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SchülerInnen leiten eine Station

Konzeption, Durchführung und Auswertung eines Projektes in der Pflege

Title: SchülerInnen leiten eine Station

Diploma Thesis , 2007 , 124 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Pflegepädagogin Marion Kosak (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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In der theoretischen Ausbildung zum/zur Gesundheits- und KrankenpflegerIn werden zu erarbeitende Sach-, Sinn- und Problemzusammenhänge überwiegend sprachlich dargeboten und vermittelt. Diese Gegebenheit führt meist dazu, dass der bereits existierende Theorie-Praxisgraben an Tiefe zunimmt. Werden Unterrichtsinhalte sinnlich ganzheitlich, das heißt mit Kopf, Herz und Händen und allen Sinnen vermittelt (vgl. Jank/Meyer 2002, S. 155), wird es einfacher, einen hohen Anteil an Selbstständigkeit und Aktivität für die SchülerInnen zu sichern und somit theoretische Inhalte in die Praxis zu transferieren.
Der Gesetzgeber hat ebenfalls erkannt, dass die alleinige Vermittlung von Fachwissen in der heutigen Zeit für die Ausbildung nicht mehr ausreichend ist. Aus diesem Grund wurde in dem neuen Krankenpflegegesetz, welches 2004 in Kraft getreten ist, festgelegt, zu welchen Kompetenzen die SchülerInnen befähigt werden sollen, damit sie die Zielvorgaben der Ausbildung erfüllen können und daraus resultierend als handlungskompetente Pflegekräfte in das Berufsleben ´entlassen` werden. Für den Erwerb dieser Kompetenzen und die Erfüllung der Ausbildungsziele ist es von erheblicher Wichtigkeit, dass die SchülerInnen die Möglichkeit erhalten, ihr theoretisch erlerntes Wissen in der Pflegepraxis anzuwenden und zu verinnerlichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Das Projekt „SchülerInnen leiten eine Station“ vor dem Hintergrund aktueller Ausbildungsziele

1.1 Handlungskompetenz als übergreifendes Ziel beruflicher Bildung

1.2 Neue Anforderungen durch die Vorgaben des Krankenpflegegesetzes

1.3 Kompetenzen in der Pflege

1.4 Die Schulstation als neue Lernform vor dem Hintergrund aktueller Ausbildungsziele

2 Bestandsaufnahme bereits durchgeführter Projekte zum Thema „SchülerInnen leiten eine Station“

2.1 Lernwerkstadt „Schulstation“ – ein Projekt der Krankenpflegeschule des Universitätsklinikums Benjamin Franklin in Berlin

2.2 Projekt „Schulstation“ der Evangelischen Krankenpflegeschule am Krankenhaus des Evangelischen Diakoniewerkes Königin Elisabeth in Berlin Lichtenberg

2.3 Projekt „Stationsübernahme“ der Krankenpflegeschule am Klinikum Salzgitter

2.4 Projekt der Krankenpflegeschule des Kreiskrankenhauses Frankenberg in Hessen

2.5 Zusammenfassung: Impulse für ein neues Projekt „SchülerInnen leiten eine Station“

3 Das Projekt „SchülerInnen leiten eine Station“

3.1 Projektplanung

3.1.1 Zielsetzung

3.1.2 Inhaltliche Planung

3.1.3 Organisatorische Planung

3.2 Konkrete Projektvorbereitung

3.3 Durchführung des Projektes

4 Auswertung des Projektes „SchülerInnen leiten eine Station“

4.1 Evaluation des Projektes

4.1.1 Art der Evaluation

4.1.2 Evaluationsfragen

4.1.3 Methodisches Vorgehen

4.2 Ergebnisse der durchgeführten Befragung

4.2.1 Zufriedenheit mit dem Projekt

4.2.2 Belastung während des Projektes

4.2.3 Team- und Kooperationsfähigkeit der SchülerInnen

4.2.4 Organisationsfähigkeit der SchülerInnen

4.2.5 Pflegequalität

4.2.6 Lernerfolg der SchülerInnen

4.2.7 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Effizienz und den Nutzen des Projekts „SchülerInnen leiten eine Station“ für die pflegerische Ausbildung zu beurteilen, um dieses Lernformat als festen Bestandteil in die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege zu etablieren. Die Forschungsfrage untersucht dabei, ob die Lernenden durch die projektbasierte Übernahme einer Station die notwendigen Kompetenzen erwerben können, um den Anforderungen einer handlungskompetenten Pflegekraft im Berufsalltag gerecht zu werden.

