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Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte

Wie beeinflussen Alkohol- und Drogenkonsum sowie psychische Krankheiten die Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte?

Title: Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte

Seminar Paper , 2021 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michelle Peters (Author)

Organisation and administration - Public safety and order
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Ziel dieser Arbeit ist es, die Faktoren des polizeilichen Gegenübers zu untersuchen. Hierbei stehen Alkohol-, Drogenkonsum und psychische Krankheiten im Mittelpunkt. Abschließend soll noch auf die Kommunikation in Einsatzsituationen eingegangen werden. Hierbei wird erforscht, ob durch Kommunikation bevorstehende Gewalttaten erkannt werden können und ob sie durch die Polizeivollzugsbeamten verhindert, beziehungsweise reduziert werden können.

Immer wieder hört man in den Nachrichten davon, dass Polizeivollzugsbeamte angegriffen, verletzt oder in Einzelfällen sogar getötet wurden. Laut Bundeskriminalamt haben die Gewalttaten gegen Polizeivollzugsbeamte in den letzten Jahren zugenommen. Im Vergleich zu 2012 sind die Zahlen der Gewalttaten um 20 % gestiegen. Allein die Zahlen im Bereich der Körperverletzungsdelikte haben im letzten Jahr um 20,6 % zugenommen. Hierdurch lässt sich erkennen, dass die Polizeivollzugsbeamten immer häufiger Gewalt ausgesetzt sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Gewalt

3. Faktoren des polizeilichen Gegenübers

3.1. Alkohol- und Drogenkonsum

3.1.1. Auswirkung von Alkohol

3.1.2. Zahlen des BKA 2020

3.1.3. Auswirkung von Drogen

3.1.4. Zahlen des BKA 2019

3.2. Psychische Krankheiten

3.2.1. Was ist eine psychische Krankheit

3.2.2. Psychische Störungen Gewaltpotenzial

4. Kommunikation der Polizeivollzugsbeamten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren Alkohol- und Drogenkonsum sowie psychische Erkrankungen beim polizeilichen Gegenüber auf die Gewaltbereitschaft gegenüber Polizeivollzugsbeamten und bewertet die Rolle der deeskalierenden Kommunikation als Präventionsinstrument.

  • Gewaltformen gegen Polizeivollzugsbeamte in Deutschland
  • Einfluss von Alkoholkonsum auf das Aggressionspotenzial
  • Wirkungsweisen verschiedener Rauschmittel und deren Zusammenhang mit Gewalt
  • Psychische Störungen und deren Relevanz für polizeiliche Einsatzlagen
  • Kommunikation als deeskalierende Strategie im Polizeialltag

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Auswirkung von Alkohol

Laut Prof. Dr. med. Michael Soyka hängen die Auswirkungen auf den Körper von mehreren Faktoren ab. Hierbei ist zunächst entscheiden, wie viel Alkohol von der betroffenen Person konsumiert wurde. Außerdem gibt es noch Faktoren wie zum Beispiel ob der Körper an diesen Konsum gewöhnt ist, ob zusätzlich andere Medikamente oder Drogen konsumiert wurden und wie die körperliche und psychische Verfassung des Konsumenten ist. Bereits geringe Mengen Alkohol wirken sich auf das Gehirn aus und kann zum Beispiel zu einer gelösten Stimmung, Enthemmungen und einer sinkenden psychosomatischen Leistungsfähigkeit beitragen. Außerdem kann der Konsum von Alkohol auch die Reizbarkeit der Person steigern. Weiterhin führt er aus, dass bei größeren Mengen Alkohol auch die Auswirkungen auf den Körper zunehmen. So berichtet er bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,5 – 2,5 Promille zum Beispiel von übersteigender Glücksstimmung, psychischer Enthemmung, Benommenheit und aggressiven Reaktionen. Das Verhalten der alkoholisierten Person hängt jedoch von der Situation ab.

Laut Schmidt und Bannenberg ist es jedoch nicht der Alkohol, der zu den Gewalttaten führt, sondern die aggressive Grundeinstellung der Person. Neigt die Person generell eher zu Aggressionen, so trägt der Konsum von Alkohol dazu bei, dass diese Person Gewalttaten gegen die Polizeivollzugsbeamten ausübt.

