Diese Arbeit befasst sich mit folgender Frage: Wie kann man Eltern mit nichtdeutscher Muttersprache bezüglich Schulentwicklung bestmöglich beraten, begleiten und bei Fragen zur Seite stehen?
Während meines Studiums hatte ich bisher leider nur wenig Erfahrung mit Eltern sammeln können, bis ich an einer Volksschule anfing zu arbeiten und viel Praxiserfahrung sammeln konnte. Von September 2021 bis jetzt arbeite ich als Fremdsprachenlehrerin in einer Volksschule in Wels. In dieser Zeit konnte ich in der Volksschule viel Erfahrung sammeln. Meine Arbeitskolleginnen teilten mir mit, dass aufgrund von Corona alle Elterngespräche online stattfinden mussten. Leider bekam ich zu dieser Zeit über das Thema Elternarbeit sehr wenig als Begleitlehrerin mit. Ich schätze, dass aufgrund von sprachlichen Barrieren die Gespräche nicht immer leicht verlaufen worden sind. Nichtsdestotrotz bin ich der Überzeugung, dass die meisten Eltern engagiert und bemüht sind.
Inhaltsverzeichnis
1. INTERKULTURELLE ELTERNARBEIT – WARUM HABE ICH MICH FÜR DIESES THEMA ENTSCHIEDEN?
2. GRUNDLAGEN DER ELTERNARBEIT
2.1. ELTERNARBEIT
2.2. ZIELE UND ERFOLGSKRITERIEN DER ELTERNARBEIT
2.3. AUFGABENFELDER DER ERZIEHUNGS- UND BILDUNGSPARTNERSCHAFT
3. INTERKULTURELLE ELTERNARBEIT
3.1. ERWARTUNGEN VON ELTERN AN DIE SCHULE
3.2. HANDLUNGSANSÄTZE
3.2.1. KONTAKTHINDERNISSE ABSCHAFFEN
3.2.2. AUF ELTERN ZUGEHEN
3.2.3. NACHDRUCK UND ERNSTHAFTIGKEIT
3.2.4. FAMILIE
3.2.5. EINBEZIEHUNG DER KINDER
3.2.6. LÖSUNGSORIENTIERTE ELTERNARBEIT
3.2.7. POSITIVE EINSTELLUNG DER LEHRPERSON
3.3. GELINGENSFAKTOREN FÜR EINE ERFOLGREICHE ZUSAMMENARBEIT
4. DURCHFÜHRUNG EINER KLEINEN FELDFORSCHUNGSSTUDIE MIT PRAXISBEZUG. DABEI WIRD DIE FORSCHUNGSMETHODE „INTERVIEW“ VERWENDET
4.1. INTERVIEW MIT DER SCHULDIREKTORIN DER VS11 LICHTENEGG
5. ABSCHLUSSREFLEXION
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Lehrkräfte eine tragfähige Erziehungspartnerschaft mit Eltern nichtdeutscher Muttersprache aufbauen können, um diese bestmöglich im schulischen Kontext zu beraten und zu begleiten. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf gelingende Kommunikationsstrategien und die Überwindung von sprachlichen sowie kulturellen Barrieren im Rahmen der Schulentwicklung.
- Grundlagen und Definitionen der modernen Elternarbeit
- Interkulturelle Herausforderungen und Handlungsansätze in der Schule
- Gelingensfaktoren für eine erfolgreiche Zusammenarbeit
- Praxisbezogene Evaluation durch Experteninterviews
- Reflexion der Rolle der Lehrkraft bei der Inklusion von Eltern
Auszug aus dem Buch
3.2.1. Kontakthindernisse abschaffen:
Einige Eltern, die einen Migrationshintergrund haben, sind schwer erreichbare Eltern. Sie vermeiden oftmals den Kontakt zur Schule. Diese Nichterreichen der Eltern wird sehr oft auf den Migrationshintergrund geschoben, dies ist jedoch sinnlos. Es sind zumeist sehr unterschiedliche Gründe, die den Kontakt mit der Schule schwer machen. Einige Gründe können beispielsweise folgende sein:
o Die Eltern haben schlechte Erfahrungen mit der Schule,
o Es herrschen technisch-praktische Kontakthindernisse wie Zeitmangel, Job, weitere zu betreuende Geschwisterkinder oder keine Fahrmöglichkeit.
o Die Eltern spüren einen Widerstand der Kinder gegen eine enge Zusammenarbeit mit der Schule.
o Die Eltern haben Desinteresse an der Schule und der Zukunft bzw. Bildung ihrer Kinder.
o Die Eltern haben das Gefühl, dass sie nicht willkommen sind und die Schule nicht wirklich an Kontakten interessiert ist (Harris & Goodall, 2007 zit. n. Sacher, 2016, S. 13).
