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Popularität der Route der Industriekultur bei Online-Nutzern. Ein Faktor für den Status der industriellen Kulturlandschaft Ruhrgebiet als UNESCO-Weltkulturerbe?

Title: Popularität der Route der Industriekultur bei Online-Nutzern. Ein Faktor für den Status der industriellen Kulturlandschaft Ruhrgebiet als UNESCO-Weltkulturerbe?

Term Paper (Advanced seminar) , 2021 , 45 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Roman Smirnov (Author)

History of Germany - Modern History
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In dieser Seminararbeit geht es darum, wie die Information über die Popularität der Ankerpunkte der Route der Industriekultur bei den deutschen Internetnutzer*innen in dieser Debatte verwendet werden könnte.

Bereits nach der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 begannen Gespräche darüber, ob es sich als nächsten Schritt im Rahmen der Industriekulturalisierung lohnt, die Zuerkennung des UNESCO-Weltkulturerbe-Status auf das gesamte Ruhrgebiet als Industrielle Kulturlandschaft anzustreben. Aus diesen Gesprächen entwickelte sich im ersten Halbjahr 2020 eine hitzige öffentliche Debatte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung und Fragestellung

II. Methodologische Aspekte

A. Instrumente der Popularitätsanalyse

B. Google Trends und Wikipedia Pageviews Analysis im Vergleich

III. Web-Popularität der Ankerpunkte der Route der Industriekultur

A. Top-10 populärste Ankerpunkte

B. Popularität nach Bundesländern und Offline-Dimension

C. Die Popularitätstreiber

D. Die Schlussfolgerungen

IV. Debatte über UNESCO-Weltkulturerbe-Status

A. Kontext der Diskussion

B. Die Argumente

C. Potenzielle Verwendung der Web-Daten in der Argumentation

V. Fazit

VI. Quellen- und Literaturverzeichnis

A. Quellen

B. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit Daten zur Online-Popularität von Ankerpunkten der Route der Industriekultur im deutschen Internet genutzt werden können, um die Debatte über einen UNESCO-Weltkulturerbe-Status für die Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet zu bereichern oder zu fundieren. Zentrale Forschungsfrage ist dabei, wie eine empirische Analyse des Nutzerinteresses zur Versachlichung dieser kontroversen Diskussion beitragen kann.

  • Analyse des Strukturwandels und der Industriekulturalisierung im Ruhrgebiet
  • Vergleichende Untersuchung der Popularität industrieller Ankerpunkte mittels Google Trends und Wikipedia-Zugriffszahlen
  • Aufarbeitung der Argumentationslinien in der Debatte um den UNESCO-Weltkulturerbe-Status
  • Schnittstelle zwischen digitaler Datennutzung und kulturpolitischer Entscheidungsfindung

Auszug aus dem Buch

I. Einleitung und Fragestellung

An der Wende der 1960er und 1970er Jahre begann der Niedergang der Schwerindustrie im Ruhrgebiet, was in der Folge zu sozioökonomischen Prozessen führte, die als Strukturwandel bezeichnet werden. Ohne auf historische Details einzugehen, lässt sich grob zusammenfassen, dass der Strukturwandel im Revier mit dem Untergang der Industriegesellschaft und dem Aufblühen der postindustriellen Gesellschaft verbunden ist, was ganz unterschiedliche Wirtschaftszweige, vor allem die Wissensökonomie, hervorhob und eine neue soziale Ordnung mit sich brachte, die auf die Erosion der Arbeiterklasse und die Entstehung des Prekariats, das der britische Ökonom Guy Standing „the new dangerous class“1 nannte, hindeutet.

Bemerkenswert ist, dass das Ruhrgebiet nicht die einzige Region der Welt war, die unter dem Ende des Industriezeitalters litt. Zu seinen ausländischen Pendants gehören der Bundesstaat Pennsylvania, Südwales, Asturien, Donbass, Moravskoslezský kraj und andere. In verschiedenen Regionen wurden unterschiedliche Wege zur Überwindung der Strukturkrise gewählt, und die Antwort auf die Frage, was man mit zahlreichen Objekten des Industriezeitalters, wie Werkstattgebäuden, Bergwerken, Tunneln, Verwaltungsgebäude usw., tun sollte, fiel unterschiedlich aus.

