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Betriebliche Gesundheitsförderung des Pflegepersonals im Krankenhaus. Angebote für unterschiedliche Berufsgruppen

Titel: Betriebliche Gesundheitsförderung des Pflegepersonals im Krankenhaus. Angebote für unterschiedliche Berufsgruppen

Bachelorarbeit , 2021 , 56 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Stefanie Dittner (Autor:in)

Gesundheit - Gesundheitswesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu beantworten, wie betriebliches Gesundheitsmanagement, insbesondere aber Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung, erfolgreich in einem Krankenhaus etabliert werden können. Hierbei soll vor allem erläutert werden, wie entsprechende Angebote für unterschiedliche Berufsgruppen gestaltet werden müssen, um eine Teilnahme zu ermöglichen. Dazu wird folgende Forschungsfrage gestellt: Wie können Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung im Sektor Krankenhaus gestaltet werden, damit sowohl Mitarbeiter in der Pflege als auch in der Verwaltung davon profitieren können?

Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde eine quantitative Befragung unter den Beschäftigten des Universitätsklinikums Würzburg durchgeführt, welches in dieser Arbeit als Beispiel für ein Krankenhaussetting dienen soll. Hierbei beantworteten Mitarbeiter aus der Pflege und der Verwaltung in gleichem Umfang dieselben Fragen zur Gesundheitsförderung im Unternehmen. Die Ergebnisse der Umfrage ergaben, dass Mitarbeiter in der Verwaltung, die von geregelten Arbeitszeiten profitieren, öfter an angebotenen Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung teilnehmen als Mitarbeiter in der Pflege. In diesem Bereich wurde größtenteils die nicht vorhandene Vereinbarkeit mit den Arbeitszeiten als Grund für eine Nichtteilnahme genannt. Weiterführende Forschung im Bereich betrieblicher Gesundheitsförderung im Krankenhaus sollte deshalb mehr auf digitale Angebote ausgerichtet sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangslage und Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Definitorische Grundlagen

2.1 Gesundheit

2.2 BGM und BGF

2.3 Arbeits- und Gesundheitsschutz

3 Etablierung des BGM und Maßnahmen der BGF

3.1 Instrumente des BGM

3.2 Gestaltung der Maßnahmen

3.3 Besonderheiten im Krankenhaus

3.4 Umsetzung am UKW

4 Methodik

4.1 Forschungsprozess

4.2 Erhebungsmethode: Onlinefragebogen

4.3 Pretest

5 Datenauswertung und Ergebnisdarstellung

5.1 Darstellung der Ergebnisse

5.2 Überprüfung der Hypothesen

5.3 Diskussion

6 Handlungsempfehlungen

6.1 Verbesserung der Kommunikation

6.2 Digitales Angebot

6.3 Externe Unterstützung

7 Fazit

7.1 Zusammenfassung

7.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der Arbeit ist es, Strategien zur erfolgreichen Etablierung von betrieblichem Gesundheitsmanagement und gesundheitsfördernden Maßnahmen im Krankenhaussektor zu identifizieren, wobei der Schwerpunkt auf der Berücksichtigung der speziellen Bedürfnisse von Pflegepersonal im Vergleich zu Verwaltungsangestellten liegt. Die Forschungsfrage untersucht, wie diese Maßnahmen konkret gestaltet werden können, um allen Mitarbeitergruppen eine gleichermaßen effektive Teilnahme zu ermöglichen und die gesundheitliche Belastung im klinischen Alltag zu reduzieren.

  • Analyse der gesundheitlichen Belastungssituation im Krankenhaussetting.
  • Vergleich der Inanspruchnahme von Gesundheitsangeboten zwischen Pflege und Verwaltung.
  • Identifikation von Barrieren (insb. Arbeitszeiten) bei der Teilnahme an BGF-Maßnahmen.
  • Ableitung bedarfsgerechter Handlungsempfehlungen, insbesondere für digitalen Angebote.
  • Überprüfung von Hypothesen zu geschlechter- und altersabhängiger Gesundheitsförderung.

Auszug aus dem Buch

3.3 Besonderheiten im Krankenhaus

Ein Krankenhaus ist eine medizinische Einrichtung, die zur Erkennung und Behandlung von Krankheiten und zur Geburtshilfe dient. Die stationäre Behandlung im Krankenhaus wird durchgeführt, sofern ein mehrtägiger Aufenthalt eines Erkrankten erforderlich ist. Es wird zwischen Plan-, Vertrags- und Privatkrankenhäusern sowie Universitätskliniken unterschieden (Gesundheitsberichterstattung des Bundes).

Während im Jahr 1992 die gesamten Ausgaben im deutschen Gesundheitssektor 159 Milliarden Euro betrugen, lagen sie 2018 bei 390 Milliarden Euro, was ein Anstieg von über 50 % ist. Die durchschnittliche Verweildauer der Patienten ist in den letzten Jahren hingegen kontinuierlich gesunken und im Zeitraum von 1992 bis 2019 von 13,3 auf 7,2 Tage gefallen. Im Jahr 2019 gab es in Deutschland 1914 Krankenhäuser und insgesamt arbeiteten dort 928 097 Menschen, von denen 167 952 im ärztlichen Dienst und 760 145 im nicht ärztlichen Dienst tätig waren. Der Anteil von Pflegekräften am nicht ärztlichen Personal lag hierbei fast bei 50 % (Statistisches Bundesamt, 2021).

