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Die Arab Image Foundation

Titel: Die Arab Image Foundation

Hausarbeit , 2022 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Herbert Kirchner (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Fotografien sind mächtige Werkzeuge der Dokumentation und willkommene Assistenz im historischen Diskurs. Sie können politische und historischen Ereignisse positiv begleiten oder gar vorbereiten. Andererseits gibt es sie auch als harmlose und persönliche Andenken. Die Arab Image Foundation steht ganz in Dienste der Fotografie. Handelt es sich um ein
künstlerisches Projekt oder um ein Archiv? Dieser Frage wird in dieser Arbeit nachgegangen.

Zunächst werden die Historie und verschiedene Ansätze zum Archiv angesprochen. Im Anschluß daran werden die Arab Image Foundation (AIF) und deren Facetten vorgestellt. Dann wird anhand der Arbeitsweise der AIF geprüft, ob, und falls ja, welcher Ansatz des Archivs auf die AIF zutrifft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Terminologisches

3. Die Arab Image Foundation

4. Fotografie, Projekt und Sicherung

5. Gegenentwurf zur offiziellen Historiografie

6. Schlußbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Arab Image Foundation (AIF) im Hinblick auf ihren Charakter als Archiv versus künstlerisches Projekt. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern die AIF durch die Archivierung privater Fotografien einen Gegenentwurf zur offiziellen, oft klischeehaft geprägten Historiografie und den Narrativen der Kolonialmächte über den Mittleren Osten schaffen kann.

  • Theoretische Auseinandersetzung mit dem Archivbegriff (Derrida, Foucault)
  • Entstehungsgeschichte und Arbeitsweise der Arab Image Foundation
  • Methoden der Sicherung und Rekontextualisierung von Fotografien
  • Die AIF als sozio-historisches Archiv und Hybridmodell
  • Analyse der AIF als Gegenentwurf zu offiziellen Narrativen des Orients

Auszug aus dem Buch

2. Terminologisches

Derrida, von der Antike mit Bezug auf die Ursprünge des Archivs in der Antike argumentierend, betont den Charakter der festen Location des Archivs. Es gab Personen, die nicht nur des Lesens und Schreibens kundig waren, sondern, die auch die Gesetze zu deuten fähig waren. Daher brachte man verschriftlichte Inhalte zu und in die Häuser dieser Personen; die Häuser wurde als „Archiv“, die Personen wurden als „Archonten“ bezeichnet.

Diese Personen hatten, neben der Deutung der Gesetzte, die Aufgabe, diese so zu verwahren, daß ein Auffinden möglich war, Derrida nennt dies „Konsignationsmacht“. Diese Zuweisung impliziert, daß es sich bei dem Archivat um uniformierte Objekte handelt, die leicht speicherbar sind.

An dem aufgezeigten Sachverhalt wird deutlich, daß die Archonten hinsichtlich der erhaltenen Materialien eine passive, hinsichtlich ihrer Interpretation eine aktive Rolle innehatten.

Weiterhin wird ersichtlich, daß Derrida zwei Aspekte bei einem Archiv als wichtig betrachtet: Topografie und Instanz sowie Gedächtnis. Kein Archiv ohne […] Träger.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema, die Fragestellung zur Identität der AIF sowie ein kurzer Abriss über die methodische Vorgehensweise.

2. Terminologisches: Theoretische Grundlegung des Archivbegriffs basierend auf den Positionen von Derrida und Foucault sowie deren Relevanz für die AIF.

3. Die Arab Image Foundation: Vorstellung der Entstehungsgeschichte, Zielsetzung und Arbeitsweise der AIF als hybride Institution zwischen künstlerischem Projekt und Archiv.

4. Fotografie, Projekt und Sicherung: Analyse der praktischen Archivarbeit, der Feldstudien sowie des Umgangs mit dem Bestand zur Konservierung von Kontexten.

5. Gegenentwurf zur offiziellen Historiografie: Untersuchung der AIF-Bestände als Mittel zur Dekonstruktion kolonialer Narrative und zur Etablierung alternativer, privater Geschichtsschreibung.

6. Schlußbetrachtung: Synthese der Erkenntnisse und kritische Würdigung der Wirkmacht der AIF bei der Neu- und Umbewertung historischer Ereignisse.

Schlüsselwörter

Arab Image Foundation, Archiv, Fotografie, Historiografie, Gegenarchiv, Konsignationsmacht, Akram Zaatari, Kolonialgeschichte, Archivierung, Microgeschichten, Identität, Sozio-historisches Archiv, Dokumentation, Bildmedien, Nordafrika.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Arab Image Foundation (AIF) in Beirut und analysiert deren Funktion sowie Wirksamkeit als Einrichtung zur Bewahrung und Untersuchung fotografischen Erbes im arabischen Raum.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Archivtheorie, der Rolle des Archivs in der zeitgenössischen Kunst, der Bedeutung von Fotografie als historisches Dokument und der Kritik an offiziellen, oft eurozentrischen Geschichtsnarrativen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, ob die AIF als ein klassisches Archiv, ein bloßes künstlerisches Projekt oder als eine neue, hybride Form einer Institution zu verstehen ist, die erfolgreich Gegennarrative zur offiziellen Geschichtsschreibung entwickelt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine diskursive Analyse angewandt, die theoretische Archivbegriffe der Philosophie (Derrida/Foucault) mit der konkreten institutionellen Praxis und den kuratorischen Projekten der AIF in Verbindung setzt.

Was genau wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Archivbegriffs, die Vorstellung der AIF als Organisation, die Detailbetrachtung ihrer Sicherungspraktiken sowie eine Analyse ihrer Arbeit als Gegenentwurf zur kolonialen Geschichtsschreibung.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind Archivdiskurs, AIF, fotografisches Gedächtnis, alternative Narrationen, kulturelle Identität und Archiv-Methodik.

Wie geht Akram Zaatari in seinen Projekten mit dem Archivmaterial um?

Zaatari nutzt das Archivmaterial methodisch, indem er es in neue künstlerische Zusammenhänge überführt, etwa durch Rekonstruktionen von Aufnahmeorten oder die Verknüpfung historischer Fotografien mit modernen zeitlichen Ebenen.

Warum wird das Archiv der AIF als ein "Gegenarchiv" bezeichnet?

Es wird so bezeichnet, da es durch die Archivierung privater Alltagsfotografien etablierte Bilder des "Orients" dekonstruiert und eine alternative, subjektive Geschichtsschreibung gegen offizielle staats- oder kolonialmachtgeprägte Historien setzt.

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Details

Titel
Die Arab Image Foundation
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Kunstgeschichte)
Veranstaltung
Das Archiv in der zeitgenössischen Kunst
Note
2,0
Autor
Herbert Kirchner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1247086
ISBN (PDF)
9783346681638
ISBN (Buch)
9783346681645
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arab Image Foundation alternative Narrative
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Herbert Kirchner (Autor:in), 2022, Die Arab Image Foundation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1247086
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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