Internationale Finanzmärkte bieten den Unternehmen viele Vorteile. Gründe für die Beschaffung von Kapital an internationalen Kapitalmärkten können bessere Zinsen als im nationalen Umfeld sein. Ein weiterer Grund liegt darin, dass der Kapitalbedarf von manchen Unternehmen so hoch sein kann, dass er auf einem einzelnen Kapitalmarkt nur zu verschlechterten Konditionen gedeckt werden kann. Findet jedoch in diesem Fall eine Verteilung der Mittelbeschaffung auf verschiedene Märkte statt, so können die Kosten reduziert werden.
Die Zunahme an Möglichkeiten in der Disziplin der internationalen Finanzierung geht jedoch Hand in Hand mit dessen Risiken. Im nationalen Umfeld ergibt sich das Risiko aus den fixen Zinszahlungsverpflichtungen für beanspruchtes Fremdkapital. Im internationalen Umfeld jedoch gilt es zusätzlich Wechselkursschwankungen, sowie politische und wirtschaftliche Risiken zu erkennen und diese richtig einzustufen. Das Wechselkursrisiko kann mit Währungsswapgeschäften abgewendet werden. Wirtschaftliche Risiken und Länderrisiken sind mit Kreditrationierungen und Zinsaufschlägen verbunden und werden in dieser Arbeit nicht näher behandelt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Finanzierung
- Begriff und Aufgabe
- Eingrenzung der Arbeit
- Euromärkte
- Definition: Euromarkt
- Herkunft
- Teilbereiche des Euromarktes
- Absicherungsinstrumente des Wechselkursrisikos
- Das Wechselkursrisiko
- Unterschiedliche Absicherungsinstrumente
- Eurogeldmarktkredit als Kurssicherung
- Währungsswap
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht die Möglichkeiten der internationalen Finanzierung am Euromarkt und die damit verbundenen Wechselkursrisiken. Sie konzentriert sich auf die Außenfinanzierung, insbesondere die Fremdfinanzierung über Banken am Euromarkt und die Strategien zur Absicherung gegen Wechselkursrisiken.
- Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung am Euromarkt
- Das Wechselkursrisiko bei internationalen Finanztransaktionen
- Verschiedene Instrumente zur Absicherung von Wechselkursrisiken
- Bewertung der Vor- und Nachteile verschiedener Finanzierungsmethoden
- Bedeutung des Euromarktes für internationale Unternehmen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der internationalen Finanzierung ein und beschreibt den Kontext der steigenden grenzüberschreitenden Zahlungsströme im Zuge der Globalisierung. Kapitel 2 definiert den Begriff Finanzierung und dessen Hauptaufgaben, bevor es die Arbeit auf die Außenfinanzierung, speziell am Euromarkt, eingrenzt. Kapitel 3 beleuchtet den Euromarkt, seine Definition, Herkunft und Teilbereiche. Die Kapitel 4 widmet sich den Instrumenten zur Absicherung des Wechselkursrisikos, unter anderem den Eurogeldmarktkredit und Währungsswaps.
Schlüsselwörter
Internationale Finanzierung, Euromarkt, Wechselkursrisiko, Währungsswap, Eurogeldmarktkredit, Außenfinanzierung, Fremdfinanzierung, Globalisierung, Kapitalbeschaffung, Refinanzierung.
Häufig gestellte Fragen zur internationalen Finanzierung
Warum suchen Unternehmen Kapital auf internationalen Märkten?
Gründe sind oft günstigere Zinsen, ein sehr hoher Kapitalbedarf, der national nicht gedeckt werden kann, und die Risikostreuung über verschiedene Märkte.
Was versteht man unter dem "Euromarkt"?
Der Euromarkt umfasst Finanztransaktionen in Währungen, die außerhalb ihres Herkunftslandes gehalten werden (z.B. US-Dollar-Geschäfte in Europa).
Welche Risiken birgt die internationale Finanzierung?
Zusätzlich zu Zinsrisiken treten Wechselkursschwankungen sowie politische und wirtschaftliche Länderrisiken auf.
Was ist ein Währungsswap?
Ein Währungsswap ist ein Absicherungsinstrument, bei dem zwei Parteien Zins- und Tilgungszahlungen in verschiedenen Währungen tauschen, um Wechselkursrisiken zu minimieren.
Wie funktioniert der Eurogeldmarktkredit zur Kurssicherung?
Unternehmen nehmen Kredite in der Fremdwährung auf, in der sie zukünftige Zahlungen erwarten, um sich gegen Währungsverluste abzusichern.
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- Alexander Karmann (Author), 2008, Internationale Finanzierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124695