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Archivische Bewertung - Kriterien, Methoden und praktische Durchführung

Title: Archivische Bewertung - Kriterien, Methoden und praktische Durchführung

Term Paper , 2007 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Krischak (Author)

Business economics - Information Management
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Im Folgenden sollen wesentliche Aspekte der archivischen Bewertung in knapper Form angerissen werden. Es soll sich dabei nur um einen groben Überblick über die doch sehr komplexe Materie der Bewertung im Archiv handeln. Ich habe dabei versucht, wesentliche Elemente des konkreten Bewertungsvorgangs an Hand der spärlichen Literatur zu dieser Thematik aufzuzeigen. Die Arbeit gliedert sich in einen theoretischen Teil und einen praktischen Teil, den ich in einer Art Arbeitsprotokoll über einen konkreten Bewertungsakt im Stadtarchiv beispielhaft mit dem Theorieteil in Bezug setzen möchte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Theoretischer Teil

1. Einführung

1.1 Bewertungskriterien

1.2. Bewertungsmethoden

1.3. Praktische Durchführung

1.4. Anforderungen der Forschung an die archivische Bewertung

1.5. Anforderungen der Verwaltung an die archivische Bewertung

1.6. Anforderungen der Öffentlichkeit an die archivische Bewertung

Praktischer Teil

2. Arbeitsbericht über die Bewertung von Rechtsakten im Stadtarchiv Bergisch Gladbach

Resümée:

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die komplexen Prozesse der archivischen Bewertung, wobei theoretische Grundlagen mit einem praktischen Fallbeispiel verknüpft werden. Das primäre Ziel ist es, den Bewertungsvorgang von Unterlagen – von der Auswahl bis hin zur Entscheidung über die Archivwürdigkeit – methodisch zu erläutern und anhand der Bewertung von Rechtsakten im Stadtarchiv Bergisch Gladbach konkret zu veranschaulichen.

  • Grundlagen und Kriterien der archivischen Bewertung
  • Methodische Ansätze in der Bewertungspraxis
  • Anforderungen von Forschung, Verwaltung und Öffentlichkeit
  • Praktische Umsetzung eines Bewertungsauftrags im Rechtsamt
  • Bewertung von Massenakten und Einzelvorgängen

Auszug aus dem Buch

1. Einführung

Im Folgenden sollen wesentliche Aspekte der archivischen Bewertung in knapper Form angerissen werden. Es soll sich dabei nur um einen groben Überblick über die doch sehr komplexe Materie der Bewertung im Archiv handeln. Ich habe dabei versucht, wesentliche Elemente des konkreten Bewertungsvorgangs an Hand der spärlichen Literatur zu dieser Thematik aufzuzeigen. Die Arbeit gliedert sich in einen theoretischen Teil und einen praktischen Teil, den ich in einer Art Arbeitsprotokoll über einen konkreten Bewertungsakt im Stadtarchiv beispielhaft mit dem Theorieteil in Bezug setzen möchte.

Zunächst also Grundsätzliches zur archivischen Bewertungspraxis: Nach dem Bundesarchivgesetz ist Bewertung die „Entscheidung darüber, ob dem Archiv zur Übernahme angebotenen Unterlagen bleibender Wert für die Erforschung oder das Verständnis der deutschen Geschichte, die Sicherung berechtigter Belange der Bürger oder die Bereitstellung von Informationen für Gesetzgebung, Verwaltung oder Rechtsprechung zukommt.“ Ähnlich lauten auch viele Landesarchivgesetze.

Die Bewertungstätigkeit entscheidet darüber, welche Aussagen in Zukunft über die jetzige Zeit getroffen werden können. Ziel der Bewertung ist es, aus einer Vielzahl von Einzelakten – wenn man so will - : aus einem „Schriftgut-Urwald“ – eine Auswahl zu treffen, die dem Sammlungsauftrag und der Zuständigkeit des Archivs, den Interessen potentieller Nutzergruppen und dem Anspruch, mit einem Minimum an Informationsgut ein Maximum an Informationsgehalt zu erreichen, gerecht wird. Dabei misst sich an der Bewertung sowohl die Qualität von Archivgut als auch von archivischem Handeln. Die Entscheidung, ob eine Überlieferung als „archivwürdig“ befunden und ins Archiv übernommen wird oder vernichtet (kassiert) werden soll, impliziert eine hohe Verantwortung und setzt Fachkompetenz voraus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel führt in die Thematik der archivischen Bewertung ein, definiert diese gemäß gesetzlicher Vorgaben und erläutert das Ziel, ein Minimum an Unterlagen mit einem Maximum an Informationsgehalt zu sichern.

1.1 Bewertungskriterien: Hier werden formale, inhaltlich-überlieferungskritische und technische Kriterien erläutert, wobei Konzepte wie das Federführungsprinzip und die Unterscheidung zwischen Evidenz- und Informationswert im Vordergrund stehen.

