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Schätzverfahren im Software Engineering

Titel: Schätzverfahren im Software Engineering

Essay , 2021 , 10 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Lars Vieten (Autor:in)

Informatik - Software
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei der Analyse der Kundenanforderungen im Voraus, wie genau sie mit der neuen Software interagieren möchten wird meist geantwortet: „Ich werde es wissen wenn ich es sehe“. Für die zukünftigen Projekte wird es wichtig sein, sich so flexibel wie möglich zu organisieren, um sich bestmöglich auf unvorhersehbare Veränderungen einstellen zu können.
Ungenaue Aufwandsschätzungen haben meist die Ursache von ungenauen Zielformulierungen und Anforderungswünschen der Kunden, Risiken und Unsicherheiten, die nicht berücksichtigt werden oder einer Fehlinterpretation des Arbeitsumfangs. Diese Ungenauigkeit ist ebenfalls vom Zeitpunkt der Schätzung abhängig.

Ausgehend von der zuvor beschriebenen Signifikanz eines gut gewählten Schätzverfahrens, soll das Scientific Essay drei Schätzverfahren im Software-Engineering in Kombination mit einem geeigneten Vorgehensmodell, vorstellen.
Da der Umfang der Arbeit begrenzt ist, lege ich den Fokus bei den Vorgehensmodellen auf die Phase, in der der Aufwand geschätzt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorgehensmodelle

2.1 Wasserfallmodell

2.2 Agile Modelle

3 Schätzverfahren

3.1 Prozentsatzmethode

3.2 Planning Poker

3.3 Function Point Analyse

4 Fazit

5 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht verschiedene Verfahren zur Aufwandsschätzung in Softwareprojekten und setzt diese in den Kontext unterschiedlicher Vorgehensmodelle, um deren Eignung und Anwendungsszenarien zu beleuchten.

  • Grundlagen der Softwareentwicklung und Vorgehensmodelle
  • Die Herausforderungen und Signifikanz von Aufwandsschätzungen
  • Die Prozentsatzmethode im Wasserfallmodell
  • Planning Poker in agilen Umgebungen (Scrum)
  • Die Function Point Analyse als standardisiertes Messverfahren

Auszug aus dem Buch

3.2 Planning Poker

Planning Poker wurde zuerst im Jahr 2002 von James Grenning definiert und später von Mike Cohn popularisiert. Planning Poker ist eine Form der Expertenschätzung, bei der keine Erfahrungsdatenbank vorliegt, sondern der Experte auf seinen Erfahrungsschatz zurückgreift. Dieser kennt die Einflussfaktoren, die den Aufwand bestimmen. Planning Poker ist ein konsensbasiertes Schätzverfahren, welches sehr häufig in der agilen Softwareentwicklung verwendet wird, um den Product Backlog zu schätzen. Anders als bei herkömmlichen Vorgehensmodellen wird der Product Backlog während des Projekts um weitere Kundenanforderungen erweitert, wodurch die Gesamtgröße des Projekts bei der ersten Schätzung nicht bekannt ist.

Um eine Planning Poker Sitzung zu starten, liest der Product Owner dem agilen Team eine User Story vor oder beschreibt ein Feature. Jeder Schätzer hat ein Kartenspiel mit Werten wie 0, 1, 2, 5, 8, 13, 20, 40, 100. Die Werte repräsentieren die Anzahl der Storypoints in denen das Team schätzt. Die Schätzer besprechen das Feature und stellen bei Bedarf nachfragen beim Product Owner. Im Anschluss wählt jeder Schätzer privat eine Karte aus, um seinen Schätzwert darzustellen. Alle Karten werden gleichzeitig aufgedeckt. Wenn alle Schätzer den gleichen Wert haben, wird dieser zum Schätzwert. Ist dies nicht der Fall erörtern die Schätzer ihre Schätzungen. Dabei wird insbesondere auf die Hoch- und Tiefschätzer eingegangen. Nach der Diskussion wählt jeder Schätzer erneut eine Karte aus. Dies wird fortgesetzt bis ein Konsens erzielt wird oder bis die Schätzer entscheiden die agile Schätzung aufzuschieben bis weitere Informationen vorliegen.

