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Vergleichende wissenssoziologische Diskursanalyse am Beispiel der Dossiers „Israel“ und „Nahostkonflikt“ auf „tagesschau.de“

Ein Vergleich mit der „Nahost-Berichterstattung zur Zweiten Intifada in deutschen Printmedien unter besonderer Berücksichtigung des Israel-Bildes“ (DISS)

Title: Vergleichende wissenssoziologische Diskursanalyse am Beispiel der Dossiers „Israel“ und „Nahostkonflikt“ auf „tagesschau.de“

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 33 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Alice Temberski (Author)

Sociology - Knowledge and Information
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit thematisiert die Anwendung grundlegender Thesen der wissenssosiologischen Diskursanalyse nach Schwab-Trapp auf die Berichterstattung über die Zweite Intifada in den deutschen Printmedien. Als Grundlage für einen Vergleich aus wissenssoziologischer Perspektive dient eine vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) veröffentlichte Studie, die sich mit der Berichterstattung in den deutschen Printmedien über die Zweite Intifada im Zeitraum von September 2000 bis August 2001beschäftigt. Die zum Vergleich herangezogenen Diskursbeiträge stammen von den auf tagesschau.de veröffentlichten Dossiers „Israel“ und „Nahost-Konflikt“.
Um einen wissenschaftlich fundierten Vergleich leisten zu können, wird zunächst der Begriff „Diskurs“ definiert und eingeordnet.
In einem dritten Kapitel wird außerdem das Konzept der wissenssoziologischen Diskursanalyse nach Schwab-Trapp und für den Vergeich relevante Parameter dieses Konzeptes erläutert. Dabei stehen Akteure und Orte der Diskursproduktion, aber auch diskursive Strategien im Zentrum des Interesses.
Das theoretische Fundament soll durch Erläuterungen, sowohl in Hinsicht auf die Studie des DISS als auch der Thesen Schwab-Trapps, zentraler Parameter wie Kollektivsymbolik und politische Metapher abschließen. An dieser Stelle werden in einem Zwischenfazit die relevanten theoretischen Überlegungen zusammengefasst, um einen analytischen Teil einzuleiten.
Das fünfte Kapitel beinhaltet die wesentlichen Ergebnisse der Studie des DISS, die gemeinsam mit dem theoretischen Fundament als Grundlage für einen Vergleich mit den auf tagesscha.de veröffentlichten Dossiers dient. Dabei werden besonders die in der Studie des DISS identifizierten politischen Metaphern und Kollektivsymbole fokussiert.
In einem sechsten Kapitel soll letztendlich der Vergleich geführt werden. Dabei werden nicht nur die relevanten Diskursbeiträge diskutiert, sondern auch die Position von ARD und tagesschau.de in einen aus wissenssoziologischen Sicht relevanten soziopolitischen Kontext gestellt. Im Rahmen dieser Arbeit werden beide auf tagesschau.de veröffentlichten Dossiers in Auszügen behandelt.
Schließlich werden in einem Fazit die zentralen Ergebnisse des Vergleichs dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Diskursbegriff

3. Diskurs als soziologisches Konzept nach Schwab-Trapp

3.1 Akteure und Orte der Diskursproduktion nach Schwab-Trapp

3.1.1 Diskursive Formationen / Diskursformationen

3.1.2 Diskursfelder / Arenen

3.1.3 Diskursive Gemeinschaften

3.1.4 Diskursive Eliten

3.2 „Diskursive Strategien“ nach Schwab-Trapp

4. Kollektivsymbolik, politische Metaphern und die Produktion von Medieninhalten

4.1 Kollektivsymbolik

4.2 Politische Metaphern

4.3 Zwischenfazit

5. Die Darstellung Israels während der zweiten Intifada – empirische Studie des DISS

5.1 Die Ergebnisse der Studie des DISS

5.2 Identifizierte politische Metaphern und Kollektivsymbole

6. tagesschau.de im Vergleich zur Berichterstattung über die zweite Intifada in deutschen Printmedien

