Die Selbstwirksamkeitserwartung, oder auch Kompetenzerwartung, ist die subjektive Überzeugung, schwierige Aufgaben oder Lebensprobleme auf Grund eigener Kompetenz bewältigen zu können. Nach Bandura steuert die Selbstwirksamkeitserwartung im Zusammenspiel mit der Ergebniserwartung das Verhalten. Die "Wirksamkeitsüberzeugungen" (efficacy expectations) bezieht sich auf die Einschätzung der eigenen Fähigkeit und die "Ergebniserwartungen" (outcome expectations) bezeichnet die subjektiven Einschätzungen über die möglichen Konsequenzen sind, die mit diesem Verhalten verknüpft sind.
Die Auswahl, eine schwierige Situation zu bewältigen zu wollen, hängt nach Bandura von drei Variablen ab: Niveau, Allgemeinheitsgrad und Gewissheit. Das Niveau bezieht sich auf die Schwierigkeit der anknüpfenden Handlung. Der Allgemeinheitsgrad meint die diversen Situationen, in der die Selbstwirksamkeit gefordert wird. Hinzu kommt die Gewissheit der eigenen Handlungskompetenzen, die vorhanden sein muss, damit eine schwierige Handlung ausgeführt werden kann.
Gestärkt wird die Selbstwirksamkeit durch eigene und stellvertretende Erfahrungen, sprachlichen Überzeugungen und Wahrnehmungen der eigener Gefühlserregung. Durch das Setzen von Nahzielen und die Unterstützung von Bewältigungsstrategien sowie eine motivational günstige Selbstbewertung wird die Selbstwirksamkeitserwartung aufgebaut und positiv erlebt. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass eine negative Selbstbewertung und Wahrnehmung der eigenen Gefühlserregung, ebenso wie das Fehlen von Bewältigungsstrategien und Motivationen die Selbstwirksamkeitserwartung senken kann.
Inhaltsverzeichnis
1. SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG
1.1 Definition Selbstwirksamkeitserwartung
1.2 Messung der Selbstwirksamkeitserwartung
1.3 Vergleich zweier Studien zum Thema Selbstwirksamkeit
2. LITERATURRECHERCHE SUCHTERKRANKUNGEN
2.1 Definition Suchterkrankung
2.2 Theoretische Grundlagen der Sucht
2.3 Entstehung einer Sucht
2.4 Überblick der aktuellen Daten und Zahlen
2.5 Suchtprävention
2.6 Konsequenzen für eine gesundheitsorientierte Beratung
3. GESUNDHEITSPSYCHOLOGISCHES BERATUNGSGESPRÄCH
3.1 Gesundheitspsychologische Intentions- bzw. Zielbildung
3.2 Erste Schritte der Beratung und Rolle des Beraters
3.3 Gesprächsverlauf mit gesundheitspsychologischem Ansatz
3.3.1 Gesprächsverlauf
3.3.2 Methodische Vorgehensweise und eingesetzte Werkzeuge
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung im Kontext von gesundheitsrelevantem Verhalten und untersucht, wie gesundheitspsychologische Beratungsansätze genutzt werden können, um Suchterkrankungen zu therapieren und Verhaltensänderungen bei Klienten erfolgreich zu implementieren.
- Grundlagen und Messung der Selbstwirksamkeitserwartung
- Theoretische Ursachen und Entstehung von Suchterkrankungen
- Statistischer Überblick über Suchtformen und Präventionsstrategien
- Methodik der gesundheitspsychologischen Beratung und Zielbildung
- Praktische Anwendung von Phasenmodellen der Verhaltensänderung
Auszug aus dem Buch
1.1 Definition Selbstwirksamkeitserwartung
Die Selbstwirksamkeitserwartung, oder auch Kompetenzerwartung, ist „die subjektive Überzeugung, schwierige Aufgaben oder Lebensprobleme auf Grund eigener Kompetenz bewältigen zu können" (Schwarzer, 1998, S. 159).
