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Die „Gretchentragödie“ und Wagners "Kindermörderin"

Ein Vergleich

Title: Die „Gretchentragödie“ und Wagners "Kindermörderin"

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 23 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Norman Riedel (Author)

German Studies - Comparative Literature
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Kindsmorddrama „Die Kindermörderin“ von Heinrich Leopold Wagner und der „Gretchentragödie“ von Johann Wolfgang von Goethe.
Im ersten Teil der Arbeit wird ein Überblick über die realen Hintergründe des Kindsmords im 18. Jahrhundert gegeben und auf den Kindsmord als literarisches Motiv eingegangen.
Danach wird Wagners „Kindermörderin“ vorgestellt und die wichtigsten Aspekte herausgearbeitet sowie auf die zweite Fassung des Stücks „Evchen Humbrecht oder ihr Mütter merkts Euch!“ und die Gründe der Umarbeitung eingegangen.
Im vierten Punkt kommt es dann zum Vergleich der beiden Dramen, in dem der Schwerpunkt auf die unterschiedlichen Intentionen der Autoren gelegt ist.
Schließlich wird im letzten Punkt auf den Vorwurf Goethes, Wagner hätte sich des Plagiats schuldig gemacht, näher eingegangen und eine eigene Stellungnahme dazu gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung.

2. Der Kindsmord als soziales Phänomen und die literarische Umsetzung des Motivs.

2.1 Der Kindsmord im 18. Jahrhundert.

2.2 Kindsmord als literarisches Motiv des Sturm- und Drang.

3. Wagner: „Die Kindermörderin“.

3.1 Die erste Fassung 1776.

3.2 Die zweite Fassung: „Evchen Humbrecht oder ihr Mütter merkts Euch!“ 1779.

4. Vergleich: „Die Kindermörderin“ und „Gretchentragödie“.

5. Zusammenfassung.

6. Der Plagiatsvorwurf Goethes.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Kindsmorddrama „Die Kindermörderin“ von Heinrich Leopold Wagner im direkten Vergleich mit Johann Wolfgang von Goethes „Gretchentragödie“. Ziel ist es, die unterschiedlichen Intentionen der Autoren sowie die literarische Gestaltung des Motivs des Kindsmords im 18. Jahrhundert kritisch zu analysieren und den historischen Plagiatsvorwurf Goethes gegenüber Wagner anhand inhaltlicher Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu bewerten.

  • Historische Hintergründe des Kindsmords im 18. Jahrhundert
  • Struktureller Vergleich der Handlungsverläufe beider Dramen
  • Analyse der Autorenintentionen und sozialkritischen Aspekte
  • Untersuchung der Motive (Schlafmittel, Wahnsinn, Ohnmacht)
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Plagiatsvorwurf

Auszug aus dem Buch

Die Kindermörderin

[...] Mein armes bischen Verstand hat, glaub ich, vollends den Herzstoß bekommen! – (das Kind schreyt wieder.) Singst du? singst? singst unseren Schwanengesang? – sing, Gröningseckchen! sing! – Gröningseck! so hieß ja dein Vater; (nimmts vom Bett wieder auf und liebkosts.) – Ein böser Vater! der dir und mir nichts seyn will, gar nichts! und mirs doch so oft schwur, uns alles zu seyn! – ha! im Bordell so gar es schwur! – (zum Kind) Schreyst? schreyst immer? laß mich schreyn, ich bin die Hure, die Muttermörderinn; du bist noch nichts! - ein kleiner Bastert, sonst gar nichts; - (mit verbißner Wuth.) – sollst auch nie werden, was ich bin, nie ausstehn, was ich ausstehn muß – (nimmt eine Stecknadel, und drückt sie dem Kind in Schlaf, das Kind schreyt ärger, es gleichsam zu überschreyn singt sie erst sehr laut, hernach immer schwächer.) [...].

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung.: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung der Arbeit, die sich mit dem Kindsmorddrama von Wagner und Goethes „Gretchentragödie“ befasst.

2. Der Kindsmord als soziales Phänomen und die literarische Umsetzung des Motivs.: Analyse der realen gesellschaftlichen Bedingungen für den Kindsmord im 18. Jahrhundert und dessen Rolle als literarisches Motiv in der Sturm- und Drang-Periode.

3. Wagner: „Die Kindermörderin“.: Detaillierte Betrachtung der beiden Fassungen (1776 und 1779) des Dramas von Wagner und der Hintergründe ihrer Entstehung und Umarbeitung.

4. Vergleich: „Die Kindermörderin“ und „Gretchentragödie“.: Gegenüberstellung beider Werke unter Berücksichtigung von Handlung, Motivation, zeitlicher Struktur und sprachlicher Gestaltung.

5. Zusammenfassung.: Resümee über die Gemeinsamkeiten der Stoffwahl und die fundamental unterschiedlichen Intentionen der Autoren.

6. Der Plagiatsvorwurf Goethes.: Kritische Prüfung der Beschuldigung Goethes, Wagner habe den Faust-Stoff plagiiert, im Kontext der Forschungsgeschichte.

Schlüsselwörter

Kindsmord, Sturm und Drang, Wagner, Goethe, Gretchentragödie, Sozialkritik, literarisches Motiv, 18. Jahrhundert, Plagiat, Offizierskodex, bürgerliches Trauerspiel, Wahnsinn, Verführung, Literaturgeschichte, Straßburg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Kindsmordmotiv in der Literatur des 18. Jahrhunderts anhand der Dramen von Wagner und Goethe.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Themenfelder umfassen die soziale Lage von Frauen im 18. Jahrhundert, die literarische Gestaltung des Kindsmords sowie die ethischen Fragen zur Autorenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist der Vergleich der unterschiedlichen Intentionen von Wagner und Goethe sowie eine kritische Stellungnahme zum Plagiatsvorwurf gegen Wagner.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es wird eine vergleichende Literaturanalyse durchgeführt, die primär auf Quellentexten und fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Analyse der historischen Hintergründe, der detaillierten Vorstellung von Wagners Werk und einem strukturorientierten Vergleich zu Goethes „Faust“.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit besonders?

Die zentralen Schlagworte sind Kindsmord, Sturm und Drang, Sozialkritik, Bürgerliches Trauerspiel und Plagiatsdebatte.

Warum war die Veröffentlichung von Wagners Stück so umstritten?

Das Werk galt aufgrund der ungeschönten Darstellung von Prostitution und Kindstötung als unanständig und verstieß gegen damalige ästhetische Normen.

Worin liegt der Hauptunterschied in der Darstellung der Tat zwischen Wagner und Goethe?

Wagner stellt den Vorgang naturalistisch und explizit dar, während Goethe das Grässliche der Tat durch Andeutungen und eine stärkere Fokussierung auf das innere Empfinden der Heldin poetisiert.

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Details

Title
Die „Gretchentragödie“ und Wagners "Kindermörderin"
Subtitle
Ein Vergleich
College
University of Marburg
Grade
1,8
Author
Norman Riedel (Author)
Publication Year
2009
Pages
23
Catalog Number
V125004
ISBN (eBook)
9783640299881
ISBN (Book)
9783640304745
Language
German
Tags
Wagners Kindermörderin Goethe Gretchentragödie Faust
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Norman Riedel (Author), 2009, Die „Gretchentragödie“ und Wagners "Kindermörderin", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125004
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