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Das kreative Milieu als Standortfaktor

Title: Das kreative Milieu als Standortfaktor

Term Paper , 2007 , 10 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Christian Benner (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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„Für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen [ist] auch eine stimulierende politische und soziale Atmosphäre erforderlich (FROMHOLD-EISEBITH 1995: 30)“. Diese Aussage umschreibt den Begriff „kreatives Milieu“ schon ziemlich gut – eine stimulierende Atmosphäre oder Umgebung; noch genauer: z.B. die Vernetzung vorhandener Institutionen zur Erschaffung von Synergieeffekten als Anreiz für neue Unternehmensansiedlung (vgl. FROMHOLD-EISEBITH 1995: 30-31).
Die obige „Definition“ hilft zu erkennen, daß das Vorhandensein eines kreativen Milieus in der Tat als ein Standortfaktor angesehen werden kann. Man kann sich nun einen Eindruck verschaffen, worum es sich bei innovativen Milieus handelt und welche (zentrale) Rolle sie im Gefüge der Standortfaktoren einnehmen. Damit einher stellt sich für mich die Frage:
Wieso wirkt sich das Vorhandensein eines kreativen Milieus auf den
Entscheidungsprozess beliebiger Unternehmen für die Standortwahl aus?
Einfacher: Warum kann man gerade von „Standortfaktor kreatives Milieu“ sprechen? Mit dieser Fragestellung möchte ich mich in meiner Hausarbeit auseinandersetzen, es ist meine Absicht sie zu erörtern und abschließend befriedigend zu beantworten

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Das kreative Milieu – was kann man sich darunter vorstellen?

2 Das kreative Milieu als Standortfaktor – Motor im regionalen Wirtschaftsraum

2.1 Abgrenzung – Einfaches und kreatives Milieu

2.2 Eine Frage des Milieus – Was macht das kreative Milieu so interessant?

2.3 Probleme und Risiken – Das kreative Milieu in der Zwickmühle?!

3 Fazit: Das kreative Milieu als Standortfaktor: Ist es denn nun einer?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das „kreative Milieu“ als entscheidenden Standortfaktor für Unternehmen und analysiert, inwiefern die soziale und wirtschaftliche Vernetzung innerhalb einer Region den Entscheidungsprozess bei der Standortwahl beeinflusst. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, warum das kreative Milieu als ein zentraler Motor für die wirtschaftliche Entwicklung und Regionalentwicklung fungieren kann.

  • Definition und theoretische Einordnung des Begriffs „kreatives Milieu“
  • Abgrenzung zwischen einfachen und innovativen Milieus
  • Analyse der Vorteile für Unternehmen durch regionale Synergieeffekte
  • Diskussion von Risiken wie Abschottung und Vetternwirtschaft
  • Die Bedeutung informeller Netzwerke für die Wettbewerbsfähigkeit

Auszug aus dem Buch

2.1. Abgrenzung – Einfaches und kreatives Milieu

Milieu ist nicht gleich Milieu. Auf den ersten Blick einfach nur eine Floskel, doch steckt tatsächlich mehr dahinter. Warum darf man so etwas behaupten? Milieus sind kleinere Netze in einem größeren Wirtschaftsraum, meist durch spezielle Gründe wie z.B. Synergieeffekte, Agglomerationsvorteile, familiäre Beziehungen usw. zusammengehörige Unternehmensgemeinschaften, welche teils eigenständig sind und teils aber auch miteinander kommunizieren bzw. zusammenarbeiten.

In der Mehrzahl der Fälle sind sie eingebettet in ein übergeordnetes Netzwerk, z.B. dem ihrigen Absatzmarkt. Die Vielzahl der möglichen (Innovations-)Netzwerk- und Milieukombinationen, Verflechtungen untereinander, ist sehr hoch und teilweise sehr komplex (s. Abb.2 – Anhang), man spricht auch von Clustern; es bilden sich aber gerade so kollektive Lernprozesse heraus, durch den täglichen Umgang miteinander bedingt, die die Wettbewerbsfähigkeit des Milieus steigern (vgl. SAUTTER 2004: 67).

