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Postimpressionismus. Positionen von Paul Cézanne, Vincent van Gogh und Paul Gauguin

Titel: Postimpressionismus. Positionen von Paul Cézanne, Vincent van Gogh und Paul Gauguin

Referat (Ausarbeitung) , 1992 , 7 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Magister Artium Bernhard Paha (Autor:in)

Kunst - Malerei
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit skizziert die Positionen der Väter der Moderne Paul Cézanne, Vincent van Gogh und Paul Gauguin. Diese legen mit ihren gestalterischen und geistigen Elementen neue Grundlagen für die Malerei und eröffnen Perspektiven, die auch heute noch Strahlkraft besitzen. Paul Cézanne erschafft mit seinem reinen Sehen Werke, die in einer intelligiblen Naturauffassung gründen. Van Gogh erforscht intensiv Farbe, Linie und Ausdruck und beseelt hierdurch seine Werke. Paul Gauguin setzt Seele und Geist, Immaterielles, ins Werk und lässt aus Farbe und Form malerische Musik erklingen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Bestimmung des Begriffs „Postimpressionismus“

2. Paul Cézanne: Das reine Sehen

3. Vincent van Gogh: Farbe und Ausdruck

4. Paul Gauguin: Malerei transformiert in Immaterielles

5. Resümee

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht die künstlerischen Ansätze der drei zentralen Wegbereiter der Moderne – Paul Cézanne, Vincent van Gogh und Paul Gauguin – und analysiert, wie diese durch ihre individuelle Abkehr vom Impressionismus neue Wege für die europäische Kunst nach 1945 ebneten.

  • Grundlagenbestimmung des Postimpressionismus
  • Die analytische Sichtweise bei Paul Cézanne
  • Farbe als Ausdrucksmittel bei Vincent van Gogh
  • Abstraktion und Immaterielles bei Paul Gauguin
  • Einfluss der Hauptvertreter auf nachfolgende Kunstströmungen

Auszug aus dem Buch

2. Paul Cézanne: Das reine Sehen

Paul Cézanne radikalisiert die Auffassung der Impressionisten, die diese von der Sinneswahrnehmung und deren bildnerischer Umsetzung hatten. Auf der Suche nach dem reinen Sehen lässt er in seinen Bildern die Zentralperspektive, die lediglich unsere Vorstellung ins Sehen hineinträgt, verschwinden. Das nicht mehr fixierte Auge lässt nun mehrere Perspektiven in einem Bild entstehen. „Je nach Augenstellung“ kann „in der Natur senkrecht Stehendes“ „mit fallenden Linien divergierend oder konvergierend erscheinen“ (Hess, S. 13). Diese Veränderungen im Bild erscheinen uns, die wir solche Wahrnehmungen in idealisierender Weise unbewusst korrigieren, als Deformationen. Für Cézanne stellen diese aber das künstlerische Äquivalent unserer Wahrnehmung dar.

Dem reinen Sehen lässt sich nur durch ein intensives Naturstudium näherkommen. Dabei muss der Künstler zunächst ganz Auge sein. Er ist für das Erste nur ein „Aufnahmeorgan, ein Registrierapparat für Sinneseindrücke“ (Cézanne zit. n. Hess, S. 19). Hierbei ist Cézanne also voll und ganz Impressionist. Er nimmt die Sinneseindrücke wahr, das heißt für Cézanne Farbeindrücke, denn Linien gibt es für ihn in der Natur nicht. Nun muss zum „Auge“, den Farbeindrücken, das „Gehirn“ (Cézanne zit. n. Hess, S. 18) hinzukommen. Dieses lässt eine „logische Entwicklung von Farbeindrücken“ (Hess, S. 11) entstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bestimmung des Begriffs „Postimpressionismus“: Dieses Kapitel definiert den Postimpressionismus als Strömung, die über den Impressionismus hinausgeht, und führt die drei Hauptvertreter als „Väter der Moderne“ ein.

