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Flight to liquidity - Definition, Empirische Evidenz von flights, Determinanten eines flight to liquidity

Titel: Flight to liquidity - Definition, Empirische Evidenz von flights, Determinanten eines flight to liquidity

Seminararbeit , 2009 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Rene Klauke (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit dient dazu, die für das Verständnis des Begriffs flight to liquidity
nötigen Aspekte zu beleuchten und eine differenzierte Darstellung des Phänomens zu geben.
Dazu werden zunächst einige notwendige Definitionen erläutert, um anschließend darzulegen,
wie in der Literatur im Rahmen unterschiedlicher Fragestellungen das Thema flight to
liquidity behandelt wird. Es werden unterschiedliche Methoden zur Identifizierung eines flight
to liquidity vorgestellt. Eng verbunden mit dem empirischen Nachweis des Phänomens ist die
Untersuchung der zugrunde liegenden Motive der Marktteilnehmer. Die Übergänge zwischen
empirischen Nachweis und Ursachenforschung sind fließend. Zur besseren Orientierung wird
die Literatur nach den Märkten, die betrachtet werden, sortiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen und Erläuterungen

2.1. Definition flight to liquidity

2.2. Definition flight to quality

3. Empirische Evidenz von flights

3.1. Innerhalb des Aktienmarktes

3.2. Innerhalb des Anleihemarktes

3.2.1. Europäischer Anleihemarkt

3.2.2. US-amerikanischer Anleihemarkt

3.2.3. Operativer Schätzer für flights

3.3. Gemeinsamkeiten der verwendeten Methoden

4. Determinanten eines flight to liquidity

4.1. Abgrenzung flight to liquidty vs. flight to quality

4.2. Ursachen eines flight to liquidity

5. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des „flight to liquidity“ an den Finanzmärkten, insbesondere in Krisenzeiten, um dessen Wesen, Ursachen und empirische Messbarkeit zu ergründen und theoretisch einzuordnen.

  • Grundlegende Definition und Abgrenzung von „flight to liquidity“ und „flight to quality“.
  • Empirische Analysemethoden im Aktien- und Anleihemarkt.
  • Untersuchung von Liquiditätsprämien bei Staatsanleihen.
  • Vergleich zwischen verhaltensökonomischen und rationalen Erklärungsmodellen.
  • Rolle von Kreditrisiko und Marktliquidität bei Kapitalströmen.

Auszug aus dem Buch

3.2.2. US-amerikanischer Anleihemarkt

Speziell für den US-amerikanischen Markt findet sich in dem Artikel von Longstaff (2004) eine Vorgehensweise, um das Phänomen des flight to liquidity erkennbar zu machen. Im Fokus seiner Betrachtungen stehen amerikanische Staatsanleihen, die sog. Treasury Bonds oder auch T-Bonds, sowie spezielle Anleihen (Bonds) einer staatlichen Einrichtung, welche den Namen Resolution Funding Corporation (Refcorp) trägt (Longstaff 2004, S.512).

Longstaff legt dar, dass die Käufer der T-Bonds eine Liquiditätsprämie zahlen, da sich die T-Bonds und die Refcorp Bonds im Wesentlichen nur hinsichtlich ihrer Liquidität unterscheiden. Damit sei der zu beobachtende Preisunterschied als Liquiditätsprämie zu betrachten (ebd. S.516). Die Schwankungen dieser Liquiditätsprämie sind konsistent mit den Veränderungen anderer Maßzahlen wie z.B. dem consumer confidence index. Diese anderen Maßzahlen dienen als Stimmungsindikatoren der Investoren. Diese belegen, dass die Prämie aus flight to liquidity Motiven von den Investoren gezahlt wird (ebd. S.520).

Der Autor argumentiert, dass der Preisunterschied zwischen T-Bonds und Refcorp Bonds die Liquiditätsprämie wiedergibt, weil insbesondere das Ausfallrisiko bei beiden Anleihen gleich zu bewerten ist. Die Zinszahlungen und der Nominalwert der Refcorp Bonds sind implizit durch das U.S. Finanzministerium garantiert und weisen somit die gleiche Sicherheit wie T-Bonds auf. Die Emissionsgröße der Refcorp Bonds ist mit der vieler T-Bonds vergleichbar (ebd. S.513f.). Bei beiden Wertpapieren kann ein Anleihenstripping vorgenommen werden, d.h. es ist möglich den Nominalwert und die Zinszahlung zu trennen und daraus Nullkuponanleihen zu generieren. Longstaff zieht den Ertrag der Treasury Nullkuponanleihe von dem Ertrag der Refcorp Nullkuponanleihe mit gleicher Laufzeit ab, um ein Maß für die Größe der Liquiditätsprämie zu erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Krisensituationen für die Finanzmarktforschung ein und motiviert die Untersuchung des Liquiditätsflucht-Phänomens.

