und inwiefern die Corona-Pandemie das Gewaltpotenzial verstärkt hat. Im Rahmen der Arbeit wird von cis-männlichen* und cis-weiblichen* Personen ausgegangen. Frauen* sind stärker von männlicher* Gewalt betroffen, nichtsdestoweniger sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass Männer sowie LQBT+ ebenso Opfer von häuslicher Gewalt werden. Häusliche und Partnerschaftsgewalt werden synonym verwendet. Die Arbeit bedient sich der Methode der Literaturrecherche.

Im ersten, theoretischen Teil wird das Verhältnis von Geschlecht, Gewalt und Gesellschaft analysiert. Kapitel 3 ist den Dimensionen häuslicher Gewalt gewidmet. Es erfolgt zunächst eine terminologische Klärung. Darauf aufbauend werden Formen, Ursachen und Folgen von Gewalt aufgegriffen. Im nächsten Kapitel werden die Auswirkungen der Pandemie auf die Gesellschaft und die Geschlechter beleuchtet. Kapitel 5 gibt einen Einblick in den Forschungsstand zu häuslicher Gewalt vor und während der Pandemie. Schließlich werden die gesammelten Fragmente zusammengeführt und diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Verhältnis von Geschlecht, Gewalt und Gesellschaft

2.1 Geschlecht und Gewalt als Strukturzusammenhang

2.2 Geschlechtsspezifische Sozialisation

2.3 Traditionell verankerte Rollenbilder und Geschlechterhierarchien

2.4 Hegemoniale Männlichkeit*

2.5 Misogynie

3 Dimensionen häuslicher Gewalt

3.1 Definition häuslicher Gewalt

3.2 Erscheinungsformen häuslicher Gewalt

3.2.1 Physische Gewalt

3.2.2 Psychische Gewalt

3.2.3 Sexuelle Gewalt

3.2.4 Soziale Gewalt

3.2.5 Ökonomische Gewalt

3.3 Ursachen häuslicher Gewalt

3.4 Folgen häuslicher Gewalt

3.4.1 Psychische Folgen

3.4.2 Gesundheitliche Folgen

3.4.3 Soziale Folgen

3.4.4 Volkswirtschaftliche Folgen

3.5 Gewaltspirale

4 Auswirkungen der Pandemie auf die Geschlechter

5 Stand der Forschung

6 Zusammenführung

7 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Ausmaß häuslicher Gewalt gegen Frauen* und analysiert, inwiefern die Krise zu einer Rückkehr traditioneller Geschlechterhierarchien beigetragen hat.

  • Analyse des theoretischen Verhältnisses von Geschlecht, Macht und gesellschaftlicher Gewalt.
  • Untersuchung der verschiedenen Dimensionen und Ursachen häuslicher Gewalt.
  • Evaluierung der Auswirkungen restriktiver Pandemie-Maßnahmen auf die Geschlechterrollen.
  • Zusammenführung des aktuellen Forschungsstandes zur Gewaltproblematik während der Pandemie.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Statistiken zufolge musste jede dritte Frau* schon einmal Gewalt durch den (Ex-)Partner erleiden (vgl. FRA 2014, S. 20). Doch was geschieht, wenn eine Krise auf die andere trifft? Die Pandemie stellt die Gesellschaft vor viele Herausforderungen, besonders soziale Probleme sind hiervon betroffen. Gewalt ist kein neues Phänomen der Gesellschaft, es entsteht allerdings der Eindruck, als würden die Bedarfe Betroffener derzeit gesellschaftlich nicht priorisiert, insofern als während der Corona-Krise eine deutliche Zunahme von häuslicher Gewalt gegenüber Frauen* und Kindern zu vermerken ist (vgl. Fickermann & Edelstein 2020, S. 21).

Das Hilfetelefon gilt in Deutschland als niedrigschwelliges Angebot für gewaltbetroffene Frauen* und hat für das erste Corona-Jahr Folgendes erfasst: Bei 39 600 Beratungen ging es bei 24 012 um häusliche Gewalt, gefolgt von sexualisierter (4 661 Fälle), psychischer (2 611 Fälle) und körperlicher Gewalt (2 045) (vgl. BAFzA 2021, S. 33). Für gewaltbetroffene Frauen* gilt der soziale Nahraum als unsicher und gefährlich. Die politischen Maßnahmen berücksichtigen das Risiko für betroffene Frauen* nicht ausreichend, da diese durch soziale Isolation und finanzielle Einbußen stärker an den Partner gebunden sind (vgl. Scheuermann 2020, S. 327). Häusliche Gewalt an Frauen* und Femizide gibt es schon seit langer Zeit. Patriarchale Strukturen, in denen traditionelle Geschlechterrollen verankert sind, werden auch heute noch reproduziert (vgl. Backe & Bettoni 2021, S. 184). Es stellt sich die Frage, inwiefern die Corona-Krise das Geschlechterverhältnis beeinflusst.

