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Die Kubakrise aus Sicht der realistischen Theorie

Title: Die Kubakrise aus Sicht der realistischen Theorie

Seminar Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michael Rohschürmann (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit nähert sich der realistischen Theorie und dem ihm zugrunde liegenden Modell des „Rational Actor“. Dazu werden im ersten Teil sowohl der Realismus nach Hans Morgenthau als auch das „Rational Actor“- Modell noch einmal kurz erläutert. Hierbei wird auch der Begriff „Rationalität“ erläutert.
Der zweite Teil befasst sich schließlich mit den Handlungen der Akteure im Verlauf der Kuba-Krise unter Berücksichtigung ihrer Rahmenbedingungen, möglichen Handlungen und deren Konsequenzen. Dabei wird die Frage gestellt, inwiefern die Akteure sich unter Berücksichtung ihres natürlichen Strebens nach Machtgewinn beziehungsweise Sicherheit rational verhalten haben. Genauer gesagt, die realistische Betrachtungsweise soll untersuchen, inwiefern die Akteure, also souveräne Staaten es geschafft haben, die Gratwanderung zwischen Erwerb und Vermehrung von Macht und dem Versuch des möglichen Risikos gering zu halten, zu bewältigen.
Im letzten Teil werden die Ergebnisse der Analyse der Kuba-Krise unter Anwendung des klassischen Realismus noch einmal zusammengefasst und festgestellt, ob und inwiefern sich die Akteure rational verhalten haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundannahmen

Grundlagen des klassischen Realismus

Das Menschenbild des klassischen Realismus

Der Akteur als „rational actor“

3. Historischer Abriss der Kubakrise

Rahmenbedingungen und Geopolitische Gegebenheiten

4. Beweggründe der Sowjetunion aus realistischer Sicht

5. Reaktionen der USA aus realistischer Sicht

6. Konsequenzen

7. Fazit – Haben sich die Akteure rational verhalten

8. Quellenkritik

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die Kubakrise von 1962 aus der Perspektive der realistischen Theorie der internationalen Beziehungen. Ziel ist es zu analysieren, inwiefern das Handeln der beteiligten Supermächte unter Berücksichtigung ihres Strebens nach Machtgewinn und Sicherheit als rationales Handeln im Sinne des „Rational Actor“-Modells interpretiert werden kann.

  • Grundlagen des klassischen Realismus nach Hans Morgenthau
  • Anwendung des „Rational Actor“-Modells auf staatliche Akteure
  • Analyse der geopolitischen Rahmenbedingungen der Kubakrise
  • Bewertung der strategischen Beweggründe und Reaktionen der Sowjetunion und USA
  • Einschätzung der Rationalität politischer Akteure in einer Eskalationsspirale

Auszug aus dem Buch

3. Historischer Abriss der Kuba-Krise

„It shall be the policy of this nation to regard any nuclear missile launched from Cuba against any nation to the Western Hemisphere as an attack by the Soviet Union on the United States, requiring a full retailatory response upon the Soviet Union." Dieser Satz markiert den rhetorischen Auftakt zur wohl heißesten Krise in der Geschichte des „kalten Krieges“, der Kubakrise.

Die eigentliche Krise begann am 15. Oktober 1962, als US-Aufklärungsflugzeuge im Aufbau befindliche sowjetische Mittelstreckenraketen vom Typ SS-4 und SS-5 auf Kuba fotografierten. Mit der Stationierung dieser Raketen direkt vor der „amerikanischen Haustür“ erreichten die UdsSR gleich mehrere Ziele:

- Kuba vor einer Invasion zu schützen und so auch das Verhältnis zu seinem Diktatur Fidel Castro zu stärken

- die weitaus kostengünstigeren Mittelstreckenraketen hatten auf Kuba denselben Effekt, wie ICBM´s in der UdsSR. Circa die Hälfte der US-Amerikanischen Städte lag in Reichweite dieser Waffen. Außerdem lag die Vorwarnzeit für einen Angriff bei unter fünf Minuten!

- um eine strategische Überlegenheit der USA im Bezug auf die Zahl der Interkontinentalraketen zumindest psychologisch auszugleichen und

- um innenpolitische Vorhaben Chruschtschows (Agrarreformen) besser finanzieren zu können und Chruschtschow innenpolitisch mehr Autorität zu verschaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Relevanz der Kubakrise ein und stellt die Forschungsfrage nach der Rationalität der Akteure vor dem Hintergrund der realistischen Theorie.

2. Theoretische Grundannahmen: Dieses Kapitel erläutert die Prämissen des klassischen Realismus, das Menschenbild und das Modell des „Rational Actor“ als analytischen Rahmen.

3. Historischer Abriss der Kubakrise: Hier werden der Verlauf der Krise sowie die zugrunde liegenden Rahmenbedingungen und geopolitischen Gegebenheiten der bipolaren Weltordnung skizziert.

4. Beweggründe der Sowjetunion aus realistischer Sicht: Das Kapitel analysiert die strategische Unterlegenheit der Sowjetunion und ihre Motive für die riskante Raketenstationierung.

5. Reaktionen der USA aus realistischer Sicht: Es wird untersucht, wie die USA auf die Bedrohung reagierten und warum die Seeblockade als gewinnmaximierende Eskalation gewählt wurde.

6. Konsequenzen: Hier werden die Ergebnisse der Krise, insbesondere der Abzug der Raketen und die langfristigen Folgen für die Kommunikation zwischen den Supermächten, zusammengefasst.

7. Fazit – Haben sich die Akteure rational verhalten: Das Fazit beurteilt, ob das Handeln der Supermächte innerhalb der realistischen Theorie als logischer, rationaler Schritt zur Machtwahrung und Eskalationsvermeidung zu werten ist.

8. Quellenkritik: Abschließend erfolgt eine kritische Einordnung der verwendeten Literatur und Quellen.

Schlüsselwörter

Kubakrise, Realismus, Kalter Krieg, Rational Actor, Machtpolitik, Sicherheitspolitik, Abschreckung, Eskalation, bipolare Weltordnung, internationale Beziehungen, Rüstungsspirale, strategische Überlegenheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Kubakrise von 1962 und analysiert die politischen Entscheidungen der beteiligten Mächte USA und UdSSR auf Basis der realistischen Theorie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Machtverhältnisse im Kalten Krieg, das Sicherheitsdilemma zwischen zwei Supermächten und die Frage, wie politische Akteure in hochriskanten Situationen strategisch entscheiden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob das Verhalten der Sowjetunion bei der Raketenstationierung und die Reaktion der USA innerhalb eines rationalen Entscheidungsmodells logisch begründbar waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine politikwissenschaftliche Analyse unter Anwendung des „Rational Actor“-Modells sowie der theoretischen Grundlagen des klassischen Realismus nach Hans Morgenthau durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Voraussetzungen, dem historischen Verlauf der Krise, den spezifischen Beweggründen der UdSSR sowie den Handlungsoptionen und der Reaktion der USA.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Kubakrise, Realismus, Rational Actor, Machtpolitik, Abschreckung und Eskalationsmanagement.

Warum wird die Seeblockade als „gewinnmaximierende Eskalation“ bezeichnet?

Aus Sicht des Autors demonstrierte dieser Schritt Entschlossenheit, ohne die Schwelle zu einem direkten, unkontrollierbaren militärischen Schlagabtausch sofort zu überschreiten.

Inwiefern beeinflusste die atomare Drohkulisse die Handlungsfähigkeit?

Die Atombombe wird sowohl als Risiko als auch als stabilisierender Faktor gesehen, der die Akteure aus Angst vor der totalen Vernichtung zu einer gesichtswahrenden Lösung zwang.

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Details

Title
Die Kubakrise aus Sicht der realistischen Theorie
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Seminar: Internationale Beziehungen
Grade
2,0
Author
Michael Rohschürmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V124577
ISBN (eBook)
9783668014749
ISBN (Book)
9783668014756
Language
German
Tags
kubakrise sicht theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Rohschürmann (Author), 2004, Die Kubakrise aus Sicht der realistischen Theorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124577
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