Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Media and Politics, Politic Communications

Wer erkennt Fake News?

Eine experimentelle Befragung

Title: Wer erkennt Fake News?

Bachelor Thesis , 2019 , 58 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Lisa Kümmerle (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Fake News bzw. Desinformationen sind spätestens seit dem US-Wahlkampf 2016 medial präsent und den Bürgern ein Begriff. Auch in Deutschland werden Fake News verbreitet und rezipiert. In der vorliegenden Forschungsarbeit wird zunächst ein Überblick über bisherige Forschung zum Thema Fake News gegeben und deren Definition, Verbreitung, politische Hintergründe und Wirkung dargestellt. Mittels einer quantitativen experimentellen Befragung wird anschließend untersucht, wer Fake News erkennt und in welchem Zusammenhang dies mit bestimmten Merkmalen steht. Die Ergebnisse zeigen auf, dass sich Zusammenhänge zwischen dem Erkennen von Fake News und dem Geschlecht, dem Einkommen, einer mit der politischen Orientierung meinungskonformen Darstellung der Nachricht und der internen Self-Efficacy der Probanden finden lassen. Nicht belegt werden können Zusammenhänge mit dem Alter, der Einstellung gegenüber etablierten Medien, der Bildung, der politischen Orientierung an sich, der externen Self-Efficacy und der Mediennutzung zu Informationszwecken der Probanden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bisherige Forschung zu Fake News

2.1. Der Begriff „Fake News“

2.2. Fake News und die Krise der etablierten Medien

2.3. Verbreitung von Fake News

2.3.1. Die Rolle des Rechten Milieus bei der Verbreitung von Fake News

2.4. Wirkung von Fake News

2.5. Wer erkennt eigentlich Fake News? - Bisherige Forschung, Forschungsfrage und Hypothesen

2.6. Politische Orientierung: Das Links- Rechts- Schema

3. Methode

4. Ergebnisse

4.1. Abhängige Variable: Fake News erkennen

4.2. Hypothese 1: Zusammenhang mit der Einstellung gegenüber Medien

4.3. Hypothese 2: Zusammenhang mit Alter und Geschlecht

4.4. Hypothese 3: Zusammenhang mit dem Bildungsabschluss

4.5. Zusammenhang mit dem Einkommen

4.6. Zusammenhang mit Social Media und Online-Nachrichtennutzung

4.7. Zusammenhang mit der politischen Orientierung

4.8. Zusammenhang mit der politischen Meinungskonformität der Nachricht

4.9. Zusammenhang mit der Self-Efficacy

5. Schlussbetrachtung

6. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer quantitativen experimentellen Befragung, welche soziodemografischen Merkmale, psychologischen Faktoren und Mediennutzungsgewohnheiten die Fähigkeit von Individuen beeinflussen, Fake News als solche zu erkennen.

  • Einfluss der politischen Orientierung auf die Wahrnehmung von Falschmeldungen
  • Rolle der „Self-Efficacy“ bei der Informationsbewertung
  • Untersuchung von Selektionsprozessen durch Motivated Reasoning und Selective Exposure
  • Vergleichende Analyse der Nachrichtennutzung (Social Media vs. etablierte Medien)
  • Zusammenhang zwischen Vertrauen in klassische Medien und Fake-News-Erkennung

Auszug aus dem Buch

Die Rolle des Rechten Milieus bei der Verbreitung von Fake News

Sängerlaub, Meier & Rühl (2018) untersuchten im Zeitraum von sechs Monaten vor der Bundestagswahl 2017 die prominentesten Fake News aus Facebook, Twitter, Nachrichtenwebsites, Blogs, etc. Dabei stellten sie fest, dass die meisten Falschnachrichten aus dem politisch Rechten Milieu stammten. Der AfD als Rechts gesinnter Partei kam bei deren Forschung eine besondere Rolle zu: Sieben von zehn Fake News wurden auf Plattformen der AfD verbreitet, sie fungiert daher als ein Hauptverteiler solcher Nachrichten. Auffallend ist, dass die meisten Fake News inhaltlich kaum russisch-propagandistisch oder linkspopulistisch motiviert sind, sondern hauptsächlich rechtspopulistisch. Auch ist bei falschen Nachrichten das Themenfeld „Flüchtlinge und Kriminalität“ besonders häufig zu finden. Dies ist unter anderem ein Grund, weshalb sich Fake News besonders erfolgreich unter den Anhängern der Rechten Parteien verbreiten (Sängerlaub et al., 2018). Andere Gründe dafür könnten laut Sängerlaub et al. (2018) sein, dass AfD-Wähler sich weniger über öffentlich-rechtliches Fernsehen, Online-Nachrichten oder Tageszeitungen informieren. Teilweise verzichten sie sogar ganz darauf, aktuelle Nachrichten regelmäßig zu konsumieren. Der größte Teil der AfD-Wählerschaft aber bezieht seine Informationen über Social Media oder alternative Medien. Dort befinden sie sich wiederum in einer „Echokammer“, in der sich hauptsächlich Menschen mit ähnlichen Interessen und konsonanten Meinungen und Einstellungen begegnen. Die Nachrichten mit einstellungskonformen Inhalten werden dann häufig geteilt, um sich gegenseitig Bestätigung zu geben, oder aber um sich gegenüber der Außenwelt zu rechtfertigen (Sängerlaub, 2017, S.9).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt das Phänomen „Fake News“ dar, skizziert deren zunehmende Bedeutung im medialen Diskurs und leitet die Forschungsfrage der Arbeit her.

