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Change-Prozesse. Gesundheitliche Auswirkungen und Risiken für Mitarbeiter und Unternehmen im betrieblichen Wandel

Handlungsleitfaden und Methoden

Titel: Change-Prozesse. Gesundheitliche Auswirkungen und Risiken für Mitarbeiter und Unternehmen im betrieblichen Wandel

Bachelorarbeit , 2014 , 70 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Susan van Dalen (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im ersten Teil der Arbeit werden zunächst die Ursachen für Veränderungsprozesse erklärt und anhand von Studienergebnissen mögliche Folgen wie z.B. Arbeitsplatzunsicherheit und gesundheitliche Auswirkungen auf die Betroffenen erläutert. Ergänzend dazu werden auch die Auswirkungen auf die Unternehmensgesundheit und die unterschätzten Gefahren von Veränderungsstress und Präsentismus aufgezeigt.

Im weiteren Verlauf der Arbeit wird die Vorgehensweise eines gesunden und mitarbeiter-orientierten Strategie-und Planungsprozesses anhand der Kriterien Transparenz, Risiko- und Gefährdungsanalysen und einer ausreichenden Beteiligung der Betroffenen erklärt. Zusätzlich wird in der Bachelorthesis auf den Schwerpunkt Kommunikation eingegangen, indem ausführlich die Planung eines Kommunikationskonzepts während eines Change-Prozesse dargestellt wird. Nachfolgend werden wichtige Aspekte während der Umsetzungsphase zusammengefasst, u. a. der Erhalt der Arbeitsfähigkeit und des Sozialkapitals sowie das Thema Konfliktmanagement. Die Überleitung zum 2. Hauptthema der Bachelorarbeit erfolgt durch ein Zwischenfazit, in dem die gesundheitlichen Auswirkungen von Change-Prozessen und eine mitarbeiterorientierte Gestaltung kritisch beurteilt werden.

Das Fazit dient zum Einstieg in das betriebliche Gesundheitsmanagement bzw. der Gesundheitsförderung. Neben der Begriffserklärung werden zunächst allgemein die Ziele und Anforderungen erklärt. Untermauert wird das Thema durch eine Auflistung möglicher Hemmnisse bei der Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements und der Notwendigkeit und Verankerung im Change-Prozess. Folgend wird geschildert, wie betriebliche Veränderungsprozesse gesundheitsbewusst und mitarbeiterorientiert anhand einer betrieblichen Gesundheitsförderung gestaltet werden können, ohne dass die Motivation und die Beschäftigungsfähigkeit der Belegschaft verloren geht. Als Grundlage dafür dienen die Konzeptgestaltung und Zielsetzung verhaltens- und verhältnisorientierter Präventionsmaßnahmen, die beispielhaft im weiteren Teil der Arbeit erläutert werden. Abgeschlossen wird das Thema durch einen Einblick in die Praxis betrieblicher Gesundheitsförderung zweier norddeutschen Wohnungsunternehmen. Zum Schluss wird sich im Fazit mit den wichtigsten Aspekten gesunder Change-Prozesse und Methoden zur Gesundheitsförderung auseinander gesetzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Motivation und Ziele der Arbeit

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Definition und Typologie von Change-Prozessen

