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Die medikamentöse Verwendung von Sativex bei Spastik aufgrund von Multipler Sklerose

Title: Die medikamentöse Verwendung von Sativex bei Spastik aufgrund von Multipler Sklerose

Academic Paper , 2022 , 17 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Stefan Tihi (Author)

Economy - Health Economics
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Diese Arbeit soll sich mit dem Beschluss zu der Arzneimittelzulassung von Sativex, einem auf Cannabis basierenden Medikament, und mit ihren Vorgaben auseinandersetzen. Sie soll außerdem die gesundheitsökonomischen Gesichtspunkte erörtern und aufzeigen, ob die Entscheidung des G-BA aus gesellschaftlichen und GKV1 Augen effizient ist. Das Ziel der Arbeit ist, zu überprüfen, ob die Bewertung durch den G-BA für die restriktive Zulassung des Arzneimittels Sativex für Patient*innen mit mittelschwerer bis schwerer Spastik aufgrund von Multipler Sklerose gerechtfertigt ist und nicht nur aus der Sicht der GKV effizienter wäre.

Die Frage in dem Fall scheint auch eine hohe Relevanz für die Gesamtbevölkerung zu sein, da Personen mit Multipler Sklerose in Deutschland in vielen Fällen trotz Behandlung erhebliche Funktionseinschränkungen entwickeln und die Erkrankung mit hohen, steigenden Kosten verbunden ist. Die Annahme wäre, dass eine nicht so streng regulierte medikamentöse Behandlung und Therapie mit Sativex die Lebensqualität der Patient*innen mit MS verbessern und die Gesundheitsökonomie, als auch die Volkswirtschaft entlasten könnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Multiple Sklerose verstehen

3 Therapieformen bei MS

3.1 Verwendung von Medikamenten und die Nebenwirkungen

3.2 Cannabinoide in der Medizin

3.3 Sativex®

4 Staatlicher Einfluss auf therapeutische Entscheidungen

4.1 Die Rolle des G-BA

4.2 Nutzenbewertungsverfahren zu Sativex®

5 Kritische Betrachtung & Diskussion

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht gesundheitsökonomische Aspekte sowie die regulatorischen Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) bezüglich der Zulassung und Bewertung des Medikaments Sativex® für Patienten mit Multipler Sklerose. Ziel der Analyse ist es zu erörtern, ob die restriktive Entscheidung des G-BA zur Kostenübernahme aus gesellschaftlicher Perspektive sowie im Hinblick auf die Lebensqualität der betroffenen Patienten gerechtfertigt ist.

  • Gesundheitsökonomische Bewertung der MS-Therapie
  • Regulierungsprozesse durch den G-BA (AMNOG-Verfahren)
  • Klinische Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Cannabinoiden
  • Nutzen-Kosten-Verhältnis von Sativex® im Vergleich zu Standardtherapien
  • Implikationen für die Lebensqualität von MS-Patienten

Auszug aus dem Buch

3.3 Sativex®

Sativex® ist das erste auf Cannabis basierende Medikament, das in Deutschland am 01. Juli 2011 zugelassen wurde. Das Medikament kann zur Behandlung von MS-bedingter Spastik verschrieben werden, wenn eine Person andere symptomatische Behandlungen unzureichend angesprochen hat oder deren Nebenwirkungen als unerträglich empfunden. Sativex® kann zusätzlich zu den aktuellen Antispastik-Medikamenten verwendet werden und wird oral als Spray eingenommen (Fessler, 2011, S. 32).

Vor kurzem demonstrierten mehrere kontrollierte Studien einen signifikanten Effekt der Cannabinoide enthaltenen Medikamentes Sativex® auf die MS-bedingte Spastik. Seit der Zulassung wurden in jüngerer Zeit eine Reihe von Studien veröffentlicht, die reale Daten analysieren (Novotna et al., 2011, S. 2 f.). Eine Studie, als Beispiel, sammelte reale Daten aus 30 MS-Zentren in Italien und umfasste 1.597 Menschen mit MS, die eine Behandlung mit Sativex® gegen Spastik begonnen hatten. Der Schwerpunkt der Studie lag darauf, zu untersuchen, wie viele Menschen die Einnahme von Sativex® beendet haben und warum. Die Forscher fanden heraus, dass etwa 4 von zehn Personen die Behandlung abbrachen, entweder weil sie nicht wirksam war (2,3 von 10) oder wegen Nebenwirkungen (1,6 von 10). Die häufigsten Nebenwirkungen waren kognitive und psychiatrische Wirkungen – einschließlich Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen sowie Panikattacken, Halluzinationen und Depressionen (Messina et al., 2017, S. 3 f.).

Häufige Nebenwirkungen sind Schwindel, Benommenheit, Verstopfung oder Durchfall, Müdigkeit, Gedächtnis- oder Konzentrationsprobleme sowie ein trockener Mund oder ein veränderter Geschmackssinn. Diese Nebenwirkungen treten eher zu Beginn der Behandlung auf und klingen normalerweise innerhalb weniger Tage ab (Fessler, 2011, S. 32). Die Metaanalyse zeigt jedoch, dass das Arzneimittel bei vielen MS Patient*innen gut verträglich ist und Spastik und die Symptome reduzieren kann (Wade et al., 2010).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung und die gesundheitsökonomische Relevanz der G-BA-Beschlüsse zur Medikamentenzulassung bei der Multiplen Sklerose.

2 Multiple Sklerose verstehen: Erläutert das Krankheitsbild der Multiplen Sklerose und deren Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen.

3 Therapieformen bei MS: Bietet einen Überblick über aktuelle medizinische Behandlungsansätze bei MS, einschließlich des Einsatzes von Cannabinoiden und Sativex®.

4 Staatlicher Einfluss auf therapeutische Entscheidungen: Analysiert das AMNOG-Verfahren und die spezifischen Bewertungskriterien des G-BA für neue Arzneimittel.

5 Kritische Betrachtung & Diskussion: Diskutiert die konträren Ergebnisse in der Nutzenbewertung und die gesellschaftliche Bedeutung einer verbesserten Symptomtherapie.

6 Fazit: Führt die Ergebnisse zusammen und bewertet die ökonomische sowie medizinische Notwendigkeit einer weniger restriktiven Verschreibungspraxis.

Schlüsselwörter

Multiple Sklerose, MS, Spastik, Sativex®, Cannabinoide, G-BA, AMNOG, Nutzenbewertung, Gesundheitsökonomie, Krankheitskosten, Lebensqualität, Arzneimitteltherapie, Patientenversorgung, Symptomverbesserung, Versorgungsentscheidungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die gesundheitsökonomischen Rahmenbedingungen und die Nutzenbewertung des Medikaments Sativex® durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die MS-Erkrankung, aktuelle Therapieoptionen, die Rolle staatlicher Regulierungsinstanzen sowie die ökonomische Bewertung von Cannabinoiden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu hinterfragen, ob die restriktive Zulassung von Sativex® durch den G-BA für Patienten mit Spastik klinisch und gesellschaftlich vertretbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse und eine gesundheitsökonomische Argumentationsarbeit, die sich auf klinische Studien und offizielle Beschlussvorlagen stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die medizinischen Grundlagen der MS, die regulatorischen Hürden des AMNOG-Verfahrens und die spezifische Nutzenbewertung von Sativex®.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die prägenden Begriffe sind Sativex®, Multiple Sklerose, G-BA, Nutzenbewertung, Lebensqualität und gesundheitsökonomische Kosten-Nutzen-Analyse.

Warum ist die Entscheidung des G-BA bei Sativex® umstritten?

Die Entscheidung ist umstritten, da sie von vielen Ärzten als zu restriktiv empfunden wird und der belegte positive Effekt auf die Lebensqualität der Patienten in der Bewertung nicht ausreichend gewürdigt wird.

Welche Nebenwirkungen treten bei der Einnahme von Sativex® auf?

Häufige Nebenwirkungen sind Schwindel, Müdigkeit, Mundtrockenheit sowie teilweise kognitive Beeinträchtigungen, die jedoch meist zu Behandlungsbeginn auftreten.

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Details

Title
Die medikamentöse Verwendung von Sativex bei Spastik aufgrund von Multipler Sklerose
College
Fresenius University of Applied Sciences Idstein
Grade
1.0
Author
Stefan Tihi (Author)
Publication Year
2022
Pages
17
Catalog Number
V1248141
ISBN (PDF)
9783346684080
ISBN (Book)
9783346684097
Language
German
Tags
verwendung sativex spastik multipler sklerose
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Tihi (Author), 2022, Die medikamentöse Verwendung von Sativex bei Spastik aufgrund von Multipler Sklerose, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1248141
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