2. Paul Cézanne: Das reine Sehen: Der Fokus liegt auf Cézannes radikaler Neubewertung der Wahrnehmung durch den Verzicht auf Zentralperspektive und die Einführung einer konstruktiven, farbbasierten Formgebung.

3. Vincent van Gogh: Farbe und Ausdruck: Dieses Kapitel arbeitet heraus, wie van Gogh Farbe gezielt expressiv einsetzt, um die „Seele“ der Natur und der Dinge jenseits der bloßen Analyse abzubilden.

4. Paul Gauguin: Malerei transformiert in Immaterielles: Hier wird Gauguins Abkehr vom Naturalismus hin zur Abstraktion und die Nutzung von Farbe als „magischer Akkord“ beschrieben.

5. Resümee: Das Schlusskapitel fasst die vielfältigen Impulse zusammen, die von den drei Malern auf den Kubismus, den Expressionismus und die symbolistische Malerei ausgingen.

Schlüsselwörter

Postimpressionismus, Paul Cézanne, Vincent van Gogh, Paul Gauguin, Moderne, Impressionismus, Farbe, Form, Abstraktion, Wahrnehmung, Expressionismus, Kubismus, Cloisonismus, Naturstudium, Bildnerische Mittel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die stilistische und inhaltliche Weiterentwicklung der europäischen Kunst durch die drei Pioniere Paul Cézanne, Vincent van Gogh und Paul Gauguin.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Transformation der Sinneswahrnehmung in bildnerische Form, die expressive Wirkung von Farbe sowie der Übergang von der naturalistischen Darstellung hin zur Abstraktion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die künstlerischen Positionen dieser drei Maler klar herauszuarbeiten und ihre Rolle als Wegbereiter für zahlreiche moderne Kunstströmungen nach 1945 zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Verfasser nutzt eine kunstwissenschaftliche Text- und Werkmanalyse, wobei er sich maßgeblich auf zeitgenössische Dokumente und kunsthistorische Primärquellen stützt.

Was ist der inhaltliche Schwerpunkt im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Einzelbetrachtungen, die jeweils spezifische Konzepte – das reine Sehen (Cézanne), Farbe und Ausdruck (van Gogh) sowie die Transformation in das Immaterielle (Gauguin) – erörtern.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind Postimpressionismus, Abstraktion, Wahrnehmungstheorie, Farbe, Ausdruck, Moderne und Bildaufbau.

Wie unterscheidet sich Cézannes Auffassung des „reinen Sehens“ vom klassischen Impressionismus?

Während der Impressionismus eher flüchtig wahrnimmt, radikalisiert Cézanne diesen Ansatz durch eine analytische Strukturierung des Bildes, bei der Farbe und Form zur logischen Einheit verschmelzen.

Was versteht Gauguin unter der „Transformation in das Immaterielle“?

Gauguin strebt danach, die Natur „durchzugeistigen“ und den Naturalismus zugunsten von Traumzuständen und symbolhaften Farbharmonien hinter sich zu lassen.

Inwiefern beeinflussten diese Maler den Expressionismus?

Insbesondere van Gogh und Gauguin sind für den Expressionismus bedeutend, da sie den Fokus auf die subjektive Gefühlswelt, die Ausdruckskraft der Farbe und das ursprüngliche, instinktive Gestalten legten.

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Postimpressionismus. Positionen von Paul Cézanne, Vincent van Gogh und Paul Gauguin
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Kunstgeschichtliches Institut)
Veranstaltung
Seminar "Die europäische Kunst nach 1945" unter Leitung von Dir. em. Tom Messer
Note
1,0
Autor
Magister Artium Bernhard Paha (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1992
Seiten
7
Katalognummer
V1247819
ISBN (PDF)
9783346680754
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Moderne Malerei Grundlagen Väter der Moderne Postimpressionismus Cézanne van Gogh Gauguin
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister Artium Bernhard Paha (Autor:in), 1992, Postimpressionismus. Positionen von Paul Cézanne, Vincent van Gogh und Paul Gauguin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1247819
Blick ins Buch
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