Ratings sind Marktinformationen. Die Informationen von Ratingsystemen richten sich auf dem Versicherungsmarkt an die potenziellen Versicherungskunden, die Versicherungsvermittler und die jeweiligen Konkurrenten. Die Anbieter von Ratings sind in der Versicherungswirtschaft von großer Bedeutung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ausgangslage der Einführung des Ratings für Versicherungsunternehmen
2.1 Turbulente Epoche für die Versicherungswirtschaft
2.2 Zunehmende Bedeutung von Ratings
3. Die Adressaten von Versicherungsratings
4. Die Assekurata-Rating-Agentur
4.1 Das Unternehmen Assekurata
4.2 Der Rating-Prozess von Assekurata
4.2.1 Die Datenermittlung
4.2.2 Die Bewertung und Analyse von Rating-Agenturen
4.2.3 Die Veröffentlichung von Ratingberichten
4.3 Die Teilqualitäten anhand der LVM-, ARAG- und SIGNAL-Kranken
4.3.1 Die Teilqualität Unternehmenssicherheit
4.3.2 Die Teilqualität Kundenorientierung
4.3.3 Die Teilqualität Beitragsstabilität
4.3.4 Die Teilqualität Erfolg
4.3.5 Die Teilqualität Wachstum/Attraktivität im Markt
4.4 Zwischenfazit
5. Die Problematik des Ratings
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktionsweise von Versicherungsratings, mit besonderem Fokus auf das spezifische Verfahren der Assekurata-Rating-Agentur sowie deren Anwendung auf ausgewählte Krankenversicherungsunternehmen.
- Grundlagen und Notwendigkeit von Ratings in der Versicherungswirtschaft
- Struktur und Prozessabläufe der Assekurata-Rating-Agentur
- Detaillierte Analyse von Teilqualitäten wie Sicherheit, Kundenorientierung und Beitragsstabilität
- Vergleich der Ratingergebnisse von LVM, ARAG und SIGNAL Kranken
- Kritische Würdigung der Problematik und Grenzen aktueller Ratingverfahren
Auszug aus dem Buch
4.1 Das Unternehmen Assekurata
Assekurata ist am 1. Oktober 1996 als erste professionelle deutsche Rating-Agentur für Versicherungsunternehmen gegründet worden. Sie ist eine unabhängige Rating-Agentur. Mit den von Assekurata durchgeführten Ratings wurde ein Qualitätsmaßstab für Versicherungsunternehmen im deutschen Markt etabliert, der dem Verbraucher als Orientierungshilfe bei der Wahl eines Unternehmens dient. Außerdem bietet Assekurata Transparenz und Sicherheit für die Versicherungsunternehmen.
Dr. Sönnichsen und Dr. Will sind geschäftsführende Gesellschafter und Mitbegründer der Assekurata Assekuranz Rating-Agentur. In relativ kurzer Zeit hat sich die Gesellschaft „Assekurata“ mit individuellen Verfahren eines Unternehmensratings einen festen Platz in der deutschen Versicherungswirtschaft erobert. Neben der Erstellung von Unternehmensratings für Versicherungsunternehmen ausländischer Rating-Agenturen auf dem deutschen Markt hat Assekurata bereits mehr als 160 Ratingprozesse in mehr als 60 verschiedenen Gesellschaften durchgeführt. Das Unternehmen beschäftigt hoch qualifizierte Spezialisten wie Analysten und Versicherungsexperten mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Spartenkenntnissen. Es gliedert sich in folgende Geschäftsbereiche: Geschäftsführung; Lebens- und Krankenversicherung sowie Schaden-/Unfallversicherung; Kapitalanlage, Rechnungswesen, Kundenbefragung; Presse- und Öffentlichkeitsarbeit; IT/EDV; Administration.
