In der vorliegenden Arbeit wird ein Trainingsplan für eine Person aufgebaut. Zuerst wird eine Diagnose anhand verschiedener Werte erstellt, womit später ein passender mesozyklischer Trainingsplan konzipiert werden kann. Außerdem werden noch zwei Studien zu den Effekten des Ausdauertrainings bei arterieller Hypertonie untersucht.
Inhaltsverzeichnis
1 DIAGNOSE
1.1 Allgemeine und biometrische Daten
1.2 Leistungsdiagnostik/Ausdauertestung
1.3 Gesundheits- und Leistungsstatus der Person
2 ZIELSETZUNG/PROGNOSE
3 TRAININGSPLANUNG MESOZYKLUS
3.1 Grobplanung Mesozyklus
3.2 Detailplanung Mesozyklus
3.3 Begründung zum Mesozyklus
4 LITERATURRECHERCHE
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Erstellung eines strukturierten Trainingsplans für einen 55-jährigen Probanden, dessen Hauptziele die Reduktion des Körperfettanteils, eine Verbesserung des Gesundheitszustands sowie die Steigerung der allgemeinen Fitness darstellen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch evidenzbasierte Trainingsmethoden (insbesondere extensive Ausdauermethoden) innerhalb eines festgelegten Mesozyklus physiologische Anpassungsprozesse zur Gesundheitsoptimierung und Leistungssteigerung induziert werden können.
- Analyse biometrischer Daten und Gesundheitsstatus
- Leistungsdiagnostik mittels Ausdauertestung
- Festlegung kurz-, mittel- und langfristiger Trainingsziele
- Erstellung eines detaillierten, leistungsgerechten Mesozyklus-Trainingsplans
- Evidenzbasierte Begründung der Trainingsmethodik unter Berücksichtigung sportwissenschaftlicher Erkenntnisse
Auszug aus dem Buch
3.3 Begründung zum Mesozyklus
Da das Hauptziel der Person die Gewichtsreduktion ist, wurde als Basistrainingsmethode des Mesozyklus die extensive Dauermethode gewählt, da sie laut Kindermann (2004) für die Maximierung der Fettverbrennung sorgt. Bei den angesteuerten Trainingsbereichen liegt der Schwerpunkt auf dem Aufbau der Grundlagenausdauer, welche dann ab Woche vier stabilisiert werden soll.
Der angestrebte wöchentliche Belastungsumfang von drei Trainingseinheiten pro Woche, mit anfangs 30 und später bis zu 60 Minuten, richtet sich zum einen nach dem zeitlichen Verfügungsrahmen des Kunden und zum anderen nach seiner Belastbarkeit und seinem Leistungsstand. Nach Kemmler et al. (2003) muss eine effektive Trainingshäufigkeit mindestens zwei Trainingseinheiten pro Woche betragen.
Die Belastungsprogression wird von Woche zu Woche zum einen über eine Steigerung der Trainingsintensität, gemessen nach der HFmax, und zum anderen über eine Erhöhung der Trainingsdauer erzielt. Würde laut Kemmler et al. (2003) die Belastung über längere Zeit gleich bleiben, sinkt der Belastungsreiz und der Trainierende würde ein Leistungsplateau erreichen.
Die maximale Herzfrequenz lässt sich mit Hilfe der Altersformel nach ACSM berechnen (HFmax = 220 - Lebensalter für Laufband und Crosstrainer und HFmax = 200 - Lebensalter für Fahrradergometer), womit wir auf einen Wert von 165 S/min kommen. Hierdurch lässt sich die Trainingsintensität für die jeweilige Einheit bestimmen. Die Progression wurde so gewählt, dass sie zwar fordernd, aber für die Person erreichbar ist, um Erfolgserlebnisse zu schaffen und die Person nachhaltig an ein regelmäßiges Training ran zuführen. Nach Jakicic et al. (2008) resultiert aus einem Training mit geringerer Intensität und längerer Dauer ein höherer Effekt auf die Gewichtsreduktion als aus einem Training mit höherer Intensität und kürzerer Dauer.
Zusammenfassung der Kapitel
DIAGNOSE: Erfassung der biometrischen Daten, gesundheitlichen Voraussetzungen und Durchführung einer Leistungsdiagnostik zur Bestimmung des aktuellen Fitnesszustands.
ZIELSETZUNG/PROGNOSE: Definition konkreter kurz-, mittel- und langfristiger Ziele basierend auf den Kundenwünschen zur Gewichtsreduktion und Leistungssteigerung.
TRAININGSPLANUNG MESOZYKLUS: Erstellung eines 6-wöchigen Trainingsplans mit grober und detaillierter Einheitenplanung sowie einer wissenschaftlichen Begründung der gewählten Methode.
LITERATURRECHERCHE: Darstellung und Analyse relevanter Studien zum Thema Ausdauertraining und dessen Auswirkungen auf Adipositas und Hypertonie.
Schlüsselwörter
Training, Mesozyklus, Ausdauertraining, extensive Dauermethode, Leistungsdiagnostik, Gewichtsreduktion, Fettverbrennung, Belastungsprogression, Herzfrequenz, Fitness, Sportmedizin, Grundlagenausdauer, Gesundheit, Trainingsplanung, Gesundheitsförderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Erstellung und wissenschaftliche Fundierung eines individuellen Trainingsplans für einen Kunden im Rahmen des Moduls Trainingslehre.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Leistungsdiagnostik, die Trainingsplanung zur Gewichtsreduktion und die sportwissenschaftliche Begründung von extensiven Dauermethoden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch einen gezielten 6-wöchigen Mesozyklus den Körperfettanteil zu reduzieren, den Blutdruck zu verbessern und die allgemeine Leistungsfähigkeit des Kunden zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die extensive Dauermethode angewandt, die durch ihre moderate Intensität besonders zur Verbesserung der Grundlagenausdauer und der Fettstoffwechselsituation geeignet ist.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die diagnostische Ist-Analyse, die daraus abgeleitete Zielsetzung und die detaillierte Ausarbeitung des Trainingsmesozyklus samt Begründung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Training, Ausdauertraining, Gewichtsreduktion und Belastungsprogression sind die maßgeblichen Begriffe, die den Inhalt der Arbeit definieren.
Warum wurde explizit das Laufband und der Crosstrainer gewählt?
Die Wahl dieser Geräte soll für den Kunden eine hohe Abwechslung im Training garantieren, den Kalorienverbrauch maximieren und gleichzeitig durch den Crosstrainer ein gelenkschonendes Training ermöglichen.
Wie sicherte der Autor das Vermeiden eines Leistungsplateaus?
Durch eine wöchentliche Belastungsprogression, gesteuert über die Trainingsintensität und die Trainingsdauer, wird der notwendige Reiz gesetzt, um kontinuierliche Anpassungen des Körpers zu forcieren.
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- Isabel Peter (Author), 2022, Trainingsplanung im Ausdauertraining. Körperfett reduzieren durch Cardiofitness, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1252812