6.1 Das ARD und tagesschau.de

6.2.1 Erster Diskursbeitrag: „Antizionismus in der orthodoxen Rechten - – »Es ist eine Sünde ein Land mit Gewalt zu erobern«“

6.2.3 Dritter Diskursbeitrag: „»Immigration nach Israel – An jedem anderen Ort würde ich mich fremd fühlen«“

6.3 Zwischenfazit

6.4 Das Dossier „Nahostkonflikt“ bei tagesschau.de aus wissenssoziologischer Perspektive

6.4.1 Erster Diskursbeitrag: „Israel – gelobtes jüdisches Land“

6.4.2 Zweiter Diskursbeitrag: „Ein Militär an der Macht: Ariel Scharon“

6.4.3 Dritter Diskursbeitrag: „Tel Aviv und Jerusalem bei Nacht“

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die wissenssoziologische Diskursanalyse nach Schwab-Trapp, um die Berichterstattung über die Zweite Intifada in deutschen Printmedien mit den auf tagesschau.de veröffentlichten Dossiers „Israel“ und „Nahost-Konflikt“ zu vergleichen und soziopolitische Zusammenhänge der Medieninhalte aufzudecken.

  • Anwendung der wissenssoziologischen Diskursanalyse nach Schwab-Trapp
  • Analyse von Kollektivsymbolik und politischen Metaphern
  • Vergleich der Berichterstattung zwischen DISS-Studie und tagesschau.de
  • Untersuchung diskursinterner Mechanismen und Machtstrukturen
  • Kontextualisierung des Israel-Bildes in der deutschen Medienlandschaft

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Diskursive Formationen / Diskursformationen

Diskursive Formationen sind nach Schwab-Trapp das Endprodukt eines Prozesses, in dem mehr oder weniger verwandte, benachbarte oder auch sehr heterogene Diskurse in Relation zueinander gestellt werden. Folglich sind Diskurse in „Konkurrenz-, Dominanz- oder Koalitionsbeziehung“ organisiert. Damit beziehen sie sich auf institutionalisierte und legitimierungsfähige Formen des Sprechens über spezifische Themenfelder und Gegenstandsbereiche.

Schwab-Trapp argumentiert, dass „[i]m Kampf um die legitime Sichtweise sozialer und politischer Ereignisse Vergangenheitsdeutungen aktualisiert und zu legitimen Sichtweisen verdichtet [werden]“. Diese verdichteten legitimen Sichtweisen könnten als eine Struktur verstanden werden, die darüber entscheidet, was innerhalb eines bestimmten Diskurses von bestimmten Akteuren, gesagt werden kann und was nicht gesagt werden kann, also was legitimierungsfähig ist und was nicht.

Die im Rahmen dieser Arbeit untersuchten „diskursiven Ereignisse“ könnten also als Diskursformationen im Sinne von Schwab-Trapp gesehen werden, die in Koalitionsverhältnis zueinander stehen, da sich alle untersuchten Beiträge auf die gleichen Geschehnisse beziehen. Es könnte dann anhand einer vergleichenden Analyse danach gefragt werden, ob die Verwendung von Metaphern und Kollektivsymbolen eher homogen, also diskursintern vorstrukturiert, oder eher heterogen und damit von einer diskursinternen Determinierung ausgeschlossen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der wissenssoziologischen Diskursanalyse nach Schwab-Trapp in Bezug auf die Berichterstattung zur Zweiten Intifada ein und erläutert den Vergleich zwischen Printmedien und tagesschau.de.

2. Der Diskursbegriff: Dieses Kapitel definiert den Begriff „Diskurs“ aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven und grenzt ihn für die vorliegende Arbeit ein.

3. Diskurs als soziologisches Konzept nach Schwab-Trapp: Hier werden die relevanten Kategorien der Diskursanalyse nach Schwab-Trapp vorgestellt, insbesondere Akteure, Orte der Produktion und diskursive Strategien.

4. Kollektivsymbolik, politische Metaphern und die Produktion von Medieninhalten: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung von Kollektivsymbolen und politischen Metaphern als strukturierende Elemente in Diskursen.

