Vergangenheitstempora Deutsch-Italienisch

Ein wissenschaftlicher Vergleich


Hausarbeit, 2009

16 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Sprachiibergreifende und allgemeine Erkl a rungen zum Thema Tempora
1.1. Natiirliche Zeit versus grammatische Zeit
1.2. Darstellungssystem nach Reichenbach
1.3. Formen des Verbs
1.4. Lexikalische Temporalitat
1.5. Morphologische Temporalitat
1.6. Aspektdefinition
1.7. Aktionsartdefinition
1.8. Terminologischer Abriss Aspekt / Aktionsart
1.9. Aktionsarten

2 Vergangenheitstempora in der deutschen Sprache
2.1. Formensystem des Verbs
2.1.1. Konjugation
2.1.2. Bildung der Vergangenheitsformen mit „haben" und „sein"
2.2. Der Gebrauch des Pr a teritums, Perfekts, Plusquamperfekts
2.2.1. Das Prateritum
2.2.2. Perfekt zur Bezeichnung eines zukiinftigen Geschehens
2.2.3. Perfekt zur Bezeichnung eines vergangenen Geschehens
2.2.4. Plusquamperfekt zur Bezeichnung eines vergangenen Geschehens
2.3. Austauschbarkeit des Pr a teritums und des Perfekts
2.3.1. Das Prateritum in der gesprochenen Hochsprache
2.3.2. Entwicklung von der synthetischen zur analytischen Form
2.3.3. Prateritum in der gesprochenen Sprache mit Hilfs- und Modalverben
2.3.4. Austauschbarkeit von Prateritum und Perfekt
2.4. Der Pr a teritumsschwund in der oberdeutschen gesprochenen Sprache
2.4.1. Das Widereindringen des Prateritums
2.4.2. Asthetenprateritum

3 Vergangenheitstempora in der italienischen Sprache
3.1. Formensystem des Verbs
3.2. Bildung der Vergangenheitsformen
3.3. Der Gebrauch der verschiedenen Vergangenheitsformen
3.3.1. Der Gebrauch des Passato prossimo
3.3.2. Der Gebrauch des Passato remoto
3.3.3. Der Gebrauch des Imperfetto
3.3.4. Der Gebrauch des trapassato prossimo
3.3.5. Der Gebrauch des trapassato remoto
3.3.6. Imperfetto und Passato remoto im Satzgefiige
3.3.7. Periphrastische Form mit „stare" und Gerundium

4 Fazit

1. Sprachilbergreifende und allgemeine Hinweise zum Thema Tempora

1.1. Natiirliche Zeit versus grammatische Zeit

„Die deutsche Sprache ebenso wie das Italienische ist in der Lage, allein mit einer „tempusmarkierten" Form, nämlich dem Präsenz, zukunfts- und vergangenheitsgerichtete Reflexionen ilber das Phänomen Zeit anzustellen. Es muss also so etwas wie eine „grammatische Zeit" geben, die beispielsweise morphematischen Ausdruck in der Sprache gefunden hat. Ziel dieser Tempuskategorie ist es, mit Hilfe von anderen morphologischen, lexikalischen und kontextuellen Mitteln im weitesten Sinne einen Bezug zur „natilrlichen Zeit" herzustellen, wenn dieser Bezug durch Situation oder Kontext gefordert wird"(...) ( Klein, Horst. G. — Tempus, Aspekt, Aktionsart — o.O. Niemeyer Verlag o.J. Seite 5)

1.2. Darstellungssystem nach Reichenbach

- Ereigniszeitpunkt (point of Event) E, bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem das Ereignis stattfindet, das durch das Verb ausgedrilckt wird;
- Sprechzeitpunkt (point of speech) S, bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem der Sprecher den entsprechenden Satz äuBert;
- Betrachtungszeitpunkt (point of reference) B, bezeichnet einen Zeitpunkt, in Verhältnis zu dem das Ereignis situiert wird.

Perfekt und Präteritum bzw. perfetto und imperfetto dienen dazu, Ereignisse, die in der Vergangenheit stattgefunden haben, zu kennzeichnen. Ihnen ist also das Strukturmerkmal — E — S gemeinsam.

(Vergl. Hentschel, Elke — Handbuch der deutschen Grammatik — Berlin Gruyter Verlag 1990 Seite 99)

1.3. Formen des Verbs

A. Synthetisch (von griech. Synthesis, Zusammensetzung) werden grammatikalische Verfahren genannt, bei denen in einem Wort zugleich sowohl dessen Inhalt als auch seine grammatischen Bedingungen ausgedrilckt werden. B. Analytisch (von griech. Analysis, Auflösung) sind dagegen diejenigen Formen, bei denen die Wortbedeutung und der Ausdruck grammatikalischer Bestimmungen auf verschiedene Wörter verteilt ist.

