Die Bielefelder Laborschule ist eine staatliche Versuchsschule des Landes Nordrhein-Westfalen, mit dem höchsten Ziel der Fachoberschulreife. Sie wurde, zusammen mit dem benachbarten Oberstufen-Kolleg, 1974 nach den Vorstellungen und unter der Leitung des Pädagogen Hartmut von Hentig gegründet, mit dem Auftrag, pädagogische und soziale Probleme zu erforschen.
Durch ihre Veröffentlichungen ist sie „Curriculumwerkstatt“ für andere Schulen. Es sollen neue pädagogische Inhalte, Organisationsformen, Lernverfahren und Lernvorgänge entwickelt und erprobt werden...
Inhaltsverzeichnis
1. Die Laborschule Bielefeld
1.1 Die Vorstellung der Laborschule Bielefeld
1.2. Die pädagogischen Leitlinien der Laborschule Bielefeld
2. Die Absolventenstudie
2.1.Der Aufbau der Absolventenstudie
2.2. Die Fragestellungen an die Absolventenstudien
2.3 Beantwortung der Fragen im Vergleich der Absolventenstudien von 1988 und 1988 – 1998
3. Meine Meinung
3.1. Meine Meinung zur Grundidee von Hartmut von Hentig
3.2. Was kann mir die Auswertung der Fragestellungen aufzeigen?
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit des pädagogischen Konzepts der Laborschule Bielefeld, indem sie Absolventenstudien analysiert und die Anschlussfähigkeit ehemaliger Schüler an weiterführende Schulen oder Ausbildungen bewertet.
- Pädagogische Grundprinzipien von Hartmut von Hentig
- Struktur und Zielsetzung der Laborschul-Absolventenstudien
- Vergleich der Absolventenbefragungen von 1988 bis 1998
- Kompetenzentwicklung (fachlich vs. sozial) aus Absolventensicht
- Herausforderungen beim Übergang in das Regelschulsystem
Auszug aus dem Buch
3.2. Was kann mir die Auswertung der Fragestellungen aufzeigen?
Mir zeigt diese Auswertung, dass die Schüler einige fachliche Defizite aufweisen, jedoch in dem Überfachlichem und Sozialem gut auf das Leben vorbereitet wurden. Was jedoch bemängelt wurde, ist die Arbeitsorientierung und die Disziplin. Ich denke, hier sollte die Schule stärker an ihrem pädagogischen Konzept arbeiten, da dies ein wichtiger Aspekt im späteren Berufsleben und Privatleben ist, und nicht nur um auf den weiterführenden Schulen zu bestehen.
Dazu gehört auch, dass vermittelt werden sollte, das nicht jedes Wissen nur über Erkenntnis und Verständnis erreicht werden kann, sondern durch systematisches Lernen gesichert, vervollständigt und gefestigt wird. Daher glaube ich, resultieren die Defizite im Vokabular von Fremdsprachen und mathematisch- naturwissenschaftlichen Fächern. Vokabeln erschließen sich dem Lernenden nicht durch Erkenntnis, sondern durch stetiges, kontrolliertes auswendig lernen. Hier lernt der Schüler die systematische Erarbeitung, Arbeitsordnung und Disziplin. Durch die Arbeitsordnung und Disziplin kann der Schüler auch leichter Defizite im fachlichen wieder aufholen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Laborschule Bielefeld: Vorstellung der staatlichen Versuchsschule in Bielefeld sowie Erläuterung der zugrundeliegenden pädagogischen und didaktischen Prinzipien nach Hartmut von Hentig.
1.1 Die Vorstellung der Laborschule Bielefeld: Historischer Hintergrund, Gründungsauftrag und die Kooperation mit der Universität Bielefeld zur Erforschung pädagogischer Innovationen.
1.2. Die pädagogischen Leitlinien der Laborschule Bielefeld: Darstellung des Konzepts der Schule als Lebens- und Erfahrungsraum, der Individualisierung und der Vermeidung von äußerer Leistungsdifferenzierung.
2. Die Absolventenstudie: Einführung in die Absolventenbefragungen, die ab den 1980er Jahren zur Überprüfung der schulpädagogischen Wirksamkeit durchgeführt wurden.
2.1.Der Aufbau der Absolventenstudie: Beschreibung der Methodik der Befragungszyklen und des Fokus auf retrospektive Sichtweisen der ehemaligen Schüler.
2.2. Die Fragestellungen an die Absolventenstudien: Definition der Leitfragen hinsichtlich Lernumgebung, fachlicher Kompetenzen, Konkurrenzfähigkeit und beruflicher Zukunftsgestaltung.
2.3 Beantwortung der Fragen im Vergleich der Absolventenstudien von 1988 und 1988 – 1998: Zusammenfassung der Ergebnisse zu den zentralen Fragestellungen und Diskussion der Entwicklung über den zehnjährigen Zeitraum.
3. Meine Meinung: Subjektive Reflexion der Autorin über die Grundidee der Laborschule und kritische Einordnung der Ergebnisse.
3.1. Meine Meinung zur Grundidee von Hartmut von Hentig: Persönliche Bewertung der Reformpädagogik vor dem Hintergrund moderner gesellschaftlicher Anforderungen und Leistungsdruck.
3.2. Was kann mir die Auswertung der Fragestellungen aufzeigen?: Kritische Schlussbetrachtung zur fachlichen Anschlussfähigkeit und dem Bedürfnis nach Disziplin und systematischem Lernen im Schulkonzept.
Schlüsselwörter
Laborschule Bielefeld, Hartmut von Hentig, Absolventenstudie, Reformpädagogik, soziale Kompetenz, Anschlussfähigkeit, fachliche Defizite, Schulpädagogik, Lebensraum, Lernumgebung, Berufsausbildung, Leistungskontrolle, Arbeitsorientierung, Disziplin, Schulerfahrung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die Wirksamkeit der Laborschule Bielefeld anhand von Absolventenbefragungen aus den Jahren 1988 bis 1998 und beleuchtet deren Erfolg bei der Vorbereitung der Schüler auf das spätere Berufs- und Schulleben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen das pädagogische Konzept nach Hartmut von Hentig, die soziale und fachliche Kompetenzentwicklung der Laborschüler sowie die Herausforderungen beim Übergang in weiterführende Institutionen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, zu prüfen, ob das unkonventionelle Lernmodell der Laborschule den Schülern eine erfolgreiche Anschlussfähigkeit an das sogenannte "Normalsystem" ermöglicht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse und eine vergleichende Auswertung existierender Absolventenstudien, um Stärken und Schwächen des Schulkonzepts zu identifizieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Auswertung der Absolventenstudien zu fünf zentralen Fragestellungen, die von der allgemeinen Zufriedenheit bis hin zur fachlichen Konkurrenzfähigkeit reichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Reformpädagogik, soziale Kompetenz, Anschlussfähigkeit, Laborschule Bielefeld und die Auseinandersetzung mit fachlichen Defiziten bei gleichzeitigem Gewinn an Selbstvertrauen.
Wie bewerten die Absolventen ihre fachlichen Fähigkeiten?
Absolventen zeigten sich in Fächern wie Mathematik und Englisch tendenziell unsicherer als ihre Mitschüler, empfanden sich jedoch in sozialen Kompetenzen und im Fach Deutsch als überlegen.
Warum wird das Fehlen schriftlicher Leistungskontrollen kritisch gesehen?
Die Autorin argumentiert, dass das Fehlen von Klausuren und Tests während der Schulzeit die Schüler unvorbereitet auf die standardisierten Prüfungsmethoden weiterführender Schulen treffen lässt.
Welche Rolle spielt die soziale Kompetenz bei der Bewertung?
Die sehr ausgeprägten sozialen Fähigkeiten gelten als wesentliches Merkmal der Laborschüler, die ihnen hilft, trotz fachlicher Wissenslücken im Berufs- und Schulalltag zu bestehen.
Wie steht die Autorin zum pädagogischen Konzept?
Die Autorin bewertet die Grundidee von Hentigs als gesellschaftlich extrem wichtig und richtig, plädiert jedoch für eine stärkere Ergänzung durch systematische Lernmethoden und Disziplinarbeit, um das Konzept zukunftsfest zu machen.
- Quote paper
- Anna Overhage (Author), 2008, Die Absolventenstudie im Vergleich und die daraus resultierenden Ergebnisse für die Laborschule Bielefeld, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124845