Die Finanzierung der stationären Versorgung im deutschen Krankenhauswesen erfolgt seit 2004 durch ein diagnosebezogenes Fallpauschalensystem. Unter der sogenannten DRG (Diagnosis Related Group) wird eine Fallgruppierung verstanden, die zahlreiche unterschiedliche Patientenfälle mit gleichwertigem wirtschaftlichem Aufwand in Gruppen zusammenfasst. Hierbei wird auch die Bezahlung vergleichbarer Fälle vereinheitlicht, was dazu führt, dass Krankenhausträger aufgrund wirtschaftlicher Aspekte einen möglichst kurzen Krankenhausaufenthalt und eine schnelle Entlassfähigkeit der Patienten anstreben. Zudem wird eine Reduzierung der Betten in den deutschen Krankenhäusern und die Umstellung auf vermehrt ambulante anstatt stationärer Behandlungen angestrebt. Krankenhausaufenthalte sollen demnach nur noch bei Bedarf einer umfassenden medizinischen Überwachung und intensiver Pflege stattfinden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage sowie das Ziel der Arbeit, Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung im Kontext eines Krankenhauses zu optimieren.

2 Definitorische Grundlagen: Erläutert zentrale Begriffe wie Gesundheit, BGM, BGF sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz.

3 Etablierung des BGM und Maßnahmen der BGF: Analysiert relevante Instrumente, deren Gestaltung sowie spezifische Herausforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten im Krankenhaus, beispielhaft am UKW dargestellt.

4 Methodik: Detailliert den Forschungsprozess, die Durchführung der quantitativen Onlinebefragung und die Ergebnisse des Pretests.

5 Datenauswertung und Ergebnisdarstellung: Präsentiert die empirischen Daten der Befragung, wertet die Hypothesen aus und diskutiert die Befunde.

6 Handlungsempfehlungen: Formuliert konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Kommunikation, Einführung digitaler Angebote und Nutzung externer Unterstützung.

7 Fazit: Fasst die Kernerkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Bereich BGM in Krankenhäusern.

Schlüsselwörter

Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Betriebliche Gesundheitsförderung, BGF, Krankenhaus, Pflegepersonal, Arbeitsbelastung, Prävention, Gesundheitsförderung, Arbeitszeitflexibilisierung, Onlinebefragung, Universitätsklinikum Würzburg, Mitarbeitersicherheit, Arbeitsbedingungen, Fachkräftemangel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Umsetzung und Akzeptanz von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung in einem Krankenhaus, mit besonderem Fokus auf die unterschiedlichen Rahmenbedingungen für das Pflegepersonal und die Verwaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind betriebliches Gesundheitsmanagement, die spezifischen Arbeitsbelastungen im Krankenhaus, die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen und die Optimierung der Kommunikation sowie der Angebote innerhalb einer Klinik.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Handlungsempfehlungen zu formulieren, damit gesundheitsfördernde Maßnahmen so gestaltet werden können, dass sowohl Mitarbeiter in der Pflege als auch in der Verwaltung gleichermaßen profitieren können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung in Form einer Onlinebefragung unter den Beschäftigten des Universitätsklinikums Würzburg durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Gesundheitsmanagements, die Analyse spezieller Krankenhausbelastungen, die Erhebung empirischer Daten mittels Onlinefragebogen sowie eine detaillierte Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), Krankenhaus, Arbeitszeitflexibilisierung und Mitarbeitendengesundheit.

Wie unterscheidet sich die Situation von Pflegepersonal von der Verwaltung bei der Gesundheitsförderung?

Die Studie zeigt, dass Verwaltungsmitarbeiter durch geregelte Arbeitszeiten leichter an Maßnahmen teilnehmen können, während Pflegekräfte aufgrund von Schichtdiensten und hoher Arbeitsbelastung bei der Inanspruchnahme der Angebote stark eingeschränkt sind.

Welche Rolle spielen digitale Angebote laut den Ergebnissen?

Digitale Angebote werden als zentrale Lösung für zeit- und ortsunabhängige Gesundheitsförderung identifiziert, um besonders Mitarbeitern mit unregelmäßigen Arbeitszeiten den Zugang zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Betriebliche Gesundheitsförderung des Pflegepersonals im Krankenhaus. Angebote für unterschiedliche Berufsgruppen
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
Note
1,7
Autor
Stefanie Dittner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
56
Katalognummer
V1252506
ISBN (eBook)
9783346688712
ISBN (Buch)
9783346688729
Sprache
Deutsch
Schlagworte
betriebliche gesundheitsförderung pflegepersonals krankenhaus angebote berufsgruppen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Dittner (Autor:in), 2021, Betriebliche Gesundheitsförderung des Pflegepersonals im Krankenhaus. Angebote für unterschiedliche Berufsgruppen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1252506
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Leseprobe aus  56  Seiten
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