2.1 Ursachen für den Change-Prozess

2.2 Arten und Dauer der Veränderungsprozesse

2.3 Ziele und Auswirkungen von Change-Prozessen

3. Gesundheitsrisiko Change-Prozess?

3.1 Ursachen der gesundheitlichen Folgen und Gefahren

3.2 Auswirkungen auf die Betroffenen

3.2.1 Ergebnisse der Dahl-Studie

3.2.2 Arbeitsplatzunsicherheit

3.2.3 Gesundheitliche Folgen bei der Belegschaft

3.3 Auswirkungen auf die Unternehmensgesundheit

3.3.1 Erhöhter Krankheitsstand und Fehlzeiten

3.3.2 Negatives Arbeitsklima und Vertrauensverlust

3.4 Veränderungsstress

3.5 Unterschätzte Gefahr Präsentismus

4. Vorbereitung eines gesunden Strategie- und Planungsprozesses

4.1 soziale Verantwortung

4.2 Schaffung von Transparenz

4.3 Risiko- und Gefährdungsanalysen

4.3.1 Risikoanalyse

4.3.2 Gefährdungsbeurteilung

4.4 Einbindung der Betroffenen und Beteiligten

4.4.1 Einbindung des Betriebsrats

4.4.2 Führungskräfte im Wandel

4.5 Externe Beratung als Unterstützung

5. Planung eines Kommunikationskonzepts

5.1 Kommunikation im betrieblichen Wandel

5.2 Einteilung der Zielgruppen

5.3 Bestimmung der Inhalte und der Ziele

5.4 Terminierung des Zeitpunktes und Auswahl der Medien

5.5 Auswahl der Kommunikatoren

6. Wichtige Aspekte während der Umsetzungsphase

6.1 Erhalt der Arbeitsfähigkeit und des Sozialkapitals

6.1.1 Salutogenese-Modell nach Antonovsky

6.1.2 Vertrauen stärken

6.1.3 Erhalt der Arbeitsfähigkeit

6.1.4 Erhalt des Sozialkapitals

6.1.5 Stärkung der Kohärenz und Resilienz

6.1.6 Kompetenzerweiterung der Betroffenen

6.2 Konfliktmanagement

6.2.1 Widerstände in den einzelnen Projektphasen

6.2.2 Konfliktbearbeitung

6.2.3 Konfliktvermeidung durch Dialogförderung

7. Zwischenfazit und Empfehlungen

8. Beteiligungsorientiertes Gesundheitsmanagement

8.1 Gesundheitsbegriff

8.2 Allgemeiner Rechtsrahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements

8.3 Unkenntnisse in Unternehmen

8.4 Notwendigkeit eines betrieblichen Gesundheitsmanagements

8.5 Ziele und Anforderungen

9. Einstieg in die betriebliche Gesundheitsförderung

9.1 Gesetzliche Regelungen zur Gesundheitsförderung

9.2 Konzept und Zielsetzung

9.3 Instrumente des betrieblichen Gesundheitsmanagements

9.3.1 Präventions- und Motivationskonzepte

9.3.2 Gesundheitszirkel

9.3.3 Stressmonitoring

9.4 Verankerung im Change-Prozess

9.5 Work-Life-Balance als Unternehmensaufgabe

10. Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen

10.1 Ernährungs- und Bewegungsprogramme

10.2 Wirksamkeit von Betriebssport

10.3 Behandlung von psychischen Störungen

10.4 Vermeidung von Suchtmitteln

10.5 Maßnahmen zu Stressbewältigung

11. Beispiele aus der Praxis

11.1 Praxisbeispiel 1: Einführung eines Gesundheitsmanagements in der altoba

11.2 Praxisbeispiel 2: Neuwoba organisiert den Gesundheitstag

12. Schlussbetrachtung

13. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Change-Prozessen in Unternehmen und deren gesundheitlichen Auswirkungen auf die Mitarbeiter. Das primäre Ziel ist es, einen Handlungsleitfaden für Unternehmen zu entwickeln, der aufzeigt, wie Veränderungsprozesse unter Einbindung betrieblicher Gesundheitsförderung beteiligungsorientiert und gesund gestaltet werden können, um die Arbeitsfähigkeit sowie die Identifikation der Beschäftigten mit dem Unternehmen zu erhalten oder zu steigern.

  • Gesundheitliche Risiken und Belastungen durch betrieblichen Wandel
  • Methoden des betrieblichen Gesundheitsmanagements
  • Bedeutung von Kommunikation und Transparenz im Change-Prozess
  • Rolle von Führungskräften und Betriebsräten
  • Praxisbeispiele zur Umsetzung präventiver Maßnahmen

Auszug aus dem Buch

3. Gesundheitsrisiko Change-Prozess?

In der Literatur wird zunehmend auf eine stabile Gesundheit der Betroffenen bei Change Prozessen hingewiesen. Denn die Gesundheitsbetrachtung hat bei Change-Prozessen bisher nur eine geringe Bedeutung und läuft der Gefahr, vernachlässigt zu werden. Change-Prozesse können daher scheitern, wenn Seitens des Unternehmens die Bedürfnisse der Mitarbeiter nicht ausreichend berücksichtigt werden. Ebenso ist ein Scheitern wahrscheinlicher, wenn die besonderen Herausforderungen nicht beachtet und keine rechtzeitige Unterstützung organisiert wird. Dabei muss sich ein Unternehmen die zentralen Fragen stellen, wie sich die Veränderungsprozesse auf die Leistungsfähigkeit und Gesundheit aller Beteiligten auswirken und wie die gesundheitlichen Risiken minimiert werden können.

Zwar werden die rechtlichen Richtlinien bezüglich Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz durch das Betriebsverfassungsgesetz und die Sozialgesetzbücher V und IX geregelt, doch in Phasen des betrieblichen Wandels sind diese Regelungen oft nicht ausreichend. Viele Unternehmen berücksichtigen während der Veränderungsprozesse oft nur die physischen Risikofaktoren hinsichtlich der Arbeitsbedingungen und nicht die psychischen Probleme der Betroffenen. Auch der Kreis der Betroffenen muss differenziert werden, da bspw. die Akteure andere Belastungsstufen haben als passive Betroffene.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Change-Prozessen und die damit einhergehenden Risiken für die Mitarbeitergesundheit, woraus sich die Notwendigkeit eines betrieblichen Gesundheitsmanagements ableitet.

2. Definition und Typologie von Change-Prozessen: Dieses Kapitel definiert Change Management als organisierten Wandel und klassifiziert die verschiedenen Arten sowie Dauer und Ursachen von Veränderungsprozessen in Unternehmen.

3. Gesundheitsrisiko Change-Prozess?: Das Kapitel analysiert die oft vernachlässigten gesundheitlichen Risiken von Change-Prozessen für Mitarbeiter und Unternehmen, einschließlich der psychischen Belastungen.

