Die vorliegende Bachelorarbeit gibt einen Überblick auf die Besetzung der weiblichen Führungskräfte in Deutschland. Betrachtet man die erwerbstätigen Führungskräfte, so findet man deutlich mehr Männer als Frauen. Obwohl die Bundesregierung gesetzliche Maßnahmen ergreift, erreichen die Frauen die Top-Führungsposition selten, die Führungsposition bleibt männerdominiert. Doch warum scheint der Aufstieg für Frauen so unerreichbar zu sein?
Demzufolge ist das Ziel dieser Arbeit eine Handlungsempfehlung für Frauen, die es, mit Hilfe bestimmter Verhaltensmuster, nach weit oben schaffen wollen. Anhand von einem Leitfaden wurde eine weibliche Führungskraft von BWM zu ihren positiven und negativen Erfahrungen, ihren Erfolgen, aufgetretenen Problemen und Verbesserungsvorschlägen befragt, welche dann mit Hilfe ihrer Aussagen zu Handlungsempfehlungen formuliert wurden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Deutschland und Geschlechterentwicklungen
1.2 Forschungsfrage
2. Hauptmodelle
2.1. Geschäftskultur
2.1.2 Unternehmensstruktur
2.1.3 Diversity Management
2.2 Geschlechtsunterschiede in der Arbeitswelt
2.2.1 Die soziale Konstruktion von Gender
2.2.2 Geschlechterlücke
3. Empirische Forschung
3.1 Forschung
3.2 Interviewrichtlinien und Interviewpartner
4. Auswertung des Interviews
5. Diskussion, Interpretation, Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Herausforderungen und Karrierebarrieren für weibliche Führungskräfte in Deutschland. Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis der aktuellen Situation zu erlangen und auf Basis qualitativer Experteninterviews Handlungsempfehlungen zur Förderung von Frauen in Top-Positionen zu formulieren.
- Analyse des Einflusses von Unternehmenskultur auf den Führungserfolg
- Untersuchung der strukturellen und sozialen Ursachen der Geschlechterlücke
- Evaluation von Diversity Management als strategisches Führungsinstrument
- Vergleichende Betrachtung von Karrieremustern und Barrieren (Glasklippe, Glasdecke)
- Ableitung von Empfehlungen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Auszug aus dem Buch
2.1. Geschäftskultur
Das Wort Kultur selbst kann definiert werden als "die Lebensweise, insbesondere die allgemeinen Bräuche und Überzeugungen, einer bestimmten Gruppe von Menschen zu einer bestimmten Zeit". Trompenaars und Hampden-Turner (1997) behaupten, dass Kultur kein leicht zu erklärendes Phänomen ist, sondern in verschiedenen Schichten analysiert werden muss; äußere, mittlere und innere Schicht. Die äußere Schicht wäre die explizite Wahrnehmung, die man hat, wenn man zum ersten Mal eine neue Kultur erlebt. Diese Schicht umfasst konkrete, beobachtbare Gewohnheiten. Die mittlere Schicht beschreibt die Normen und Werte einer einzelnen Gruppe. Es bestimmt die Wahrnehmung der Menschen, was richtig oder falsch bzw. gut oder schlecht ist. Die innere Schicht wird als "Annahmen über die Existenz" bezeichnet. Diese Schicht umfasst die grundlegendsten Annahmen jedes Einzelnen. Wenn man diese Annahmen in Frage stellt, stellen sich Fragen, die die Menschen noch nie zuvor in den Sinn gekommen sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Geschlechterungleichheit auf dem Arbeitsmarkt ein und definiert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2. Hauptmodelle: Hier werden theoretische Grundlagen wie Unternehmenskultur, Organisationsstruktur und Diversity Management sowie die soziale Konstruktion von Gender beleuchtet.
3. Empirische Forschung: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Design der Arbeit und stellt die qualitative Interviewmethode sowie die Auswahl der Interviewpartnerin vor.
4. Auswertung des Interviews: Hier werden die Ergebnisse des Experteninterviews im Original dargestellt und in Bezug auf die Fragestellung analysiert.
5. Diskussion, Interpretation, Fazit und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet sie kritisch und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Geschlechterungleichheit, Führungspositionen, Unternehmenskultur, Diversity Management, Gender Pay Gap, Glasdecke, Glasklippe, Frauen in Führung, Karrierebarrieren, Arbeitswelt, Führungsstil, Vereinbarkeit, Frauenförderung, Soziale Konstruktion von Gender.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Faktoren, die den beruflichen Aufstieg von Frauen in Führungspositionen in Deutschland beeinflussen, und untersucht bestehende Barrieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Unternehmenskultur, Organisationsstrukturen, Gender-Theorien und Diversity Management.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, wie Frauen trotz existierender Vorurteile und struktureller Hürden das Top-Management erreichen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einem semi-strukturierten Experteninterview basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Modelle diskutiert, die auf die empirischen Daten des Interviews angewandt und anschließend kritisch interpretiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Die zentralen Begriffe sind Geschlechterungleichheit, Führungspositionen, Unternehmenskultur und Diversity Management.
Welche Bedeutung hat das "Glasklippe"-Konzept in dieser Arbeit?
Das Konzept beschreibt, dass Frauen häufiger in riskante oder krisenbehaftete Führungspositionen berufen werden, was ihr Scheitern wahrscheinlicher macht.
Wie bewertet die Autorin die Wirkung von Frauenquoten?
Die Autorin sieht in der Quote eine Chance, betont jedoch, dass neben ihr ein kultureller Wandel und ein größeres Verständnis für Diversity erforderlich sind.
- Quote paper
- Ümüs Iramil (Author), 2019, Bestimmungsfaktoren erfolgreicher Verhaltensmuster für weibliche Führungskräfte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1253453