Eine Konfigurationsplanung ist ein Planungsprozess, der die Konformität des
Produktionsablaufs sowie die funktionalen und physikalischen Attribute des
Produktes sicherstellt. Ziel der KP ist es, eine optimale Anpassung der Produktion
auf das zu produzierende Produkt zu richten. Zur Herstellung von Produkten ist die
Menge und/oder Art der Produktion von Bedeutung. Die Fließfertigung kommt
beispielsweise bei der Massenfertigung zur Anwendung. Im Folgenden wird auf die
unterschiedlichen Produktionsarten der Konfigurationsplanung eingegangen. Hierbei
wird hauptsächlich die Fließfertigung in betracht gezogen.
[...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Arten von Produktionssystemen
2.1 Fließproduktionssystemen
2.1.1 Formen der Fließproduktion
2.1.2 Analyse von Fließproduktionssystemen mit stochastischen Bearbeitungszeiten
2.1.3 Notwendigkeit der Leistungsanalyse
2.2 Werkstattproduktionssystem
2.3 Zentrenproduktionssystem
3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Werkstätten und Produktionsinseln
4 Nachteile der Einführung von Zentrenproduktionssystemen
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der Konfigurationsplanung in der industriellen Produktion, um eine optimale Abstimmung zwischen Produktionsablauf und Produkt zu gewährleisten und dabei die verschiedenen Organisationstypen der Fertigung zu analysieren.
- Grundlagen der Konfigurationsplanung
- Charakterisierung von Fließ- und Werkstattproduktionssystemen
- Analyse stochastischer Bearbeitungszeiten in Produktionssystemen
- Methoden zur Leistungsanalyse und Optimierung
- Gegenüberstellung von Produktionskonzepten hinsichtlich Vor- und Nachteilen
Auszug aus dem Buch
2.1 Fließproduktionssystemen
Das Fließband (oder die Fließbandfertigung, Reihenfertigung) ist eine Fertigungsablaufart, die in der industriellen Fertigung von Massenprodukten angewendet wird. Bei der Fließfertigung wird die Aufstellung der Betriebsmittel nach dem Produktionsablauf organisiert. Der Produktionsprozess wird in einzelne Arbeitsschritte gegliedert und die Maschinen und Arbeitsplätze werden so angeordnet, wie es die technologische Abfolge der Arbeitsgänge für die Produktion erfordert (also in der Reihenfolge der Arbeitsschritte). Die Arbeitsgänge sind zeitlich vorbestimmt. Der Arbeitende muss den vorgeschriebenen „Takt“ einhalten. Die einzelnen Produkte durchlaufen die Fertigung dabei möglichst ohne Unterbrechung und mit möglichst wenigen Zwischentransporten. Die Planung erfolgt also nach dem Produkt- oder Objektprinzip.
Durch Förderbänder erfolgt bei der Fließfertigung der Materialtransport zwischen den einzelnen Produktionsstellen. Einzelne Arbeitsschritte werden dabei meist auf wenige Handgriffe verringert (ein Arbeitsschritt ist eine permanente Wiederholung einer genau bestimmten Handgrifffolge). Die ausführenden Arbeitsgänge und der Transport zwischen den Produktionsstellen erfolgen in festem zeitlichem Rhythmus.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Definiert den Begriff der Konfigurationsplanung als Prozess zur Sicherstellung der Konformität von Produktionsabläufen und skizziert den Fokus auf die Fließfertigung.
2 Arten von Produktionssystemen: Erläutert die verschiedenen Organisationstypen in Industrieunternehmen und deren Einordnung als Produktionssegmente.
2.1 Fließproduktionssystemen: Beschreibt das Prinzip der Fließbandfertigung als fertigungsablauforientierte Organisation für Massenprodukte.
2.1.1 Formen der Fließproduktion: Differenziert zwischen Einprodukt- und Mehrproduktfließproduktion sowie verschiedenen Ausgestaltungen der zeitlichen Bindung.