1.2. Bewertungsmethoden: Dieser Abschnitt differenziert verschiedene Verfahren zur Aktenbewertung, darunter Einzelbewertung, Listenbewertung, Bewertungskataloge und die Bildung von Samples bei Massenakten.

1.3. Praktische Durchführung: Das Kapitel behandelt den organisatorischen Ablauf der Übernahme, den Einsatz von Hilfsmitteln wie Organisationsplänen und die Kooperation mit Dienststellen.

1.4. Anforderungen der Forschung an die archivische Bewertung: Fokus auf die Bedürfnisse der Wissenschaft hinsichtlich einer homogenen Archivierung sowie der Transparenz von Bewertungsentscheidungen.

1.5. Anforderungen der Verwaltung an die archivische Bewertung: Beleuchtung der Interessen der Verwaltung an der Archivierung, insbesondere im Hinblick auf Rechts- und Präzedenzfälle sowie die Kontinuität des Verwaltungshandelns.

1.6. Anforderungen der Öffentlichkeit an die archivische Bewertung: Kurze Erläuterung des Bürgerinteresses an einer leicht verständlichen Bereitstellung relevanter Informationen über gesellschaftliche und politische Zusammenhänge.

2. Arbeitsbericht über die Bewertung von Rechtsakten im Stadtarchiv Bergisch Gladbach: Ein praktischer Bericht, der die Bewertung von ca. 250 Stehordnern beschreibt und zeigt, wie durch Aktenpläne und Excel-Tabellen eine systematische Bewertung realisiert wurde.

Resümée: Abschließende Betrachtung, in der die Anwendung der Listenbewertung kritisch bewertet und die Bedeutung der Aktenautopsie für eine fundierte Entscheidung unterstrichen wird.

Schlüsselwörter

Archivische Bewertung, Schriftgut, Archivwürdigkeit, Kassation, Bewertungskriterien, Evidenzwert, Informationswert, Listenbewertung, Federführungsprinzip, Verwaltungsgeschichte, Rechtsakten, Aktenplan, Stadtarchiv, Bestandsbildung, Dokumentationsprofil

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen und der praktischen Anwendung der archivischen Bewertung bei der Übernahme von Behördenschriftgut in ein Archiv.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Bewertungskriterien, der Unterscheidung von Primär- und Sekundärwerten, verschiedenen Bewertungsmethoden sowie den unterschiedlichen Anforderungen von Verwaltung, Forschung und Öffentlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den komplexen Prozess der Bewertung von Akten transparent zu machen und aufzuzeigen, wie theoretische Vorgaben in einem realen Arbeitsprotokoll bei der Bewertung von Rechtsakten umgesetzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse und einem praxisorientierten Arbeitsbericht angewendet, der die archivische Bewertung methodisch protokolliert und auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der Kriterien und Anforderungen klärt, und einen praktischen Teil, der anhand von Rechtsakten des ehemaligen Rechtsamtes Bergisch Gladbach den realen Bewertungsprozess beschreibt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Archivwürdigkeit, Kassation, Evidenzwert, Informationswert sowie das Federführungsprinzip und die praktische Listenbewertung.

Warum war bei den Rechtsakten in Bergisch Gladbach eine Excel-Tabelle hilfreich?

Da keine Abgabelisten vorhanden waren, diente die Tabelle als Instrument, um Aktenzeichen und Inhalte systematisch zu erfassen und die Bewertungsentscheidung (archivwürdig oder kassabel) direkt zu dokumentieren.

Welche Rolle spielten der Aktenplan und das Rechtsamt für das Fallbeispiel?

Der Aktenplan ermöglichte eine schnelle inhaltliche Zuordnung der Unterlagen und bestätigte, dass die Struktur der Rechtsakten eine logische archivische Erschließung erlaubte.

Warum wird im Resümée eine Kombination aus Listenbewertung und Aktenautopsie empfohlen?

Um das Risiko zu minimieren, wichtige Einzelakten aufgrund einer pauschalen Listenbewertung fälschlicherweise als nicht archivwürdig einzustufen, ist eine zusätzliche, stichprobenartige Autopsie der Unterlagen ratsam.

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Details

Title
Archivische Bewertung - Kriterien, Methoden und praktische Durchführung
College
University of Applied Sciences Potsdam  (Fachbereich Informationswissenschaft)
Course
2. Kurs zur Vorbereitung auf die Externenprüfung
Grade
1,0
Author
Michael Krischak (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V125153
ISBN (eBook)
9783640308361
ISBN (Book)
9783640306473
Language
German
Tags
Archivische Bewertung Kriterien Methoden Durchführung Kurs Vorbereitung Externenprüfung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Krischak (Author), 2007, Archivische Bewertung - Kriterien, Methoden und praktische Durchführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125153
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