Nach Bandura steuert die Selbstwirksamkeitserwartung im Zusammenspiel mit der Ergebniserwartung das Verhalten. Die „Wirksamkeitsüberzeugungen" (efficacy expectations) bezieht sich auf die Einschätzung der eigenen Fähigkeit und die „Ergebniserwartungen" (outcome expectations) bezeichnet die subjektiven Einschätzungen über die möglichen Konsequenzen sind, die mit diesem Verhalten verknüpft sind (Bandura, 1977, S. 21).
Die Auswahl, eine schwierige Situation zu bewältigen zu wollen, hängt nach Bandura (1997; zitiert nach Schwarzer, 2004, S.21) von drei Variablen ab: Niveau, Allgemeinheitsgrad und Gewissheit. Das Niveau bezieht sich auf die Schwierigkeit der anknüpfenden Handlung. Der Allgemeinheitsgrad meint die diversen Situationen, in der die Selbstwirksamkeit gefordert wird. Hinzu kommt die Gewissheit der eigenen Handlungskompetenzen, die vorhanden sein muss, damit eine schwierige Handlung ausgeführt werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Selbstwirksamkeitserwartung, erläutert dessen Messung anhand der SSA-Skala und vergleicht zwei wissenschaftliche Studien zu diesem Thema.
2. LITERATURRECHERCHE SUCHTERKRANKUNGEN: Hier werden Definitionen sowie theoretische Grundlagen und Entstehungsfaktoren von Sucht beleuchtet, ergänzt durch Daten zur Suchthilfe und präventive Maßnahmen.
3. GESUNDHEITSPSYCHOLOGISCHES BERATUNGSGESPRÄCH: Das Kapitel fokussiert sich auf die praktische Beratung, inklusive der Zielbildung nach dem Transtheoretischen Modell, der Rolle des Beraters und einem konkreten, analysierten Gesprächsverlauf.
Schlüsselwörter
Selbstwirksamkeitserwartung, Gesundheitspsychologie, Suchtprävention, Verhaltensänderung, Transtheoretisches Modell, Beratungsgespräch, Motivationspsychologie, Volition, Ergebnis- und Selbstwirksamkeitserwartungen, Gesundheitsmanagement, Lebensprobleme, Interventionsmethoden.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der zentralen Rolle der Selbstwirksamkeitserwartung im gesundheitspsychologischen Kontext sowie deren Anwendung in der Beratung bei Suchterkrankungen und Verhaltensänderungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Definition und Messung von Selbstwirksamkeit, die Grundlagen der Suchtforschung sowie methodische Ansätze für gesundheitspsychologische Beratungsgespräche.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen individueller Selbstwirksamkeit und erfolgreicher gesundheidsorientierter Verhaltensänderung aufzuzeigen und Strategien für eine effektive Beratung zu vermitteln.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Analyse von wissenschaftlichen Modellen, wie dem Transtheoretischen Modell zur Verhaltensänderung, sowie einer fallbezogenen Analyse eines Beratungsgesprächs.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in wissenschaftliche Grundlagen der Selbstwirksamkeit, eine detaillierte Literaturrecherche zum Thema Sucht sowie die praktische Darstellung und methodische Reflexion eines Beratungsgesprächs.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Selbstwirksamkeitserwartung, Sucht, Beratungskonzept, Motivationsaufbau und Volitionsphasen.
Wie wird das Transtheoretische Modell im Text illustriert?
Das Modell wird anhand eines Fallbeispiels veranschaulicht, bei dem eine Klientin in die Phase der „contemplation“ sowie der anschließenden Zielbildung geführt wird.
Warum ist die Rolle der Freundin im analysierten Gesprächsverlauf so wichtig?
Die Freundin dient der Klientin als externe Unterstützung und soziale Ressource, um die Sportmotivation zu erhöhen und Hürden im Alltag, wie das Bedürfnis nach abendlichen Snacks, zu überwinden.
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- K. Becker (Autor), 2019, Zur Psychologie des Gesundheitsverhaltens, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245608