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Israel und das iranische Nuklearprogramm. Warum hält Israel das iranische Nuklearprogramm für eine Gefahr der nationalen und regionalen Sicherheit?

Title: Israel und das iranische Nuklearprogramm. Warum hält Israel das iranische Nuklearprogramm für eine Gefahr der nationalen und regionalen Sicherheit?

Term Paper , 2022 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael John (Author)

Politics - Topic: International relations
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema "Israel und das iranische Nuklearprogramm" und speziell mit der Frage Warum hält Israel das iranische Nuklearprogramm für eine Gefahr der nationalen und regionalen Sicherheit? Da diese Fragestellung aus neorealistischer Perspektive ausgearbeitet wird, dient im ersten Teil der Hausarbeit die Darlegung des Waltzschen Neorealismus als Grundlage für die Überprüfung der Hypothese, mit der sich diese Arbeit auseinandersetzt und welche aus zwei Annahmen besteht. Die Überprüfung der Hypothese folgt dann in Kapitel drei. Abschließend werden die Folgerungen zusammengefasst und weiterführende Gedanken erwähnt, die für zukünftige Arbeiten wichtig sind, aber deren Ausarbeitung den Rahmen dieser Arbeit sprengen würden.

Im Jahr 2015 nannte Benjamin Netanyahu, Premierminister Israels, im Gespräch mit dem holländischen Außenminister, Bert Koenders, die Einigung hinsichtlich des iranischen Nuklearprogramms einen Fehler historischer Tragweite: "Iran is going to receive a sure path to nuclear weapons, ... Iran will get a jackpot, a cash bonanza of hundreds of billions of dollars, which will enable it to continue to pursue its aggression and terror in the region and in the world." Damit stellte er klar, was die israelische Regierung von dem iranischen Nuklearprogramm hält. Israels Schreckensszenario ist ein Iran im Besitz von Atomwaffen, das dazu ein immenses finanzielles Portfolio zur Finanzierung von konventionellen terroristischen Aktivitäten besäße.

Eine pragmatische Zusammenarbeit mit strategischen Gemeinsamkeiten zwischen Tel Aviv und Teheran wich seit der islamischen Revolution zunehmend einer langen Rivalität, die immer weniger geopolitischer und immer mehr ideologischer Natur zu sein scheint (vgl. Kaye 2014: 18). Mit dem Sturz Saddam Husseins, fiel 2003 auch der gemeinsame Feind Israels und Irans, was den Iran schließlich zum größten Sicherheitsproblem Tel Avivs aufsteigen ließ.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Neorealistische Theorie

3. Prüfung der Hypothese

3.1 Israels Zweitschlagfähigkeit

3.2 Konventionelle Aggressionen gegen Israel

4. Schluss

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Israel und dem iranischen Nuklearprogramm mit der Kernfrage, warum Tel Aviv dieses als größte sicherheitspolitische Bedrohung der Region einstuft. Dabei wird die sicherheitspolitische Haltung Israels durch die Linse des Neorealismus analysiert, um die strategische Logik hinter den israelischen Reaktionen zu dechiffrieren.

  • Neorealistische Theorie in den internationalen Beziehungen
  • Israels Entwicklung und Kapazitäten im Nuklearbereich
  • Iranisches Nuklearprogramm und dessen geostrategische Bedeutung
  • Die Rolle konventioneller Bedrohungen und Stellvertretergruppen
  • Sicherheitsinteressen und Machtgleichgewicht im Nahen Osten

Auszug aus dem Buch

3.1 Israels Zweitschlagfähigkeit

2011 teilte Benyamin Netanyahu in einem Interview bei Piers Morgan Live mit, dass Israel nicht als erste Nation Nuklearwaffen im Nahen Osten einbringen wird (vgl. One-on-One mit Benjamin Netanyahu 2011). Dieser Grundsatz israelischer Politik entstammt dem Jahr 1969, als die USA Phantom-Flugzeuge an Israel verkaufte. In einem freigegebenen Memorandum vom Juli 1969 an Präsident Richard Nixon machte Außenminister Henry Kissinger deutlich, dass sich Israel beim Kauf der Phantom-Flugzeuge verpflichtete, diese nicht für Atomwaffen zu verwenden und dass Israel nicht als erste Nation Nuklearwaffen im Nahen Osten einbringen wird (vgl. Kissinger 1969).

