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Das westliche, kulturelle Ideal der "guten Mutter" im Zusammenhang mit dem Phänomen "Regretting Motherhood"

Analyse und Kritik

Title: Das westliche, kulturelle Ideal der "guten Mutter" im Zusammenhang mit dem Phänomen "Regretting Motherhood"

Master's Thesis , 2021 , 94 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Alessa Maasjosthusmann (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Entwicklung unseres heutigen Mutterbildes und dem medialen Diskurs, welcher auf die Regretting Motherhood Studie folgte. In den nachfolgenden Kapiteln soll herausgearbeitet werden: Inwieweit sind bereuende Mütter in der medialen Darstellung ein Tabu? Welche gesellschaftlichen, kulturellen und historischen Konstruktionen sind dafür verantwortlich, dass Regretting Motherhood ein Tabuthema ist? Welches mediale beziehungsweise gesellschaftliche Echo gab es nach der Publizierung der Regretting Motherhood Studie? Wie wird im Diskurs die Studie und Mutterschaft behandelt und vor welchem Ideal geschieht dies? Werden bereuende Mütter im medialen Diskurs stigmatisiert?

Orna Donath sprengte im Jahr 2015 mit ihrer Studie Regretting Motherhood unseren gesellschaftlichen Rahmen, welcher das Muttersein bis dato zumeist mit positiven Gefühlen verbunden hat. Die israelische Soziologin ließ in ihrer Studie 23 Mütter zu Wort kommen, die ihre Mutterschaft bereuen und auf die zentrale Frage, ob sie, wenn sie könnten, ihre Mutterschaft rückgängig machen würden, geschlossen mit „Ja“ antworteten. Nach Donaths Publikation folgten unzählige Artikel in den Print- und Onlinemedien. Es entstand außerdem einiges an Literatur und auch zahlreiche deutsche Frauen, die ihre Mutterschaft bereuten, brachen öffentlich ihr Schweigen. In dem daraus resultierenden Diskurs um Regretting Motherhood ging es deshalb auch um den Vorwurf fehlender Mutterliebe.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Fragestellung und Relevanz der Arbeit

2. Methodik: Diskurstheoretische Ansätze

2.1 Kritische Diskursanalyse nach Jäger

2.1.1 Theoretische Vorgehensweise

3. Orna Donaths Studie Regretting Motherhood

3.1 Differenzierung: Reue und Ambivalenz

3.2 Differenzierung: Reue und Absenz von Liebe

4. Perspektiven auf Mutterschaft

4.1 Historische Entwicklung des Mutterbildes

4.1.1 Das 18. Jahrhundert: Mutterschaft zwischen Desinteresse und Lieblosigkeit

4.1.2 Das 19. Jahrhundert: Idealisierung der Mutterschaft

4.1.3 Das 20. Jahrhundert: Von NS-Rassenideologien bis zur Psychologisierung der Mutter-Kind-Beziehung

4.2 Psychoanalytische Perspektive auf Mutterschaft

4.3 Die deutsche Mutter: Der Schatten des Muttermythos

5. Stigmatisierung nach Erving Goffman

5.1.1 Personale Identität

5.1.2 Stigmatisierung bereuender Mütter

6. Diskursanalyse: Regretting Motherhood

6.1 Forschungsgegenstand: Mutterbild, Regretting Motherhood, Medien

6.2 Materialgrundlage

6.3 Strukturanalyse

6.4 Feinanalyse „Artikel 10“

6.4.1 Institutioneller Rahmen

6.4.2 Text-Oberfläche

6.4.3 Sprachlich-rhetorische Mittel

6.4.4 Inhaltlich-ideologische Ansichten

6.5 Feinanalyse „Artikel 21“

6.5.1 Institutioneller Rahmen

6.5.2 Text-Oberfläche

6.5.3 Sprachlich-rhetorisch Mittel

6.5.4 Inhaltlich-ideologische Ansichten

6.6 Feinanalyse „Artikel 32“

6.6.1 Institutioneller Rahmen

6.6.2 Text-Oberfläche

6.6.3 Sprachlich-rhetorische Mittel

6.6.4 Inhaltlich-ideologische Ansichten

6.7 Feinanalyse „Artikel 7“

6.7.1 Institutioneller Rahmen

6.7.2 Text-Oberfläche

6.7.3 Sprachlich-rhetorische Mittel

6.7.4 Inhaltlich-ideologische Ansichten

6.8 Gesamtanalyse

7. Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie das gesellschaftliche Ideal der „guten Mutter“ in den Medien konstruiert wird und inwieweit das Phänomen „Regretting Motherhood“ in der deutschen Medienlandschaft als Tabu behandelt oder stigmatisiert wird.

  • Kritische Diskursanalyse des medialen Diskurses zu „Regretting Motherhood“.
  • Historische Einordnung des westlichen Mutterideals vom 18. Jahrhundert bis heute.
  • Untersuchung der Stigmatisierung bereuender Mütter mittels Goffmans Identitätstheorie.
  • Analyse des gesellschaftlichen Drucks und des Vorwurfs fehlender Mutterliebe.
  • Auswertung von Online-Artikeln deutscher Leitmedien zur Identifizierung diskursiver Strukturen und Kollektivsymbole.

