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Der Fall Dagobert. Genie oder Wahnsinn?

Titel: Der Fall Dagobert. Genie oder Wahnsinn?

Hausarbeit , 2015 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lucas Sander (Autor:in)

Psychologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit sollen die verschiedenen Facetten der kriminellen Karriere eines Erpressers, der Deutschland in den Jahren 1988 bis 1994 in Atem hielt, dessen Persönlichkeit und ihre Störungen verdeutlicht werden. Im Nachgang sollte er als „Dagobert“ in die deutsche Kriminalgeschichte eingehen. Dagobert, so wurde er seit Juni 1992 durch die Presse genannt, erpresste 1988 erfolgreich das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) in Berlin. Des Weiteren werden Merkmale seiner Persönlichkeit dargestellt, zum einen aus der Sicht der Ermittler und Psychologen, die damals mit dem Fall befasst waren und zum anderen aus seiner persönlichen Sicht, die er selbst in seiner Autobiografie „Mein Leben als Dagobert“ widerspiegelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Der Fall Dagobert

2. Die Persönlichkeit des Dagobert

2.1 Persönlichkeitsstörungen

2.2 Die narzisstische Persönlichkeit

2.3 Die dissoziale Persönlichkeit

2.4 Komorbidität

3. Selbstbild des Arno Funke

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kriminelle Laufbahn und die psychologische Struktur von Arno Funke, bekannt als der Erpresser „Dagobert“, der von 1988 bis 1994 deutsche Kaufhauskonzerne erpresste. Dabei wird analysiert, inwiefern seine Persönlichkeit Merkmale von Störungen aufweist und wie er selbst sein Handeln in seiner Autobiografie rechtfertigt.

  • Analyse der kriminellen Historie des Falls „Dagobert“
  • Psychologische Einordnung narzisstischer und dissozialer Persönlichkeitszüge
  • Untersuchung der Rolle von Depressionen und Alkoholabhängigkeit
  • Gegenüberstellung polizeilicher Ermittlungserkenntnisse mit Funkes Selbstbild
  • Reflexion über die mediale Wahrnehmung als „intelligenter Verbrecher“

Auszug aus dem Buch

1. Der Fall Dagobert

Sein erpresserisches Druckmittel war damals eine Rohrbombe, die er in dem Kaufhaus deponierte. Die Wucht der nächtlichen Detonation war gewaltig und richtete einen Schaden in Höhe von 250.000 DM an. Der Konzern ging damals auf sein Erpresserschreiben vom 1. Juni 1988 ein. In dem Schreiben wurden 500.000 DM gefordert. Als Übergabezeit nannte er den 2. Juni 1988, 20:30 Uhr. Die Übergabe sollte an der Kreuzung Nahmitzer Damm/Motzener Straße in Berlin stattfinden, ein Geldüberbringer sollte mit einem CB-Handfunkgerät dort erscheinen. Über Funk wurde ihm dann durch den Erpresser mitgeteilt, dass er zur nahegelegenen S-Bahnstation gehen soll und dort in einen Zug Richtung Frohnau einsteigen soll. Auf Anweisung des Erpressers sollte er dann an einer bestimmten Stelle das Geld aus dem Fenster werfen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung stellt den Erpresser Arno Funke und seinen kriminellen Werdegang zwischen 1988 und 1994 vor, wobei die Quellenbasis aus polizeilicher Sicht und Funkes eigener Autobiografie erläutert wird.

1. Der Fall Dagobert: Dieses Kapitel schildert den zeitlichen Ablauf der Erpressungsversuche, die Methoden von „Dagobert“ zur Geldübergabe sowie die schließliche Ergreifung durch die Polizei.

2. Die Persönlichkeit des Dagobert: Es werden psychologische Merkmale des Täters analysiert, insbesondere im Hinblick auf ein erhöhtes Kontrollbedürfnis, Machtspiele und die mögliche Ausprägung antisozialer oder narzisstischer Charakterzüge.

