Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Public Relations, Advertising, Marketing, Social Media

Hass im Netz. Die Rolle der Social-Media-Unternehmen

Title: Hass im Netz. Die Rolle der Social-Media-Unternehmen

Seminar Paper , 2022 , 25 Pages , Grade: 14,0

Autor:in: Janis Geier (Author)

Communications - Public Relations, Advertising, Marketing, Social Media
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll auf ebenso spannende wie heikle wirtschaftsethische, moralische und rechtliche Fragestellungen eingegangen werden. Nahezu jeder nutzt täglich bekannte Social-Media-Plattformen, mit dem gegenwärtigen Hass im Netz beschäftigen wir uns (gerade deshalb?) in der Regel kaum. Wie wirkt sich Hass im Netz auf unsere Gesellschaft aus, welche Rolle spielen dabei Social-Media-Unternehmen, welchen Stellenwert räumen wir diesen in unserer Gesellschaft ein und wo sind rechtliche und ethische Grenzen? Liegt die Gefahr für uns und unsere Demokratie im Hass oder gar in den Plattformen selbst?

Zu Beginn der Arbeit wird ein Überblick über Social-Media-Unternehmen und deren Angebote gegeben, woraufhin eine Einführung in die Thematik der Hasskriminalität folgt. Vor dem abschließenden Fazit werden in dem umfangreichsten Teil der Arbeit konkrete Maßnahmen zur Vermeidung von Hasskriminalität ausführlich erläutert und zur Diskussion gestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Hass im Netz: Eine Gefahr für uns und unsere Demokratie

2 Social-Media-Unternehmen und -Angebote

2.1 Begriffserklärung und Arten

2.2 Geschäftsmodell

3 Hasskriminalität

3.1 Begriffserklärung

3.2 Historische Entwicklung

4 Maßnahmen zur Vermeidung von Hasskriminalität: Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken

4.1 Entwicklung, Novellierung und Anwendungsbereich

4.2 Wirkmechanismen

4.3 Grenzen und ethische Beurteilung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle von Social-Media-Unternehmen bei der Verbreitung und Bekämpfung von Hass im Netz, analysiert das Geschäftsmodell dieser Plattformen und bewertet die gesetzlichen Maßnahmen, insbesondere das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG), hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit.

  • Wirtschaftliche Anreizstrukturen von Social-Media-Plattformen
  • Definition und historische Entwicklung der Hasskriminalität
  • Anwendungsbereich und Wirkungsweise des NetzDG
  • Rechtliche und ethische Grenzen der Regulierungsmaßnahmen
  • Empirische Analyse des Nutzungsverhaltens bezüglich Hass im Internet

Auszug aus dem Buch

3.1 Begriffserklärung

Politisch motivierte Straftaten werden im Allgemeinen als Hasskriminalität definiert, sofern bei entsprechender Würdigung der Tatumstände und/oder des Tatmotivs des Täters Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass diese unter anderem wegen ihrer Nationalität, ihrer Volkszugehörigkeit, ihrer Hautfarbe, ihres äußeren Erscheinungsbildes oder wegen ihres gesellschaftlichen Status gegen eine Person gerichtet sind (Bundesregierung, 2015, S. 17).

Hetze, Hass und Diskriminierung auf Plattformen von Social-Media-Unternehmen, häufig auch Hate Speech genannt, schließen nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung (2017) zunächst sowohl strafbare als auch nicht strafbare Äußerungen, also Äußerungen, die in Abwägung zu der in Art. 5 Grundgesetz (GG) festgeschriebenen Meinungsfreiheit lediglich in ihrer subjektiven Auffassung als pejorative Äußerungen zu werten sind, ein. Auf das Grundrecht der Meinungsfreiheit kann sich der Einzelne jedoch nicht uneingeschränkt berufen. Vielmehr kann eine Einschränkung von Grundrechten durch eine Rechtsgüterabwägung gerechtfertigt und sogar erforderlich werden, wenn durch die Ausübung des eigenen Rechtsanspruchs in die Grundrechte Anderer eingegriffen oder die Meinungsäußerung durch andere Gesetze als rechtswidrig eingestuft wird. Beleidigungen sind daher beispielsweise nicht durch das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gedeckt (Puneßen, 2016, S. 2).