Zusammenfassung der Kapitel
1. INTERKULTURELLE ELTERNARBEIT – WARUM HABE ICH MICH FÜR DIESES THEMA ENTSCHIEDEN?: Die Autorin legt ihre persönliche Motivation dar, die aus ihrer Tätigkeit als Förderlehrerin und ihrer eigenen Biografie mit Migrationshintergrund resultiert.
2. GRUNDLAGEN DER ELTERNARBEIT: Dieses Kapitel definiert Elternarbeit als essenziellen Bestandteil pädagogischer Arbeit und beleuchtet Ziele sowie die Bedeutung für den schulischen Erfolg.
3. INTERKULTURELLE ELTERNARBEIT: Hier werden spezifische Herausforderungen bei Eltern mit nichtdeutscher Muttersprache analysiert und konkrete Handlungsstrategien sowie Gelingensfaktoren für die Praxis vorgestellt.
4. DURCHFÜHRUNG EINER KLEINEN FELDFORSCHUNGSSTUDIE MIT PRAXISBEZUG. DABEI WIRD DIE FORSCHUNGSMETHODE „INTERVIEW“ VERWENDET: In einer praktischen Untersuchung wird durch ein Interview mit einer Schuldirektorin beleuchtet, wie interkulturelle Elternarbeit konkret in einer Volksschule umgesetzt wird.
5. ABSCHLUSSREFLEXION: Die Arbeit schließt mit einer persönlichen Reflexion der Autorin, die ihre Erkenntnisse zusammenfasst und eigene Ansätze für ihre zukünftige Lehrpraxis formuliert.
Schlüsselwörter
Interkulturelle Elternarbeit, Schulentwicklung, Bildungspartnerschaft, Migrationshintergrund, Erziehungspartnerschaft, Sprachbarrieren, Lehrkraft, Kommunikation, Inklusion, Gelingensfaktoren, Schulalltag, Elternbeteiligung, Diversity, Pädagogik, Schulkultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, Eltern mit nichtdeutscher Muttersprache in den Prozess der schulischen Bildung besser einzubinden und eine konstruktive Kommunikationsbasis zu schaffen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Neben den theoretischen Grundlagen der Elternarbeit stehen interkulturelle Kompetenzen, die Identifikation von Kontakthindernissen und die praktische Umsetzung von Erziehungspartnerschaften im Zentrum.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Die Autorin geht der Frage nach, wie Lehrkräfte Eltern mit nichtdeutscher Muttersprache bezüglich der Schulentwicklung bestmöglich beraten, begleiten und unterstützen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse wird eine qualitative kleine Feldforschungsstudie in Form eines Experteninterviews mit einer Schulleiterin durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte der Elternarbeit, spezifische Handlungsansätze für interkulturelle Kontexte und die Auswertung praktischer Erfahrungen aus dem Schulalltag.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen interkulturelle Elternarbeit, Bildungspartnerschaft, Ressourcenorientierung und die Überwindung von sprachlichen Barrieren im schulischen Umfeld.
Wie geht die Autorin mit dem Problem der "schwer erreichbaren Eltern" um?
Sie betont, dass viele vermeintliche Kontakthindernisse auf organisatorischen oder sprachlichen Barrieren basieren, und schlägt Strategien wie aufsuchende Elternarbeit und den Einsatz von Kulturmittlern vor.
Welche Rolle spielt die Selbstreflexion für die Lehrperson?
Die Selbstreflexion wird als essenzielle Voraussetzung dargestellt, um die eigene Haltung, Vorurteile und Weltanschauung kritisch zu hinterfragen und eine wertschätzende Dialogleistung zu erbringen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Interkulturelle Elternarbeit in der Schulentwicklung. Beratung und Unterstützung von Eltern nichtdeutscher Muttersprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1249851