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Hat Goethe in "Wilhelm Meisters Lehrjahre" Shakespeare ein Denkmal gesetzt?

Title: Hat Goethe in "Wilhelm Meisters Lehrjahre" Shakespeare ein Denkmal gesetzt?

Seminar Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Olivia Winter (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Leitend in dieser Hausarbeit ist die Frage, ob Goethe mit dem Roman "Wilhelm Meisters Lehrjahre" ein Denkmal für Shakespeare geschaffen hat. Die Arbeit nimmt die Thesen Friedrich Gundolfs zu dieser Frage zum Ausgangspunkt der eigenen Untersuchung.

Zunächst möchte ich in Punkt zwei eine kurze Biografie Goethes darlegen um zu demonstrieren, wann Goethe erstmals auf den britischen Dichter aufmerksam geworden ist und wie sich dies im Verlauf der verschiedenen Epochen jener Zeit verhalten hat. Außerdem ist die Biografie dienlich bei der Feststellung, was sich überhaupt auf die Ausgestaltung „Wilhelm Meisters“ ausgewirkt hat. Natürlich ist die Bezeichnung einer kurzen Biografie relativ und kaum zu verwirklichen, da Goethe ein äußerst komplexes Leben hatte. Also werde ich um den Rahmen nicht zu sprengen hauptsächlich auf die jungen Jahre Goethes eingehen, in welchen seine Bildung stattfand, und die späteren Punkte nur grob skizzieren.

Daraufhin werde ich in Punkt drei Fakten zu Goethes Bildung darlegen und erläutern, weshalb gerade Shakespeare ein wichtiger Teil in Goethes Bildung ist, wozu ich dann den Text von Gundolf hinzuziehen werde. Ich werde von ihm erwähnte Punkte aufgreifen und versuchen, dies anhand seiner Biografie zu belegen bzw. zu widerlegen. Desweiteren möchte ich darstellen, wie Goethe mit Shakespeareschen Mitteln experimentiert hat und was er letztlich im „Wilhelm Meister“ erreicht hat.
Punkt vier wird sich mit dem Vergleich von „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ und „Hamlet“ beschäftigen, sowohl bei der Betrachtung der Protagonisten, wie auch bei den Werken im Allgemeinen, damit man feststellen kann, ob es tatsächlich so viele Parallelen zwischen „Hamlet“ und „Wilhelm Meister“ gibt, dass man eventuell davon sprechen könnte, Goethe habe nach Shakespeares Vorbild gearbeitet.
Im abschließenden Punkt fünf soll dann schließlich als Ergebnis meiner Arbeit zu diesem Thema geklärt werden, ob die These Gundolfs nun wahr, oder falsch ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biografie Johann Wolfgang von Goethe

3. Goethes Bildungsgang und Shakespeares Teil in ihm

4. „Wilhelm Meister“ und „Hamlet“- ein Vergleich

5. Hat Gundolf mit seiner These Recht?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die These von Friedrich Gundolf, ob Goethe in seinem Roman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ dem Dichter Shakespeare ein literarisches Denkmal gesetzt hat oder ob Shakespeares „Hamlet“ lediglich als direktes Vorbild für das Werk diente.

  • Analyse der Biografie Goethes im Hinblick auf prägende Bildungseinflüsse.
  • Untersuchung der Rolle Shakespeares im Bildungsgang Goethes.
  • Vergleichende Studie zwischen den Protagonisten Wilhelm Meister und Hamlet.
  • Reflektion über die Bedeutung von Lebensereignissen für die Gestaltung literarischer Charaktere.
  • Überprüfung der Thesen von Friedrich Gundolf auf Basis des Primärtextes.

Auszug aus dem Buch

4. Wilhelm Meister und Hamlet - ein Vergleich

Zunächst möchte ich den äußeren Aufbau untersuchen. „Hamlet“ ist ein Drama in fünf Akten, „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ ist ein Roman. Hier ist keine Gemeinsamkeit zu finden. Also vergleiche ich nun die beiden Protagonisten miteinander. Und hier gibt es dann tatsächlich einige Ähnlichkeiten. Optische Aspekte werde ich hierbei nicht erwähnen, da sie meines Erachtens irrelevant sind.

