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Augustus und die plebs urbana

Maßnahmen und deren Effektivität zum Erhalt und der Verbesserung der Beziehung

Titel: Augustus und die plebs urbana

Ausarbeitung , 2022 , 14 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Amadeus Henkel (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In jedem Staat, zu jeder Zeit in der Menschheitsgeschichte gab es Herrschende und Beherrschte. Zwar hatten diese je nach Staatsform unterschiedlich Rechte und die Herrschenden konnten mal mehr, mal weniger über sie bestimmen, ganz ungeachtet ob Demokratie oder nicht. Doch es gab und gibt immer die Vielen und die Wenigen. Aus der Masse heraus entwickelte sich in Rom zu Zeiten der Antike so die plebs urbana. Wie diese sich zu dem ersten Prinzeps und Begründer des Römischen Kaiserreiches, Augustus, verhielt und wie ihre Beziehung zueinander im Prinzipat war, wird in dieser Arbeit analysiert.

Die Effektivität und Nachhaltigkeit der Maßnahmen, die er verwendete, um seine Beziehung zu ihnen zu verbessern und eine möglichst gute Beziehung zu erhalten, werden einer genaueren Analyse unterzogen. Dabei wird zuerst die Gruppe der plebs urbana eingegrenzt und definiert, um anschließend ihre Lebenssituation in der Hauptstadt des Römischen Reiches zu beschreiben. Darauffolgend werden ausgewählte Maßnahmen erörtert, wobei im Einzelnen ihre Effektivität dargelegt wird und eine mögliche Notwendigkeit geprüft wird. Zum Ende dieser Betrachtung soll ein Fazit gezogen werden, in dem eine Zusammenfassung der Erkenntnisse erfolgt und die Frage beantwortet wird, ob Augustus erfolgreich damit war, die plebs auf seine Seite zu ziehen oder ob manche Maßnahmen sogar eine kontraproduktive Wirkung hatten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Entwicklung der Fragestellung, Forschungsstand und Quellengrundlage

2. Der Begriff plebs urbana und ihre Lebenssituation im Prinzipat

3. Die Beziehung zwischen Augustus und der plebs urbana

4. Maßnahmen zur Kontrolle und Sicherung des Wohlwollens der plebs urbana

4.1. Auftreten gegenüber der plebs und Wertschätzung dieser

4.2. Politik der frumentationes und der Congiarien

4.3. Die Spiele als politisches Instrument

5. Bedeutung einer guten Beziehung zwischen Augustus und der plebs urbana

6. Fazit

7. Quellen und Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert die Beziehung zwischen Kaiser Augustus und der plebs urbana während des frühen Prinzipats. Ziel ist es, die Effektivität und Nachhaltigkeit der von Augustus implementierten Maßnahmen zur Sicherung des Wohlwollens der städtischen Bevölkerung Roms zu untersuchen und zu bewerten, inwieweit diese Strategien zur Stabilisierung seiner Herrschaft beitrugen.

  • Definition und Lebenssituation der plebs urbana in Rom
  • Analyse des persönlichen Auftretens von Augustus gegenüber dem Volk
  • Politische Instrumentalisierung von Getreidespenden und Zuwendungen
  • Die Funktion öffentlicher Spiele als politisches Kontrollorgan
  • Bedeutung der Volksgunst für die Stabilität des Prinzipats

Auszug aus dem Buch

4.3 Die Spiele als politisches Instrument

Die Spiele in Augusteischer Zeit übertrafen in Größe und Anzahl alldiejenigen, die vor ihm veranstaltet wurden. Dies wurde getan da sie eine „besondere Bedeutung“ hatten und so wurde große Anstrengung und Aufwand vorgenommen, um diese auszurichten. Denn die Spiele besaßen politische Symbolik und dienten als Mittel zum Erwerben der Volksgunst. Dementsprechend waren sie ein Mittel, um die plebs zu kontrollieren und die Macht des Herrschers zu sichern. Dies war der Fall da der Prinzeps und das Volk bei den Spielen vereint waren. Augustus verbrachte viel Zeit bei den Spielen. Infolgedessen wurde seine Anwesenheit vom Volk erwartet. Um die Zuschauer nicht zu verärgern entschuldigte Augustus sich öffentlich, wenn er den Spielen fern blieb und entsandte zum Ausgleich Stellvertreter. Derartiges tat er, da ihm bewusst war, dass die Spiele herrschaftsstabilisierend wirkten. Außerdem lenkte er, die gesamte Dauer der Spektakel, demonstrativ seine Aufmerksamkeit auf das Geschehen. Dadurch erlangte er das Wohlwollen der Massen. Um zu sichern, dass nur er und seine Familie die Spiele im umfassenden Maße ausrichten konnten, erließ er neue Gesetze.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Entwicklung der Fragestellung, Forschungsstand und Quellengrundlage: Einführung in das Thema der herrschaftlichen Beziehung zur plebs urbana sowie Vorstellung der methodischen Vorgehensweise und der verwendeten Quellenbasis.

2. Der Begriff plebs urbana und ihre Lebenssituation im Prinzipat: Terminologische Einordnung der plebs urbana und Darstellung der sozioökonomischen Lebensbedingungen der einfachen Stadtbevölkerung unter dem Prinzipat.

3. Die Beziehung zwischen Augustus und der plebs urbana: Untersuchung der wechselseitigen Abhängigkeiten und des politischen Bezugsverhältnisses, welches sich seit dem Ende der Republik herausgebildet hat.

4. Maßnahmen zur Kontrolle und Sicherung des Wohlwollens der plebs urbana: Analyse spezifischer Instrumente, mit denen Augustus versuchte, die Gunst der plebs zu erhalten und politisch zu sichern.

4.1. Auftreten gegenüber der plebs und Wertschätzung dieser: Erörterung der Inszenierung von Volksnähe durch Augustus und die Aufwertung des römischen Bürgerrechts als soziales Anerkennungssignal.

4.2. Politik der frumentationes und der Congiarien: Darstellung der Getreideversorgung und finanzieller Zuwendungen als Mittel zur Sicherung der städtischen Lebensgrundlage und der eigenen Position.

4.3. Die Spiele als politisches Instrument: Betrachtung der Spiele als soziales Ventil sowie als herrschaftsstabilisierendes Kontrollorgan zur Demonstration von Einheit zwischen Herrscher und Volk.

5. Bedeutung einer guten Beziehung zwischen Augustus und der plebs urbana: Debatte über die Unentbehrlichkeit der Volksgunst als innenpolitisches Machtinstrument gegenüber Senat und Armee.

6. Fazit: Abschließende Würdigung der Wirksamkeit augusteischer Maßnahmen zur Gewinnung der plebs und Einordnung in den historischen Kontext.

7. Quellen und Literaturverzeichnis: Auflistung der primären antiken Quellen sowie der wissenschaftlichen Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Augustus, Prinzipat, plebs urbana, römische Gesellschaft, Brot und Spiele, Getreidespenden, Congiarien, Volksgunst, Machtlegitimation, Res gestae, politische Kontrolle, Kaiserbiografie, antike Sozialgeschichte, Insulae, Volksnähe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das spezifische Machtverhältnis zwischen Augustus und der einfachen Stadtbevölkerung Roms, der plebs urbana, während des beginnenden Prinzipats.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Lebensbedingungen des Volkes, die Getreideversorgung, das persönliche Auftreten des Kaisers sowie die politische Bedeutung öffentlicher Spiele und finanzieller Zuwendungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Effizienz der augusteischen Maßnahmen zur Steuerung und Besänftigung der plebs urbana zu belegen und zu prüfen, ob diese Strategien erfolgreich zur Machtfestigung beitrugen.

Auf welche wissenschaftliche Methodik stützt sich die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse antiker Primärliteratur, insbesondere der "Res gestae divi Augusti", Suetons Kaiserbiografien und Cassius Dio, ergänzt durch moderne Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der plebs, das persönliche Auftreten des Kaisers, die Politik der Getreidespenden (frumentationes) und Congiarien sowie die Funktion der Spiele als politisches Instrument.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Augustus, Prinzipat, plebs urbana, Volksgunst, Brot und Spiele, politische Kontrolle und soziale Anerkennung.

Warum war eine gute Beziehung zur plebs urbana für Augustus überlebenswichtig?

Da die Bevölkerung im Zentrum der Macht, in der Hauptstadt Rom, lebte, konnte Augustus sie als politisches Gegengewicht zum Senat und zur Armee nutzen, um seine neue Staatsform zu stützen.

Inwiefern dienten die Spiele als "politisches Ventil"?

Die Spiele ermöglichten es dem Volk, Unmut oder Wünsche in der Masse geschützt zu äußern, während Augustus durch seine Anwesenheit und Reaktion die aktuelle Stimmungslage kontrollieren konnte.

Wurden die Maßnahmen von Augustus in der Forschung kritisch hinterfragt?

Ja, in der Arbeit wird aufgezeigt, dass die Forschung ältere, teils negative Sichtweisen der plebs durch modernere, wissenschaftlich referenzierte Darstellungen ergänzt hat.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Augustus und die plebs urbana
Untertitel
Maßnahmen und deren Effektivität zum Erhalt und der Verbesserung der Beziehung
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Alte Geschichte)
Veranstaltung
EPS: Prinzipat des Augustus
Note
2,3
Autor
Amadeus Henkel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
14
Katalognummer
V1245568
ISBN (PDF)
9783346676245
ISBN (Buch)
9783346676252
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Augustus plebs urbana Rom Prinzipat
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Amadeus Henkel (Autor:in), 2022, Augustus und die plebs urbana, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245568
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