2. Begriffsdefinitionen und Erläuterungen: Hier werden zentrale Begriffe wie Liquidität sowie die Phänomene „flight to liquidity“ und „flight to quality“ theoretisch definiert und voneinander abgegrenzt.

3. Empirische Evidenz von flights: Dieses Kapitel stellt verschiedene methodische Ansätze vor, um „flights“ in Aktien- und Anleihemärkten (insbesondere europäische und US-amerikanische Staatsanleihen) empirisch nachzuweisen.

4. Determinanten eines flight to liquidity: Hier wird analysiert, wie Kredit- und Liquiditätsdifferenzen Kapitalströme beeinflussen und welche rationalen bzw. verhaltensökonomischen Erklärungen für diese Beobachtungen existieren.

5. Schlussbemerkungen: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die methodischen Herausforderungen und empfiehlt eine komplementäre Betrachtung verschiedener Erklärungsansätze.

Schlüsselwörter

Flight to liquidity, Flight to quality, Finanzmärkte, Marktliquidität, Staatsanleihen, Liquiditätsprämie, Kapitalströme, Krisensituationen, Finanzkrise, Aktienmarkt, Geld-Brief-Spanne, Treasury Bonds, Refcorp Bonds, Anleihemarkt, Investorenverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Phänomen „flight to liquidity“ – eine Situation, in der Marktteilnehmer in Krisenzeiten verstärkt in liquide Wertpapiere umschichten – und dessen wissenschaftliche Erfassbarkeit.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Themen sind die Definition und Abgrenzung von Liquiditätsfluchten, die Messung von Liquiditätsrisiken und der Vergleich verschiedener ökonomischer Erklärungsansätze für dieses Marktverhalten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Wesen und die Relevanz des „flight to liquidity“ zu ergründen und darzulegen, wie das Phänomen in die Kapitalmarkttheorie integriert und methodisch operationalisiert werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene empirische Untersuchungen (Regressionsanalysen, Renditedifferenz-Messungen) bekannter Autoren kritisch gegenüberstellt und vergleicht.

Welche Inhalte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Identifizierung von „flights“ in Aktien- und Anleihemärkten sowie die Analyse ihrer Determinanten und Ursachen, etwa durch die Untersuchung von Liquiditätsprämien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten beschreiben?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Liquiditätsrisiko, Finanzmarktstabilität, Anleihemarkt, Staatsanleihen und Investorenstimmung charakterisieren.

Was unterscheidet den „flight to liquidity“ vom „flight to quality“?

Während beim „flight to liquidity“ die Umschichtung primär aufgrund der höheren Liquidität eines Assets erfolgt, steht beim „flight to quality“ die Suche nach geringerem Verlustrisiko (Kreditqualität) im Vordergrund.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Treasury Bonds bei der Untersuchung?

Die Arbeit zeigt anhand der Ansätze von Longstaff auf, dass Treasury Bonds aufgrund ihrer hohen Sicherheit und Liquidität als Benchmark dienen, um Liquiditätsprämien im Vergleich zu anderen Anleihen wie Refcorp Bonds zu quantifizieren.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Flight to liquidity - Definition, Empirische Evidenz von flights, Determinanten eines flight to liquidity
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Betriebswirtschaftliche Abteilung 1, Lehrstuhl für Finanzwirtschaft)
Veranstaltung
Seminar "Asset Liquidity and Financial Markets"
Note
1,3
Autor
Rene Klauke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V124532
ISBN (eBook)
9783640297566
ISBN (Buch)
9783640302925
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Flight Empirische Evidenz Determinanten Seminar Asset Liquidity Financial Markets
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rene Klauke (Autor:in), 2009, Flight to liquidity - Definition, Empirische Evidenz von flights, Determinanten eines flight to liquidity, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124532
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Leseprobe aus  15  Seiten
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