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Die Wirklichkeitsdeutung des Johannesprologs bei Origenes

Titel: Die Wirklichkeitsdeutung des Johannesprologs bei Origenes

Hausarbeit , 17 Seiten

Autor:in: Johanna Theresia Rupp (Autor:in)

Theologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner Hausarbeit zum Thema „Die Wirklichkeitsdeutung des Johannesprologs bei Origenes“ soll zur Sprache kommen, wie Origenes in seinem Johanneskommentar das Einleitungskapitel zum Evangelium nach Johannes hermeneutisch interpretiert und aufzeigt, wie der göttliche Logos in den Seelen der Menschen geboren wird. Dies wird auch, wie bei Meister Eckhart in Stufenleitern dargestellt. Die Hausarbeit ist so strukturiert, dass pro Kapitel ein Vers des Johannesprologs chronologisch in den Blick genommen wird und dabei die Lehre des Origenes anhand von Schriftzitaten ausgelegt wird. Zu Beginn werden die Epinoiai des Sohnes, der aus dem Vater hervorgeht, dargestellt. Dieser wirkt als ein einziges Wesen in verschiedenen Wirkarten, wie in der Sophia, des Logos und der Aletheia. Anschließend soll die Unterscheidung und Hierarchie zwischen dem Vater und dem Logos dokumentiert werden und die Stellung des Heiligen Geistes, um eine Heilsrelevanz des dreifaltigen Gottes zu verdeutlichen. Die Schöpfung soll wird im dritten Kapitel der Arbeit ins Auge gefasst, das den Logos als Bauplan und Handwerker der Schöpfung umfasst, sowie die Schöpfung des Geistes durch den Logos und die Ungeschaffenheit des Schlechten in der Welt. Im weiteren Verlauf soll von dem Logos als Geber des Lebens und des Lichtes die Rede sein, die dieser in die Dunkelheit der menschlichen Seelen bringt. Johannes der Täufer soll im nächsten Kapitel im Zentrum stehen. Dieser wird von Origenes als bedeutende Persönlichkeit angesehen, um dem Logos die Wege zu den Menschen bahnen zu können. Durch die erhaltene prophetische Gnade und sein ausgesprochenes Selbstzeugnis soll dies zum Ausdruck gebracht werden. In den abschließenden Kapiteln werde ich mich den Themenkomplexen der Inkarnation, der Menschwerdung Gottes, widmen, zu denen vor allem die Vereinigung der Seele Jesu von Nazareth mit dem göttlichen Logos zur Sprache kommen wird, aber auch die von Origenes entworfenen Lehre der zwei Naturen Jesu. Ein weiterer bedeutender Aspekt für Origenes ist die Gotteskindschaft, in der ich darlegen möchte, wie nach dem christlichen Theologen und Denker die Gemeinschaft mit dem Vater durch eine vom Sinnlich-Wahrnehmbaren zum Göttlichen erreicht werden kann, damit der Mensch selbst die Vergöttlichung erreichen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Epinoiai: Der Logos und Sophia

1.1 Logos und Sophia

1.2 Logos und Aletheia

2. O theos und theos: Der Gott und der Logos

2.1 Hierarchische Stellung von Gott und Logos

2.2 Heilsrelevanz der Dreifaltigkeit

3. Die Schöpfungsmittlerschaft des Logos

3.1 Der Logos als Bauplan und Handwerker der Schöpfung

3.2 Die Schöpfung des Geistes durch den Logos

3.3 Das ungeschaffene Übel in der Welt

4. Schenker des Lebens und des Lichtes

5. Der Zeuge des Lichts: Johannes der Täufer

5.1 Die prophetische Gnade Johannes des Täufers

5.2 Das Selbstzeugnis des Johannes

6. Und das Wort ist Fleisch geworden: Inkarnation

6.1 Vereinigung der Seele Jesu mit dem Logos

6.2 Zweinaturenlehre bei Origenes

7. Gotteskindschaft

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit analysiert die hermeneutische Interpretation des Prologs zum Johannesevangelium durch den antiken Theologen Origenes, mit dem besonderen Fokus darauf, wie der göttliche Logos in den Seelen der Menschen geboren wird und welche heilsrelevanten Stufen dieser Prozess durchläuft.

  • Die Lehre der Epinoiai des Sohnes und seine verschiedenen Wirkarten
  • Die hierarchische Differenzierung zwischen Gott (Vater) und Logos
  • Die Mittlerrolle des Logos in Bezug auf Schöpfung und Heil
  • Die Bedeutung von Johannes dem Täufer als Zeuge für das Licht
  • Die Inkarnationslehre und die Vereinigung der Seele mit dem Logos

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Logos als Bauplan und Handwerker der Schöpfung

