Bachelorprojekt zum Thema BilMoG. Änderungen vom HGB zum Referentenentwurf und Regierungsentwurf. Mögliche Auswirkungen der Änderungen auf kleine und mittelständische Unternehmen und die möglichen Vor- oder Nachteile dieser.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 DIE ENTSTEHUNG DES BILMOG
3 WESENTLICHE ÄNDERUNGEN GEGENÜBER DEM HGB
3.1 HANDELSRECHTLICHE BUCHFÜHRUNGS- UND BILANZIERUNGSPFLICHT
3.2 AKTIVIERUNGSPFLICHT EINES DERIVATIVEN GOFW
3.3 AKTIVIERUNG SELBST GESCHAFFENER IMMATERIELLER VERMÖGENSGEGENSTÄNDE DES ANLAGEVERMÖGENS
3.4 ÄNDERUNG DER RÜCKSTELLUNGSBEWERTUNG
3.5 WAHLRECHT ZUR AUFSTELLUNG EINES JAHRESABSCHLUSSES NACH IFRS
4 WESENTLICHE ÄNDERUNGEN VOM REFERENTENENTWURF ZUM REGIERUNGSENTWURF
4.1 HANDELSRECHTLICHE BUCHFÜHRUNGS- UND BILANZIERUNGSPFLICHT
4.2 AKTIVIERUNGSPFLICHT EINES DERIVATIVEN GOFW
4.3 AKTIVIERUNG SELBST GESCHAFFENER IMMATERIELLER VERMÖGENSGEGENSTÄNDE DES ANLAGEVERMÖGENS
4.4 ÄNDERUNG DER RÜCKSTELLUNGSBEWERTUNG
4.5 WAHLRECHT ZUR AUFSTELLUNG EINES JAHRESABSCHLUSSES NACH IFRS
5 ZUSAMMENFASSENDE BETRACHTUNG
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geplanten Änderungen im Handelsgesetzbuch (HGB) mit einem spezifischen Fokus auf die Auswirkungen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Das Ziel besteht darin, die Modernisierungsbestrebungen zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, ob diese als Chance oder Risiko für die betroffenen Unternehmen zu bewerten sind.
- Modernisierung des HGB zur Angleichung an internationale Rechnungslegungsstandards
- Auswirkungen der Befreiung von Buchführungs- und Bilanzierungspflichten für KMU
- Analyse der Bilanzierung von Geschäfts- oder Firmenwerten sowie selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen
- Bewertung der geänderten Vorschriften zur Rückstellungsbewertung
- Vergleichende Betrachtung zwischen Referenten- und Regierungsentwurf
Auszug aus dem Buch
3.2 Aktivierungspflicht eines derivativen GoFW
Der im BilMoG neu gefasste § 246 Abs. 1 S. 2 HGB verpflichtet zukünftig dazu, einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert in der Handelsbilanz zu aktivieren. Es fällt damit das bisher bestehende Wahlrecht der Aktivierung weg. Da der derivative GoFW nach BilMoG zukünftig als ein Vermögensgegenstand betrachtet wird, ist dieser planmäßig, oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig, abzuschreiben. Wird der Tatbestand einer außerplanmäßigen Abschreibung erfüllt und diese nach den Vorschriften des § 253 Abs. 3 S. 3 HGB vorgenommen, muss der niedrigere Wertansatz auch beibehalten werden, wenn der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung entfällt. Es ist bei dieser Änderung eine Annäherung an die Vorschriften der internationalen Rechnungslegung festzustellen, sie beinhaltet allerdings auch eine Ablehnung ggü. dem international üblichen Verfahren, einen GoFW nur außerplanmäßig abzuschreiben.
Grundlage für die Berechnung der Abschreibungsdauer des GoFW soll zukünftig die voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer sein. Diese zu bemessen wird sich in der Praxis für viele Unternehmen allerdings als schwierig darstellen. Für die Rechnungslegung deutscher KMUs allerdings wird diese Änderung voraussichtlich von untergeordneter Relevanz sein, da ein derivativer GoFW dort eher selten erscheint.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Darstellung der Ausgangslage durch die Globalisierung und die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Reform des Handelsrechts durch das BilMoG.
2 DIE ENTSTEHUNG DES BILMOG: Erläuterung der Beweggründe des Gesetzgebers und der Reaktion auf internationale Entwicklungen wie die „IFRS for SMEs“.
3 WESENTLICHE ÄNDERUNGEN GEGENÜBER DEM HGB: Analyse spezifischer Reformpunkte wie Buchführungspflichten, Aktivierung von immateriellen Werten und Rückstellungsbewertung.
4 WESENTLICHE ÄNDERUNGEN VOM REFERENTENENTWURF ZUM REGIERUNGSENTWURF: Untersuchung der Modifikationen im Gesetzgebungsprozess, insbesondere der Beschränkung von Erleichterungen für bestimmte Unternehmenstypen.
5 ZUSAMMENFASSENDE BETRACHTUNG: Kritische Würdigung der Reform, wobei die Kostenentlastungen gegen den potenziellen Informationsverlust und die erhöhte Komplexität bei der Bewertung abgewogen werden.
Schlüsselwörter
BilMoG, HGB, Rechnungslegung, KMU, Internationalisierung, Handelsbilanz, Buchführungspflicht, Geschäfts- oder Firmenwert, Immaterielle Vermögensgegenstände, Rückstellungsbewertung, Referentenentwurf, Regierungsentwurf, Jahresabschluss, Bilanzmodernisierung, Eigenkapitalbasis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) und seine Auswirkungen auf die deutsche Rechnungslegungspraxis, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Zentrum stehen die Änderungen der Buchführungspflichten, die Aktivierung von Firmenwerten und immateriellen Vermögensgegenständen sowie neue Vorgaben zur Rückstellungsbewertung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu ermitteln, inwieweit das BilMoG tatsächlich eine Vereinfachung für KMU darstellt oder ob es neue Risiken und bürokratische Lasten mit sich bringt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine deskriptive und analytische Untersuchung der gesetzlichen Entwürfe (Referenten- und Regierungsentwurf) unter Einbeziehung aktueller fachwissenschaftlicher Diskussionen und Literatur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Änderungen gegenüber dem bisherigen HGB sowie eine Untersuchung der Modifizierungen, die sich zwischen dem Referenten- und dem Regierungsentwurf ergeben haben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind BilMoG, HGB, Rechnungslegung, KMU, Firmenwert, Rückstellungsbewertung und Modernisierung.
Warum wird die Rückstellungsbewertung im BilMoG kritisch gesehen?
Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Komplexität und den administrativen Aufwand, da für verschiedene Rechnungslegungszwecke nun oft unterschiedliche Wertansätze und Gutachten notwendig sind.
Inwiefern beeinflusst das BilMoG die Buchführungspflicht für kleine Unternehmen?
Durch die Einführung von § 241a HGB werden bestimmte kleine Einzelkaufleute von der Buchführungspflicht befreit, was zu einer Kostensenkung führen soll, aber gleichzeitig den Informationsgehalt für externe Dritte reduzieren kann.
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- Anna-Maria Wehberg (Author), 2008, Das BilMoG - Internationalisierung des HGB, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125251