In der Arbeit soll die Frage beantwortet werden, wie ästhetische Bildung im Hamburger Bildungsplan für Grundschulklassen umgesetzt wurde. Dies wird besonders mit Blick auf die Frage, inwieweit ästhetische Bildung in einem institutionalisierten Kontext umsetzbar ist, betrachtet.
Hierfür wird zunächst der Begriff der Ästhetischen Bildung definiert. Anschließend wird der Bildungsplan für Grundschulen der Stadt Hamburg inhaltlich analysiert, um ferner die Umsetzung ästhetischer Bildungsangebote im Bildungsplan zu überprüfen. Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, gibt erste Lösungsansätze und richtet seinen Blick auf weitere Forschungsmöglichkeiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ästhetische Bildung
3. Bildungsplan für Grundschulklassen in Hamburg
3.1 Bildende Kunst
3.2 Theater
3.3 Musik
4. Ästhetische Bildung in der Schule
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung ästhetischer Bildung im Hamburger Bildungsplan für Grundschulen und analysiert, inwieweit ästhetische Bildungsangebote in diesem institutionalisierten Kontext erfolgreich implementiert werden können.
- Definition der ästhetischen Bildung als sinnliche Wahrnehmung.
- Analyse der fachspezifischen Vorgaben für Bildende Kunst, Theater und Musik.
- Untersuchung der pädagogischen Verantwortung von Lehrkräften im Gestaltungsprozess.
- Diskussion über das Spannungsfeld zwischen Institutionalisierung und individuellen ästhetischen Erfahrungen.
Auszug aus dem Buch
Ästhetische Bildung
Als ästhetische Bildung, wird im Kontext dieser Arbeit, die sinnliche Wahrnehmung verstanden. Sie entwickelt sich durch eine Veränderung der Wirklichkeit, durch Spielen, Fantasieren und Gestalten (vgl. Schäfer 2016: 5f.). „Ästhetische Bildung ist daher in erster Linie Differenzierung und Bildung der Wahrnehmung“ (ebd.: 6). Die Wahrnehmung ist dabei ein innerer Verarbeitungsprozess, welche den eigenen Körper, das Denken, die Gefühle und Erinnerungen miteinbeziehen (vgl. Schäfer 1999: 24). „Aisthetik bedeutet mit den Sinnen wahrnehmen.“ (Schäfer 2014: 135).
Jegliche Form der Wahrnehmung ist aisthetisch zuordenbar. Ästhetik bezieht sich dahingehend nicht nur auf Kunst, sondern beschreibt die gesamten Wahrnehmungs- und Gestaltungsmöglichkeiten (vgl. ebd.). Auch Welsch benutzt, zur Abgrenzung des Begriffs von Schönheit, den Begriff der Aisthetik und beschreibt diese „als Thematisierung von Wahrnehmungen aller Art, sinnenhaften ebenso wie geistigen, alltäglichen wie sublimen, lebensweltlichen wie künstlerischen.“ (2017: 12).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die oft zweitrangige Rolle kultureller Fächer gegenüber MINT-Fächern und führt in die Forschungsfrage zur Umsetzung ästhetischer Bildung im Hamburger Bildungsplan ein.
2. Ästhetische Bildung: Dieses Kapitel definiert ästhetische Bildung als einen komplexen Prozess der sinnlichen Wahrnehmung, der eng mit kindlichen Entwicklungs- und Bildungsprozessen verknüpft ist.
3. Bildungsplan für Grundschulklassen in Hamburg: Hier erfolgt eine inhaltliche Analyse der spezifischen Vorgaben für die Fächer Bildende Kunst, Theater und Musik im Kontext des Hamburger Bildungsplans.
4. Ästhetische Bildung in der Schule: Das Kapitel diskutiert die Rolle der Lehrenden und die institutionellen Rahmenbedingungen, die ästhetische Bildungsprozesse in der Schule entweder fördern oder einschränken können.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass ästhetische Bildung ein großes Potenzial für lebenslanges Lernen bietet, das jedoch noch stärker in den Bildungsplan integriert werden sollte.
Schlüsselwörter
Ästhetische Bildung, Hamburger Bildungsplan, Grundschule, Wahrnehmung, Kunstunterricht, Theaterpädagogik, Musikunterricht, Kreativität, Sinnliche Erfahrung, Bildungsprozesse, Schulfächer, Pädagogisches Handeln, Kompetenzbereiche, Institution Schule.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Ziel dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht, wie ästhetische Bildung im Hamburger Bildungsplan verankert ist und wie die Umsetzung in den entsprechenden schulischen Fächern in der Praxis gelingt.
Welche Fächer stehen im Zentrum der Untersuchung?
Der Fokus liegt primär auf den künstlerisch-musischen Fächern Bildende Kunst, Theater und Musik, da diese die größte Schnittmenge mit ästhetischer Bildung aufweisen.
Wie wird ästhetische Bildung in dieser Arbeit definiert?
Ästhetische Bildung wird als ein umfassender Prozess der sinnlichen Wahrnehmung verstanden, der nicht nur auf Kunst beschränkt ist, sondern das gesamte Erfassen und Gestalten der Lebenswelt durch Kinder umfasst.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer inhaltlichen Analyse der Dokumente des Hamburger Bildungsplans sowie einer theoretischen Fundierung durch aktuelle pädagogische Fachliteratur zur ästhetischen Bildung.
Was sind die zentralen Herausforderungen für die Schule als Institution?
Die größte Herausforderung besteht darin, den notwendigen Freiraum für individuelle ästhetische Erfahrungen innerhalb der starren Strukturen eines institutionellen Lehrplans zu gewährleisten.
Welche Rolle spielt die Lehrkraft?
Lehrkräfte sind zentrale Impulsgeber, die Lernende begleiten, ohne jedoch aktiv in den kreativen Prozess eines Kindes einzugreifen, um so die Individualität der Bildungsprozesse zu wahren.
Warum wird speziell der Theaterunterricht hervorgehoben?
Theaterunterricht wird besonders gelobt, da er durch fächerübergreifende Ansätze und Gruppenarbeit soziale Kompetenzen sowie kreative Problemlösungsstrategien besonders effektiv fördert.
Inwieweit werden Schülerleistungen in ästhetischen Fächern bewertet?
Die Bewertung ist schwierig, da keine genormten Ergebnisse vorliegen. Daher liegt der Fokus auf der Begleitung des Lernprozesses und der Anerkennung individueller Entwicklungsfortschritte statt nur des fertigen Produkts.
- Citar trabajo
- Verena Dakota Krüger (Autor), 2022, Ästhetische Bildung in der Schule. Wie wurde ästhetische Bildung im Hamburger Bildungsplan für Grundschulklassen umgesetzt?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245757