Weniger ist mehr. Der Minimalismus in der Mode, Kunst, Architektur und Lifestyle. Gestern, Heute und Morgen


Hausarbeit, 2017

18 Seiten, Note: 2,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Einleitung

Der Ursprung des Minimalismus

Geschichte des Minimalismus mit Fokus auf die Mode
Anfange des Minimalismus in der Mode
Minimalismus in den 1940-er Jahren
Uberleitung in die 1980-er Jahre
Minimalismus in den 1980-er Jahren anhand derjapanischen Designer
Minimalismus in den 1980-er Jahren in Europa und Nordamerika

Wie definiert sich der Minimalismus in der Gegenwart
In der Mode
Im Kaufverhalten
Im Lifestyle

In welchen Branchen wird der Minimalismus noch sichtbar?

Die Rolle des Minimalismus in der Gegenwart mit ausgewahlten Beispielen

Zukunft des Minimalismus

Schlussbetrachtung

Literaturliste

Zusammenfassung

Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden Ideen in der Kunst und der Architektur, die Reduzierung auf das Wesentliche zum Inhalt hatten und die Zweckmaftigkeit einer Form betonten. In den 60er Jahren entstand daraus die Kunstrichtung Minimal Art. Erste Einflusse des Minimalismus in der Mode sind bei Coco Chanel sichtbar. Sie setzten sich fort bei Balenciaga. In den 80er Jahren fuhrten japanische Designer wie Kawakubo und Yamamoto den Minimalismus fort und in Europa waren die sachlichen Schnitte von Jil Sander und Armanis schlichte Eleganz erfolgreich. Heute ist der Minimalismus in der Mode vielfaltig feststellbar. Vom Fast fashion retailer wie H&M bis hin zur Pret-a-Porter Marken wie Stella McCartney findet man minimalistische Mode.

Minimalismus ist auch zu einer Lebenseinstellung geworden, die einen nachhaltigen Konsum und die Schonung der Umwelt zum Inhalt hat. Auch in der Zukunft wird der Minimalismus Bestand haben, denn er erfullt die Bedurfnisse der Menschen nach Einfachheit, Sinnhaftigkeit und Ordnung in Zeiten der scheinbar grenzenlosen Auswahl.

Einleitung

Minimalismus ist ein Megatrend. Er bedeutet Konzentration auf das Wesentliche und Reduktion. Er ist vertreten in Kunst, Architektur, Mode und Lifestyle. In meiner Hausarbeit mochte ich seine Entstehung, Entwicklung bis heute und mogliche zukunftige Entwicklungen beleuchten. Dabei mochte ich mich besonders auf die Mode konzentrieren. Bei der Durchfuhrung mochte ich historisch vorgehen und zusatzlich die Trendforschung heranziehen.

Die Herangehensweise an das Thema ist folgendermaften gegliedert: Zuerst wird die Geschichte des Minimalismus behandelt in den Gebieten Kunst, Architektur, Mode und Lifestyle. Dabei werden die wichtigsten Protagonisten in der jeweiligen Kategorie erwahnt. Dann mochte ich mit Werkzeugen der Trendforschung den Trend analysieren, seine gegenwartige Auspragung darstellen und auf seine zukunftige Entwicklung eingehen.