Einfache Milieus erfüllen meist alle die formellen Bedingungen für eine innovative Regionalentwicklung: z.B. ein genügendes Angebot an unternehmensorientierten Dienstleistungen, Vorhandensein von forschenden Hochschulen oder Einrichtungen, „venture capital“ (Wagniskapital), gute Infrastruktur, regionalpolitische Förderung und hohe Lebensqualität (vgl. MALECKI 1991). All dies macht ein einfaches Milieu jedoch noch nicht zwangsläufig „kreativ“. Eine klare Trennung zwischen einfach und kreativ gibt es strenggenommen auch nicht, denn beide Milieus unterscheiden sich eigentlich nicht, nur in einem Punkt – der macht aber den entscheidenden Unterschied aus: in einem innovativen Milieu arbeiten Unternehmen mit den ansässigen Forschungseinrichtungen, Behörden etc. eng zusammen und man bildet untereinander ein Informationsnetzwerk, man lernt voneinander, man tauscht sich aus, man „kennt sich“, hier fließt ein „Sie“ schnell mal in ein „Du“ über. Gerade hier liegt das große Potential eines kreativen Milieus (vgl. BUTZIN 2000: 153).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Das kreative Milieu – was kann man sich darunter vorstellen?: Dieses Kapitel führt in den Begriff des kreativen Milieus ein und beleuchtet dessen Entstehung sowie die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Standortwahl.

2 Das kreative Milieu als Standortfaktor – Motor im regionalen Wirtschaftsraum: Das Hauptkapitel untersucht die Struktur kreativer Milieus, grenzt sie von einfachen Milieus ab und zeigt die wesentlichen Standortvorteile sowie die Risiken innerhalb dieser Netzwerke auf.

3 Fazit: Das kreative Milieu als Standortfaktor: Ist es denn nun einer?: Das abschließende Kapitel bestätigt die Rolle des kreativen Milieus als essenziellen Standortfaktor und betont die Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen für den wirtschaftlichen Erfolg.

Schlüsselwörter

Kreatives Milieu, Standortfaktor, Wirtschaftsgeographie, Innovation, regionale Entwicklung, Synergieeffekte, Unternehmensnetzwerke, Agglomerationsvorteile, Wissenskompetenzen, Informationsaustausch, Cluster, Regionalentwicklung, Standortwahl, informelle Netzwerke.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von kreativen Milieus als Standortfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung von Regionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition innovativer Milieus, den Vergleich zu einfachen Milieus, Netzwerkeffekte sowie die Chancen und Risiken innerhalb solcher Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu erörtern, warum und wie ein kreatives Milieu den Entscheidungsprozess von Unternehmen bei der Standortwahl beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen und Modellen zur Regionalentwicklung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Abgrenzung von Milieus, die Elemente der Standortattraktivität sowie die Gefahren der Übernähe und der Abschottung innerhalb eines Milieus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören kreatives Milieu, Standortwahl, regionale Entwicklung, Synergieeffekte und Wissensnetzwerke.

Warum spielt der „emotionale Ansatz“ in einem kreativen Milieu eine so große Rolle?

Laut der Arbeit ermöglicht die informelle Ebene – also das gegenseitige Vertrauen und persönliche Bekanntschaften – einen schnelleren Informationsfluss und eine engere Kooperation, als dies in rein formellen Geschäftsbeziehungen möglich wäre.

Welche Gefahr besteht laut dem Autor, wenn ein Milieu „zu eng“ vernetzt ist?

Es besteht die Gefahr der Abschottung nach außen und der Vetternwirtschaft, was dazu führen kann, dass das Milieu seine Offenheit verliert und letztlich seine Innovationskraft einbüßt.

Was ist mit dem Zitat „First I make friends, then I make business“ gemeint?

Dieses Zitat verdeutlicht, dass in kreativen Milieus die sozialen Bande und das persönliche Vertrauen die Basis für erfolgreiche wirtschaftliche Transaktionen bilden.

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Details

Title
Das kreative Milieu als Standortfaktor
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
3,0
Author
Christian Benner (Author)
Publication Year
2007
Pages
10
Catalog Number
V124601
ISBN (eBook)
9783640297948
Language
German
Tags
Milieu Standortfaktor innovativ Cluster kreativ Standortvorteil Fromhold-Eisebith Kulke GREMI Synergieeffekte Agglomerationsvorteile familiär Beziehungen Unternehmensgemeinschaft Unternehmen komplex Verpflechtung Milieukombination Netzwerk kollektiv Lernprozess Wettbewerbsfähigkeit Regionalentwicklung unternehmensorientiert Dienstleistungen Wagniskapital venture capital Lebensqualität Hochschulen Infrastruktur Malecki Butzin Geschäftspartner mentaler Zusammenhalt Fachwissen Know how Erfahrungen Wirtschaftsraum Umfeld Werbung Marketing Entscheidungsprozess internationale Märkte Rahmenbedingungen Motor der Regionalentwicklung Akteur System Gründerzentrum
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GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Benner (Author), 2007, Das kreative Milieu als Standortfaktor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124601
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