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Der Homunculus. Eine kritische Betrachtung der Konstruktion von Idealtypen anhand Alfred Schütz’ und Max Webers Konzepten

Am Beispiel der Serie "Fullmetal Alchemist: Brotherhood"

Titel: Der Homunculus. Eine kritische Betrachtung der Konstruktion von Idealtypen anhand Alfred Schütz’ und Max Webers Konzepten

Hausarbeit , 2018 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit wird vor allem auf Alfred Schütz’ Gestaltung der Lebenswelt und seiner Konstruktion von Homunculi eingegangen. Ergänzend wird Max Webers Idealtypus dargestellt und somit Schütz’sche Ansätze in geringem Maße hergeleitet. Dazu werden die Werke der genannten Autoren genutzt, die sich vor allem damit beschäftigen, wie eine sozialwissenschaftliche Methodik zur möglichst optimalen Gestaltung solcher Konstruktionen geschaffen werden kann. Die kritische Betrachtung dieser Konstruktionen, somit deren Anwendung in der Realität, findet anhand der auf einem Manga basierenden Anime-Serie Fullmetal Alchemist: Brotherhood statt, welche den Begriff der Homunculi für die Antagonisten nutzt. Anhand der Serie werden Probleme bei der Konstruktion und jene, welche über die Zeit hinweg auftreten können, veranschaulicht und verdeutlicht. Abschließend soll aus den vorliegenden Informationen ein Fazit gezogen werden, das die Frage beantwortet, ob diese Homunculi reine Theorie seien und nur ihrem Zweck dienen oder diese sich auf die Realität übertragen und anwenden lassen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffe, Zusammenhänge und Herleitungen

2.1 Alfred Schütz: Alltagswelt und Homunculus

2.2 Max Weber: Ansätze zum Idealtypus und zur Typisierung

3 Kritik am Beispiel Fullmetal Alchemist: Brotherhood

4 Schlussbemerkung / Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion von idealisierten Modellen – bei Alfred Schütz als "Homunculi" und bei Max Weber als "Idealtypen" bezeichnet – und hinterfragt kritisch deren wissenschaftliche Anwendbarkeit und die Gefahr einer subjektiven Verzerrung durch den Forschenden, indem sie diese Konzepte auf die Antagonisten der Anime-Serie Fullmetal Alchemist: Brotherhood anwendet.

  • Wissenschaftstheoretische Grundlagen von Alfred Schütz (Alltagswelt, Wissenstypen)
  • Methodik des Idealtypus nach Max Weber
  • Kritische Reflexion der Objektivität bei der Erstellung sozialwissenschaftlicher Modelle
  • Analyse fiktionaler Antagonisten als "Homunculi"
  • Gefahren der Pseudowissenschaftlichkeit und Ideologisierung durch Typisierung

Auszug aus dem Buch

3 Kritik am Beispiel Fullmetal Alchemist: Brotherhood

Ähnlich wie in der Einleitung zu Faust II beginnt die Geschichte des Homunkulus mit einem Männlein in der Flasche. Lange vor der aktuellen Handlung gibt es einen versklavten Menschen mit der Nummer 23, welcher in einer Forschungseinrichtung arbeiten muss. Das Männlein in der Flasche – oder der Homunkulus – wurde aus dem Blut von Nummer 23 und durch die im Anime bestätigte Wissenschaft der Alchemie geformt (vgl. FMAB (a) 2010: Min. 7:15 – 9:57). Im weiteren Verlauf der Folge verspricht der Homunkulus dem König des Landes Unsterblichkeit, dazu müsse er nur die Anweisungen des Männleins in der Flasche befolgen.

Nachdem der grausame und mörderische Plan des Homunkulus umgesetzt und eine alchemistische Formel somit vollendet wird, wird das im Land lebende Volk inklusive des Königs und seines Stabs ausgelöscht, bzw. für einen Zweck geopfert. Nur der Homunkulus und der ehemalige Sklave, der zuvor nur eine Nummer war und dank des Homunkulus nun Vor- und Nachnamen (Van Hohenheim) trägt, gebildet und wohlhabend wurde, haben überlebt. Dank des immensen Opfers konnte sich der Homunkulus eine menschenähnliche Hülle nach dem Ebenbild von Hohenheim schaffen, in welcher er nun frei und eigenständig durch die Welt gehen kann (ebd.: Min. 12:00 – 18:00). Schon hier lässt sich anhand einer Szene die Diskrepanz zwischen Privatperson und dem rationalen Anspruch an Forschende erkennen. In einer Unterhaltung sprechen der Homunkulus und Hohenheim über Träume. Während Hohenheim von einer Familie und Sesshaftigkeit träumt, hält der Homunkulus die Reproduktion der Menschen für unpraktisch. Der Homunkulus wünscht sich nur einen Körper (ebd. Min.: 11:00 – 13:00). Durch die erste Unterhaltung der beiden wird allerdings klar, dass dieses Streben nach einem Körper, eher für ein Streben nach Freiheit von jeglicher Art der Beschränkung steht (ebd.: Min. 9:15 – 9:35).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik einer wissenschaftlichen Konstruktion von sozialen Akteuren ein und stellt das Ziel der Arbeit vor, die Konzepte von Schütz und Weber am Beispiel der Anime-Serie zu validieren.

