Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Auseinandersetzung mit der Personalbedarfsplanung als Instrument der Personalplanung, wobei der Fokus auf die Ausprägungen, Einsatzbedingungen und pragmatischen Probleme gelegt wird. Aus diesem Grund sollen zu Beginn dieser Arbeit die grundlegenden Begriffe der Personalplanung und der Personalbedarfsplanung erläutert werden. Im weiteren Verlauf soll der Fokus insbesondere auf die Einsatzbedingungen und die verschiedenen Ausprägungen der Personalbedarfsplanung gelegt werden.
Dabei werden zunächst Begrifflichkeiten zu den einzelnen Personalbedarfsarten erläutert. Dazu gehören der Bruttopersonalbedarf inklusive des Personaleinsatz-, und Reservebedarfs, der zukünftige Personal-Istbestand und der Nettopersonalbedarf, einschließlich des Personalersatz- und Neubedarfs. Abschließend soll zur besseren Veranschaulichung das zuvor erlangte Wissen anhand eines fiktiven Anwendungsbeispiels dargestellt werden. Dabei soll insbesondere im Anschluss der ermittelten Ergebnisse eine Erläuterung der pragmatischen Probleme einer Personalbedarfsplanung vorgenommen werden.
Bekanntlich stellt die Personalbedarfsplanung einen der fünf Teilplanungsbereiche der Personalplanung dar. Die Bestimmung des Personalbedarfes ist dabei der zentrale Punkt, der zu Beginn jeder Personalplanung bestimmt werden muss. Die Planung des Personalbedarfs stellt eine wichtige Schnittstelle für andere Teilplanungen der Unternehmensplanung, als auch für andere Personalplanungsbereiche dar. Das Wissen darüber, wie viele Mitarbeiter und welche Qualifikationen benötigt werden, erlaubt, Entscheidungen in Planungsaktivitäten, wie der Personalbeschaffung, der Personalentwicklung oder der Personalfreisetzung zu treffen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Personalplanung
3 Personalbedarfsplanung
3.1 Begriffliche Abgrenzung
3.2 Einsatzbedingungen der Personalbedarfsplanung
4 Ermittlung des Personalbedarfs
4.1 Bruttopersonalbedarf
4.2 Fortgeschriebener Personalbestand
4.3 Nettopersonalbedarf
5 Kritische Würdigung anhand eines Anwendungsbeispiels
5.1 Anwendungsbeispiel
5.2 Kritische Würdigung
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die detaillierte Auseinandersetzung mit der Personalbedarfsplanung als zentralem Instrument der betrieblichen Personalplanung. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die verschiedenen Ausprägungen, die notwendigen Einsatzbedingungen sowie die in der Praxis auftretenden Probleme dieses Planungsinstruments, die exemplarisch an einem fiktiven Anwendungsbeispiel verdeutlicht werden.
- Grundlagen der Personalplanung als Teilbereich der Unternehmensplanung
- Methoden und Begriffsklärungen der Personalbedarfsplanung
- Differenzierung zwischen Bruttopersonalbedarf, Personalbestand und Nettopersonalbedarf
- Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen bei der Personalbedarfsermittlung
- Praktische Anwendung der Kennzahlenmethode am Beispiel eines Fertigungsunternehmens
- Kritische Reflexion der Herausforderungen bei Datenerhebung und Planungssicherheit
Auszug aus dem Buch
3.2 Einsatzbedingungen der Personalbedarfsplanung
Um den Personalbedarf bestimmen zu können, bedarf es einer Reihe an Bedingungen, die vor dem Einsatz der Personalbedarfsplanung erfüllt werden müssen. Zunächst muss festgelegt werden welches der vorhandenen Verfahren zur Personalbedarfsermittlung genutzt werden soll. Insgesamt wird zwischen zwei Differenzierungen unterschieden. Die erste Differenzierung bezieht sich auf die Bezugsbasis, wobei zwischen der Planung auf Fortführungsbasis und der Nullbasisplanung differenziert wird. Die Personalbedarfsermittlung auf Fortführungsbasis geht von der Annahme aus, dass der aktuelle Personalbestand dem zukünftigen Personalbedarf entspricht. Diese Differenzierung befasst sich mit der Personalbedarfsermittlung erst dann, wenn bedarfswirksame Konsequenzen auf Grund betrieblicher Veränderungen auftreten. Die Personalbedarfsermittlung auf Nullbasis ist die Alternative zum Ansatz der Personalbedarfsermittlung auf Fortführungsbasis. Dieser Ansatz eignet sich für Unternehmen beziehungsweise Unternehmensbereiche, bei denen der Personalbedarf für eine Planungsperiode neu ermittelt und festgelegt wird. Vergangenheitsdaten liegen dabei entweder nicht vor oder werden absichtlich nicht berücksichtigt. Insgesamt ist mit der Nullbasisplanung ein enormer Aufwand verbunden, wobei diese Methode auf Grund ihrer Qualität bevorzugt werden sollte.