Allem voran ist die Beziehung zu den Vätern auffällig ähnlich und aus dieser Tatsache resultiert die eine oder andere Gemeinsamkeit. Hamlet ist der Sohn des Königs von Dänemark und ist auch Thronfolger. Da der Vater von seinem Bruder ermordet wurde, erwartet der Geist des Vaters, dass Hamlet für ihn Rache ausüben soll und natürlich, dass er die Thronfolge übernimmt. Wilhelm ist der Sohn eines Geschäftsmannes und auch dieser erwartet von seinem Sohn, dass er die Nachfolge des väterlichen Handwerks übernehmen solle. In beiden Werken finden sich die Protagonisten vor den Erwartungen der Väter und beide verhalten sich daraufhin sehr ähnlich. Beide zögern! Hamlet, der durch sein Studium in Wittenberg im humanistischen Sinne erzogen worden war und ein fortschrittliches Denken erworben hat, zögert, weil er das Prinzip der Blutrache wohl für veraltet hält und durch den Rachemord an seinem Onkel nicht königlich und christlich handeln würde. Auch Wilhelm zögert, indem er zwar auf die Handelsreise geht, auf die ihn sein Vater geschickt hat, aber während dieser Zeit seiner Neigung zum Theaterspielen nachgeht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, ob Shakespeare für Goethe ein Denkmal oder ein bloßes Vorbild war, sowie Erläuterung des methodischen Vorgehens.

2. Biografie Johann Wolfgang von Goethe: Darstellung der prägenden Lebensphasen Goethes, insbesondere seiner frühen Begegnung mit der Literatur und den Einflüssen seiner Zeit auf seine Entwicklung.

3. Goethes Bildungsgang und Shakespeares Teil in ihm: Analyse des Bildungsprozesses von Goethe unter Einbeziehung von Friedrich Gundolfs Perspektive auf gesellschaftliche und künstlerische Einflüsse.

4. „Wilhelm Meister“ und „Hamlet“- ein Vergleich: Gegenüberstellung der Protagonisten und ihrer Lebenssituationen, um Parallelen in ihrer psychologischen Entwicklung und ihrem Verhalten aufzuzeigen.

5. Hat Gundolf mit seiner These Recht?: Synthese der Ergebnisse, die bestätigt, dass Goethe in seinem Werk eine Vielzahl eigener Erfahrungen verarbeitet und Shakespeare als einen integralen Bestandteil seiner Bildung würdigt.

Schlüsselwörter

Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, William Shakespeare, Hamlet, Friedrich Gundolf, Bildungsroman, Literaturwissenschaft, Sturm und Drang, Weimarer Klassik, Theater, Biografie, Literaturvergleich, Lebensgeschichte, Mentoren, Charakterentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss von William Shakespeare auf Johann Wolfgang von Goethe und prüft kritisch, ob Goethe in „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ Shakespeare durch die Gestaltung seines Romans ein Denkmal setzen wollte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen Goethes biografische Prägungen, die Rolle des Theaters, die Konzepte des Bildungsromans sowie der Vergleich zwischen der Romanfigur Wilhelm Meister und der dramatischen Figur Hamlet.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die These des Literaturwissenschaftlers Friedrich Gundolf zu verifizieren, ob Shakespeare lediglich als künstlerisches Vorbild diente oder ob er als ein wesentlicher, symbolischer Baustein in Goethes Bildungsgang zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine vergleichende Literaturanalyse, kombiniert mit biografischen Fakten und dem Rückgriff auf die literaturwissenschaftliche Sekundärliteratur von Friedrich Gundolf.

Was ist der Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Skizze, eine Untersuchung des Bildungsweges Goethes und einen strukturierten Vergleich der Handlungen und Charakterzüge von Wilhelm Meister und Hamlet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Bildungsroman, Shakespeare-Rezeption, Goethes Biografie, literarischer Vergleich und die Epochen Sturm und Drang sowie Weimarer Klassik.

Warum spielt die Vater-Sohn-Beziehung im Vergleich eine so große Rolle?

Die Autorin identifiziert das Zögern vor väterlichen Erwartungen als einen zentralen psychologischen Ankerpunkt, der sowohl Wilhelm als auch Hamlet verbindet und als entscheidenden Motor ihrer individuellen Handlungsstränge dient.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des „schönen Scheins“?

Während Hamlet den schönen Schein des höfischen Lebens kritisch durchschaut, erliegt Wilhelm diesem Schein innerhalb der Theaterwelt, was die Arbeit als wesentlichen Unterschied zwischen beiden Charakteren herausarbeitet.

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Details

Title
Hat Goethe in "Wilhelm Meisters Lehrjahre" Shakespeare ein Denkmal gesetzt?
College
University of Potsdam  (Institut für Germanistik)
Course
Goethes: Wilhelm Meisters Lehrjahre
Grade
2,3
Author
Olivia Winter (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V124699
ISBN (eBook)
9783640400805
ISBN (Book)
9783668144934
Language
German
Tags
Goethe Wilhelm Meisters Lehrjahre Shakespeare Denkmal
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Olivia Winter (Author), 2007, Hat Goethe in "Wilhelm Meisters Lehrjahre" Shakespeare ein Denkmal gesetzt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124699
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