  • Analyse aktueller Ausbildungsziele und gesetzlicher Anforderungen in der Krankenpflegeausbildung.
  • Untersuchung bereits durchgeführter Schulstationsprojekte als Grundlage für das eigene Konzept.
  • Detaillierte Planung, Vorbereitung und Durchführung des Projekts unter Berücksichtigung von Handlungsorientierung.
  • Evaluation des Lernerfolgs und der Projektauswirkungen mittels quantitativer Befragungen aller Beteiligten.

Auszug aus dem Buch

1.1 Handlungskompetenz als übergreifendes Ziel beruflicher Bildung

Multimorbidität, ein Anstieg chronischer Erkrankungen, ein erhöhtes Bestreben der Integration der Angehörigen in die Pflege, innovative Technologien, fortwährend neue Erkenntnisse aus Pflegewissenschaft und Forschung, intensivste Bemühungen um eine individuelle, ressourcenorientierte Pflege und eine „erhöhte Anforderung an Begleitung, Beratung und Unterstützung der Pflegebedürftigen“ (Sieger 2005, S. 4) nehmen einen erheblichen Einfluss auf den Berufsalltag von Pflegenden und fordern diese im zunehmenden Maße (vgl. Geppert 2005, S. 26).

Jeder Mensch benötigt Kompetenzen und Fähigkeiten um den Anforderungen des Alltags gerecht werden und handlungsfähig sein zu können. GEPPERT beschreibt darüber hinaus, dass Kompetenz voraussetzt, „[…] dass die Person Fähigkeiten und Fertigkeiten mitbringt, um auf jede bekannte und unbekannte Situation adäquat und professionell reagieren und die damit verbundenen Probleme eigenständig und eigenverantwortlich lösen zu können“ (2005, S. 27).

Der Handlungskompetenz kommt im Zusammenhang mit der Ausbildung von professionell Pflegenden eine besondere Bedeutung zu. Sie ist die Voraussetzung für berufliches Handeln und befähigt einen Menschen, die zunehmende Komplexität seiner beruflichen Umwelt zu begreifen und durch ziel- und selbstbewusstes, reflektiertes und verantwortliches Handeln zu gestalten (vgl. Geppert 2005, S. 28f.). Die Kultusministerkonferenz definiert die Handlungskompetenz „[…] als die Bereitschaft und Fähigkeit des Einzelnen, sich in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten. Handlungskompetenz entfaltet sich in den Dimensionen von Fachkompetenz, Personalkompetenz und Sozialkompetenz“ (KMK 2000, S. 9). Weiterhin definiert die KMK, dass „eine ausgewogene Fach-, Personal-, Sozialkompetenz […] die Vorraussetzung für Methoden- und Lernkompetenz (ist)“ (ebd.).

Auch der Gesetzgeber hat erkannt, dass in der Pflegeausbildung die alleinige Vermittlung von Fachwissen nicht mehr ausreicht und dass nicht erwartet werden kann, dass jeder Auszubildende sämtliche, für die Ausübung des Berufes erforderlichen, Kompetenzen automatisch mitbringt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit motiviert die Bedeutung handlungsorientierter Lernformen in der Pflegeausbildung zur Schließung des Theorie-Praxis-Grabens.

1 Das Projekt „SchülerInnen leiten eine Station“ vor dem Hintergrund aktueller Ausbildungsziele: Es werden die theoretischen Grundlagen der Handlungskompetenz und die gesetzlichen Vorgaben des neuen Krankenpflegegesetzes erläutert.

2 Bestandsaufnahme bereits durchgeführter Projekte zum Thema „SchülerInnen leiten eine Station“: Dieser Teil gibt einen Überblick über erfolgreiche Pilotprojekte anderer Krankenpflegeschulen und leitet daraus Kriterien für das eigene Vorhaben ab.

3 Das Projekt „SchülerInnen leiten eine Station“: Das Kapitel beschreibt konkret die Planung, Vorbereitung und Durchführung des Projekts an der Krankenpflegeschule der Kliniken Herzberg und Osterode GmbH.

4 Auswertung des Projektes „SchülerInnen leiten eine Station“: Hier erfolgt die summative Evaluation mittels strukturierter Fragebögen, deren Ergebnisse quantitativ analysiert und interpretiert werden.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Effizienz des Projekts und gibt Empfehlungen für zukünftige Durchführungen.

Schlüsselwörter

Pflegeausbildung, Schulstation, Handlungskompetenz, Krankenpflegegesetz, Projektmanagement, Praxisanleitung, Evaluation, Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Personalkompetenz, Methodenkompetenz, handlungsorientierter Unterricht, Qualitätsmanagement, Pflegestandards, Reflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption, praktischen Umsetzung und wissenschaftlichen Auswertung eines Projekts, bei dem Auszubildende in der Pflege für zwei Wochen eigenverantwortlich eine Station im Krankenhaus leiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die moderne Pflegepädagogik, die praktische Umsetzung von Handlungskompetenz, die organisatorische Planung von Schulstationen sowie deren summative Evaluation durch Fragebögen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Überprüfung der Effizienz des Projekts „SchülerInnen leiten eine Station“. Es soll geklärt werden, ob dieses Format Auszubildende optimal auf die Anforderungen des Berufsalltags und die praktische Prüfung vorbereitet.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine summative Evaluationsforschung im Sinne einer Vollerhebung durchgeführt. Dabei kamen strukturierte, auf Likert-Skalen basierende Fragebögen für SchülerInnen, Patienten und Projektbegleiter zum Einsatz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme existierender Projekte, die detaillierte Planung und Vorbereitung des Herzberger Projekts, die praktische Durchführung sowie die umfangreiche statistische Auswertung der Befragungsdaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Handlungskompetenz, Schulstation, Pflegestandards und Evaluation der pflegerischen Ausbildungsqualität.

Wie wurde die Rolle der Lehrenden während der Projektdurchführung definiert?

Die Lehrkräfte nahmen die Rolle der sogenannten Lernbegleiter ein. Sie unterstützten die Auszubildenden bei Bedarf, griffen aber nicht direkt in die pflegerischen Abläufe ein, um die Eigenverantwortlichkeit der SchülerInnen zu wahren.

Welche Rolle spielt die Gruppenpflege in diesem Projekt?

Die Gruppenpflege wurde als Strukturmodell eingeführt, um den Auszubildenden überschaubare Arbeitsbereiche (Gruppen von 8-10 Patienten) zuzuweisen, was die ganzheitliche Planung und Pflege ermöglichte.

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Details

Title
SchülerInnen leiten eine Station
Subtitle
Konzeption, Durchführung und Auswertung eines Projektes in der Pflege
College
University of Applied Sciences Hanover
Grade
1,3
Author
Diplom-Pflegepädagogin Marion Kosak (Author)
Publication Year
2007
Pages
124
Catalog Number
V124920
ISBN (eBook)
9783640299522
ISBN (Book)
9783640304431
Language
German
Tags
Station Pflege Schulstation Schlüsselqualifikation Evaluation Anleitung Krankenpflegeschüler Handlungskompetenz Schüler Krankenpflege Didaktik Schülerstation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Pflegepädagogin Marion Kosak (Author), 2007, SchülerInnen leiten eine Station, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/124920
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