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Analyse verschiedener Temperaturindizes auf die Korrelation mit Mortalitätsdaten in Bayern

Titel: Analyse verschiedener Temperaturindizes auf die Korrelation mit Mortalitätsdaten in Bayern

Masterarbeit , 2022 , 87 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Maurice Maaß (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Meteorologie, Aeronomie, Klimatologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es Erkenntnisse über die Korrelation zwischen extremer Hitze und Kälte mit der Übersterblichkeit zu generieren. Anders als in Studien, die diesen Sachverhalt untersuchen, wird zusätzlich zwischen nächtlicher Hitze und Kälte und täglicher Hitze und Kälte unterschieden, um genauere Korrelationen und Sachverhalte erkennen zu können.

Der Klimawandel und insbesondere die Folgen sind als die größte globale Bedrohung des 21. Jahrhunderts anerkannt. Es gibt zahlreiche Studien, die die Veränderungen der Temperatur verifizieren können. Es ist bewiesen, dass die Temperatur im globalen Mittel ansteigt und dadurch vor allem auch extreme Temperaturereignisse häufiger und intensiver auftreten werden.

Insbesondere extreme Temperaturen sollen erhebliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben und eine erhöhte Übersterblichkeit hervorrufen. Es gibt zahlreiche epidemiologische Studien, die einen Zusammenhang zwischen der Umgebungstemperatur und dem Einfluss auf die verfrühte Mortalität und Morbidität feststellen können. Das wissenschaftliche Interesse an dem Zusammenhang ist durch das durch den Klimawandel verursachten immer häufiger auftretenden Ereignisse der Extrembedingungen angestiegen. Insbesondere die Betrachtung der Temperaturperzentile wird häufig verwendet, um das lokale Klima des Untersuchungsortes berücksichtigen zu können. Es ist zu erkennen, dass die Übersterblichkeit ab einer gewissen Temperatur eine exponentielle Korrelation aufweist und stark erhöhte Sterblichkeitsraten auftreten.

Demnach wird sich in dieser Arbeit auf Temperaturextreme fokussiert, die sich durch die Betrachtung perzentilbasierter Analyse äußern. Da es einen erheblichen Unterschied zwischen trockener Hitze und feuchter Hitze gibt wird des Weiteren der Unbehaglichkeitsindex nach Thom verwendet, um vor allem den Effekt der feuchten Hitze darstellen zu können. Insbesondere feuchte Hitze soll erhebliche Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben und sich durch das Zusammenbrechen des Herz-Kreislaufsystems und das Einschränken lebenswichtiger Organe und Funktionen äußern. Zusätzlich wird die Viskosität des Blutes verändert, wodurch es zu zahlreichen Folgeschäden kommen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Korrelation zwischen der Umgebungstemperatur mit der Übersterblichkeit

2.2 Korrelation zwischen Thom’s „Discomfort Index“ als kombinierter Indize mit der Übersterblichkeit

3 Datenbeschreibung

3.1 Beschreibung der meteorologischen Daten und Stationen

3.2 Beschreibung der Mortalitäts- und Bevölkerungsdaten

4 Methodik

4.1 Meteorologische Daten

4.2 Thom’s Discomfort Index

4.3 Mortalitäts- und Bevölkerungsdaten

5 Ergebnisse

5.1 Korrelation perzentilbasierter Indizes mit der Mortalität in Bayern

5.1.1 Hitzebasierte Indizes

5.1.2 Kältebasierte Indizes

5.2 Thom’s Discomfort Index als kombinierter Index auf die Mortalität in Bayern

5.2.1 Thom’s „Discomfort Index“ auf Basis der TMK

5.2.2 Thom’s „Discomfort Index“ mit der TXK

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen extremen Temperaturen (Hitze und Kälte) sowie dem „Discomfort Index“ und der Übersterblichkeit in Bayern unter Berücksichtigung von Verzögerungseffekten, um differenziertere Erkenntnisse für die Gesundheitsvorsorge bei Extremereignissen zu gewinnen.

  • Analyse von perzentilbasierten Temperaturindizes zur Identifikation von Hitzetagen und Kälteextremen.
  • Unterscheidung zwischen täglichen und nächtlichen Temperatureffekten auf die Mortalität.
  • Anwendung von Thom’s „Discomfort Index“ zur Bewertung feuchter Hitze.
  • Einbeziehung des „Harvesting-Effects“ (Ernteeffekt) bei der zeitlichen Verzögerung von Sterbefällen.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Der Klimawandel und insbesondere die Folgen sind als die größte globale Bedrohung des 21. Jahrhunderts anerkannt (Watts et al. 2015:1861-1865). Es gibt zahlreiche Studien, die die Veränderungen der Temperatur verifizieren können. Es ist bewiesen, dass die Temperatur im globalen Mittel ansteigt und dadurch vor allem auch extreme Temperaturereignisse häufiger und intensiver auftreten werden (Han et al. 2017:1-2).

Insbesondere extreme Temperaturen sollen erhebliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben und eine erhöhte Übersterblichkeit hervorrufen. Es gibt zahlreiche epidemiologische Studien, die einen Zusammenhang zwischen der Umgebungstemperatur und dem Einfluss auf die verfrühte Mortalität und Morbidität feststellen können (Gaspirrini et al. 2015:369-370, Ye et al. 2012:19-21, Chen et al. 2018:1-2). Das wissenschaftliche Interesse an dem Zusammenhang ist durch das durch den Klimawandel verursachten immer häufiger auftretenden Ereignisse der Extrembedingungen angestiegen. Insbesondere die Betrachtung der Temperaturperzentile wird häufig verwendet, um das lokale Klima des Untersuchungsortes berücksichtigen zu können. Es ist zu erkennen, dass die Übersterblichkeit ab einer gewissen Temperatur eine exponentielle Korrelation aufweist und stark erhöhte Sterblichkeitsraten auftreten (Gasparrini et al. 2015:371). Demnach wird sich in dieser Arbeit auf Temperaturextreme fokussiert, die sich durch die Betrachtung perzentilbasierter Analyse äußern. Da es einen erheblichen Unterschied zwischen trockener Hitze und feuchter Hitze gibt wird des Weiteren der Unbehaglichkeitsindex nach Thom verwendet, um vor allem den Effekt der feuchten Hitze darstellen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik des Klimawandels und dessen Auswirkungen auf extreme Temperaturen sowie Definierung der Forschungsziele hinsichtlich der Korrelation von Hitze/Kälte und Übersterblichkeit.

2 Grundlagen: Darstellung des wissenschaftlichen Konsenses zu den gesundheitlichen Risiken extremer Temperaturen und theoretische Fundierung des „Discomfort Index“.

3 Datenbeschreibung: Vorstellung der verwendeten meteorologischen Daten vom Deutschen Wetterdienst sowie der Mortalitäts- und Bevölkerungsdaten des bayerischen Landesamts für Statistik.

4 Methodik: Erläuterung des methodischen Vorgehens zur Berechnung perzentilbasierter Indizes, des „Discomfort Index“ und der statistischen Analyse von Verzögerungseffekten.

5 Ergebnisse: Detaillierte statistische Analyse der Korrelationen zwischen gewählten Temperaturindizes und der Übersterblichkeit in Bayern, gegliedert nach Hitzetagen, Kältetagen und dem „Discomfort Index“.

6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der Notwendigkeit für zukünftige Anpassungsstrategien angesichts weiter steigenderTemperaturen.

Schlüsselwörter

Klimawandel, Übersterblichkeit, Temperaturperzentile, Discomfort Index, Hitzeereignisse, Kälteextrem, Mortalität, Verzögerungseffekt, Ernteeffekt, Bayern, Meteorologie, Physiologische Belastung, relative Luftfeuchtigkeit, Gesundheitsprävention, Statistische Korrelation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Masterarbeit analysiert, wie extreme Wetterbedingungen, spezifisch Hitze und Kälte, die Mortalitätsraten in Bayern beeinflussen und inwiefern diese klimatischen Faktoren als Indikatoren für gesundheitliche Risiken dienen können.

Welche zentralen Themenfelder werden untersucht?

Zentrale Themen sind die Korrelation zwischen Umgebungstemperaturen, die Differenzierung nach Hitze- und Kälteextremen sowie der Einsatz des „Discomfort Index“ zur Erfassung von feuchter Hitze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Erkenntnisse über die Korrelation zwischen Wetterextremen und Übersterblichkeit zu generieren, um genauere Aussagen über Gesundheitsrisiken in Bayern treffen zu können.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit nutzt perzentilbasierte Temperaturanalysen, die Berechnung von „Thom’s Discomfort Index“ sowie die statistische Auswertung von Verzögerungseffekten (Lags) und relativen Mortalitätsrisiken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Datenbeschreibung, die methodische Herangehensweise und die detaillierte Ergebnispräsentation der verschiedenen Perzentil-Analysen und Discomfort-Index-Berechnungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Forschung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Übersterblichkeit, Temperaturperzentile, Discomfort Index, Verzögerungseffekt und Ernteeffekt.

Warum wird zwischen Hitze und feuchter Hitze unterschieden?

Feuchte Hitze stellt eine besondere Belastung für das Herz-Kreislauf-System dar, da die Schwüle die körpereigene Thermoregulation durch verminderte Schwitzeffizienz einschränkt.

Welche Rolle spielt der „Ernteeffekt“ bei der Analyse?

Der Harvesting-Effekt bezeichnet die Beobachtung, dass auf Perioden erhöhter Sterblichkeit bei extremen Wetterereignissen oft Perioden niedrigerer Sterblichkeit folgen, da die besonders anfällige Bevölkerung bereits verstorben ist.

Inwiefern beeinflusst die nächtliche Temperatur die Ergebnisse?

Die Arbeit zeigt, dass warme Nächte, die keine ausreichende Abkühlung zulassen, signifikant zu einer erhöhten Mortalität beitragen, da der Körper sich nicht erholen kann.

Ende der Leseprobe aus 87 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Analyse verschiedener Temperaturindizes auf die Korrelation mit Mortalitätsdaten in Bayern
Hochschule
Universität Augsburg  (Geographie)
Note
1,3
Autor
Maurice Maaß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
87
Katalognummer
V1245594
ISBN (PDF)
9783346675705
ISBN (Buch)
9783346675712
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Klima Klimawissenschaften Temperatur Temperaturindizes Mortalität Temperatur und Mortalität Analyse von Temperaturindizes auf die Mortalität Mortalität in Bayern Temperatur und Mortalität in Bayern Masterarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maurice Maaß (Autor:in), 2022, Analyse verschiedener Temperaturindizes auf die Korrelation mit Mortalitätsdaten in Bayern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245594
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Leseprobe aus  87  Seiten
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