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Schulangst bei Kindern und Jugendlichen. Diagnostik, Prävention und Intervention für Lehrkräfte

Titel: Schulangst bei Kindern und Jugendlichen. Diagnostik, Prävention und Intervention für Lehrkräfte

Masterarbeit , 2022 , 159 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit untersucht, inwiefern der Schulangst von Schüler*innen aus Sicht von Lehrkräften im Schulalltag entgegengewirkt werden kann. In welchem Umfang sind Lehrkräfte mit dem Phänomen Schulangst vertraut? Welche Lösungsansätze nehmen sie in Anspruch? Prävention und Intervention mit Blick auf Schulangst gehören ebenso in den Fokus dieser Arbeit.

Viele Erwachsene erinnern sich an bedrückende Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend, die sie mit dem Begriff Schulangst verbinden können. Die Autorin dieser Forschungsarbeit kennt selbst eigene Erfahrungen aus ihrem zurückliegenden Schulalltag, die von Schulangst bestimmt waren. Solche Erfahrungen betreffen persönliche Erlebnisse sowie erste pädagogische Eigenerfahrungen mit Schulkindern als angehende Lehrerin.

Prüfungsängste, Versetzungsängste, allgemeine Versagensängste von Schulkindern sind Phänomene, die den betroffenen Kindern, Eltern und Lehrkräften allgemein geläufig sind. Ein Viertel der Schüler und Schülerinnen, die in der Schule lernen, erleben enttäuschende Erfahrungen, vor allem in der Leistungsbewertung. Leistungsängste und somit auch Schulängste können sich im Zusammenhang mit dem Lernen entwickeln. Schätzungsweise leiden ca. fünf bis acht Prozent aller Schüler*innen an starken Schulängsten.

Faktoren wie die Lehrkraft-Schulkind-Beziehung, das Klassenklima und dessen Gestaltung sowie das Elternverhalten können Auslöser von Schulängsten sein. Besonders wenn der Blick auf eine bestimmte weiterführende Schulform gerichtet wird, kann sich ein angstbesetzter Leistungsdruck entwickeln. Es ist davon auszugehen, dass Lehrkräfte angstauslösenden Faktoren und Prozesse in ihrem Schulalltag aufgrund ihres Umgangs mit betroffenen Kindern beobachten und beschreiben können. Auch wie sich das angstgesteuerte Verhalten der Kinder im Schulalltag konkret bemerkbar macht und in welchen Symptomen sich die Ängste äußern, dürfte den Lehrkräften durch ihre Erfahrungswerte vertraut sein.

Kinder drücken dabei ihre Gefühle und Empfindungen auf sehr unterschiedliche Art und Weise aus, weshalb möglicherweise dennoch mitunter Ängste bei Schüler*innen von ihren Lehrkräften unterschätzt oder gar übersehen werden können. Da Schulangst für nicht wenige Schüler*innen offenkundig eine sehr ernst zu nehmende Realität an unseren Schulen darstellt, ist es wichtig, dass Lehrkräfte im Schulalltag dieses Angstphänomen grundsätzlich wahrnehmen und adäquat damit umgehen können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund und Stand der Forschung