2. Bisherige Forschung zu Fake News: Bietet einen Überblick über Definitionen, Verbreitungswege und psychologische Erklärungsmodelle wie Motivated Reasoning, die das Erkennen von Falschinformationen beeinflussen.

3. Methode: Beschreibt das Design der quantitativen experimentellen Befragung, die Operationalisierung der Variablen und das Vorgehen bei der Datenerhebung.

4. Ergebnisse: Präsentiert die statistische Auswertung der Daten hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen Personenmerkmalen, Einstellungen und der Erkennungsleistung bei Fake News.

5. Schlussbetrachtung: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die anhaltende gesellschaftliche Relevanz des Themas Fake News.

6. Diskussion: Reflektiert kritisch die Limitationen der Studie, insbesondere hinsichtlich der Stichprobenzusammensetzung, und gibt Ausblicke für zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Fake News, Desinformation, Politische Orientierung, Soziodemografie, Medienvertrauen, Self-Efficacy, Motivated Reasoning, Selective Exposure, Social Media, Nachrichtenkompetenz, Experimentelle Befragung, Online-Kommunikation, Politische Bildung, Mediennutzung, Echokammern.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Bachelorarbeit?

Die Arbeit analysiert, welche persönlichen Merkmale und Hintergrundfaktoren dazu führen, dass Menschen „Fake News“ entweder als solche entlarven oder ihnen Glauben schenken.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die politische Einstellung, die Nutzung von Social Media, das Vertrauen in etablierte Medien sowie die psychologische Selbstwirksamkeit (Self-Efficacy) der Probanden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, welche Personenmerkmale und Verhaltensweisen mit der Identifikation von erfundenen, politisch gefärbten Nachrichten korrelieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Verfasserin nutzt eine quantitative experimentelle Online-Befragung von 258 Testpersonen, in der diese eine Reihe wahrer und falscher Schlagzeilen nach ihrer Glaubwürdigkeit bewerten müssen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Literaturaufarbeitung zu Fake News und ein praktisches Kapitel zur Methodik bzw. zur anschließenden statistischen Analyse der Studienergebnisse.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit zusammenfassen?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Desinformation, politische Orientierung, Medienvertrauen, psychologische Filtermechanismen (Motivated Reasoning) und Medienkompetenz beschreiben.

Welche Rolle spielt die „Self-Efficacy“ bei der Analyse?

Die Autorin untersucht, ob ein höheres Vertrauen in die eigene politische Kompetenz (interne Self-Efficacy) mit einer besseren Fähigkeit korreliert, Falschnachrichten als solche zu identifizieren.

Zu welchen zentralen Ergebnissen kommt die Autorin?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die politische Meinungskonformität einer Nachricht die Erkennungsleistung beeinflusst – Menschen neigen dazu, Nachrichten eher zu glauben, die ihr eigenes Weltbild bestätigen.

Excerpt out of 58 pages  - scroll top

Details

Title
Wer erkennt Fake News?
Subtitle
Eine experimentelle Befragung
College
University of Hohenheim
Grade
1,7
Author
Lisa Kümmerle (Author)
Publication Year
2019
Pages
58
Catalog Number
V1247317
ISBN (PDF)
9783346677464
ISBN (Book)
9783346677471
Language
German
Tags
Fake News Medienkrise Mainstream-Medien Medienwirkung Verbreitung Soziale Medien Social Media Politische Orientierung Rechts Links Experiment Befragung Bots Self-Efficacy Mediennutzung politische Einstellung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Kümmerle (Author), 2019, Wer erkennt Fake News?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1247317
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  58  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint