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Onomatopoetika verschiedener Sprachen im Vergleich

Titre: Onomatopoetika verschiedener Sprachen im Vergleich

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2004 , 21 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Magister Artium Philipp Zöllner (Auteur)

Langues scandinaves
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„If Statements can assert, then why not sentences? If sentences, then why not phrases? If phrases, why not words? And finally if words can assert, why not sounds? (Graham 1992, S. 24)

Bestimmt hat sich jeder schon einmal gefragt, warum der Baum so heißt wie er heißt und warum er in einer anderen Sprache durch eine andere Lautfolge repräsentiert wird, obwohl diese doch das gleiche meint. Sprachwissenschaftlich gefragt könnte es heißen: Besitzen die Wörter ein naturnotwendiges Verhältnis zur Realität? Aus dieser Frage ergibt sich in weiterer Instanz der Problemkomplex der Onomatopoetika. Die vorliegende Arbeit möchte dieses Phänomen natürlicher Sprachen näher in Augenschein nehmen.
Was ist Lautmalerei? Gibt es spezifische oder sogar universell gültige Kriterien, die ein lautmalerisches Wort kennzeichnen? Wie lassen sich diese wissenschaftlich nachweisen? Um diese drei Kernfragen soll der Betrachtungsgegenstand Onomatopöie entfaltet werden.
Die Frage nach der Beziehung zwischen der Welt der Dinge und der Welt der Namen wurde bereits ab dem fünften vorchristlichen Jahrhundert in Griechenland diskutiert. Für Heraklit spiegelt die Klangstruktur eines Wortes genau seine Bedeutung wider. Demokrit dagegen geht von einer beliebigen Lautgestalt der Wörter aus und argumentiert mit den Phänomenen der Synonymie und Homonymie. Platon vertieft die Fragestellung und kommt zu dem Schluss, dass das sprachliche Zeichen vielmehr die Darstellung einer Idee sei als die Abbildung eines Gegenstands. In der Tatsache, dass unterschiedliche Sprachen unterschiedliche Worte (Laute) für den gleichen Gegenstand benutzen sieht er keinen Widerspruch. Für ihn gibt es stimmige weniger stimmige und unstimmige Lautformen.1 Aristoteles negiert, wie schon Demokrit, den Zusammenhang zwischen Lautgebilden und deren Bedeutung.
Aus der antiken Diskussion lassen sich zwei hauptsächliche Thesen ableiten, welche sich in ihren Grundzügen bis heute nahezu unverändert gegenüberstehen: Zum einen die analogistische These, welche einen unmittelbare Verknüpfung zwischen Laut und Sinn annimmt und auf der anderen Seite die anomalistische These, die genau das verneint und eine willkürliche, konventionalisierte Beziehung zwischen Wort und Bedeutung sieht.

[...]

Die im Frankreich des 18. Jahrhunderts aufflammende Sprachdebatte zeigt einmal mehr wie eng die Problematik Onomatopoetika mit der Frage nach dem Sprachursprung verbunden ist...

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Problemgeschichte

2. Onomatopöie – Lautmalerei – Lautsymbolik

3. Psychophonetik

4. Onomatopoetika im Vergleich

a. Tiere und ihre Laute

b. Akustische Phänomene (Geräuschlaute)

c. Nichtakustische Phänomene

d. Phonoästheme

e. Variantenketten

Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Onomatopoetika (Lautmalerei) im Kontext natürlicher Sprachen. Ziel ist es, die wissenschaftliche Debatte zwischen der analogistischen These (Verknüpfung von Laut und Sinn) und der nominalistischen These (Willkürlichkeit des Zeichens) zu beleuchten und zu klären, ob und wie lautmalerische Qualität wissenschaftlich nachweisbar ist.

  • Historische Entwicklung der Sprachursprungsdebatte
  • Unterscheidung zwischen Lautmalerei, Lautsymbolik und Phonoästhemen
  • Methoden der Psychophonetik zur Lautbewertung
  • Vergleichende Analyse von Tierlauten und Geräuschbezeichnungen
  • Analyse der lautlichen Motiviertheit in verschiedenen Sprachräumen

Auszug aus dem Buch

4. Onomatopoetika im Vergleich

„Es ist nebensächlich, ob eine Lautmalerei dreißig oder dreihundert oder dreitausend Jahre alt ist – wenn sie uns nur erkennbar geblieben ist.“ (Wilhelm Oehl zit. nach Bühler, S. 214)

Die Frage stellt sich nun, wie wir ein Onomatopoetikon als solches erkennen. Hierbei gilt es eine wichtige Vorüberlegung zu treffen: Es ist nicht unerheblich, in welcher Zeit und damit welcher Form wir ein Wort betrachten, denn auch onomatopoetische Formen werden phonologisiert und unterliegen damit lautgesetzlichen Veränderungen. Durch Form- und Bedeutungswandel können Wörter sowohl onomatopoetischen Charakter verlieren und erhalten. Etzel geht davon aus, dass ältere Formen ein höheres semantisches Potential besitzen als jüngere Formen, da sie dichter an ihrem Ursprung sind. Idealerweise müsste man also die Ur-(Laut-)Formen der Wörter kennen und untersuchen. Als Ur-Form eines Wortes kann man jedoch stets nur die älteste schriftlich bzw. bildlich überlieferte Form zugrunde legen. Aussagen über die Aussprache, d.h. den konkreten lautlichen Akt der Äußerung fallen bereits in den Bereich der Spekulation, da diese nur über Analogierückschlüsse aus späteren Formen möglich sind.