Ich habe dieses Thema ausgewahlt, weil ich glaube, dass es eine gro^e Bedeutung in der Modegeschichte des 20. Jahrhunderts gespielt hat und es auch weiter spielen wird. Die Auspragungen des Minimalismus sind sehr vielseitig und dieser Trend beschrankt sich nicht nur auf die Mode, sondern hat Auswirkungen auf die ganze Gesellschaft und deren Kultur. Bevor ich diesen Trend beschreibe mochte ich kurz ein wichtiges Werkzeug, namlich die Trendforschung vorstellen. Der renommierte Trendforscher Matthias Horx beschreibt einen Trend als eine Veranderungsbewegung Oder einen Prozess der Wandlung. Es gibt unterschiedliche Arten von Trends wie z. B. die Produkttrends, Zeitgeisttrends, Konsumtrends, soziokulturelle Trends, Technotrends, Megatrends und die Metatrends. Untersucht werden sie mit Hilfe der Trendforschung: ..Trendforschung ist die systematische Untersuchung von okonomischen, sozialen, ethischen, kulturellen und technologischen Veranderungen, der Veranderung von Verhalten, Werten, Motiven und Handlungen von Menschen." (SDI Research, 1. Absatz) Mode-Trends werden auch definiert als eine Veranderungsbewegung in eine bestimmte Richtung. Er entsteht z.B. wenn er in einem Modemagazin kommuniziert wird Oder wenn ein Designer in einer Show ihn begrundet und vorgestellt hat. Der Trend wird zuerst von den Modedesignern auf dem Laufsteg vorgestellt, danach nehmen Handler diesen Trend in ihr Portfolio auf und zum Schluss sieht man ihn haufig in Street Style Blogs wieder. Ein Trend bezieht sich nicht nur auf die Modeindustrie, sondern umfasst auch andere Branchen wie die Mobelindustrie, Elektronikindustrie und die Autoindustrie. Wenn z.B. das Marmormuster in der nachsten Saison angesagt ist, findet man diesen Trend in vielen Ausfuhrungen wieder. Diese Informationen, was nachste Saison angesagt ist, ist fur den Erfolg des Einzelhandels sehr wichtig. Die Informationen uber neue Trends werden von Trendagenturen geliefert wie z.B. WGSN Oder Trend Union. Sie sind fur viele Branchen von Bedeutung.

Was ist eine Mode im Vergleich zu einem Trend? Eine Mode ist ein Stil eines Verbraucherprodukts Oder einer Art sich zu verhalten, die von einer bestimmten sozialen Gruppe benutzt wird, da sie bezogen auf die aktuelle Zeit und Situation als angemessen betrachtet wird. Eine Mode wird oft mit Bekleidung gleichgesetzt aber es kann Moden geben auch in anderen Kategorien wie z.b. bei Ideen und Verhaltensweisen. Haarschnitte gehoren dazu Oder auch die Benutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook. Jede Mode ist zeitlich begrenzt.

Ein Stil ist im Gegensatz zu einem Trend eine bestimmte Charaktereigenschaft, die sich durch die Produkte durchzieht. Eine Gruppe von Einzelpersonen wie z.B. Hippies Oder Einzelpersonen wie Stars konnen ihren eigenen charakteristischen Stil haben. Eine Amy Winehouse kann man nicht z.B. mit einer Kim Kadeshian vergleichen. Ein Stil hat haufig die Eigenschaft gleich erkannt zu werden und ist ein Alleinstellungsmerkmal. Von der graven Masse muss er nicht unbedingt adaptiert werden.

In der Kleidungsindustrie spricht man von einem Stil, wenn es unterschiedliche Ausfuhrungen von einem Kleidungsstuck gibt z.B., dass es bei Jeans die Kategorie Skinny Jeans, Straight Jeans, Drop Crotch Oder Slim Jeans gibt.

Trends werden eingeteilt in einer zeitlichen Achse des Verlaufs und der Dynamik und in einer Ebenen-Logik von Tiefe und Durchdringung. Langfristige Trends haben einen Wellenlinienverlauf, kurzfristige wie Produkt- und Modetrends sind unberechenbar. Bei der Trendforschung wird unterschieden, ob es sich urn ein Long- Oder Shortterm Forecasting handelt. Bei den Longterm Forecastings wird die Ermittlung von Trends in einem Zeitfenster von 5 Jahren Oder mehr analysiert. Sie erfassen langfristige Trends in der Mode, Gesellschaft und dem Konsum. Die Shortterm Forecastings hingegen beschaftigen sich nur mit Trends in der Modebranche und diese werden erst zwei Jahre im Vorraus erfasst. Themen konnen der Farbwechsel in der kommenden Saison, Materialien und Formen sein. Trends haben in der Mode einen hohen Stellenwert, denn ohne Trends gabe es keine Veranderung und keine Umsatzsteigerung. Gesellschaftliche und politische Veranderungen generieren Trends. In einem Trendkartogramm wird von links nach rechts auf einer Zeitachse der Zyklus eines Trends aufgezeichnet. Die drei generellen Fragen sind das Wer, das Warum und das Was sie interessiert. Es fangt mit den Erfindern des Trends (Trend Innovators) an. Dort ist zu erfassen, wer diese Personen sind, welcher Berufung sie nachgehen, wo sie wohnen und warum sie sich fur diesen Trend engagieren. Danach kommen die Trend Drivers, die das Produkt vorantreiben. Die bestehenden Fragen sind:

- Warum kam dieser Trend zustande?
- Worin besteht der Kontext des Trends?
- Wassind die ZeichendesTrends?