2.1 Persönlichkeitsstörungen: Eine allgemeine Definition und Einordnung von stabilen, krankhaften Verhaltensmustern, die die soziale Funktionsfähigkeit beeinträchtigen.

2.2 Die narzisstische Persönlichkeit: Darstellung der narzisstischen Störung mit Fokus auf mangelndes Einfühlungsvermögen und ein instabiles Selbstwertgefühl, welches durch Erfolge bei der Polizei kurzfristig gesteigert wurde.

2.3 Die dissoziale Persönlichkeit: Erläuterung der antisozialen Dimension, die durch mangelnde Empathie, Missachtung sozialer Normen und die Neigung zu Gewalt gekennzeichnet ist.

2.4 Komorbidität: Ein kurzer Exkurs darüber, dass psychische Störungen häufig in Kombination mit anderen Problemen, wie etwa einer Alkoholabhängigkeit, auftreten.

3. Selbstbild des Arno Funke: Analyse der Gedankenwelt von Arno Funke, die aufzeigt, wie er seine Taten als Ausweg aus einer ausweglosen, depressiven Lebenssituation konstruierte.

4. Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert die vielschichtige Persönlichkeit zwischen krimineller Energie, technischem Talent und psychischer Instabilität und blickt auf sein heutiges Leben in der Öffentlichkeit.

Schlüsselwörter

Dagobert, Arno Funke, Erpressung, Polizeipsychologie, Persönlichkeitsstörungen, Narzissmus, Dissoziale Störung, Komorbidität, Alkoholabhängigkeit, Kriminalgeschichte, KaDeWe, Bombenanschläge, Täterprofil, Psychische Gesundheit, Medienwirkung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Kriminalgeschichte des Erpressers „Dagobert“ und verknüpft dabei die polizeilichen Ermittlungserkenntnisse mit einer psychologischen Bewertung von Arno Funkes Persönlichkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die Dynamik von Erpressungsdelikten, das Täterprofil unter psychologischen Aspekten sowie die Wechselwirkung von Depression, Sucht und kriminellem Handeln.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, die vielschichtigen Facetten von Funkes Persönlichkeit zu verdeutlichen und zu hinterfragen, welche psychischen Mechanismen hinter seinem kriminellen Vorgehen sowie seinem Selbstbild steckten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse, wobei er polizeipsychologische Fachliteratur von Claudia Brockmann einer autobiografischen Selbstdarstellung von Arno Funke gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der chronologische Ablauf der Erpressungen, die psychologische Einordnung von Persönlichkeitsstörungen und eine detaillierte Analyse der Autobiografie von Arno Funke präsentiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Dagobert, Persönlichkeitsstörungen, Narzissmus, Alkoholabhängigkeit und Kriminalpsychologie charakterisiert.

Inwiefern beeinflusste die Alkoholabhängigkeit das Verhalten von Arno Funke?

Die Arbeit weist darauf hin, dass die starke Alkoholabhängigkeit Funke in seiner psychischen Instabilität weiter belastete und möglicherweise eine enthemmende sowie verstärkende Wirkung auf sein kriminelles Handeln hatte.

Welche Rolle spielte das soziale Umfeld für die Rechtfertigung seiner Taten?

Funke rechtfertigte sein Handeln gegenüber den Kaufhauskonzernen damit, dass er sich als moralisch überlegen sah, da er sich selbst als ausgegrenzt wahrnahm und die „Reichen“ für seine persönliche Misere verantwortlich machte.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Fall Dagobert. Genie oder Wahnsinn?
Hochschule
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen; Münster
Note
1,3
Autor
Lucas Sander (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
15
Katalognummer
V1246657
ISBN (PDF)
9783346673619
ISBN (Buch)
9783346673626
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dagobert Persönlichkeit Arno Funke
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lucas Sander (Autor:in), 2015, Der Fall Dagobert. Genie oder Wahnsinn?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1246657
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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