Ziel dieser Arbeit ist die Darlegung der Entlastung des Klienten in Form der psychologischen Beratung durch den psychologischen Berater (Personal-Coach) unter Beachtung der jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen und Verordnungen. Mit welchen Methoden und Ansätzen das erfolgen kann, wird ebenso beschrieben sowie auch die Beratungsform der Klientenzentrierten Gesprächsführung (nach C. Rogers) näher erläutert. Ein strukturierter Gesprächsablauf zwischen psychologischem Berater und Klienten wird vorgestellt und praxisnahe Aufgaben des psychologischen Beraters (Personal-Coach) in den drei Krankheitsphasen der Vorbereitung, Therapie und Nachversorgung innerhalb des Netzwerks der behandelnden Ärzte, Psychologen und anderen Fachkräften in der Psychoonkologie (auch Onkopsychologie) erklärt.
Auch ohne therapeutisch und diagnostisch tätig zu sein, nimmt der psychologische Berater (Personal-Coach) eine wichtige Rolle in dem Versorgungsangebot gegenüber dem Klienten ein. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Belastungen des Klienten während der drei Phasen kann eine beratende Begleitung bei krankheitsübergreifenden Themen eine Erleichterung des Klienten und deren Angehörigen hervorrufen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2. Beratungsüberblick
2.1 Psychologische Beratung und Versorgung allgemein
2.2 Psychologische Beratung durch den psychologischen Berater (Personal-Coach)
2.2.1 Ansätze
2.2.2 Beratungsmerkmale
2.2.3 Ablaufschema
3. Theorie und Begriffserläuterung
4. Praxistransfer der psychologischen Beratung in drei Phasen
4.1 Vorbereitungsphase
4.2 Therapiephase
4.3 Nachbetreuungsphase
5. Zusammenfassung und Abschluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie ein qualifizierter psychologischer Berater (Personal-Coach) Krebspatienten in den Phasen der Vorbereitung, Therapie und Nachbetreuung durch klientenzentrierte Beratung entlasten kann, wobei der Fokus auf einer klaren Abgrenzung zu heilkundlichen Tätigkeiten und der Integration in bestehende Versorgungsnetzwerke liegt.
- Grundlagen der psychosozialen Onkologie in Deutschland
- Anwendung der Klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl R. Rogers
- Psychologische Unterstützung in den Krankheitsphasen: Vorbereitung, Therapie, Nachbetreuung
- Abgrenzung der Tätigkeitsbereiche: Pädagogische Beratung versus Psychotherapie/Heilkunde
- Methoden der Ressourcenaktivierung und Problemlösung für Betroffene
Auszug aus dem Buch
2. Beratungsüberblick
Als Zweig der Psychosomatischen Medizin ist die Psychoonkologie als eigene wissenschaftliche Fachrichtung in der Erforschung von seelischen Auswirkungen von Krebs auf Klienten und ihr Umfeld tätig. Sie entwickelt außerdem Methoden und Möglichkeiten zur Unterstützung der Krebspatienten, mit der Erkrankung im Alltag umzugehen.
Die Annahme von Klienten, dass es sich bei der psychoonkologischen Beratung um eine Therapieform handelt und sie diese nur dann nutzen können, wenn sie psychisch erkrankt sind, hält viel davon ab diese Dienstleistung in Anspruch zu nehmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation der Versorgung von Krebspatienten in Deutschland sowie das Ziel der Arbeit, die Rolle eines psychologischen Beraters innerhalb dieses Systems aufzuzeigen.
2. Beratungsüberblick: Bietet einen Einblick in die allgemeine psychosoziale Versorgung und definiert die spezifische Rolle des psychologischen Beraters unter Anwendung der Klientenzentrierten Gesprächsführung.
3. Theorie und Begriffserläuterung: Klärt die wissenschaftlichen Abgrenzungen zwischen psychologischer Beratung, Psychotherapie und Heiltätigkeiten im onkologischen Kontext.
4. Praxistransfer der psychologischen Beratung in drei Phasen: Konkretisiert die Tätigkeit des Beraters in den Phasen Vorbereitung, Therapie und Nachbetreuung anhand praxisnaher Ansätze.
5. Zusammenfassung und Abschluss: Resümiert die Notwendigkeit einer professionellen Qualifikation und fordert eine stärkere Transparenz zur Reduzierung von Versorgungslücken im onkologischen Bereich.
Schlüsselwörter
Psychologische Beratung, Psychoonkologie, Krebspatienten, Klientenzentrierte Gesprächsführung, Personal-Coach, Krankheitsphasen, Gesundheitsberatung, psychosoziale Belastung, Ressourcenaktivierung, Abgrenzung, Hilfe zur Selbsthilfe, Versorgungsnetzwerk.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten der entlastenden Unterstützung von Krebspatienten durch einen psychologischen Berater (Personal-Coach) in verschiedenen Phasen der Erkrankung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der psychoonkologischen Versorgung, der Anwendung klientenzentrierter Gesprächstechniken und der Abgrenzung zu heilkundlichen Berufsbildern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Mehrwert psychologischer Beratung als ergänzendes Angebot zu ärztlichen und therapeutischen Leistungen innerhalb der Psychoonkologie darzulegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird der humanistische Ansatz der Klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl R. Rogers als fachliche Grundlage für die Beratungspraxis herangezogen.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe sowie einen detaillierten Praxistransfer, der Aufgaben des Beraters in der Vorbereitung, Therapie und Nachbetreuung beschreibt.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte umfassen Psychoonkologie, Personal-Coach, Klientenzentrierung und psychosozialeEntlastung.
Wie grenzt sich der psychologische Berater von Ärzten ab?
Der Berater ist nicht heilkundlich tätig; bei Anzeichen psychischer Erkrankungen, die eine Therapie erfordern, ist eine Verweisung an Ärzte oder zugelassene Psychotherapeuten zwingend notwendig.
Warum ist die Unterscheidung der Phasen wichtig?
Die unterschiedlichen Phasen (Vorbereitung, Therapie, Nachbetreuung) bringen spezifische Belastungen mit sich, die individuell angepasste Beratungsleistungen erfordern.
Welche Rolle spielt die Selbstreflexion des Beraters?
Aufgrund der emotionalen Belastung durch Patientensorgen und Krankheitserfahrungen ist eine ständige Selbstreflexion unerlässlich, um professionell und authentisch begleiten zu können.
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- Barbara Lederer (Author), 2022, Der psychologische Berater als Sparringspartner der Krebspatienten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1245798