Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der Adaption von Märchen in Filmen. Hierzu wird das Beispiel von „Die Schöne und das Biest“ herangezogen und die erfolgreiche Animationsverfilmung von Walt Disney aus dem Jahre 1991 und die Neuverfilmung von Bill Condon aus dem Jahre 2017 näher in den Blick genommen und miteinander verglichen. Wie wird das Märchen in dem Animationsfilm und in der Echtverfilmung dargestellt und welche, insbesondere inhaltlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede lassen sich herausarbeiten? Inwiefern hat sich die Handlung und auch die Motivik im Laufe der 26 Jahre verändert? Wie wird das Märchen in der Gegenwart filmisch repräsentiert?
Bevor die Analyse beginnt, wird ein allgemeiner Überblick über die Erzählform des Märchens gegeben und auf den Begriff des Volksmärchens eingegangen. Weiterhin folgt ein Exkurs in die Entstehungs- und Motivgeschichte von „Die Schöne und das Biest“ und es wird beleuchtet, inwieweit die Tiersymbolik eine Rolle spielt. Anschließend wird die die Zeichentrickversion von 1991 und die Real-Adaption von 2017 miteinander verglichen, bevor die Hausarbeit mit einem schlüssigen Fazit abschließt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was sind Märchen?
3. Das Märchen „Die Schöne und das Biest“
3.1 Entstehungsgeschichte
3.2 Motivgeschichte
3.3 Die Bedeutung des Tiers im Märchen
4. Filmische Adaption
4.1 Animationsfilm aus dem Jahre 1991
4.2 Realverfilmung aus dem Jahre 2017
4.2.1 Gemeinsamkeiten
4.2.2 Unterschiede
4.2.3 Kritik
5. Fazit:
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die filmische Adaption des Märchens „Die Schöne und das Biest“ anhand der Animationsverfilmung von Walt Disney aus dem Jahr 1991 und der Realverfilmung von Bill Condon aus dem Jahr 2017, um inhaltliche Gemeinsamkeiten, Unterschiede sowie die Entwicklung der Motivik im Laufe der 26 Jahre herauszuarbeiten und die heutige filmische Repräsentation zu analysieren.
- Historische Entwicklung und Motivgeschichte des Märchens
- Funktion der Tiersymbolik in Märchenerzählungen
- Vergleichende Analyse der Film-Adaptionen (1991 vs. 2017)
- Charakterdarstellung und Emanzipationsaspekte
- Kritische Rezeption der Neuverfilmungen
Auszug aus dem Buch
3.1 Entstehungsgeschichte
Das Märchen „La Belle et la Bête“ erschien erstmals in einer Ausgabe von 1757. Es ist auf eine längere Story von Gabrielle-Suzanne de Villeneuve zurückzuführen.10 „Die Schöne und das Biest“ gehört mit Sicherheit zu den international populärsten Märchen der bekannten Autorin Jeanne-Marie de Leprince de Beaumont.
Der Stoff dieses Märchens wurde in großer Anzahl künstlerisch weiterverarbeitet. Schon 1899 wurde ein erster Film durch die berühmte Filmgesellschaft Pathé Frères hervorgebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg um 1946 kam mit „La Belle et la Bête“ eine prämierte Filmfassung des französischen Universalkünstlers Jean Cocteau heraus, die auch gegenwärtig Filmfans auf der ganzen Welt mitreißt.11 Das Märchen „Die Schöne und das Biest“ ist in ihren Anfängen in erster Linie im englischen und französischen Sprachraum vertreten und dort sehr beliebt. In den deutschsprachigen Regionen fand es zu Beginn kaum Zuspruch, zu stark vertreten waren in Deutschland die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm. Das änderte erst die von Erfolg gekrönte Disney-Version „Die Schöne und das Biest“ von 1991, wodurch insbesondere Kindern das Märchen, in leicht abgewandelter Form, nähergebracht wurde.12 Die weltweit größte Verbreitung des Inhalts veranlassten die US-amerikanischen Disney Studios, die das Märchen seit 1991 dreimal adaptierten. Die Werke heißen: Beauty and the Beast“, „Beauty and the Beast: The Enchanted Christmas“ und „Beauty and the Beast: Belle´s Magical World“. Damit erreichten die Disney Studios ein Millionenpublikum und begeisterten die Disney-Aktionäre in aller Welt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung des Märchens als literarische Gattung und stellt die Forschungsfrage bezüglich der filmischen Adaption von „Die Schöne und das Biest“.
2. Was sind Märchen?: Es wird eine theoretische Einordnung des Märchenbegriffs vorgenommen, um die Gattung von anderen Erzählformen abzugrenzen.
3. Das Märchen „Die Schöne und das Biest“: Dieses Kapitel behandelt die historische Genese, die Motivik und die spezifische Bedeutung der Tiersymbolik des Werkes.
4. Filmische Adaption: Hier erfolgt der direkte Vergleich zwischen dem Animationsfilm von 1991 und der Realverfilmung von 2017 hinsichtlich Gemeinsamkeiten, Unterschieden und kritischer Resonanz.
5. Fazit:: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der filmischen Entwicklungen und der Bedeutung der behandelten Märchenadaptionen.
Schlüsselwörter
Die Schöne und das Biest, Walt Disney, Märchenadaption, Animationsfilm, Realverfilmung, Motivgeschichte, Tiersymbolik, Belle, Leinwandadaption, Filmvergleich, Belle und das Biest, Filmkritik, Literaturverfilmung, Erzählform, Zaubermärchen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert die filmische Umsetzung des berühmten Märchens „Die Schöne und das Biest“ durch die Walt Disney Studios und vergleicht das Zeichentrickoriginal von 1991 mit dessen Realverfilmung aus dem Jahr 2017.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die Entstehungsgeschichte des Märchenstoffs, die Bedeutung der Tiersymbolik, die filmische Charakterzeichnung sowie der Vergleich zwischen animierter und realer Darstellung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Handlung und Motivik zwischen der 1991er-Version und dem Remake von 2017 aufzuzeigen und zu ermitteln, inwiefern die moderne Adaption den Märchenstoff interpretiert.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autorin nutzt eine literatur- und filmwissenschaftliche Herangehensweise, wobei sie Sekundärquellen zur Genretheorie, Motivgeschichte und Filmkritik heranzieht, um die Stoffentwicklung zu skizzieren.
Was wird primär im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Gattung Märchen, einen Exkurs zur Motivgeschichte und Tiersymbolik sowie eine detaillierte vergleichende Analyse der beiden Filmproduktionen inklusive kritischer Würdigungen.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation?
Neben den Hauptcharakteristiken des Märchens, stehen Begriffe wie „Adaption“, „Zeichentrickfilm“, „Realverfilmung“ und „Motivgeschichte“ im Zentrum.
Wie unterscheidet sich die Rolle von Belle in den beiden Filmen?
Die Arbeit arbeitet heraus, dass Belle in der Neuverfilmung emanzipierter dargestellt wird, beispielsweise durch ihre Rolle als eigenständige Erfinderin, während sie im Original stärker den klassischen Rollenbildern verhaftet bleibt.
Welche Bedeutung kommt der Musik in der Realverfilmung von 2017 zu?
Der Autorin zufolge übernimmt die Neuverfilmung zwar die bekannten Songs, ergänzt diese jedoch durch zusätzliche Titel von Alan Menken, die tiefergehende Einblicke in die Hintergrundgeschichten der Charaktere gewähren.
Warum wird die Realverfilmung aus dem Jahr 2017 kritisiert?
Kritiker bemängeln laut der Autorin primär ein Fehlen von „Wärme und Seele“ bei den animierten Objekten sowie eine zu große Nähe zum Original, was moderne Neuerungen vermissen lässt.
- Arbeit zitieren
- Iris Gutsche (Autor:in), 2018, Die Adaption von Märchen in Filmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1247220