Die Arbeit behandelt die Motive autobiographischen Schreibens in Annes Tagebüchern. Dabei wird Bezug genommen auf Philippe Lejeunes Autobiographischen Pakt.
Fast hätte die Welt von Anne Franks Tagebüchern und damit auch von ihrem wichtigen Erbe niemals erfahren. Das Tagebuch war – kontextbedingt – sehr nah an Anne Franks Leben und dem Zeitgeschehen angesiedelt. Es stellt sich nun die Frage, wie Anne über das Tagebuch-Schreiben referiert hat und welche Eindrücke davon sie während des Schreibprozesses selbst bewegt haben. Auch gilt herauszuarbeiten, inwiefern Tagebücher und Autobiographien Schnittmengen aufweisen und ob sie bei Anne Franks Tagebuch aufzufinden sind, hierbei werden explizit Philippe Lejeunes Thesen im „Autobiographischen Pakt“ für die Betrachtung herangezogen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Tagebücher als autographienahe Gattungen
- Anne Franks Tagebücher
- Tagebücher als autographienahe Gattungen
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert Anne Franks Tagebücher hinsichtlich ihrer autobiographischen Elemente und untersucht, inwiefern die Tagebücher als autographienahe Gattung betrachtet werden können. Dabei werden insbesondere die Motive des autobiographischen Schreibens sowie die Verbindung zum Konzept des „autobiographischen Pakts“ nach Philippe Lejeune beleuchtet.
- Motive des autobiographischen Schreibens bei Anne Frank
- Die Rolle des Tagebuchs als Medium der Selbstfindung und Verarbeitung der Lebensumstände
- Bedeutung von Authentizität und Intimität im autobiographischen Schreiben
- Der Einfluss des Zeitgeschehens und der historischen Kontext auf die Tagebücher
- Die Relevanz von Anne Franks Tagebüchern als Zeitzeugenbericht
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in die Thematik der autobiographischen Elemente in Anne Franks Tagebüchern ein. Sie stellt den Kontext der Tagebücher dar und skizziert die wichtigsten Punkte, die in der Arbeit behandelt werden.
Tagebücher als autographienahe Gattungen
Dieses Kapitel untersucht die Gattung des Tagebuchs und seine Nähe zur Autobiographie. Es wird der „autobiographische Pakt“ nach Philippe Lejeune erläutert und auf die Kriterien hingewiesen, die für eine Einstufung eines Textes als Autobiographie relevant sind.
Häufig gestellte Fragen
Sind Anne Franks Tagebücher eine Autobiographie?
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Tagebuch als "autographienahe Gattung" Schnittmengen mit der klassischen Autobiographie aufweist.
Was ist der "autobiographische Pakt" nach Philippe Lejeune?
Es ist die vertragliche Übereinkunft zwischen Autor und Leser, dass der Autor, der Erzähler und die Hauptfigur identisch sind und die Wahrheit erzählt wird.
Welche Motive hatte Anne Frank beim Schreiben?
Das Schreiben diente ihr als Medium der Selbstfindung, der Verarbeitung der extremen Lebensumstände im Versteck und als Zeugnis des Zeitgeschehens.
Wie beeinflusste der historische Kontext das Tagebuch?
Das Tagebuch war unmittelbar an Annes Leben und die Verfolgung während der NS-Zeit gebunden, was ihm eine hohe historische Authentizität verleiht.
Warum ist das Tagebuch ein wichtiges Erbe?
Es ist eines der bedeutendsten Dokumente der Holocaust-Literatur und gewährt intime Einblicke in die Gedankenwelt eines verfolgten Mädchens.
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- Melanie Galfe (Author), 2022, Motive des autobiographischen Schreibens in Anne Franks Tagebüchern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1251382