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Erziehung. Geschichte, Funktion, Bedeutung und Ziele

Title: Erziehung. Geschichte, Funktion, Bedeutung und Ziele

Essay , 2003 , 12 Pages , Grade: ohne Benotung

Autor:in: Jana Szabo (Author)

Pedagogy - General
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Ich möchte in meinem Essay nicht der Frage nachgehen, was Erziehung ist? Diese Frage kann in diesem Rahmen unter keinen Umständen ausreichend beantwortet werden. Vielmehr möchte ich versuchen einen Überblick über die Erziehung von gestern bis heute zu geben. Was wurde unter Erziehung früher verstanden, wie hat sie sich im Laufe der Zeit verändert und welche Rolle spielt Erziehung heute in der Gesellschaft?

Erziehung allgemein

Zuerst will einen kurzen Überblick über gängige Definitionen der Erziehung geben. In allgemeinen Lexika heißt es zur Erziehung: „planvolle Tätigkeit zur Formung junger Menschen, die mit all ihren Anlagen und Kräften zu vollentwickelten, verantwortungsbewussten und charakterfesten Persönlichkeiten im Sinn der geltenden Persönlichkeitsideale gebildet werden sollen. Zur Erziehung gehören außer Wissensvermittlung und Ausbildung von Fertigkeiten (Hauptaufgaben des Unterrichts) auch Willensbildung, Charakterbildung, Gewissensbildung sowie die Entwicklung der Fähigkeit, sich selbst zu sehen und zu beurteilen. Die wichtigsten Institutionen der Erziehung sind das Elternhaus und die Schule, daneben Kirche und Jugendorganisationen.“ (Bertelsmann Lexikon, 1996, S. 241) In der Soziologie wird Erziehung als Unterbegriff von Sozialisation gesehen. Sie bezeichnet „alle Vorgänge, bei denen bewusst ein Handeln mit dem Ziel in Gang gesetzt wird, die Persönlichkeitsentwicklung zu beeinflussen, d. h. bestimmte Verhaltensdispositionen zu entwickeln oder vorhandene zu verändern“ (Schäfers 2003, S. 320)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erziehung allgemein

3. Erziehung von gestern bis heute

4. Arten der Erziehung

5. Erziehung als Sozialisation

6. Erziehung als Pädagogischer Akt

7. Hauptfunktionen der Erziehung

8. Bedeutung der Erziehung

9. Erziehungsziele

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen soziologisch orientierten Überblick über das Konzept der Erziehung, ihre historische Entwicklung sowie ihre heutige gesellschaftliche Relevanz und Funktion als Teil des Sozialisationsprozesses.

  • Definition und soziologische Einordnung von Erziehung
  • Historischer Wandel der Erziehungspraktiken
  • Unterschiedliche Erziehungsstile und Ansätze
  • Erziehung als bewusster Pädagogischer Akt im Vergleich zu Sozialisation
  • Gesellschaftliche Bedeutung und aktuelle Erziehungsziele

Auszug aus dem Buch

Erziehung von gestern bis heute

Schon in den Anfängen der Menschheitsgeschichte ließ sich etwas von Erziehung erkennen. Kinder wurden meist durch religiöse Bräuche in die Welt der Erwachsenen eingeführt.

In der Antike wandelte sich die Erziehung zur zielgerichteten Vermittlung von Verhaltensweisen und Wissen. Aber nur Kinder aus reichem Elternhaus hatten das Glück in Philosophie, Staatswesen und Wissenschaft unterrichtet zu werden. Dies geschah meist durch einen Privatlehrer.

Mit Beginn des Mittelalters wurden nur Kinder des Adels unterrichtet. Der älteste Sohn wurde direkt am Hof unterrichtet, seine jüngeren Brüder wurden im Kloster erzogen. Mädchen genossen keine so aufwändige Bildung, da für sie vor allem vorgesehen war, sich so jung und reich wie möglich zu verheiraten. Bauern waren von der allgemeinen Bildung ganz ausgeschlossen. Für sie war es nicht notwendig, da sie sich mit ihrer Arbeit (das Feld bestellen) auskannten und die Kinder dies lernten während sie ihren Eltern auf dem Feld halfen.

Mitte des 15. Jahrhunderts erreichte die Erziehung der Kinder einen neuen Status. Zum ersten Mal wurde in diesem Zusammenhang von einer allgemeinen Bildung gesprochen. Die ersten Schulen, die unter staatlicher Aufsicht standen, wurden und zur wichtigsten Bildungsstätte erhoben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik ein und skizziert den Überblick über den Wandel und die Rolle von Erziehung in der Gesellschaft.

2. Erziehung allgemein: Es werden gängige Definitionen sowie die soziologische Sichtweise auf Erziehung als Teilbereich der Sozialisation dargelegt.

3. Erziehung von gestern bis heute: Dieses Kapitel beschreibt den historischen Wandel der Erziehung von der Antike über das Mittelalter bis zur Moderne.

4. Arten der Erziehung: Verschiedene Erziehungsformen wie religiöse, autoritäre und antiautoritäre Erziehung werden vorgestellt und erläutert.

5. Erziehung als Sozialisation: Es wird die Abgrenzung und Verknüpfung von Sozialisation und der bewusst gesteuerten Erziehung im gesellschaftlichen Kontext thematisiert.

6. Erziehung als Pädagogischer Akt: Das Modell des pädagogischen Dreiecks wird genutzt, um das Verhältnis zwischen Erzieher, Zögling und Wissensvermittlung zu erklären.

7. Hauptfunktionen der Erziehung: Basierend auf pädagogischen Theorien werden vier zentrale Funktionen wie Naturalisation und Sozialisation definiert.

8. Bedeutung der Erziehung: Die anthropologische Notwendigkeit von Erziehung aufgrund der Instinktreduziertheit des Menschen wird analysiert.

9. Erziehungsziele: Abschließend werden zentrale Ziele wie die Befähigung zu selbstständigem und mündigem Handeln zusammengefasst.

Schlüsselwörter

Erziehung, Sozialisation, Pädagogik, Bildungsgeschichte, Wissensvermittlung, Instinktreduziertheit, Pädagogischer Akt, Mündigkeit, Reformpädagogik, Gesellschaft, Werte, Normen, Personalisation, Lernprozess, Schulpflicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem soziologischen und pädagogischen Verständnis von Erziehung, deren historischem Wandel und der Bedeutung für den Einzelnen in der heutigen Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Definition von Erziehung, historische Erziehungspraktiken, die Unterscheidung zwischen Erziehung und Sozialisation sowie die Analyse der Hauptfunktionen von Erziehung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über das Verständnis von Erziehung im Zeitverlauf zu geben und zu klären, welche Rolle Erziehung heute im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer und pädagogischer Standardwerke und Lexika.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, die Vorstellung unterschiedlicher Erziehungsarten, das Konzept des pädagogischen Akts sowie die Erläuterung der Bedeutung der Erziehung für das instinktreduzierte Wesen Mensch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialisation, Pädagogischer Akt, Instinktreduziertheit, Mündigkeit, Bildungsgeschichte und Personalisation.

Wie unterscheidet sich Erziehung von bloßer Sozialisation laut dem Text?

Während Sozialisation ein vorwiegend ungeplanter Prozess des Hineinwachsens in eine Gesellschaft ist, wird Erziehung als bewusst gesteuerte gesellschaftliche Reaktion definiert, um gezielt Fähigkeiten und Normen zu vermitteln.

Welche Rolle spielt die "Instinktreduziertheit" für die Notwendigkeit von Erziehung?

Da der Mensch laut Text nicht über ausreichend angeborene Triebe verfügt, um in der Natur zu überleben, ist er auf Erziehung und das Erlernen von Kultur angewiesen, um seinen Verstand zur Lebensbewältigung einzusetzen.

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Details

Title
Erziehung. Geschichte, Funktion, Bedeutung und Ziele
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Soziologie)
Grade
ohne Benotung
Author
Jana Szabo (Author)
Publication Year
2003
Pages
12
Catalog Number
V12482
ISBN (eBook)
9783638183543
Language
German
Tags
Erziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jana Szabo (Author), 2003, Erziehung. Geschichte, Funktion, Bedeutung und Ziele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12482
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