Wenn diese Fragen beantwortet sind, ist die nachste Stufe die der Trendwirkung (Trend Impact). Dort ist zu erfassen, wie das physische Erscheinungsbild des Trends ist, welche Funktion der Trend bei den Menschen beinhaltet und wie sich der Trend verselbststandigt. Dieser Schritt fuhrt zu Trendfolgen (trend consequences). Die Hauptfragen sind, ob der Trend eine grofte Veranderung hervorgerufen hat, wie die Mehrheit der Leute ihre Zeit verbringt, inwiefern manche Leute Marken vor anderen bevorzugen und was sie eigentlich einkaufen. Dadurch sieht man, wie der Trend sich in der Gegenwart auftert. In der Zukunft formuliert man die Frage, was der Trend fur Auswirkungen in der Gesellschaft darstellt.

Der Ursprung des Minimalismus

Die Wurzeln des Trends sind in den 60er Jahren zu finden: junge Kunstler wollten eine eigene Formsprache entwickeln, die sich nicht an den alten Herangehensweisen der Darstellung orientiert. In Vordergrund stand die Reduzierung in jeglicher Hinsicht, von den verwendete Farbpalette uber Formen und Materialien (Minimal Art). Die Kunst gewann aber erst in den 70er Jahren an Bedeutung. Die Leitfrage des Minimalismus in der Kunst ist, dass man alles auf das Essenzielle reduziert. (Eichner et al., 2013, S. 49) Gleiche Tendenzen waren in der Architektur spurbar und fanden z.B. ihren Ausdruck in Bauten von Mies van de Rohe.

Geschichte des Minimalismus mit Fokus auf die Mode

Anfange des Minimalismus in der Mode

Der Minimalismus hat eine grofte Rolle in der Modegeschichte des 20. Jahrhundert gespielt. Er taucht in vielen Moderichtungen auf. Es gibt viele Referenzen zum Minimalismus bei groften Designern wie: Coco Chanel, Christobal Balenciaga, Rei Kawakubo, Martin Margiela (Walker, 2011).

Schon vor der Bewegung in den 60er Jahren spielte der Minimalismus eine grofte Rolle in unterschiedlicher Hinsicht. Obwohl der Begriff nicht deutlich genannt wird kann man davon ausgehen, dass es sich urn Vorlaufer des Minimalismus handelt. Beispiele dafur konnen einmal die moderne Herangehensweise der Architekten und Kunstler im Bauhaus Stil sein, wo die Funktionalitat und der Pragmatismus im Vordergrund stehen Oder die elegante, schnorkellose Mode von Coco Chanel. Dabei steht die Reduzierung auf das Wesentliche im Mittelpunkt. So wird Eleganz durch klare Formen und flieftende Linien ohne Verzierungen erzeugt. Der Verzicht aufVerzierungen ist ein zentrales Element minimalistischen Denkens.

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Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Weniger ist mehr. Der Minimalismus in der Mode, Kunst, Architektur und Lifestyle. Gestern, Heute und Morgen
Hochschule
BSP Business School Berlin (ehem. Potsdam)
Veranstaltung
Trend- und Lifestyleforschung
Note
2,3
Jahr
2017
Seiten
18
Katalognummer
V1247399
ISBN (Buch)
9783346676634
Sprache
Deutsch
Schlagworte
weniger, minimalismus, mode, kunst, architektur, lifestyle, gestern, heute, morgen
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Anonym, 2017, Weniger ist mehr. Der Minimalismus in der Mode, Kunst, Architektur und Lifestyle. Gestern, Heute und Morgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1247399

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