2.1.2 Analyse von Fließproduktionssystemen mit stochastischen Bearbeitungszeiten: Diskutiert die Notwendigkeit stochastischer Modelle bei manuellen Arbeitsausführungen oder Anlagenstörungen.
2.1.3 Notwendigkeit der Leistungsanalyse: Stellt analytische Modelle und die Warteschlangentheorie zur Bestimmung von Leistungskenngrößen vor.
2.2 Werkstattproduktionssystem: Beschreibt die verfahrensspezialisierte Fertigung, bei der gleichartige Betriebsmittel räumlich zusammengefasst werden.
2.3 Zentrenproduktionssystem: Stellt die räumliche Zusammenfassung von Arbeitssystemen zur Realisierung des Objektprinzips bei hoher Variantenvielfalt vor.
3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Werkstätten und Produktionsinseln: Liefert eine vergleichende Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile verschiedener Fertigungssysteme.
4 Nachteile der Einführung von Zentrenproduktionssystemen: Analysiert die Herausforderungen an die Flexibilität bei der Nutzung der Warteschlangentheorie für komplexe Produktionszentren.
4 Fazit: Reflektiert die Notwendigkeit einer produkt- und mengenspezifischen Auswahl der optimalen Fertigungsart.
Schlüsselwörter
Konfigurationsplanung, Fließfertigung, Werkstattfertigung, Produktionssysteme, Leistungsanalyse, Warteschlangentheorie, Taktzeit, Produktionssegment, Objektprinzip, Fertigung, Automatisierung, Stochastik, Kapazitätsplanung, Massenproduktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Konfigurationsplanung in der industriellen Produktion und analysiert verschiedene Produktionssysteme sowie deren Eignung für unterschiedliche Fertigungsanforderungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Fließfertigung, die Werkstattfertigung, das Zentrenproduktionssystem sowie die methodische Leistungsanalyse von Produktionssegmenten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Planungsprozess der Konfiguration zu erläutern und zu verdeutlichen, wie die optimale Produktionsart in Abhängigkeit von Produktmenge und -art gewählt wird.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zu produktionswirtschaftlichen Grundlagen und bezieht sich auf analytische Modelle der Warteschlangentheorie zur Leistungsbewertung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Produktionssysteme, die Detaillierung der Fließbandfertigung inkl. Leistungsanalyse sowie den Vergleich der Vor- und Nachteile verschiedener Fertigungsorganisationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Konfigurationsplanung, Fließfertigung, Produktionssegmentierung, Taktzeit und stochastische Bearbeitungszeiten.
Welche Rolle spielt die Taktzeit bei der Fließfertigung?
Die Taktzeit ist die zeitliche Vorgabe für die einzelnen Bearbeitungsstationen, um einen reibungslosen und synchronisierten Materialfluss zu gewährleisten.
Warum ist eine stochastische Betrachtungsweise in manchen Produktionssystemen notwendig?
Sie ist notwendig, wenn Bearbeitungszeiten zufälligen Schwankungen unterliegen, beispielsweise durch manuelle Tätigkeiten oder ungeplante Störungen wie Maschinenausfälle.
Worin liegt der Hauptunterschied zwischen Werkstattfertigung und Fließfertigung?
Die Werkstattfertigung folgt dem Verrichtungsprinzip (Maschinen nach Funktion gruppiert), während die Fließfertigung dem Objekt- bzw. Ablaufprinzip folgt (Maschinen nach dem Produktionsablauf angeordnet).
Was sind die Herausforderungen bei Zentrenproduktionssystemen?
Die größte Herausforderung ist die Anforderung an eine hohe Flexibilität der Arbeitssysteme, da diese eine breitere Palette an Erzeugnissen innerhalb eines Zentrums bearbeiten müssen.
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- Zeynep Varlioglu (Author), 2008, Produktion und Logistik - Konfigurationsplanung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124807