5. Die Darstellung Israels während der zweiten Intifada – empirische Studie des DISS: Die Ergebnisse der DISS-Studie zur Nahost-Berichterstattung werden dargelegt und die dort identifizierten negativen Zuschreibungen sowie politischen Symbole analysiert.

6. tagesschau.de im Vergleich zur Berichterstattung über die zweite Intifada in deutschen Printmedien: In diesem Hauptteil wird der Vergleich zwischen der DISS-Studie und den ausgewählten Dossiers auf tagesschau.de anhand der erarbeiteten Parameter durchgeführt.

7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse des Vergleichs zusammen und bewertet die Rolle des soziopolitischen Kontextes für eine objektive Diskursanalyse.

Schlüsselwörter

Diskursanalyse, wissenssoziologische Diskursanalyse, Schwab-Trapp, Zweite Intifada, Nahostkonflikt, tagesschau.de, DISS, Kollektivsymbolik, politische Metaphern, Medienberichterstattung, Israel-Bild, Diskursgemeinschaften, Machtstrukturen, Diskursformationen, Journalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Berichterstattung über die Zweite Intifada aus einer wissenssoziologischen Perspektive, wobei sie insbesondere die Verwendung von Sprache in den Medien untersucht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse diskursiver Machtstrukturen, der Verwendung von Metaphern und Symbolen in den Medien sowie dem Bild von Israel in der deutschen Berichterstattung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, durch Anwendung der Diskursanalyse nach Schwab-Trapp zu überprüfen, ob die in einer Studie des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) festgestellte einseitige und teilweise problematische Berichterstattung über Israel auch auf aktuellen Online-Angeboten wie tagesschau.de zu finden ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Verwendet wird die wissenssoziologische Diskursanalyse, ergänzt durch Ansätze zur Erforschung von Kollektivsymbolik und politischer Metaphorik nach Jürgen Link und Petraskaite-Pabst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Anwendung der theoretischen Parameter auf konkrete Fallbeispiele aus den Dossiers von tagesschau.de und stellt diese den Ergebnissen der DISS-Studie gegenüber.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wesentliche Begriffe sind Diskursanalyse, Kollektivsymbolik, Politische Metaphern, Nahostkonflikt und Medienethik.

Warum spielt die Rolle der ARD eine wichtige Rolle in der Untersuchung?

Die Arbeit untersucht die ARD als öffentlich-rechtlichen Sender, der aufgrund seines Rundfunkauftrags eine besondere Verpflichtung zu Vielfalt und Objektivität hat, was im Kontrast zu den untersuchten kritischen Befunden der DISS-Studie steht.

Welche Bedeutung hat das "Zwischenfazit" in der Arbeit?

Das Zwischenfazit dient dazu, die theoretischen Erkenntnisse aus der Diskursanalyse zu bündeln, um eine fundierte Basis für den nachfolgenden Vergleich der Dossiers zu schaffen.

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Details

Title
Vergleichende wissenssoziologische Diskursanalyse am Beispiel der Dossiers „Israel“ und „Nahostkonflikt“ auf „tagesschau.de“
Subtitle
Ein Vergleich mit der „Nahost-Berichterstattung zur Zweiten Intifada in deutschen Printmedien unter besonderer Berücksichtigung des Israel-Bildes“ (DISS)
College
University of Heidelberg  (Germanistisches Institut)
Course
Hauptseminar
Grade
1.3
Author
Alice Temberski (Author)
Publication Year
2008
Pages
33
Catalog Number
V124787
ISBN (eBook)
9783640298853
ISBN (Book)
9783640303922
Language
German
Tags
Vergleichende Diskursanalyse Beispiel Dossiers Vergleich Zweiten Intifada Printmedien Berücksichtigung Israel-Bildes“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alice Temberski (Author), 2008, Vergleichende wissenssoziologische Diskursanalyse am Beispiel der Dossiers „Israel“ und „Nahostkonflikt“ auf „tagesschau.de“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124787
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