Wortwahl macht hier aber schon deutlich, dass die Vereinigten Staaten in naher Zukunft von einem atomwaffenfähigen jüdischen Staat ausgingen. Allerdings brachte das Wort einbringen im Englischen „introduce“ seitdem einiges an Spekulationen hervor. Für die einen bedeutet „not to introduce“ die gänzliche Abwesenheit von Nuklearwaffen im Nahen Osten, für andere wiederum lediglich den Verzicht auf Erstschlag seitens Israel, aber nicht die grundsätzliche Entscheidung des Atombewaffnung-Besitzes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den thematischen Rahmen ab, definiert die Forschungsfrage und führt in die neorealistische Perspektive als theoretische Grundlage ein.

2. Neorealistische Theorie: Dieses Kapitel erläutert die Grundannahmen des Neorealismus nach Kenneth N. Waltz, insbesondere das anarchische internationale System und das Streben der Staaten nach Sicherheit und Machtgleichgewicht.

3. Prüfung der Hypothese: Hier erfolgt die empirische Anwendung der Theorie auf den israelisch-iranischen Konflikt unter Berücksichtigung nuklearer Kapazitäten und konventioneller Aggressionsformen.

4. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen, wonach die nukleare Herausforderung im Kontext einer sich wandelnden, volatilen Region durch das Machtstreben aller Beteiligten geprägt bleibt.

Schlüsselwörter

Israel, Iran, Nuklearprogramm, Neorealismus, Internationale Beziehungen, Rüstungswettbewerb, Sicherheitspolitik, Machtgleichgewicht, Zweitschlagfähigkeit, Naher Osten, Atomwaffensperrvertrag, Abschreckung, Raketentechnik, Geopolitik, Terrorismusbekämpfung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die sicherheitspolitischen Spannungen zwischen Israel und der Islamischen Republik Iran, insbesondere im Hinblick auf das iranische Nuklearprogramm und dessen Wahrnehmung durch Israel.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des israelischen Nukleararsenals, die neorealistische Systemtheorie, die Bedrohungswahrnehmung durch konventionelle Akteure wie die Hisbollah sowie die strategische Interaktion im Nahen Osten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, warum der Staat Israel das iranische Nuklearprogramm als eine existenzielle Bedrohung für seine nationale und regionale Sicherheit einstuft.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete Analyse, die primär auf dem neorealistischen Erklärungsmodell nach Waltz basiert, um staatliches Verhalten im Kontext internationalen Machtstrebens und Unsicherheit zu verstehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch den Neorealismus, die historische und aktuelle Prüfung der israelischen Nuklearkapazitäten sowie die Bedrohungsanalysen bezüglich konventioneller Agressionen und Stellvertreterkriege durch den Iran.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Neorealismus, nukleare Abschreckung, Israel-Iran-Konflikt, regionale Sicherheitsarchitektur und geopolitische Rivalität sind die prägenden Charakteristika der Arbeit.

Welche Rolle spielt der "Sicherheitsschirm" der USA für Israel laut der Analyse?

Die Arbeit beschreibt das durch Vipin Narang geprägte Konzept des „sheltered pursuit“, wobei die USA Israel in der Vergangenheit bei nuklearpolitischen Schritten deckten, um eine Eskalation zu vermeiden.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des Atomabkommens (JCPOA)?

Das Abkommen wird als ambivalent bewertet: Während es theoretisch eine nukleare Aufrüstung begrenzt, sehen Kritiker in Israel darin eine finanzielle Entlastung Irans, die andere aggressive Aktivitäten des Irans im zivilen oder militärischen Bereich indirekt mitfinanzieren könnte.

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Details

Title
Israel und das iranische Nuklearprogramm. Warum hält Israel das iranische Nuklearprogramm für eine Gefahr der nationalen und regionalen Sicherheit?
College
University of Hagen
Grade
1,7
Author
Michael John (Author)
Publication Year
2022
Pages
23
Catalog Number
V1247785
ISBN (PDF)
9783346682208
ISBN (Book)
9783346682215
Language
German
Tags
Iran Israel Atombombe Nuklearsperrvertrag neorealismus bombe abschreckung naher osten terrorismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael John (Author), 2022, Israel und das iranische Nuklearprogramm. Warum hält Israel das iranische Nuklearprogramm für eine Gefahr der nationalen und regionalen Sicherheit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1247785
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