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Dyskalkulie im Grundschulalter

Symptome und wie Pädagogen diesen in der Nachmittagsbetreuung unter Berücksichtigung der Selbstwirksamkeitserwartung begegnen können

Titel: Dyskalkulie im Grundschulalter

Hausarbeit , 2022 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

An welchen Symptomen kann eine Rechenschwäche erkannt werden? Und wenn eine Dyskalkulie vorliegt, wie können Betroffene gezielt gefördert werden? Auch wenn Erwachsene von dem Störungsbild betroffen sein können, liegt der Fokus dieser Ausführungen auf der Arbeit mit Kindern – konkret im Grundschulalter. Besonderes Augenmerk soll auf der gezielten Förderung im Kontext einer Nachmittagsbetreuung liegen. Die Fragen, wie und wie weit in jenem Rahmen tatsächlich wirksame Unterstützung gegeben werden kann, sollen geklärt werden.

Insbesondere mit einbezogen wird außerdem, inwiefern die Motivation und vor allem die Ressource der Selbstwirksamkeitserfahrung der Kinder dabei eine Rolle spielt und ebenso gezielt gefördert werden kann. Es soll thematisiert werden, inwiefern Förderung stattfinden kann, wenn Pädagogen in dem Wissen sind, dass eine Dyskalkulie vorliegt. So folgt nach anfänglichen theoretischen Grundlagen ein Überblick zu Grundprinzipien der Förderarbeit. Konkrete Methoden zum Lernen mit rechenschwachen Kindern schließen daran an. Komplexe Förderprogramme, welche für den Rahmen der Nachmittagsbetreuung zu umfangreich sind, werden kurz eingeordnet. Daran anschließend werden Inhalte zur Selbstwirksamkeitserwartung ausgeführt sowie prägnant die Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrern erläutert.

Dyskalkulie gewinnt in der Praxis der Erziehungs- und Bildungsberatung immer mehr an Bedeutung. Auch wegen der zunehmenden Bekanntheit des Störungsbildes Dyskalkulie sind immer mehr Pädagogen, Psychologen und auch Eltern mit der Thematik konfrontiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Zunehmende Bekanntheit von Dyskalkulie

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Definition Dyskalkulie

2.2 Symptomatik bei Dyskalkulie

2.3 Selbstwirksamkeitserwartung als Ressource für Motivation

2.4 Der Kontext: Nachmittagsbetreuung an der Grundschule

3 Möglichkeiten zur Förderung

3.1 Grundprinzipien der Förderarbeit

3.1.1 Angemessenes Verhalten

3.1.2 Inhaltlich / didaktische Grundprinzipien

3.2 Konkrete Lernmethoden

3.2.1 Lernen durch Veranschaulichung

3.2.2 Grundrechenfertigkeiten automatisieren

3.3 Umfangreiche Förderprogramme

3.4 Selbstwirksamkeitserwartung fördern

3.5 Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Eltern

4 Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten für Pädagogen, rechenschwache Kinder im Grundschulalter während der Nachmittagsbetreuung gezielt und unter Einbeziehung ihrer Selbstwirksamkeitserwartung zu fördern, ohne dabei eine klinische Diagnostik zu ersetzen.

  • Symptomatik und Identifikation von Dyskalkulie
  • Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung für die Lernmotivation
  • Praktische Förderansätze und didaktische Grundprinzipien im Betreuungskontext
  • Nutzung von Veranschaulichungsmaterialien und Automatisierungshilfen
  • Rolle der Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrkräften

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Inhaltlich / didaktische Grundprinzipien

Neben der richtigen Haltung des Pädagogen ist für den Lernerfolg selbstverständlich auch auf inhaltlicher Ebene einiges zu beachten. Dafür ist es wichtig, die dahinterliegenden Zusammenhänge zu verstehen: Hintergrund von zahlreichen Rechenschwierigkeiten im Grundschulalter ist neben fehlendem Verständnis für arithmetische Operationen vor allem „die fehlende, unzureichende Automatisierung des numerischen Faktenwissens und der arithmetischen Prozeduren“ (Born & Oehler, 2020). Ohne Automatisierung wird der Arbeitsspeicher im Gehirn übermäßig belastet, weshalb komplexere Lernprozesse behindert werden. Ist zum Beispiel das Einmaleins nicht automatisiert, muss die Aufgabe 3 x 7 unter Zuhilfenahme der Finger durch serielles Hochzählen bewältigt werden: 7, 14, 21. Sobald schließlich schriftliches Multiplizieren gefordert wird, ist ein Kind, das sich einer Fehlstrategie wie dieser bedient, schnell überfordert. Unter diesem Aspekt sind die folgenden Grundprinzipien zu verstehen.

„Weniger ist mehr“ gilt für die Verwendung von Materialien zur Veranschaulichung von Rechenoperationen. Jedes Material hat eine unterschiedliche Herangehensweise und ist nicht ohne weiteres auf das andere zu übertragen. Besonders für Schüler, die ohnehin Rechenstörungen aufweisen, ist das Umlernen vom einen auf das andere Material zusätzlich überfordernd.

