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Beziehungen zu Daily-Soap-Figuren und ihre Bedeutung für Rezipierende im Alltag

Eine qualitative Rezeptionsanalyse am Beispiel der Daily Soap "Verbotene Liebe"

Titel: Beziehungen zu Daily-Soap-Figuren und ihre Bedeutung für Rezipierende im Alltag

Magisterarbeit , 2008 , 212 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: M.A. Tanja Liebichen (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand von acht leitfadengestützten Interviews mit vier weiblichen und vier männlichen Rezipierenden die Wahrnehmung und Beurteilung der Figuren aus der Daily Soap Verbotene Liebe. Im Fokus dieser Untersuchung stehen die (möglichen) Beziehungen der Rezipierenden zu den als positiv und als negativ empfundenen Serienfiguren sowie die Bedeutung, die diese medialen Beziehungen für die Rezipierenden im Alltag haben.
Der theoretische Rahmen umfasst verschiedene wissenschaftliche Disziplinen. Handlungstheoretische Rezeptionsforschung sowie das Encoding/Decoding-Modell der Cultural Studies bieten einen Überblick über einen aktiven Rezeptionsprozess. Des Weiteren dienen das Verständnis der Rezeption im alltäglichen Kontext und das Konzept der parasozialen Interaktion bzw. parasozialen Beziehungen dem Forschungsinteresse dieser Arbeit. Das Format Soap Opera sowie der Forschungsstand zur Serienrezeption beenden den theoretischen Bezugsrahmen. Im Anschluss an die Vorstellung der Daily Soap Verbotene Liebe sowie dem methodischen Vorgehen, folgt die Präsentation der empirischen Ergebnisse zu den Beurteilungen der Serienfiguren und den Beziehungen zu ihnen.
Es hat sich u.a. gezeigt, dass die Rezipierenden Beziehungen zu den Figuren eingehen, sowohl zu ihren Lieblings- als auch zu ihren Hassfiguren. Nicht immer stoßen die „bösen“ Charaktere auf Ablehnung durch die Rezipierenden, sondern ihnen wird sogar eine notwenige Rolle für den Rezeptionsprozess zugeschrieben. Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Aneignung der Soap-Opera-Texte und auch der Serienfiguren als Vermittlungsprozess zwischen eigenen alltäglichen Erfahrungen und den Mediendiskursen zu sehen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausgewählte Ansätze der Rezeptionsforschung

2.1 Handlungstheoretische Ansätze

2.2 Das Encoding/Decoding-Modell der Cultural Studies

3. Fernsehen im Alltag der Rezipierenden

3.1 Fernsehen als Alltagshandeln

3.2 Parasoziale Interaktion und parasoziale Beziehungen mit Serienfiguren

3.3 Forschungsstand zu parasozialer Interaktion und parasozialen Beziehungen

3.3.1 Internationale Studien zur parasozialen Interaktion/parasozialen Beziehungen

3.3.2 Untersuchungen zu parasozialer Interaktion/parasozialen Beziehungen in Deutschland

3.3.3 Zusammenfassende Bewertung

4. Das Format Soap Opera/Daily Soap

4.1 Das Genre der Soap Opera

4.2 Die Entwicklung der Daily Soaps in Deutschland

4.3 Serienrezeption

4.4 Forschungsstand zur Serienrezeption

4.4.1 Angloamerikanische Studien zur Soap-Opera-Forschung

4.4.2 Untersuchungen zur Serienrezeption in Deutschland

4.4.3 Zusammenfassende Bewertung

5. Zwischenresümee

II. REZEPTIONSSTUDIE

6. Die Daily Soap Verbotene Liebe

6.1 Informationen zur Serie

6.2 Das Publikum von Verbotene Liebe

7. Methodisches Vorgehen

7.1 Erkenntnisinteresse und Forschungsfragen

7.2 Operationalisierung

7.2.1 Das problemzentrierte Interview

7.2.2 Die Auswahl der InterviewpartnerInnen

7.2.3 Der Leitfaden

7.2.4 Durchführung und Transkription der Interviews

7.3 Auswertung mit der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring

8. Auswertung und Interpretation der Interviews

8.1. Die Dimensionen

8.2. Die Ergebnisse

8.2.1 Allgemeine Beurteilung der Serie Verbotene Liebe

8.2.2 Die Lieblingsfiguren und ihre Bedeutung für die Rezipierenden

8.2.3 Die Hassfiguren und ihre Bedeutung für die Rezipierenden

8.2.4 Beurteilung der TV-Szenen aus Verbotene Liebe

8.2.5 Wahrnehmung des Genres und des Realitätsgehalts

8.2.6 Vergleich von positiven und negativen Beziehungen

8.2.7 Einbindung der Serie und der Figuren in den Alltag

8.2.8 Vergleichende Analyse

8.2.9 Einordnung der Ergebnisse in das theoretische Konzept

9. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Umgang junger Erwachsener mit der Daily Soap Verbotene Liebe, insbesondere im Hinblick auf ihre Wahrnehmung von Serienfiguren und die Bedeutung dieser Beziehungen in ihrem Alltag. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ergründen, ob und wie Rezipierende Beziehungen zu positiv oder negativ empfundenen Figuren aufbauen und welche Funktion diese für sie erfüllen.

  • Analyse von Rezeptions- und Medienaneignungsprozessen (u.a. Encoding/Decoding-Modell, parasoziale Interaktion)
  • Empirische Untersuchung der Bedeutung von Daily-Soap-Figuren für junge Erwachsene
  • Untersuchung des Phänomens "negativer" parasozialer Beziehungen und Identifikation
  • Vergleich von geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Rezeption und Charakterbeurteilung
  • Exploration der "Alltagsdramatisierung" und Anschlusskommunikation als Rezeptionskontext

Auszug aus dem Buch

Die Leser-Text-Interaktion

Wie sich bereits im Ansatz der strukturanalytischen Rezeptionsforschung sowie im Encoding/Decoding-Modell abzeichnet, muss die Leser-Text-Interaktion als wechselseitig orientiertes soziales Handeln verstanden werden (vgl. Charlton 1997: 25). Dabei existieren sowohl Leser als auch Text lediglich in einem latenten Stadium. Erst in der Interaktion miteinander entsteht der rezipierte Text, der nicht mit dem Originaltext identisch sein muss (vgl. Mikos 2001: 326).

Nach Fiske sind „Populäre Texte […] in sich unvollständig – sie sind niemals unabhängige Bedeutungsstrukturen […], sondern sie provozieren Bedeutung und Lust; sie werden nur dann komplett, wenn sie von den Menschen aufgenommen und in ihre Alltagskultur eingesetzt werden.“ (Fiske 2000: 19).

Für diese Offenheit des Textes hat sich in den Cultural Studies der von Fiske geprägte Begriff der Polysemie etabliert. Danach liefern Fernsehtexte semiotische, d.h. von den Kontexten und ihren Bedeutungen abhängige Erfahrungen. Die Medientexte gelten als prinzipiell offen und interpretationsfähig (vgl. Krotz 1992: 424). Der Fernsehtext birgt also ein großes Potenzial von Bedeutungen, die von unterschiedlichen Rezipierenden in ihren jeweils unterschiedlichen sozialen Situationen aktiviert werden (vgl. Fiske 2001: 62). Die Bedeutungsgenerierung ist dabei von den gesellschaftlichen Diskursen abhängig (vgl. Jurga 1999: 133). Ferner macht Fiske mit seinem Konzept textueller Offenheit deutlich, dass die Rezeption eines medialen Textes unweigerlich mit den Erfahrungen aus dem Alltag der Rezipierenden in einen Zusammenhang gebracht werden müssen, um für sie relevant zu sein. Die Aneignung medialer Texte kann daher auch als Vermittlungsprozess zwischen Alltags- und Mediendiskursen bezeichnet werden (vgl. Hepp 1999: 193). Daraus wird ersichtlich, dass die Leser-Text-Interaktion nicht kontextunabhängig gesehen werden kann (vgl. Mikos 1997: 53).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Rezeption von Daily Soaps ein, definiert das Ziel der Studie und skizziert den Aufbau der wissenschaftlichen Hausarbeit.

2. Ausgewählte Ansätze der Rezeptionsforschung: Dieses Kapitel stellt theoretische Modelle wie das strukturanalytische Rezeptionsmodell und das Encoding/Decoding-Modell vor, die als Grundlage für die Medienaneignung dienen.