Zu Beginn des Jahres 2020 wurde die Coronavirus-Krankheit, auch bekannt unter der Bezeichnung COVID-19, entdeckt. Die Krankheit weist grippeähnliche Symptome auf, der Verlauf vollstreckt sich relativ unterschiedlich. Während einige die Infektion leicht überstehen, führt sie bei anderen sogar zum Tod. Die Fallzahlen nahmen drastisch zu, sodass weltweit von einer gesundheitlichen Notlage ausgegangen wurde. Die Gesamtbevölkerung befand sich in einer Pandemie, um sich vor einer Infektion sowie dem Ausbruch des Virus schützen zu können. So wurden Sicherheitsmaßnahmen wie soziale Distanzierung und strenge Hygienevorschriften eingeleitet (vgl. WHO 2021).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der häuslichen Gewalt gegen Frauen* während der Corona-Pandemie ein und verdeutlicht die Relevanz der Forschungsfrage im Kontext bestehender gesellschaftlicher Krisen.

2 Verhältnis von Geschlecht, Gewalt und Gesellschaft: Kapitel 2 analysiert die theoretischen Grundlagen des Geschlechterverhältnisses, wobei Begriffe wie hegemoniale Männlichkeit, Misogynie und geschlechtsspezifische Sozialisation zentral behandelt werden.

3 Dimensionen häuslicher Gewalt: Dieses Kapitel definiert häusliche Gewalt, kategorisiert ihre verschiedenen Erscheinungsformen sowie Ursachen und beleuchtet die gravierenden Auswirkungen auf die Betroffenen.

4 Auswirkungen der Pandemie auf die Geschlechter: Kapitel 4 untersucht die sozioökonomischen Folgen der Pandemie und wie diese die Geschlechterhierarchien sowie das Risiko für häusliche Gewalt beeinflussen.

5 Stand der Forschung: Dieser Teil bietet einen Überblick über bestehende Studien und Datenquellen zu häuslicher Gewalt vor und während der Pandemie, inklusive der kritischen Einordnung der aktuellen Studienlage.

6 Zusammenführung: Kapitel 6 synthetisiert die theoretischen Erkenntnisse mit den empirischen Befunden und diskutiert das komplexe Zusammenspiel der identifizierten Risikofaktoren.

7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Geschlechterverhältnis kritisch.

Schlüsselwörter

Häusliche Gewalt, Frauen*, Corona-Pandemie, Geschlechterhierarchien, Patriarchat, Hegemoniale Männlichkeit, Misogynie, Geschlechterverhältnis, Gewaltprävention, Partnerschaftsgewalt, Sozialisation, Pandemie-Auswirkungen, Feminismus, Soziale Isolation, Viktimisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Zunahme und den Strukturen häuslicher Gewalt gegen Frauen* vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und untersucht die Rolle traditioneller Geschlechterrollen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Gewalt im Geschlechterkontext, die Rolle patriarchaler Machtstrukturen, die Auswirkungen der Pandemie auf den sozialen Nahraum sowie die psychischen und sozialen Folgen für die Betroffenen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, in welchem Ausmaß Frauen* während der Pandemie Gewalt erleben, welche Bedeutung alte Geschlechterbilder dabei spielen und ob die Pandemie das Gewaltpotenzial verstärkt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit bedient sich der Methode der Literaturrecherche, um den aktuellen Forschungsstand und theoretische Ansätze fundiert aufzubereiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Analyse des Geschlechterverhältnisses, eine detaillierte Auseinandersetzung mit Erscheinungsformen und Ursachen häuslicher Gewalt sowie eine spezifische Untersuchung der Pandemie-Folgen für die Geschlechterrollen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe häusliche Gewalt, hegemoniale Männlichkeit, Misogynie, Retraditionalisierung und patriarchale Strukturen geprägt.

Welchen Einfluss hatte die soziale Isolation nach Ansicht der Autorin auf Gewalt in Paarbeziehungen?

Die Autorin betrachtet soziale Isolation als kritischen Katalysator, der Belastungsfaktoren erhöht und den Zugang zu Schutzinstanzen erschwert, was das Risiko für Gewalthandlungen im sozialen Nahraum steigert.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ während der Pandemie?

Das Hilfetelefon wird als essentielles und niedrigschwelliges Angebot hervorgehoben, dessen steigendes Beratungsaufkommen während der Lockdowns die Dringlichkeit und das fortbestehende Ausmaß der Gewaltproblematik verdeutlicht.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Häusliche Gewalt gegen Frauen* in Zeiten von Corona
Untertitel
Rückkehr traditionell verankerter Geschlechterhierarchien?
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)  (Erziehungswissenschaft)
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
52
Katalognummer
V1245258
ISBN (eBook)
9783346671714
ISBN (Buch)
9783346671721
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Häusliche Gewalt Partnerschaftsgewalt Corona Frauenforschung Gewalt gegen Frauen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Häusliche Gewalt gegen Frauen* in Zeiten von Corona, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245258
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Leseprobe aus  52  Seiten
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