Bei einer synchronen Betrachtung onomatopoetischer Formen, wie sie im Folgenden vorgenommen wird, werden Vorgängerformen kategorisch ausgeblendet. In gewisser Hinsicht ist dieser Kompromiss zu vernachlässigen, da wir nicht sagen können, welche Ergebnisse die psychophonetischen Experimente mit mittelalterlichen Sprechern geliefert hätten. Vielleicht empfinden wir heute eine tausend Jahre alte Form motivierter als ein Zeitgenosse, der dieses Wort auch tatsächlich gebrauchte.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitende Reflexion über das Verhältnis von Lauten zur Realität und Vorstellung des Untersuchungsgegenstands.

1. Problemgeschichte: Darstellung der antiken und aufklärerischen Sprachdebatten über den Zusammenhang von Name und Gegenstand.

2. Onomatopöie – Lautmalerei – Lautsymbolik: Systematische Differenzierung der Begriffe und Erörterung der phonologischen Motiviertheit.

3. Psychophonetik: Vorstellung experimenteller Methoden zur Messung lautsymbolischer Empfindungen bei Sprechern.

4. Onomatopoetika im Vergleich: Empirische Untersuchung anhand von Tierlauten, Naturgeräuschen, nichtakustischen Phänomenen, Phonoästhemen und Variantenketten.

Schlusswort: Kritische Zusammenführung der Ergebnisse und Einordnung der Bedeutung von Lautmalerei in Literatur und Medien.

Schlüsselwörter

Onomatopoetika, Lautmalerei, Lautsymbolik, Sprachursprung, Psychophonetik, Arbitrarität, Phonoästheme, Motiviertheit, Sprachzeichen, Saussure, Analogie, Semantik, Phonetik, Sprachvergleich, Denotat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Frage, ob Wörter eine natürliche Verbindung zur bezeichneten Sache besitzen (Lautmalerei) oder ob sie willkürlich festgelegt sind.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die historische Sprachdebatte, die wissenschaftliche Messbarkeit von Lautsymbolik und der Vergleich onomatopoetischer Ausdrücke in verschiedenen Sprachen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Prüfung der Onomatopoetika und die Klärung, inwieweit eine phonologische Motiviertheit wissenschaftlich haltbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine synchrone, vergleichende Analyse sowie der Rückgriff auf psychophonetische Experimente, wie das semantische Differential, genutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Tierlauten, akustischen und nichtakustischen Phänomenen sowie die Untersuchung von Phonoästhemen und Variantenketten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Onomatopoetika, Lautsymbolik, Arbitrarität des Sprachzeichens und das Modell nach Ferdinand de Saussure.

Warum spielt das "Kuckuck"-Beispiel eine besondere Rolle?

Der Kuckucksruf wird als Musterbeispiel für die Naturlauttheorie angeführt, da die Lautfolge in vielen Sprachen eine verblüffende Ähnlichkeit zum realen Tierlaut aufweist.

Was ist mit dem "Phonemriegel" gemeint?

Dieser Begriff beschreibt die Einschränkung, dass Lautmalerei nicht alle menschlichen Artikulationsmöglichkeiten nutzt, sondern innerhalb der phonetischen Grenzen der jeweiligen Einzelsprache bleibt.

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Résumé des informations

Titre
Onomatopoetika verschiedener Sprachen im Vergleich
Université
Humboldt-University of Berlin
Note
1,0
Auteur
Magister Artium Philipp Zöllner (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
21
N° de catalogue
V125063
ISBN (ebook)
9783640300211
ISBN (Livre)
9783640305049
Langue
allemand
mots-clé
Onomatopoetika Sprachen Vergleich Synchron Linguistik Psychophonetik Schwedisch Englisch Deutsch Französisch Lautgedicht Dada Lautmalerei Lautsymbolik Phonoästheme Variantenketten Tierlaute Geräuschlaute Akustik Etzel Muttersprache Kindersprache Phonetik Phonologie
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Citation du texte
Magister Artium Philipp Zöllner (Auteur), 2004, Onomatopoetika verschiedener Sprachen im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125063
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Extrait de  21  pages
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