2 Begriffe, Zusammenhänge und Herleitungen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Fundamente von Alfred Schütz und Max Weber bezüglich Alltagswelt, Typisierung, Idealtypus und dem "desinteressierten Beobachter" dargelegt.

3 Kritik am Beispiel Fullmetal Alchemist: Brotherhood: Die Analyse wendet die theoretischen Modelle auf die Antagonisten der Serie an, um die Risiken der Konstruktion von "Homunculi" und die Fehleranfälligkeit bei der Suche nach Objektivität zu veranschaulichen.

4 Schlussbemerkung / Fazit: Das Fazit resümiert die Ergebnisse der Arbeit und warnt vor der unkritischen Anwendung von Idealtypen, indem es Parallelen zwischen wissenschaftlicher Fehlkonstruktion und historischen pseudowissenschaftlichen Ideologien zieht.

Schlüsselwörter

Alfred Schütz, Max Weber, Idealtypus, Homunculus, Alltagswelt, Typisierung, Soziologische Methodik, Fullmetal Alchemist Brotherhood, Wissenschaftstheorie, Subjektivität, Objektivität, soziale Konstruktion, Motivanalyse, Wissensvorrat, Pseudowissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die soziologische Herausforderung, wie wissenschaftliche Modelle von handelnden Akteuren konstruiert werden, ohne die soziale Realität oder das Individuum hinter der Konstruktion zu verfälschen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Wissenschaftstheorie des sozialen Handelns, die Methodik der Modellbildung und deren Anwendung auf fiktionale Charaktere als Fallbeispiele für theoretische Konstrukte.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob und wie die von Schütz und Weber beschriebenen Konstruktionsmethoden (Homunculi und Idealtypen) trotz ihrer theoretischen Nützlichkeit anfällig für subjektive Verzerrungen durch den Forschenden sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-kritische Arbeit, die primär textanalytische Ansätze nutzt, um die Konzepte der Phänomenologischen Soziologie und der Verstehenden Soziologie methodisch auf die Erzählstruktur der Anime-Serie zu beziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung der Konzepte von Schütz und Weber sowie eine anschließende praxisorientierte Kritik, bei der die Antagonisten aus Fullmetal Alchemist: Brotherhood als Fallbeispiele für idealtypische Konstruktionen dienen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit definiert sich über Begriffe wie Typisierung, soziale Welt, Konstruktion, Idealtypus, Homunculus, Biographische Situation und Objektivität.

Inwiefern lassen sich fiktive "Homunculi" mit realen wissenschaftlichen Modellen vergleichen?

Der Autor argumentiert, dass beide Konstrukte für einen spezifischen Zweck durch einen "Schöpfer" (sei es ein Wissenschaftler oder ein Charakter in der Serie) erstellt werden, wobei die Gefahr besteht, dass die Komplexität der Realität zugunsten einer einseitigen Nutzbarkeit ignoriert wird.

Warum warnt die Arbeit vor unkritischer Idealtypen-Bildung?

Der Autor verweist warnd auf historische Parallelen, bei denen pseudowissenschaftliche Begriffe und Idealtypen zur Rechtfertigung von Diskriminierung und Vernichtungsideologien wie im Nationalsozialismus missbraucht wurden.

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Details

Titel
Der Homunculus. Eine kritische Betrachtung der Konstruktion von Idealtypen anhand Alfred Schütz’ und Max Webers Konzepten
Untertitel
Am Beispiel der Serie "Fullmetal Alchemist: Brotherhood"
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
14
Katalognummer
V1252933
ISBN (PDF)
9783346687067
ISBN (Buch)
9783346687074
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fullmetal Alchemist Brotherhood Alfred Schütz Idealtyp Max Weber Alltagswelt Typisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Der Homunculus. Eine kritische Betrachtung der Konstruktion von Idealtypen anhand Alfred Schütz’ und Max Webers Konzepten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1252933
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Leseprobe aus  14  Seiten
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