Die zweite Differenzierung befasst sich mit Daten, die für die Personalbedarfsplanung benötigt werden. Auch hierbei unterscheidet man zwei Methoden: die Planung mit Vergangenheitsdaten und die Planung ohne Vergangenheitsdaten. Die Planung mit Vergangenheitsdaten bezieht sich auf Erfahrungswerte bisheriger Produktionsaktivitäten. Aus den vorhandenen Erfahrungswerten lässt sich ein Personalneubedarf ermitteln. Bei der Planung ohne Vergangenheitsdaten muss für jede zu bewältigende Aufgabe eine Analyse durchgeführt werden, da keine Erfahrungswerte zur Orientierung vorliegen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Personalbedarfsplanung als essenzielles Bindeglied für andere Personalplanungsaktivitäten vor und definiert das Ziel der wissenschaftlichen Arbeit.
2 Personalplanung: Es wird die Einordnung der Personalplanung in das System der betrieblichen Unternehmensplanung dargelegt und ihre Rolle als Teilbereiche umfassendes Instrument erläutert.
3 Personalbedarfsplanung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Personalbedarfsplanung und analysiert die nötigen Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Einsatz.
4 Ermittlung des Personalbedarfs: Die mathematisch-methodischen Schritte zur Bestimmung von Bruttopersonalbedarf, Personalbestand und Nettopersonalbedarf werden ausführlich erläutert.
5 Kritische Würdigung anhand eines Anwendungsbeispiels: Anhand einer fiktiven Fertigungsabteilung wird der theoretische Rechenweg angewendet und anschließend einer kritischen Reflexion unterzogen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Personalbedarfsplanung zusammen und diskutiert die Diskrepanz zwischen theoretischem Anspruch und praktischen Hürden.
Schlüsselwörter
Personalbedarfsplanung, Personalplanung, Bruttopersonalbedarf, Nettopersonalbedarf, Personalbestand, Personalbeschaffung, Personalentwicklung, Personalfreisetzung, Kennzahlenmethode, Nullbasisplanung, Fortführungsbasis, Planungssicherheit, Datenerhebung, Arbeitsproduktivität, Unternehmensplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Personalbedarfsplanung als ein zentrales Instrument der Personalplanung und beleuchtet deren theoretische Grundlagen sowie praktische Anwendungsmöglichkeiten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Zentral sind die Bestimmung des Personalbedarfs, die Abgrenzung verschiedener Bedarfsarten, die Einsatzbedingungen der Planung sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Datenqualität und Planungssicherheit.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie differenziert die Personalbedarfsplanung arbeitet und welche pragmatischen Probleme bei der Umsetzung in modernen, instabilen Wirtschaftsumfeldern auftreten können.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur, ergänzt durch ein fiktives Anwendungsbeispiel zur Veranschaulichung der Berechnungsverfahren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Ermittlung des Personalbedarfs (Brutto-, Bestands- und Nettopersonalbedarf) sowie eine praxisnahe Beispielrechnung nebst kritischer Würdigung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind Begriffe wie Bruttopersonalbedarf, Nettopersonalbedarf, Kennzahlenmethode, Planungssicherheit und Datenerhebung.
Welche Rolle spielt die Kennzahlenmethode in der Arbeit?
Die Kennzahlenmethode dient im Anwendungsbeispiel dazu, den Personalbedarf auf Basis der Arbeitsproduktivität und der Umsatzentwicklung pro Mitarbeiter quantitativ zu bestimmen.
Warum wird die Nullbasisplanung als anspruchsvoll bewertet?
Die Nullbasisplanung erfordert eine komplette Neuerfassung des Bedarfs ohne Rückgriff auf historische Daten, was zwar die Qualität steigert, aber mit einem sehr hohen administrativen Aufwand verbunden ist.
Was identifiziert die Arbeit als Haupt-Schwachstelle in der Praxis?
Die größte Schwachstelle ist die Problematik der verlässlichen Datenerhebung und die oft mangelnde Objektivität, die durch instabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen weiter erschwert wird.
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- Eva Zimeca (Author), 2020, Personalbedarfsplanung als Instrument der Personalplanung. Ausprägungen, Einsatzbedingungen und kritische Würdigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1253529