(Vergl. Hentschel, Elke — Handbuch der deutschen Grammatik — Berlin Gruyter Verlag 1990 Seite 88)

1.4. Lexik a lische Tempor a lit a t

[...] „Ein umgangssprachlicher Satz wie „morgen sehe ich mir mal den Film an", ist durch das Temporaladverb „morgen" zeitlich ausreichend charakterisiert. Das Temporalmorphem in „sehe" hat seinen Zeitstellenwert verloren."

( Klein, Horst. G. — Tempus, Aspekt, Aktionsart — o.O. Niemeyer Verlag o.J. Seite 28)

1.5. Morphologische Temporalitat

[...]"Die weitaus häufigste Art der Tempusmakierung in den romanischen Sprachen wird

durch das entsprechende Tempusmorphem vollzogen"(...)

( Klein, Horst. G. — Tempus, Aspekt, Aktionsart — o.O. Niemeyer Verlag o.J. Seite 29)

1.6. Aspektdefinition

Unter dem Begriff „Aspekt" versteht man die Verlaufsweise eines verbalen Geschehens im Blick auf sein Verhaltnis zum Zeitablauf.

a) durativ / Imperfekt (langer andauernd) schlafen, bliihen, essen;

b) perfektiv / punktuell ( mit zeitlicher Begrenzung) entweder ingressiv, ichoativ (Beginn) wie in einschlafen, erbliihen oder resultativ (Abschluss, Vollendung) wie in verbliihen, aufessen;

( Vergl . Klein, Horst. G. — Tempus, Aspekt, Aktionsart — o.O. Niemeyer Verlag o.J.)

1.9.Aktions a rtdefinition

Als Aktionsart eines Verbs bezeichnet man die Verlaufsweise und die

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.11. Aktionsarten

Telische Verben: natarliches, dem Verb inharentes Ende,
- Zustandswechsel: aufstehen, erwachen

Atelische Verben: kein Endzustand, andauernd
- gehen, schlafen, lesen

Test: er tut XY Stunden lang

Aktivitaten: dynamische Prozesse

- gehen, essen, singen

Zustande: nicht dynamisch

- XY sein, XY haben, wissen

Test: sein + beim/am

Accomplishment: dynamische Prozesse mit beschrankter Dauer
- Schreiben, lesen, schaffen

Achievment: dynamische Prozesse, nicht durativ

- aufwachen, rufen, aufstehen

Test: in/binnen zwei Stunden

2.Vergangenheitstempora in der deutschen Sprache

2.1. Formensystem des Verbs

2.1.1. Konjugation

Das Verb ist die einzige Wortklasse, deren Elemente konjugiert, d.h. in Person, Numerus, Tempus, Genus und Modus verändert werden können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Indikativ des Prateritums wird bei den regelmaBigen Verben gebildet, indem zwischen Stamm und Personalendung ein — t — eingefügt wird. In der 2. Pers. Sing. und Pl. Wird nicht nur ein — t - , sondern — te — eingefügt. In der 3. Pers. Sing. — die schon im Prasens auf — t ausgeht — wird im Prateritum der regelmaBigen Verben ein zusatzliches —e angefügt. In der 2. Pers. Sing., 3. Pers. Sing. und 2. Pers. Pl. wird zwischen dem Stamm einerseits und dem Prateritumskennzeichen -t und der Personalendung andererseits ein -e- eingef•gt, wenn der Stamm auf —d oder —t endet. (du red-e-t-est)

Perfekt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

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Details

Titel
Vergangenheitstempora Deutsch-Italienisch
Untertitel
Ein wissenschaftlicher Vergleich
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Romanistik)
Veranstaltung
Sprachwissenschaft
Note
1,3
Jahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V125147
ISBN (eBook)
9783640308354
ISBN (Buch)
9783640306466
Dateigröße
515 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Hausarbeit vergleicht wissenschaftlich fundiert die verschiedenen Vergangenheitstempora der beiden Sprachen. Besonders für Italienisch-Lernende gibt die Hausarbeit konkrete Hilfestellung im Verständnis und im Gebrauch der Zeiten.
Schlagworte
italienisch, italiano, grammatik, vergangenheitstempora, grammatica
Arbeit zitieren
Anonym, 2009, Vergangenheitstempora Deutsch-Italienisch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125147

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