Ziel bei Lernvorgängen bzw. Wiederholungsvorgängen ist es, dass Veränderungen an den beteiligten Neuronenverbänden im Gehirn stattfinden können, dadurch Wissen automatisiert wird und im Arbeitsspeicher somit wieder Kapazität für neue Informationen frei wird. Es sei angemerkt, dass aus der Forschung von Schuchardt, Mähler und Hasselhorn hervor geht, dass hinsichtlich des Arbeitsgedächtnis keine signifikanten Unterschiede zwischen Kindern mit einer diagnostizierten Dyskalkulie und Kindern mit einer allgemeinen Rechenschwäche besteht (Suchardt Kirsten et al., 2010). Dies ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass gezielte Aufmerksamkeit beim Arbeitsspeicherprozess von Rechenaufgaben zentral ist. Denn wie aus der Gehirnforschung bekannt ist, gibt es keine Parallelverarbeitung. Aus diesem Grund ist wichtig, sowohl die Lernumgebung als auch die Lernmethode dementsprechend auszuwählen. Sie sollte möglichst eine Aufmerksamkeitszentrierung ermöglichen, was bei interaktiven Lernarbeiten wesentlich besser funktioniert als bei schriftlichen Hausaufgaben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zunehmende Bekanntheit von Dyskalkulie: Das Kapitel führt in das Störungsbild ein, erläutert dessen Relevanz in der Bildungsberatung und umreißt den Fokus der Arbeit auf die Förderung im Grundschulalter durch Pädagogen.

2 Theoretische Grundlagen: Hier werden Definitionen nach ICD-10, die Symptomatik sowie die Konzepte der Selbstwirksamkeitserwartung und der Rahmenbedingungen in der Nachmittagsbetreuung erläutert.

3 Möglichkeiten zur Förderung: Dieses Kapitel stellt praktische Ansätze vor, angefangen bei Grundprinzipien für Pädagogen bis hin zu spezifischen Lernmethoden und der Bedeutung von Zielsetzungen für die Selbstwirksamkeit.

4 Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die unterstützende Rolle der Nachmittagsbetreuung sowie die Notwendigkeit der Kooperation mit Eltern und Lehrkräften.

Schlüsselwörter

Dyskalkulie, Grundschulalter, Nachmittagsbetreuung, Rechenschwäche, Selbstwirksamkeitserwartung, Lernförderung, Automatisierung, Arbeitsspeicher, pädagogische Begleitung, Motivation, Lernmaterialien, Grundrechenfertigkeiten, Förderung, Didaktik, Veranschaulichung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Unterstützung von rechenschwachen Kindern im Grundschulalter durch pädagogisches Personal in der Nachmittagsbetreuung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Identifikation von Dyskalkulie-Symptomen, didaktische Förderstrategien sowie die psychologische Stärkung durch Selbstwirksamkeitserfahrung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Pädagogen Wege aufzuzeigen, wie sie Kindern mit Rechenschwierigkeiten im Alltag der Nachmittagsbetreuung bestmöglich begegnen und sie unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender pädagogischer und psychologischer Forschung sowie Praxishandbüchern zum Thema Dyskalkulie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, praktische Grundprinzipien der Förderarbeit, konkrete Lernmethoden wie den Einsatz von Kärtchen sowie Strategien zur Förderung der Selbstwirksamkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Dyskalkulie, Nachmittagsbetreuung, Selbstwirksamkeitserwartung, Automatisierung und Lernförderung.

Warum ist die Automatisierung des Faktenwissens so wichtig?

Fehlende Automatisierung belastet den Arbeitsspeicher des Kindes übermäßig, was komplexere Denkprozesse beim Rechnen blockiert.

Welche Rolle spielt die Selbstwirksamkeitserwartung?

Sie gilt als entscheidende Ressource für die Motivation; Kinder, die an ihre eigene Kompetenz glauben, bewältigen schwierige Aufgaben erfolgreicher und zeigen weniger Vermeidungsverhalten.

Können Spiele wie das Pyramidenspiel helfen?

Ja, solche Spiele können dazu beitragen, die Automatisierung von Grundrechenfertigkeiten spielerisch und effektiv zu unterstützen.

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Details

Titel
Dyskalkulie im Grundschulalter
Untertitel
Symptome und wie Pädagogen diesen in der Nachmittagsbetreuung unter Berücksichtigung der Selbstwirksamkeitserwartung begegnen können
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
15
Katalognummer
V1245436
ISBN (PDF)
9783346673527
ISBN (Buch)
9783346673534
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dyskalkulie Dyskalkulie im Grundschulalter Symptomatik der Dyskalkulie Selbstwirksamkeitserwartung Grundprinzipien der Förderarbeit Motivation Entwicklungspsychologie Kindheit- und Jugend Erziehungswissenschaft Psychologie Nachmittagsbetreuung in der Grundschule Nachmittagsbetreuung gezielte Förderung rechenschwacher Kinder Rechenschwäche
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Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Dyskalkulie im Grundschulalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245436
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Leseprobe aus  15  Seiten
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