3. Fernsehen im Alltag der Rezipierenden: Das Kapitel behandelt Fernsehen als Alltagshandeln und führt das Konzept der parasozialen Interaktion sowie den Forschungsstand hierzu ein.

4. Das Format Soap Opera/Daily Soap: Es wird das Format Daily Soap definiert, die Entwicklung in Deutschland nachgezeichnet und der Forschungsstand zur Serienrezeption, inklusive internationaler Studien, dargelegt.

5. Zwischenresümee: Hier werden die wesentlichen Erkenntnisse des theoretischen Rahmens zusammengefasst und die Überleitung zur Rezeptionsstudie gebildet.

6. Die Daily Soap Verbotene Liebe: Dieses Kapitel liefert Hintergrundinformationen zur Serie Verbotene Liebe sowie Daten zu deren Publikum.

7. Methodisches Vorgehen: Es wird die Anwendung qualitativer Interviews beschrieben, der Leitfaden begründet und die gewählte Auswertungsmethode nach Mayring erläutert.

8. Auswertung und Interpretation der Interviews: Das Hauptkapitel präsentiert die Ergebnisse der explorativen Studie, gegliedert in verschiedene Dimensionen wie Charakterbeurteilung, Realitätswahrnehmung und Beziehungsgestaltung.

9. Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen und ordnet sie in das theoretische Konzept ein.

Schlüsselwörter

Daily Soap, Verbotene Liebe, Rezeptionsforschung, parasoziale Interaktion, Medienaneignung, Serienrezeption, qualitative Inhaltsanalyse, Zuschauerforschung, Identifikation, Alltagshandeln, emotionale Bindung, Fernsehserie, Medienkompetenz, soziale Identität, Mediale Figuren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Mediennutzungsverhalten und die Rezeption von Daily Soaps, speziell am Beispiel der Serie Verbotene Liebe, durch junge Erwachsene.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Medienaneignung, parasoziale Interaktion mit Serienfiguren, die Funktion von Fernsehen im Alltag und geschlechtsspezifische Rezeptionsunterschiede.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu erforschen, wie Rezipierende die Figuren der Serie wahrnehmen, bewerten und welche Rolle diese Charaktere für ihre Lebenswelt spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin führt eine explorative, qualitative Studie durch, basierend auf leitfadengestützten Interviews, die nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Auswertung und Interpretation der geführten Interviews, unterteilt in Dimensionen wie die Beurteilung der Serie, das Verhältnis zu Lieblings- und Hassfiguren und die Einbindung der Serie in den Tagesablauf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie parasoziale Beziehung, Daily Soap, Medienaneignung, emotionale Involviertheit und Serienrezeption definiert.

Wie unterscheidet sich die Serie von anderen Daily Soaps laut der Autorin?

Die Serie wird als "Glamour Soap" charakterisiert, die primär das Leben der Oberschicht thematisiert und sich durch ein hohes Maß an interpersonalen Konflikten und Intrigen auszeichnet.

Welche Rolle spielt die "Schurkin" für die Rezipierenden?

Die Ergebnisse zeigen, dass Figuren wie die "Schurkin" oder der "Bösewicht" für die Rezipierenden keineswegs nur abgelehnt werden; sie dienen vielmehr als essenzielle Spannungselemente und werden teils mit einer "Lust am Aufregen" rezipiert.

Ende der Leseprobe aus 212 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Beziehungen zu Daily-Soap-Figuren und ihre Bedeutung für Rezipierende im Alltag
Untertitel
Eine qualitative Rezeptionsanalyse am Beispiel der Daily Soap "Verbotene Liebe"
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg  (Angewandte Kulturwissenschaften)
Note
1,7
Autor
M.A. Tanja Liebichen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
212
Katalognummer
V124652
ISBN (eBook)
9783640298181
ISBN (Buch)
9783640303441
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Beziehungen Daily-Soap-Figuren Bedeutung Rezipierende Alltag
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Tanja Liebichen (Autor:in), 2008, Beziehungen zu Daily-Soap-Figuren und ihre Bedeutung für Rezipierende im Alltag, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124652
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