2.1 Emotionen

2.1.1 Emotionen im Lernleistungskontext

2.1.2 Die Emotion Angst

2.2 Angsttheorien

2.2.1 Die Angsttheorie nach Freud

2.2.2 Die State-Trait-Theorie nach Spielberger

2.2.3 Die Emotionstheorie von Lazarus

2.2.4 Die Erregungstheorie nach Epstein

2.2.5 Zusammenfassung der Angsttheorien

2.3 Schulangst

2.3.1 Symptomatik und Symptomentwicklung

2.3.2 Verhaltensweisen

2.3.3 Komorbidität und Differentialdiagnose

2.3.4 Verlauf und Prognose

2.3.5 Zusammenfassung

2.4 Weitere Faktoren und Verhaltensweisen bei Schulangst

2.4.1 Risiko- und Schutzfaktoren

2.4.2 Prüfungs-/Leistungsangst

2.4.3 Selektiver Mutismus

2.4.4 Schulabsentismus, Schulvermeidung und Schulverweigerung/-schwänzen

2.4.5 Diagnostik

2.4.5.1 Schulangst

2.4.5.2 Prüfungsnagst

2.5 Lehrkraft-Schulkind-Interaktion

2.6 Klassen- und Schulklima

2.7 Klassenraumgestaltung

2.8 Transparenz

2.8.1 Classroom Management

2.8.2 Aufgabenstellung und Bewertung

2.9 Prävention und Intervention

2.10 Familiärer Hintergrund

3. Fragestellungen

4. Methode

4.1 Untersuchungsdesign

4.2 Stichprobe

4.3 Erhebungsverfahren

4.3.1 Das halb- bzw. teilstrukturierte Interview und Experten-Interview

4.3.2 Beschreibung des Leitfaden-Interviews

4.4 Durchführung

4.5 Auswertung

4.5.1 Transkription

4.5.2 Inhaltsanalyse nach Mayring

5. Ergebnisse

5.1 Merkmale von Schulangst

5.2 Angst in der Schule

5.3 Erfahrungen mit Schulangst

5.4 Umgang mit Schulangst

5.5 Prüfungsanforderungen

5.6 Bewertung von Schüler*innen mit Schulangst

5.7 Methoden zur Bewältigung von Schulangst

5.8 Klassenklima

5.9 Aufgabentransparenz

5.10 Klassenraumgestaltung

5.11 Eltern-Kind-Verhalten bei Schulangst

6. Diskussion

6.1 Merkmale von Schulangst

6.2 Angst in der Schule

6.3 Erfahrungen mit Schulangst

6.4 Umgang mit Schulangst

6.5 Prüfungsanforderungen

6.6 Bewertung von Schüler*innen mit Schulangst

6.7 Methoden zur Bewältigung von Angst

6.8 Klassenklima

6.9 Aufgabentransparenz

6.10 Klassenraumgestaltung

6.11 Eltern-Kind-Verhalten bei Schulangst

6.12 Zusammenfassung

6.13 Diskussion der Methode

7. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung der Schulangst aus Sicht von Lehrkräften an einer Grundschule. Dabei wird erforscht, wie Lehrkräfte diese Problematik wahrnehmen, welche beeinflussenden Faktoren sie erkennen und welche Lösungsansätze sowie Präventions- und Interventionsstrategien sie im Schulalltag anwenden, um den Ängsten der Schülerinnen und Schüler entgegenzuwirken.

  • Phänomenologie und Ausprägungen von Schulangst
  • Die Rolle der Lehrkraft-Schulkind-Interaktion
  • Einfluss von Klassenklima und Klassenraumgestaltung
  • Bedeutung des familiären Hintergrunds und des Elternverhaltens
  • Methoden der Prävention und Intervention im schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Die Emotion Angst

„Unter Angst wird ein Zustand verstanden, der mit einem negativen Gefühl der Anspannung einhergeht und sich auf eine Bedrohung in der Zukunft richtet. Die Art der Bedrohung bleibt aber im Allgemeinen eher vage“ (vgl. Becker, 2011, S. 7). Der Emotion Angst, wie sie Becker hier beschreibt, ist fast jedem Menschen im Laufe seines Lebens schon einmal begegnet, wenngleich viele aufgrund der belastenden Eigenart auf diesen Gefühlszustand gern verzichten würden. Es gibt Betroffene, die mit bestimmten Ängsten zum Teil viele Jahre (vergeblich) kämpfen. Solche mitunter chronifizierten Ängste können dazu führen, dass die Lebensqualität des Individuums erheblich eingeschränkt und gemindert wird. In diesem Zusammenhang fragen sich nicht wenige Betroffene mitunter: Ist ein Leben ohne die Emotion Angst überhaupt möglich (Becker, 2011)?