Der Verfahrensablauf eines Ratings erfolgt immer vertraulich. In diesem Prozess wird ein Mitglied des Rating-Komitees aus dem Rating ausgeschlossen, wenn seine Unabhängigkeit angezweifelt werden könnte. Bei Durchführung von Ratings wird jeweils qualifiziertes Personal bereitgestellt. Assekurata und ihre Mitarbeiter verpflichten sich schriftlich zur Einhaltung des Verhaltenskodexes. Nach der Meldung über ein Fehlverhalten muss die Geschäftsführung den Vorgang prüfen und die Maßnahmen ergreifen, die den Gesetzen und Vorschriften bzw. den von Assekurata festgelegten Verhaltensregeln entsprechen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Definition des Begriffs Rating und Erläuterung der Bedeutung von Marktinformationen zur Steigerung der Transparenz im Versicherungswesen.
2. Ausgangslage der Einführung des Ratings für Versicherungsunternehmen: Analyse der turbulenten Marktphase (2001-2003) und der daraus resultierenden Notwendigkeit für verbesserte Risikosteuerung.
3. Die Adressaten von Versicherungsratings: Identifikation der verschiedenen Nutzergruppen von Ratings, wie Versicherungsunternehmen, Vermittler und Investoren, und deren spezifische Anforderungen.
4. Die Assekurata-Rating-Agentur: Detaillierte Darstellung des Unternehmens Assekurata, der Rating-Methodik, der Gewichtung verschiedener Teilqualitäten und exemplarische Anwendung auf drei Krankenversicherer.
5. Die Problematik des Ratings: Diskussion kritischer Aspekte, wie Datenverfügbarkeit, Zeitreihenbewertung und die Abhängigkeit von der Zustimmung der zu ratenden Unternehmen für die Publikation.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der künftigen Rolle von Ratings als Informationsmedium und Notwendigkeit einer wertorientierten Unternehmenssteuerung.
Schlüsselwörter
Versicherungsrating, Assekurata, Bonität, Risikomanagement, Unternehmenssicherheit, Kundenorientierung, Beitragsstabilität, Teilqualitäten, Finanzkraft, Markttransparenz, Kapitalanlage, Bilanzanalyse, Rating-Agentur, Versicherungsmarkt, Benchmarkanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Rating von Versicherungsunternehmen, insbesondere mit der methodischen Herangehensweise der deutschen Rating-Agentur Assekurata.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen zählen die Relevanz von Transparenz auf dem Versicherungsmarkt, die Kriterien für ein Versicherungsrating und der Prozess zur Bewertung der finanziellen Stabilität.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den Rating-Prozess der Assekurata zu beleuchten, die Bewertung einzelner Qualitätskriterien anhand von Fallbeispielen zu verdeutlichen und die Problematiken heutiger Ratingverfahren aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive und analysierende Methode verwendet, die auf der Auswertung von Fachliteratur sowie spezifischen Ratingberichten der Assekurata für ausgewählte Krankenversicherer basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Rating-Agentur, die detaillierte Beschreibung der Bewertungsprozesse und die Untersuchung spezifischer Teilqualitäten wie Sicherheit, Erfolg und Beitragsstabilität.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Versicherungsrating, Assekurata, Risikomanagement, Markttransparenz und die verschiedenen Kennzahlen zur Analyse der Unternehmensbonität.
Warum unterscheidet Assekurata zwischen verschiedenen Teilqualitäten?
Da Versicherungsunternehmen in verschiedenen Sparten tätig sind, müssen die Kennzahlen spartenabhängig gewichtet werden, um ein differenziertes Bild der Stärken und Schwächen zu erhalten.
Welche Rolle spielt die Kundenzufriedenheit im Rating-Prozess?
Assekurata integriert als einzige Agentur eine direkte Kundenbefragung in das Rating, um auch nicht quantifizierbare Faktoren, sogenannte „Soft Facts“, bei der Gesamtbeurteilung zu berücksichtigen.
Welches Problem besteht bei der Veröffentlichung von Ratingergebnissen?
Da die Veröffentlichung an die Zustimmung des Versicherers gebunden ist, führt dies zu einem "Survival Bias", bei dem überwiegend positive Ratings publiziert werden, was die Signalfunktion der Ratings für den Gesamtmarkt einschränkt.
- Quote paper
- Ira Drozdzynski (Author), 2008, Rating von Versicherungsunternehmen anhand Assekurata Rating Agentur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125103