Im Schnitt werden ca. 10% der Straftaten unter intensivem Alkoholeinfluss begangen. Durch den Alkoholkonsum sinken die Hemmungen und die Betroffenen begehen strafbare Handlungen wie zum Beispiel Körperverletzungen, Beleidigungen, Diebstähle oder Sachbeschädigungen. Bei besonders schweren Delikten sind die Täter häufiger alkoholisiert als bei geringeren Delikten. Ca. 25% der Morde erfolgen unter Alkoholkonsum. Beim Totschlag ist die Quote noch höher, hier spricht man von ca. 40%.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung verdeutlicht die Relevanz des Themas anhand eines Fallbeispiels und umreißt das Ziel der Arbeit, die Faktoren von Polizeigewalt zu untersuchen und Kommunikationsstrategien zu analysieren.

2. Definition von Gewalt: Dieses Kapitel liefert eine juristische Definition von Gewalt und differenziert zwischen beugender und überwältigender Gewalt sowie zwischen verschiedenen Deliktformen gegen Polizeivollzugsbeamte.

3. Faktoren des polizeilichen Gegenübers: Hier werden die Hauptursachen für Gewalt gegen Beamte, namentlich Alkohol, Drogen und psychische Störungen, detailliert untersucht und durch polizeiliche Statistiken sowie fachwissenschaftliche Analysen belegt.

4. Kommunikation der Polizeivollzugsbeamten: Dieser Abschnitt erörtert die Bedeutung der Kommunikation als Einsatzmittel und untersucht, inwieweit deeskalierendes Auftreten und Gesprächsführung das Gewaltpotenzial in Konfliktsituationen senken können.

5. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass zwar keine generelle Pauschalisierung möglich ist, jedoch eine Kombination aus situativer Kommunikation und dem Verständnis der genannten Einflussfaktoren das Risiko für Polizeivollzugsbeamte minimieren kann.

Schlüsselwörter

Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte, Polizeiarbeit, Alkoholkonsum, Drogenkonsum, Psychische Störungen, Deeskalation, Kommunikation, Körperverletzung, Widerstandshandlungen, Aggressionspotenzial, polizeiliches Gegenüber, Kriminalstatistik, psychische Gesundheit, Einsatztraining, Gewaltprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Faktoren, die das Gewaltpotenzial von Personen gegenüber Polizeivollzugsbeamten im Einsatz beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Schwerpunkte sind der Einfluss von Alkohol- und Drogenkonsum sowie die Rolle psychischer Erkrankungen des Gegenübers bei gewaltsamen Übergriffen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Ursachen für die Zunahme von Gewalt gegen Polizeibeamte zu untersuchen und zu erforschen, ob deeskalierende Kommunikation diese Gewalt verhindern oder reduzieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Auswertung polizeilicher Kriminalstatistiken (z.B. Bundeslagebilder BKA) und der Analyse psychologischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Wirkmechanismen von Alkohol und Drogen, Klassifikationssysteme psychischer Störungen sowie die psychologischen Grundlagen deeskalierender Kommunikation für den Polizeidienst erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den prägenden Schlüsselbegriffen zählen Gewaltprävention, Deeskalationsmanagement, polizeiliches Gegenüber, Substanzmissbrauch und psychische Belastung im Einsatz.

Wie wirkt sich Alkoholkonsum laut der Arbeit auf die Aggressionsbereitschaft aus?

Der Konsum senkt die Hemmschwelle und kann eine bestehende aggressive Grundeinstellung fördern, wobei die individuelle Schwere des Angriffs stark von der jeweiligen Situation abhängt.

Welche Rolle spielt die nonverbale Kommunikation in der Polizeiarbeit?

Nonverbale Kommunikation ist laut der Arbeit interkulturell verankert; das Erlernen dieser Signale ermöglicht es Beamten, Emotionen des Gegenübers besser zu verstehen und entsprechende Prognosen für ihr eigenes Handeln zu treffen.

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Details

Title
Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte
Subtitle
Wie beeinflussen Alkohol- und Drogenkonsum sowie psychische Krankheiten die Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte?
College
University of Applied Sciences for Public Administration of North Rhine-Westphalia; Duisburg
Grade
1,7
Author
Michelle Peters (Author)
Publication Year
2021
Pages
17
Catalog Number
V1245724
ISBN (PDF)
9783346674265
ISBN (Book)
9783346674272
Language
German
Tags
gewalt polizeivollzugsbeamte alkohol- drogenkonsum krankheiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michelle Peters (Author), 2021, Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245724
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