Planning Poker wird verwendet, um erste Schätzungen zu erstellen, die für das Scoping oder die Größe des Projekts nützlich sind. Ein Sprint hat meistens den Zeitraum von 4 Wochen. In jeder Iteration trifft sich das Team zu einer Planning Poker Runde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Vorhersehbarkeit von Softwareprojekten und die Problematik ungenauer Aufwandsschätzungen, woraus die Zielsetzung für diese Arbeit abgeleitet wird.

2 Vorgehensmodelle: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das klassische Wasserfallmodell und agile Vorgehensweisen, insbesondere Scrum, als Basis für die Einordnung von Schätzverfahren.

3 Schätzverfahren: Es werden drei spezifische Verfahren – Prozentsatzmethode, Planning Poker und Function Point Analyse – detailliert hinsichtlich ihrer Funktionsweise und Anwendung vorgestellt.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Eignung der Schätzmethoden in Abhängigkeit vom Projektumfeld und dem gewählten Vorgehensmodell zusammen.

5 Literatur: Dieses Kapitel listet alle verwendeten Quellen und Internetdokumente der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Aufwandsschätzung, Software Engineering, Wasserfallmodell, Agile Modelle, Scrum, Prozentsatzmethode, Planning Poker, Function Point Analyse, Projektplanung, Benutzeranforderungen, Storypoints, Softwareentwicklung, Schätzverfahren, Expertenschätzung, Systemanforderungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit im Wesentlichen?

Die Arbeit behandelt die Relevanz und Durchführung von Aufwandsschätzungen im Software Engineering unter Berücksichtigung unterschiedlicher Vorgehensmodelle.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit beleuchtet?

Die zentralen Themen sind Wasserfall- und agile Modelle, die Prozentsatzmethode, Planning Poker sowie die Function Point Analyse als standardisiertes Verfahren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, drei verschiedene Schätzverfahren vorzustellen und deren Anwendung sowie Wirksamkeit in Kombination mit passenden Vorgehensmodellen kritisch zu betrachten.

Welcher wissenschaftliche Ansatz wird verfolgt?

Es handelt sich um ein Scientific Essay, das auf Literaturanalyse und der theoretischen Einordnung bekannter Software-Entwicklungs- und Schätzmethoden basiert.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Vorgehensmodellen (Wasserfall/Agil) und eine detaillierte technische Beschreibung der drei gewählten Schätzverfahren.

Was macht ein Schätzverfahren in der Softwareentwicklung charakteristisch?

Ein gutes Verfahren ist charakterisiert durch seine Methodik, die benötigten Daten (z.B. Erfahrungswerte) sowie die Abhängigkeit von der Detailliertheit der vorliegenden Anforderungen.

Wie unterscheidet sich die Prozentsatzmethode vom Planning Poker?

Während die Prozentsatzmethode auf historischen Daten und statischen Phasen basiert, ist Planning Poker ein konsensbasiertes Agiles Verfahren, das auf der Expertise des Teams beruht.

Was ist das Hauptmerkmal der Function Point Analyse?

Die Methodik zeichnet sich durch standardisierte Messtechniken und die universelle Anwendbarkeit bereits zu einem frühen Zeitpunkt des Projekts aus.

Warum ist die Wahl des Schätzverfahrens für das Projektmanagement entscheidend?

Da Schätzungen für die Angebotserstellung, Projekt- und Personalplanung essenziell sind, beeinflusst die gewählte Methode die finanzielle Planungssicherheit und das Risikomanagement.

Inwiefern beeinflusst das Vorgehensmodell die Qualität der Schätzung?

Die Wahl des Modells bestimmt den Zeitpunkt und die vorhandene Datenbasis der Schätzung; während das Wasserfallmodell auf strukturierten Anforderungen basiert, erlauben agile Modelle iterative Korrekturen.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schätzverfahren im Software Engineering
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule
Veranstaltung
Software Engineering
Note
1.3
Autor
Lars Vieten (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
10
Katalognummer
V1246142
ISBN (PDF)
9783346674135
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Software Engineering Vorgehensmodelle Wasserfallmodell Agile Modelle Schätzverfahren Prozentsatzmethode Planning Poker Function Point Analyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lars Vieten (Autor:in), 2021, Schätzverfahren im Software Engineering, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1246142
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Leseprobe aus  10  Seiten
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