Auszug aus dem Buch

3 Orna Donaths Studie Regretting Motherhood

Im Jahr 2015 veröffentlichte die israelische Soziologin Orna Donath in Deutschland eine bis dato einzigartige Studie, in der sie sich an ein tabuisiertes Thema wagte: Mütter, die es bereuen Kinder bekommen zu haben. Der Auslöser für die Studie war, dass Reue immer nur den Frauen prophezeit wurde, die keine Kinder haben wollen, von der Reue ein Kind bekommen zuhaben sprach niemand. (vgl. Donath 2015, S. 9). So machte sich Orna Donath auf die Suche nach Frauen, die eben jenes bereuen, worüber keiner sprechen mag, da es uns, so Donath schwer fällt anzuerkennen, „dass auch die Mutterschaft zu den Lebensbereichen zählt, in denen ein Gefühl wie Reue auftreten kann – wie in so vielen anderen Lebensbereichen, in denen wir agieren oder die wir aushalten müssen und wo wir auch manchmal den Wunsch verspüren mögen, umzukehren und manche Dinge noch einmal, aber ganz anders zu machen“ (Donath 2015, S. 10 f.). So fand Donath 23 Frauen, die ihr auf die Frage „Wenn Sie in der Zeit zurückgehen könnten, mit den Erfahrungen und den Kenntnissen, die Sie heute haben, wären Sie dann Mutter geworden?“ mit „Nein“ antworteten (vgl. Mundlos 2016, S. 10). Donaths Forschungsarbeit dauerte von 2008 bis 2013. In ihrem Heimatland Israel wurde die Studie bereits 2014 veröffentlicht (vgl. ebd., S.13).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas, der Relevanz der Studie von Orna Donath und der Zielsetzung der Diskursanalyse.

2. Methodik: Diskurstheoretische Ansätze: Darstellung der Kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger als methodische Grundlage.

3. Orna Donaths Studie Regretting Motherhood: Detailbeschreibung der Studie, ihrer Hintergründe und der soziodemografischen Daten der befragten Mütter.

4. Perspektiven auf Mutterschaft: Historische und psychoanalytische Aufarbeitung des Mutterbildes im westlichen Kontext.

5. Stigmatisierung nach Erving Goffman: Theoretische Fundierung der Stigmatisierungsprozesse und deren Übertragung auf das Muttersein.

6. Diskursanalyse: Regretting Motherhood: Empirische Analyse der Medienberichterstattung mittels Struktur- und Feinanalyse ausgewählter Artikel.

7. Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse und Beantwortung der zentralen Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Regretting Motherhood, Mutterschaft, Muttermythos, Kritische Diskursanalyse, Stigmatisierung, Mutterideale, Medienanalyse, Reue, Ambivalenz, Genderforschung, Soziologie, Tabubruch, Erving Goffman, Siegfried Jäger.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit?

Die Arbeit analysiert das gesellschaftlich konstruierte Ideal der „guten Mutter“ vor dem Hintergrund der Studie „Regretting Motherhood“ von Orna Donath und untersucht dessen mediale Darstellung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung des Mutterbildes, der Einfluss von Ideologien auf das Elternsein, die Stigmatisierung abweichender Verhaltensmuster und die Analyse des öffentlichen Diskurses.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, ob Mütter, die ihre Mutterschaft bereuen, im medialen Diskurs stigmatisiert werden und welche kulturellen Konstruktionen hinter dem Tabuthema „Regretting Motherhood“ stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Kritische Diskursanalyse nach Siegfried Jäger angewandt, um Aussagen, Kollektivsymbole und Normalismen in der Berichterstattung zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Mutterschaft und Stigmatisierung sowie den empirischen Teil, in dem ausgewählte Zeitungsartikel mittels Struktur- und Feinanalyse untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Begriffe Regretting Motherhood, Muttermythos, gesellschaftlicher Druck, Diskursanalyse und Stigmatisierung definieren den inhaltlichen Kern dieser Masterarbeit.

Welche Rolle spielt der „deutsche Muttermythos“ in dieser Studie?

Der deutsche Muttermythos fungiert als kulturelle Folie, die Mutterschaft mit einer „heiligen“ Aufgabe und Selbstaufopferung verknüpft, was zur Diskreditierung von Müttern führt, die diese Norm nicht erfüllen.

Warum ist das Thema gerade in Deutschland so emotional diskutiert worden?

Die Arbeit stellt fest, dass in Deutschland die Verknüpfung von Mutterschaft mit Status und einer moralischen Pflicht zur Selbstlosigkeit besonders stark ausgeprägt ist, was das Bekenntnis zur Reue als massiven Tabubruch erscheinen lässt.

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Details

Title
Das westliche, kulturelle Ideal der "guten Mutter" im Zusammenhang mit dem Phänomen "Regretting Motherhood"
Subtitle
Analyse und Kritik
College
International Psychoanalytic University
Grade
2,0
Author
Alessa Maasjosthusmann (Author)
Publication Year
2021
Pages
94
Catalog Number
V1253126
ISBN (PDF)
9783346688279
ISBN (Book)
9783346688286
Language
German
Tags
Psychoanalyse Regretting Motherhood mutterschaft Familie Studie Kultur Nationalsozialismus Israel Orna Donath Diskursanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alessa Maasjosthusmann (Author), 2021, Das westliche, kulturelle Ideal der "guten Mutter" im Zusammenhang mit dem Phänomen "Regretting Motherhood", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1253126
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