Strafbare Ausprägungen digitaler Hasskriminalität, im korrekten Fachterminus Hasskriminalität i. V. m. dem Tatmittel Internet aus dem Lagebild Auswertung politisch motivierte Straftaten (LAPOS) können demnach für Phänomene randgruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Volksverhetzung und andere Straftaten im Internet als Oberbegriff verwendet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Hass im Netz: Eine Gefahr für uns und unsere Demokratie: Dieses Kapitel motiviert die Themenwahl und umreißt die Relevanz des Hasses in sozialen Netzwerken sowie dessen potenzielle Gefahr für die gesellschaftliche Ordnung.

2 Social-Media-Unternehmen und -Angebote: Hier werden die begrifflichen Grundlagen gelegt und das ökonomische Geschäftsmodell der Plattformbetreiber basierend auf personalisierter Werbung beschrieben.

3 Hasskriminalität: Dieses Kapitel definiert Hasskriminalität aus rechtlicher Sicht und beleuchtet die quantitative Zunahme von Hassdelikten im Internet anhand statistischer Daten des KPMD.

4 Maßnahmen zur Vermeidung von Hasskriminalität: Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken: Der Hauptteil analysiert detailliert das NetzDG, dessen Novellierungen, die Pflichten der Plattformbetreiber sowie die Mechanismen zur Beschwerdebearbeitung.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert das Spannungsfeld zwischen unternehmerischer Freiheit und staatlicher Regulierung und mahnt zur aktiven Auseinandersetzung mit Hass im Netz.

Schlüsselwörter

Hass im Netz, Social-Media-Unternehmen, Hate Speech, NetzDG, Hasskriminalität, Meinungsfreiheit, Rechtsdurchsetzung, Plattformökonomie, Internetregulierung, digitale Vernetzung, Diskriminierung, Volksverhetzung, Nutzerdaten, Transparenzbericht, Rechtsgüterabwägung

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Seminararbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen des Hasses im Internet und der speziellen Verantwortung sowie der rechtlichen Regulierung von Social-Media-Unternehmen in diesem Kontext.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Die Arbeit umfasst die wirtschaftlichen Grundlagen von Social-Media-Plattformen, die rechtliche Einordnung von Hate Speech sowie die Analyse staatlicher Regulierungsversuche durch Gesetze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Stellenwert von Social-Media-Unternehmen in unserer Gesellschaft zu beleuchten und zu klären, wie rechtliche und ethische Grenzen bei der Bekämpfung von Hasskriminalität gesetzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Der Autor führt eine Literaturanalyse durch und kombiniert diese mit einer eigenen empirischen Umfrage, um Erkenntnisse über das individuelle Nutzungsverhalten und das Erleben von Hass im Internet zu gewinnen.

Welche Inhalte stehen im Zentrum des Hauptteils?

Der Fokus liegt auf dem Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken (NetzDG), dessen Wirkmechanismen, Meldeverfahren und die damit verbundenen Pflichten für Plattformbetreiber.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Hass im Netz, NetzDG, Hate Speech, Plattformregulierung, Social-Media-Unternehmen und Meinungsfreiheit sind die zentralen Begriffe.

Welche Rolle spielt das Geschäftsmodell der Plattformen bei der Hassproblematik?

Die Arbeit verdeutlicht, dass das auf personalisierter Werbung und Nutzerprofilen basierende Geschäftsmodell der Unternehmen einen ökonomischen Rahmen schafft, der die Auseinandersetzung mit problematischen Inhalten beeinflusst.

Was ist das zentrale Ergebnis der durchgeführten Umfrage?

Die Umfrage zeigt unter anderem, dass ein Großteil der Befragten bereits Hass im Netz erlebt hat, was die Relevanz und Dringlichkeit der untersuchten Regulierungsmaßnahmen unterstreicht.

Excerpt out of 25 pages  - scroll top

Details

Title
Hass im Netz. Die Rolle der Social-Media-Unternehmen
Grade
14,0
Author
Janis Geier (Author)
Publication Year
2022
Pages
25
Catalog Number
V1247887
ISBN (PDF)
9783346683229
ISBN (Book)
9783346683236
Language
German
Tags
Wirtschaftsethik Recht NetzDG Netzwerkrecht Hass im Netz Hatespeech Netzwerkdurchsetzungsgesetz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janis Geier (Author), 2022, Hass im Netz. Die Rolle der Social-Media-Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1247887
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  25  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint