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Die Auseinandersetzung Luthers mit Rom über die Kirche

Anhand der Schriften Martin Luthers: "Von den Conciliis und Kirchen" (1539) und "Wider Hans Worst" (1541)

Title: Die Auseinandersetzung Luthers mit Rom über die Kirche

Intermediate Diploma Thesis , 2008 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tobias Jachmann (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Nachdem ich mir zuerst einen kurzen Überblick über die Aufgabenstellung anhand
der Textgrundlagen „Von den Conziliis und Kirchen“ (1539) und „Wider Hans
Worst“ (1541) verschafft hatte, schien es mir am sinnvollsten, die
Auseinandersetzung Luthers mit Rom über die Kirche in erster Linie anhand der
von ihm dargestellten Kennzeichen der Kirche (notae ecclesiae) darzustellen.
Vorab versuche ich, eine kurze Einleitung in das Thema „Kirche“ anhand
etymologischer Gesichtspunkte zu geben. Im Weiteren gehe ich dann zunächst
bündig auf das kirchenhistorische Umfeld ein, welches zum Verständnis der
jeweiligen Schrift beiträgt. Die einzelnen notae betrachte ich erst einmal
schriftimmanent, um sie dann vergleichend gegenüber zu stellen. Anzumerken sei
hier, dass ich mich in Hinsicht auf „Wider Hans Worst“ nicht einzig auf die von
Luther dargestellten notae beschränke. Er will zeigen, „das[s] [die Papstkirche]
[...] die newe falsche kirche“2 ist und nennt zwölf Punkte, mit deren Hilfe er dies
beweist. Diese Punkte sind für die Darstellung des Verhältnisses zwischen Luther
und Rom in Hinsicht auf die Kirche in der Zeit um 1540 unablässig. Der Versuch,
die von Luther genannten notae ecclesiae etwas genauer zu beleuchten, scheint
mir wichtig, da es die Ausgangsbasis für die Betrachtung des römisch-katholischen
Kirchenbildes jener Zeit im Vergleich mit Luthers programmatischer Antithetik
zum Kirchenbild der Papstkirche ist.3 Auch sollen diese meine Grundlage für die
Erörterung über die Auseinandersetzung Luthers mit Rom über die Kirche
darstellen. Anschließend will ich einzelne Punkte, welche sich bis dahin als
wichtige in Hinsicht auf die Aufgabenstellung herausgebildet haben, herausgreifen
und daran erörtern, welche Punkte Luther an der Papstkirche kritisiert. Beide
Quellschriften sind der Weimarer Ausgabe entnommen. Bei der Schrift „Wider
Hans Worst“ beziehe ich mich fortwährend auf den Abdruck der Handschrift.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Der Begriff „Kirche“ etymologisch betrachtet

II. Luthers Kirchenbegriff

1. „Von den Conciliis und Kirchen” (1539)

1.1 Kirchenhistorische Einordnung der Schrift „Von den Conciliis und Kirchen”

Exkurs 1: „Von den Conciliis und Kirchen“

1.2 Aufbau der Schrift

1.3 Begriff „Kirche“

2. „Wider Hans Worst” (1541)

2.1 Kirchenhistorische Einordnung der Schrift „Wider Hans Worst“

Exkurs 2: „Wider Hans Worst“

2.2 „[W]elchs die rechte Kirche sey?”

3. Grundlegende Unterschiede in beiden Werken anhand der notae

3.1 Gegenüberstellung der jeweiligen notae ecclesiae

3.2 Erklärungen

III. Luthers Streit mit der Papstkirche um das Jahr 1540

IV. Schlussbemerkungen

V. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Auseinandersetzung Martin Luthers mit der römisch-katholischen Kirche über das rechte Kirchenverständnis. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie Luther die „wahre Kirche“ anhand von biblisch begründeten Kennzeichen (notae ecclesiae) von der aus seiner Sicht „neuen, falschen“ Papstkirche abgrenzt und welche Rolle dabei seine Polemik in den Schriften „Von den Conciliis und Kirchen“ sowie „Wider Hans Worst“ spielt.

  • Analyse des lutherischen Kirchenbegriffs anhand von notae ecclesiae.
  • Kirchenhistorische Einordnung der Streitschriften Luthers aus den Jahren 1539 und 1541.
  • Vergleichende Gegenüberstellung der Kriterien für die „wahre Kirche“ in den untersuchten Werken.
  • Kritik Luthers an der Papstkirche bezüglich Autorität, Bibeltreue und Sakramentsverständnis.

Auszug aus dem Buch

2. „Wider Hans Worst” (1541)

Luthers Schrift „Wider Hans Worst” ging ein längerer Schriftenwechsel Herzog Heinrichs von Braunschweig-Wolfenbüttel, der besser unter seinem Spottnamen „Heinz von Wolfenbüttel“ bekannt ist, mit dem Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen voraus. Die Ursache dieses Streitschriftenwechsels trug sich im Frühjahr 1538 zu: ebendann wollten sich die Mitglieder des Schmalkaldischen Bundes in Braunschweig treffen, doch Heinrich verwehrte dem Kurfürsten von Sachsen die freie Reise entlang seines Besitzes.

In dieser Korrespondenz wird deutlich, wie groß die Unterschiede in der Lebens- und Politikführung der beiden waren. In der unter dem Titel „Duplica wider des Kurfürsten von Sachsen andern Abdruck“ erschienenen Flugschrift behauptete der Herzog von Braunschweig, dass Luther den Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen als „Hans Worst” bezeichnete. Luthers polemische Schrift „Wider Hans Worst”, welche sich in größerem Umfang gegen die Papstkirche richtet, ist als eine Antwort auf die vierte Streitschrift des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel zu verstehen. Nachdem Luther erklärt, dass es ihm nicht bewusst sei, dass er „jemals eine Person insonderheit gemeinet hette“, wendet er konsequent den Titel „Hans Worst“ auf Heinrich an. Daraus resultieren der Titel der Schrift und die Gegebenheit, dass Heinrich Luther den Beinamen „Hans Worst“ verdankt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung erläutert die methodische Herangehensweise an das Thema und die Konzentration auf die von Luther definierten Kennzeichen der Kirche.

II. Luthers Kirchenbegriff: Dieses Kapitel analysiert die Schriften „Von den Conciliis und Kirchen“ und „Wider Hans Worst“ im historischen Kontext und beschreibt deren Struktur sowie die Bedeutung der dort aufgeführten Kirchenmerkmale.

III. Luthers Streit mit der Papstkirche um das Jahr 1540: Hier wird Luthers Ekklesiologie im Kontext des gewandelten historischen Umfelds und seines spezifischen Angriffs auf das Papsttum betrachtet.

IV. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, insbesondere den Vorrang des Wortes und die Bedeutung der notae ecclesiae in Luthers Denken.

V. Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet die verwendeten Quellen, Hilfsmittel und die wissenschaftliche Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

Martin Luther, Kirche, Papstkirche, notae ecclesiae, Kirchenbegriff, Reformation, Von den Conciliis und Kirchen, Wider Hans Worst, Kirchenmerkmale, Wort Gottes, Taufe, Abendmahl, Ekklesiologie, Dogmatik, Apologetik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Martin Luther in seinen Schriften von 1539 und 1541 das Verhältnis zur römisch-katholischen Kirche bestimmte und wie er die „wahre Kirche“ theologisch begründete.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung der lutherischen Lehre zur Papstkirche, die Bedeutung des Wortes Gottes als primäres Kirchenmerkmal sowie die historische Einordnung der Konzilsthematik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Luthers Argumentation in Bezug auf die „wahren Kennzeichen der Kirche“ (notae ecclesiae) herauszuarbeiten und zu zeigen, wie er damit das römische Kirchenverständnis kritisierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische und kirchenhistorische Analyse, die auf der Auswertung der Weimarer Ausgabe von Luthers Schriften und einschlägiger Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Luthers Schriften „Von den Conciliis und Kirchen“ sowie „Wider Hans Worst“ und einen detaillierten Vergleich der dort aufgeführten Kennzeichen der Kirche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Luthers Ekklesiologie, die notae ecclesiae, die Auseinandersetzung mit Rom (Papstkritik) und der zentrale Begriff des Wortes Gottes.

Wie unterscheidet sich Luthers Kirchenbild von dem der Papstkirche?

Luther entwickelt das Kirchenbild vom „Volk Gottes“ aus, während er der Papstkirche vorwirft, die Kirche von der „Spitze“ (dem Papst) her zu definieren und damit eine falsche, menschlich geprägte Institution zu sein.

Warum führt Luther in „Wider Hans Worst“ elf Merkmale an, statt sieben wie in der früheren Schrift?

Die zusätzlichen Merkmale in der späteren Schrift dienen dazu, die Abgrenzung zur Papstkirche zu vertiefen und das tägliche christliche Leben, wie das Verhalten zur Obrigkeit oder den Verzicht auf Rache, stärker einzubeziehen.

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Details

Title
Die Auseinandersetzung Luthers mit Rom über die Kirche
Subtitle
Anhand der Schriften Martin Luthers: "Von den Conciliis und Kirchen" (1539) und "Wider Hans Worst" (1541)
College
Humboldt-University of Berlin  (Theologische Fakultät)
Course
Proseminar: Was ist Kirche?
Grade
1,7
Author
Tobias Jachmann (Author)
Publication Year
2008
Pages
24
Catalog Number
V124882
ISBN (eBook)
9783640299416
ISBN (Book)
9783640304356
Language
German
Tags
Auseinandersetzung Luthers Kirche Proseminar Kirche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Jachmann (Author), 2008, Die Auseinandersetzung Luthers mit Rom über die Kirche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124882
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