Die Emotion Angst stellt an sich allerdings einen hohen Überlebenswert dar, weil sie eine biologisch sinnvolle Reaktion der menschlichen Psyche und des Körpers auf eine Gefahr bedeutet. Würde der Mensch die Emotion Angst gar nicht verspüren, könnte dies zur Folge haben, dass er nicht überleben würde, weil er unter Umständen auf bestimmte Gefahren nicht angemessen reagiere (Becker, 2011). Beispielsweise löst ein schnell vorbeifahrender Zug in der Regel Angst in einem Menschen aus, der sich in der Nähe dieses Zuges befindet. Diese Angstreaktion aktiviert den menschlichen Körper zu einer entsprechenden (Schutz-)Reaktion.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema Schulangst und Formulierung der Forschungsfrage sowie der Unterforschungsfragen der Arbeit.

2. Theoretischer Hintergrund und Stand der Forschung: Darstellung theoretischer Grundlagen zu Emotionen, verschiedenen Angsttheorien, Schulangst, diagnostischen Verfahren und Interventionsmöglichkeiten.

3. Fragestellungen: Konkretisierung des Forschungsinteresses in Form einer zentralen Forschungsfrage und vier untergeordneten Fragestellungen.

4. Methode: Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns, der Stichprobe, der Datenerhebung durch Experteninterviews und der Auswertung nach der Inhaltsanalyse von Mayring.

5. Ergebnisse: Deskriptive Darstellung der empirischen Befunde aus den Interviews, gegliedert nach den entwickelten Kategorien.

6. Diskussion: Interpretation und Verknüpfung der empirischen Ergebnisse mit dem theoretischen Rahmen sowie Reflexion des methodischen Vorgehens.

7. Ausblick: Zusammenfassung möglicher zukünftiger Forschungsansätze und Schlussfolgerungen für die schulische Praxis.

Schlüsselwörter

Schulangst, Lehrkräfte, Grundschule, Experteninterview, Inhaltsanalyse, Prävention, Intervention, Prüfungsangst, Leistungsdruck, Klassenklima, Eltern-Kind-Verhalten, Schulklima, Lernleistung, Angstphänomen, qualitative Forschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Schulangst bei Schülerinnen und Schülern an Grundschulen aus der Perspektive von Lehrkräften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Angst, Erscheinungsformen von Schulangst, diagnostische Verfahren für den Schulalltag sowie Interventions- und Präventionsstrategien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Hauptforschungsfrage lautet: „Inwiefern kann der Schulangst von Schüler*innen aus der Sicht von Lehrkräften im Schulalltag entgegengewirkt werden?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Forschungsstudie mit explorativem Charakter, bei der leitfadengestützte Experteninterviews mit sechs Lehrkräften durchgeführt und mittels Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Angst- und Schulangstforschung sowie einen empirischen Teil mit der Ergebnisdarstellung der Interviews und deren Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Schulangst, Lehrkräfte, Prävention, Intervention, Klassenklima und qualitative Inhaltsanalyse.

Wie gehen die Lehrkräfte konkret mit schulängstlichen Kindern um?

Lehrkräfte nutzen individuelle Ansätze, wie etwa persönliche Gespräche, bestärkende Feedback-Systeme (z.B. Geheimzeichen oder Punktepläne), die Schaffung einer angstfreien Lernatmosphäre und Kooperation mit den Eltern.

Welche Bedeutung kommt dem Elternhaus bei Schulangst zu?

Eltern werden als bedeutender Einflussfaktor identifiziert, wobei ein hoher Erwartungsdruck seitens der Eltern häufig als Ursache für die Entwicklung von Schulängsten bei den Kindern wahrgenommen wird.

Ende der Leseprobe aus 159 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schulangst bei Kindern und Jugendlichen. Diagnostik, Prävention und Intervention für Lehrkräfte
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
159
Katalognummer
V1247607
ISBN (eBook)
9783346697974
ISBN (Buch)
9783346697981
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pädagogik Schulangst Prüfungsangst Schulabsentismus Angsttheorien Verhaltensweisen von Schulangst Leistungsangst Angst Schulvermeidung Schulverweigerung Schule Klassen- und Schulklima Lehrkraft-Schulkind-Interaktion Lehrer Lehrkraft Schüler Prävention Intervention Leistungsdruck
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Schulangst bei Kindern und Jugendlichen. Diagnostik, Prävention und Intervention für Lehrkräfte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1247607
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