In manchen Städten wurde eine rein marktwirtschaftliche Entscheidung getroffen, Industriegebäude an private Bauträger zu verkaufen, damit die Firmen beginnen, die Objekte in Wohnungen für gehobenen Mittelstand umzuwandeln, was einer der Gründe für die Gentrifizierung ist. Ein markantes Beispiel aus Kontinentaleuropa sind die Gasometer in Wien, die vom Ende des 19. Jahrhunderts bis den 1980er Jahren in Betrieb waren und dann in den Jahren 1999-2001 zu einer Wohnanlage umgebaut wurden2. In anderen Städten fiel jedoch die Entscheidung, Industrieanlagen als kreative Räume für kleine Unternehmen zu nutzen, die urbane Hipster*innen anziehen. Ein gelungenes Beispiel für die Umsetzung eines solchen Szenarios ist Fabrika in Tiflis, die zu einer der neuen Sehenswürdigkeiten der Stadt geworden ist3.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in den historischen Kontext des Strukturwandels im Ruhrgebiet ein und definiert die Fragestellung zur Rolle von Web-Daten in der Welterbe-Debatte.

II. Methodologische Aspekte: Hier werden die Werkzeuge Google Trends und Wikipedia Pageviews Analysis als Instrumente zur Messung des digitalen Nutzerinteresses vorgestellt und einander gegenübergestellt.

III. Web-Popularität der Ankerpunkte der Route der Industriekultur: Dieses Kapitel präsentiert die Top-10-Liste der populärsten Standorte und analysiert deren Popularität im Zeitverlauf sowie nach Bundesländern.

IV. Debatte über UNESCO-Weltkulturerbe-Status: Das Kapitel beleuchtet den Kontext der Diskussion, fasst die Pro- und Contra-Argumente zusammen und diskutiert die Einbindung der Web-Analyse in die regionale Debatte.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung der empirischen Daten für die weitere Entscheidungsfindung hinsichtlich des Welterbe-Status.

VI. Quellen- und Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung aller genutzten Quellen, Sekundärliteratur und Abbildungsnachweise.

Schlüsselwörter

Industriekultur, Ruhrgebiet, Strukturwandel, UNESCO-Weltkulturerbe, Route der Industriekultur, Web-Popularität, Google Trends, Wikipedia Pageviews, Ankerpunkte, Industriekulturalisierung, Welterbe-Antrag, Regionalverband Ruhr, Standortmarketing, Digitale Analyse, Kulturlandschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Relevanz der Popularität industrieller Sehenswürdigkeiten bei Internetnutzern im Kontext der Diskussion um den UNESCO-Welterbe-Status für das Ruhrgebiet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Strukturwandel, der Popularitätsanalyse von Ankerpunkten der Industriekultur und der politischen Argumentation in der UNESCO-Debatte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Erkenntnisse über das digitale Interesse der Nutzer als Argumentationshilfe in der Debatte um das industrielle Erbe des Ruhrgebiets dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer vergleichenden quantitativen Analyse von Suchanfragen (Google Trends) und Seitenaufrufen (Wikipedia Pageviews) sowie einer qualitativen Auswertung der aktuellen fachpolitischen Debatte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Top-10-Ankerpunkte, vergleicht Online-Popularität mit physischen Besucherzahlen und stellt die konträren Positionen von Befürwortern und Skeptikern des Welterbe-Status gegenüber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Kernthemen sind Industriekultur, Strukturwandel, UNESCO-Welterbe, Route der Industriekultur, Web-Popularität und die Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet.

Warum wird die Zeche Zollverein als Sonderfall hervorgehoben?

Die Arbeit belegt durch die Daten, dass die Zeche Zollverein die mit Abstand populärste Ankerpunkt-Destination ist und ihre Popularität in den Analysen alle anderen Standorte weit überragt.

Welche Schlussfolgerung ziehen Sie zur touristischen Attraktivität?

Es zeigt sich, dass Online-Popularität nicht immer direkt zu hohen Vor-Ort-Besucherzahlen führt und die Internetnutzer die Industriekultur des Reviers primär über wenige Leuchttürme wahrnehmen.

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Details

Title
Popularität der Route der Industriekultur bei Online-Nutzern. Ein Faktor für den Status der industriellen Kulturlandschaft Ruhrgebiet als UNESCO-Weltkulturerbe?
College
Ruhr-University of Bochum  (Historisches Institut)
Course
Hauptseminar: Die ‚Industriekulturalisierung‘ des Ruhrgebiets seit den 1980er Jahren
Grade
1.0
Author
Roman Smirnov (Author)
Publication Year
2021
Pages
45
Catalog Number
V1246914
ISBN (PDF)
9783346681089
ISBN (Book)
9783346681096
Language
German
Tags
Ruhrgebiet Industriekultur UNESCO Weltkulturerbe Industrial heritage
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Roman Smirnov (Author), 2021, Popularität der Route der Industriekultur bei Online-Nutzern. Ein Faktor für den Status der industriellen Kulturlandschaft Ruhrgebiet als UNESCO-Weltkulturerbe?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1246914
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