4. Vorbereitung eines gesunden Strategie- und Planungsprozesses: Hier wird erläutert, wie ein gesundheitsorientierter Veränderungsprozess durch Transparenz, Risikoanalysen und Beteiligung der Betroffenen vorbereitet werden sollte.

5. Planung eines Kommunikationskonzepts: Dieser Abschnitt unterstreicht die Rolle professioneller Kommunikation als Schlüsselfaktor, um Ängste abzubauen und Unterstützung für Veränderungsvorhaben zu gewinnen.

6. Wichtige Aspekte während der Umsetzungsphase: Es werden zentrale Strategien wie der Erhalt der Arbeitsfähigkeit durch salutogenetische Ansätze und erfolgreiches Konfliktmanagement während der aktiven Umsetzungsphase diskutiert.

7. Zwischenfazit und Empfehlungen: Ein Zwischenfazit reflektiert die bisherigen Erkenntnisse und leitet die Empfehlungen für eine mitarbeiterorientierte Gestaltung von Veränderungsprozessen ein.

8. Beteiligungsorientiertes Gesundheitsmanagement: Dieses Kapitel stellt das betriebliche Gesundheitsmanagement sowie dessen Ziele und den allgemeinen Rechtsrahmen vor.

9. Einstieg in die betriebliche Gesundheitsförderung: Hier wird der praktische Einstieg in die betriebliche Prävention, einschließlich rechtlicher Regelungen und konkreter Instrumente, erklärt.

10. Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen: Das Kapitel belegt die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen wie Ernährung, Betriebssport und Stressbewältigung für die Mitarbeitergesundheit.

11. Beispiele aus der Praxis: Anhand zweier Praxisbeispiele (altoba und Neuwoba) wird illustriert, wie betriebliches Gesundheitsmanagement konkret in Wohnungsunternehmen umgesetzt werden kann.

12. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, den Faktor Mensch im Zuge wirtschaftlicher Veränderungsprozesse nachhaltig zu berücksichtigen.

13. Ausblick: Der Ausblick skizziert die zukünftige Notwendigkeit, Change-Management und Gesundheitsförderung strategisch zu einer Einheit zu verschmelzen.

Schlüsselwörter

Change Management, betriebliche Gesundheitsförderung, Mitarbeitergesundheit, Veränderungsprozesse, Arbeitsfähigkeit, Prävention, Stressmanagement, Unternehmenswandel, Organisationsentwicklung, Konfliktmanagement, Arbeitsplatzunsicherheit, Work-Life-Balance, Mitarbeiterbindung, psychische Gesundheit, betriebliches Gesundheitsmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die gesundheitlichen Auswirkungen von Change-Prozessen auf Mitarbeiter sowie Methoden, um diese Prozesse gesundheitsorientiert und motivierend zu gestalten.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themenschwerpunkte liegen auf Change-Management, betrieblichem Gesundheitsmanagement, präventiven Maßnahmen, Mitarbeiterbeteiligung sowie Kommunikation in Veränderungsphasen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Erstellung eines Handlungsleitfadens für Unternehmen, um durch integrierte Gesundheitsförderung die Mitarbeitergesundheit im Wandel zu erhalten und die Leistungsfähigkeit zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung bestehender Studien (u.a. der Dahl-Studie) sowie der theoretischen Modellentwicklung zur Gesundheitsförderung im Wandel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Ursachen und Risiken von Change-Prozessen, der Bedeutung von Transparenz und Kommunikation sowie konkreten Modellen zur Prävention und Gesundheitsförderung im Arbeitsalltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Change Management, Gesundheitsförderung, psychische Belastung, Prävention und Arbeitsfähigkeit beschreiben.

Welche Rolle spielen Führungskräfte in Veränderungsprozessen?

Führungskräfte haben eine entscheidende Vorbildfunktion. Sie agieren in einer schwierigen Sandwichposition und müssen Kommunikation, Empathie und strategische Ziele ausbalancieren, um das Vertrauen der Mitarbeiter nicht zu gefährden.

Wie lässt sich Präsentismus im Kontext von Change-Prozessen einordnen?

Präsentismus beschreibt das Phänomen, trotz Krankheit zur Arbeit zu erscheinen, oft getrieben durch Angst oder Pflichtgefühl. Diese "stille Gefahr" verschlechtert langfristig die psychische Gesundheit und reduziert die Produktivität.

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Details

Titel
Change-Prozesse. Gesundheitliche Auswirkungen und Risiken für Mitarbeiter und Unternehmen im betrieblichen Wandel
Untertitel
Handlungsleitfaden und Methoden
Note
2,3
Autor
Susan van Dalen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
70
Katalognummer
V1251245
ISBN (PDF)
9783346687418
ISBN (Buch)
9783346687425
Sprache
Deutsch
Schlagworte
change management betriebliche Gesundheitsvorsorge wandel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susan van Dalen (Autor:in), 2014, Change-Prozesse. Gesundheitliche Auswirkungen und Risiken für Mitarbeiter und Unternehmen im betrieblichen Wandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1251245
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