Gerade aufgrund häufiger Vorurteile und einer gewissen Angst vor dem Islam, die in westlichen Ländern herrscht, ist es unabdingbar diese Religion mit den Schülern zu behandeln, um zu einem verbesserten Verständnis und Verhältnis der Angehörigen der Religionen zu schaffen. Viele christliche Schüler wissen von ihren muslimischen Schulkameraden, dass Muhammad ein hoch angesehener Prophet im Islam ist. Einige werden sicherlich die Erfahrung gemacht haben, dass ein muslimischer Mitschüler nicht erfreut reagiert, wenn Nichtmuslime sich über den Propheten mokieren. Warum ist das so? Welche Bedeutung hat Muhammad für den Islam und was macht ihn so besonders, dass er eine Vorbildfunktion für Muslime hat?
In diesem Essay soll herausgearbeitet werden, wie man als Lehrkraft das Thema Muhammad im evangelischen Religionsunterricht anhand des Elementarisierungsansatzes behandeln kann. Dabei wird zunächst die Bedeutung des Propheten Muhammad in das Thema einführen. Anschließend wird der Elementarisierungsansatz vorgestellt. Anhand zweier Aspekte dieses Ansatzes wird das Thema daraufhin für Schüler eines Gymnasiums in der sechsten Klasse elementarisiert. Abschließend werde ich meine Ergebnisse im Fazit zusammenfassend darstellen und mögliche Herausforderungen benennen.
Inhaltsverzeichnis des Essays
1 Einleitung
2 Der Prophet Muhammad
3 Elementarisierung
4 Elementarisierung des Themas „Die Bedeutung Muhammads“
4.1 Elementare Strukturen
4.2 Elementare Erfahrungen
5 Fazit
Zielsetzung und Themenfelder
Dieses Essay untersucht, wie der islamische Prophet Muhammad methodisch im evangelischen Religionsunterricht behandelt werden kann, indem das religionspädagogische Modell der Elementarisierung angewendet wird, um Vorurteile abzubauen und das interreligiöse Verständnis zu fördern.
- Grundlagen des Elementarisierungsansatzes nach Friedrich Schweitzer
- Biographische Eckdaten und die religiöse Bedeutung Muhammads
- Didaktische Reduktion komplexer religiöser Inhalte für den Unterricht
- Lebensweltliche Anknüpfungspunkte durch Vergleiche von Vorbildern
- Förderung von Toleranz und interkulturellem Miteinander
Auszug aus dem Buch
4.2 Elementare Erfahrungen
Die Mitschülerin trägt seit kurzem ein Kopftuch. In der Cafeteria essen die muslimischen Schüler kein Schweinefleisch. Dies sind alltägliche Erfahrungen, die Schülerinnen und Schüler heutzutage machen. Auch von dem Propheten Muhammad werden viele Kinder einer sechsten Klasse gehört haben, wenn ihre muslimischen Schulkameraden über ihn sprechen und dabei so von ihm schwärmen. Als christliches Schulkind fragt man sich dann: „Wer ist dieser Muhammad und warum reden sie so viel von ihm? Was ist so toll an ihm?“
Um den SuS die Bedeutung des Propheten für den Islam und seine Vorbildfunktion nahezubringen, ist eine Suche nach Entsprechungen sinnvoll. So kann man im Religionsunterricht bspw. einen Vergleich mit Vorbildern der christlichen Kinder darstellen. Ihre Idole werden weniger religiöser Natur sein, sondern aus Bereichen wie Sport und Schauspiel kommen.
Nun gilt es, die genannten Vorbilder der christlichen SuS mit dem Vorbild Muhammad in Verbindung zu bringen. Was alle Idole verbindet ist, dass sie etwas getan haben, was sie zu diesem Idol macht. Sie unterscheiden sich lediglich in dem was sie tun.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Islams im evangelischen Religionsunterricht und erläutert die Zielsetzung des Essays unter Verwendung des Modells der Elementarisierung.
2 Der Prophet Muhammad: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Leben Muhammads, seine Offenbarungserlebnisse und seine Bedeutung als Prophet im Islam.
3 Elementarisierung: Hier wird der theoretische Rahmen der Elementarisierung nach Friedrich Schweitzer mit seinen fünf didaktischen Dimensionen vorgestellt.
4 Elementarisierung des Themas „Die Bedeutung Muhammads“: Dieser Hauptteil überträgt die Theorie auf das konkrete Unterrichtsthema, unterteilt in die Auswahl wesentlicher Strukturen und die Bedeutung lebensweltlicher Erfahrungen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Rolle der Lehrkraft bei der sensiblen Vermittlung des Islamthemas.
Schlüsselwörter
Elementarisierung, Religionsunterricht, Prophet Muhammad, Islam, Didaktik, Schweitzer, Vorbildfunktion, Schüler, interkulturelles Lernen, Religionspädagogik, Offenbarung, Toleranz, Lebenswelt, Erziehung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Herangehensweise, den Propheten Muhammad als Thema in den evangelischen Religionsunterricht zu integrieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Anwendung des Elementarisierungsmodells, die biographische Darstellung Muhammads und die Frage nach seiner Vorbildfunktion für Muslime.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein besseres Verständnis unter Schülern zu schaffen und religiöse Vorurteile durch eine lebensnahe und didaktisch aufbereitete Unterrichtsgestaltung abzubauen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird das primär religionspädagogische Modell der Elementarisierung nach Friedrich Schweitzer analysiert und praktisch auf das Thema Muhammad angewendet.
Welcher Inhalt wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die Elementarisierung und die praktische Übertragung dieses Ansatzes auf die spezifische Figur des Propheten Muhammad.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Elementarisierung, Religionsunterricht, Muhammad und Vorbildfunktion beschreiben.
Wie werden die Inhalte des Islams für Schüler konkret vereinfacht?
Durch Fokussierung auf wesentliche biographische Eckdaten und die Herstellung von Vergleichen zu bekannten Vorbildern der Schüler in einer sechsten Klasse.
Warum ist das Thema Muhammad für christliche Schüler relevant?
Es dient dazu, das Miteinander im Schulalltag zu verbessern und zu begreifen, warum muslimische Mitschüler den Propheten so hoch verehren.
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- Anonym (Author), 2018, Elementarisierung am Beispiel der Bedeutung Muhammads für Muslime, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1253068