Im dritten Vers des ersten Kapitel aus dem Johannesevangelium heißt es „Alles ist durch ihn geworden“ (Joh 1,3). Nicht nur, dass der Logos den Menschen Anteil gibt am Heil Gottes und dieses an die Menschen vermittelt, auch gilt er als Mittler der Schöpfung. Die beiden Epinoiai Logos und Sophia haben in diesem System ihre je eigene Funktion inne. Der Sohn in der Epinoia der Weisheit stellt gewissermaßen einen Bauplan der Schöpfung dar. Das heißt dieser ist das Fundament aller geschaffenen Wesen. Der Vater hat in dieser Konzeption die Funktion eines Architekten inne, der den Bauplan entworfen hat, sowie die Zeugung des Sohnes und die Schöpfung der Welt mit all ihren Kreaturen. „Weil der Bauplan der Anfang eines jeden Bauwerks ist, deshalb ist der Sohn als Sophia arche der Schöpfung, die arche, in der Gott nach den ersten Worten der Genesis Himmel und Erde, d.h. alles was ist, erschaffen hat.“ Man kann dies so verstehen, dass der Sohn als eine „urbildhafte Schöpfung“ zu verstehen ist, der Sohn in Form der Weisheit aber nur den Bauplan der Schöpfung aufweist. In der Epinoia Logos wirkt der Sohn als ein Handwerker, der den Bauplan verwirklicht, den er selbst als Sophia in sich trägt. Der Logos fungiert als eine Kraft, die die Summe aller Logoi in einer einzigen Schöpfungskraft verwirklicht. Origenes sieht den Sohn als eine Gehilfe des Vaters, um seine Schöpfung in die Tat umzusetzen, sei es als Bauplan der gesamten Schöpfung oder als derjenige, der in der Welt die Schöpfung wirkt. Durch das griechische Wort dia (dt.: durch) wird verdeutlicht, dass die Schöpfung durch die Mittlerschaft des Logos ins Leben gerufen wurde „von einem der mächtiger und größer ist als der Logos“, also dem Vater.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Epinoiai: Der Logos und Sophia: Origenes entfaltet hier die Lehre von den verschiedenen Wirkarten des Sohnes, wie etwa als Weisheit (Sophia) und Logos.

2. O theos und theos: Der Gott und der Logos: Dieses Kapitel arbeitet die hierarchische Unterscheidung zwischen dem Vater und dem Sohn heraus, wobei der Sohn als vermittelnder "zweiter Gott" verstanden wird.

3. Die Schöpfungsmittlerschaft des Logos: Hier wird der Logos als gestaltende Kraft und Handwerker der Schöpfung sowie als Bringer des göttlichen Lebens porträtiert.

4. Schenker des Lebens und des Lichtes: Die Untersuchung konzentriert sich auf die Verbindung von Logik, Leben und Licht in der Beziehung zu allen vernunftbegabten Geschöpfen.

5. Der Zeuge des Lichts: Johannes der Täufer: Origenes analysiert die Rolle Johannes des Täufers als prophetischen Vorläufer, der durch sein Zeugnis den Weg für das Wirken des Logos bereitet.

6. Und das Wort ist Fleisch geworden: Inkarnation: Das Kapitel behandelt die Menschwerdung Gottes und die Vereinigung der menschlichen Seele Jesu mit dem göttlichen Logos.

7. Gotteskindschaft: Der letzte inhaltliche Teil legt dar, wie der Mensch durch Gnade und freien Willen zur gottgewollten Einheit mit dem Vater gelangen kann.

Schlüsselwörter

Origenes, Johannesprolog, Logos, Epinoiai, Sophia, Inkarnation, Gotteskindschaft, Schöpfung, Trinität, Erlösung, Vernunftbegabte Geschöpfe, Heilsrelevanz, Stufenleiter, Christus, Fleischwerdung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Wirklichkeitsdeutung des Johannesprologs durch den frühchristlichen Denker Origenes, insbesondere seine Interpretation der Natur des Logos.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Zu den zentralen Themen gehören die Lehre der Epinoiai, die Rolle Jesu als Schöpfungsmittler, die Inkarnationslehre sowie das christliche Konzept der Gotteskindschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Origenes den Johanneskommentar hermeneutisch interpretiert und darstellt, wie der göttliche Logos in der Seele des Menschen geboren wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt eine chronologische Analyse pro Vers des Johannesprologs unter Einbeziehung der Lehre des Origenes anhand von Schriftzitaten und theologischen Quellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Untersuchung der Trinität, der Schöpfungsrolle des Logos, der vermittelnden Funktion des Johannes des Täufers und der menschlichen Vergöttlichung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Epinoiailehre, Christologie, Schöpfungsmittlerschaft, Inkarnation und spirituelle Stufenleiter beschreiben.

Inwiefern spielt der freie Wille bei Origenes eine Rolle?

Der freie Wille ist laut Origenes ein von Gott gegebenes Instrument, mit dem der Mensch entscheidend dazu beiträgt, ob er sich für die Liebe Gottes öffnet oder sich dem Heil verschließt.

Welche Bedeutung hat das Bild der Stufenleiter in diesem Text?

Die Stufenleiter dient als zentrales Bild für den Prozess des geistigen Wachsens, bei dem das Geschöpf von der sinnlich-wahrnehmbaren Welt zur Schau des einen Gottes geführt wird.

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Details

Titel
Die Wirklichkeitsdeutung des Johannesprologs bei Origenes
Autor
Johanna Theresia Rupp (Autor:in)
Seiten
17
Katalognummer
V1252776
ISBN (PDF)
9783346685896
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wirklichkeitsdeutung johannesprologs origenes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johanna Theresia Rupp (Autor:in), Die Wirklichkeitsdeutung des Johannesprologs bei Origenes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1252776
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Leseprobe aus  17  Seiten
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