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Leibnizens Wahrheitstheorie und die Kritik des Bertrand Russell

Título: Leibnizens Wahrheitstheorie und die Kritik des Bertrand Russell

Trabajo Escrito , 2021 , 14 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Filosofía - Filosofía de los siglos XVII y XVIII
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Zurecht kann man heute, über 300 Jahre nach dem Todesjahr des Gottfried Wilhelm Leibniz, von einer Renaissance seines philosophischen Denkens sprechen; eine Renaissance, die insbesondere im englischsprachigen Raum unmittelbar mit der „Critical Exposition of the Philosophy of Leibniz“ verbunden ist, welche Bertrand Russell im Jahr 1900, ursprünglich als Vorlesungen gehalten, veröffentlichte. Im Zentrum der vorliegenden Arbeit ist hier besonders der Wahrheitsbegriff Leibnizens: nach Leibniz besteht eine wahre Proposition nämlich daran, dass sie begriffliches Enthalten-Sein ausdrückt. Seit Kant kann man diese Wahrheitstheorie "analytisch" nennen.

Bertrand Russell wuchs in der akademischen Tradition des Britischen Idealismus auf; dessen Sicht auf Wahrheit, die von Russell - durch den Einfluss George Edward Moores - abgelehnt wurde, war es, die er als Maß auch an Leibniz anlegt: Wahre Sätze, so Russell, sind gerade nicht analytisch, sondern synthetisch. Nur mit dieser Voraussetzung ließe sich Philosophie und Logik betreiben - und nur unter dieser Voraussetzung, so kann man heute sagen, gelangen Russell seine monumentalen logischen bzw. mathematischen Werke, für die er bis heute geehrt wird.

In dieser Arbeit wird beidem Rechnung getragen: Leibnizens Wahrheitstheorie wie auch die Kritik Russells werden aufgearbeitet und mit Detail expliziert, so wie in die entsprechenden philosophiehistorischen Kontexte eingeordnet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung:

2 Leibnizens Wahrheitstheorie

2.1 Die zwei Prinzipien

2.2 Der theoretische Kern: das Enthalten-Sein der Begriffe

3 Russells Kritik an der Leibnizischen Wahrheitstheorie

3.1 Die Kritikpunkte in der Exposition

3.2 Der philosophische Kontext der Russellschen Kritik

4 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kritik Bertrand Russells an der Wahrheitstheorie von Gottfried Wilhelm Leibniz, wie sie in dessen „Critical Exposition of the Philosophy of Leibniz“ dargelegt wird. Ziel ist es, das Leibnizsche System mit seinen logischen Prinzipien zu explizieren und Russells Einwände gegen die Reduktion auf Subjekt-Prädikat-Strukturen sowie seine Abkehr vom Idealismus in diesem Kontext philosophisch nachzuvollziehen.

  • Leibnizsche Wahrheitstheorie und ihre zwei fundamentalen Prinzipien (Widerspruchs- und zureichender Grund)
  • Die „Containment theory of truth“ und das Enthalten-Sein von Begriffen
  • Russells Kritik an der analytischen Struktur von Propositionen
  • Die Rolle der Relationen und die Abkehr vom britischen Idealismus
  • Der Übergang zur relationalen Logik und deren Bedeutung für die analytische Philosophie

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Kritikpunkte in der Exposition

In der Exposition macht Russell eine entscheidende Voraussetzung für seine Kritik: er identifiziert kontingente Wahrheiten als synthetisch, notwendige Wahrheiten als analytisch. Diese Lesart ist, aus heutiger Sicht, mindestens problematisch. Um Russells Kritik aber entfalten zu können, ist die Anerkennung dieser Prämisse entscheidend.

Russells setzt insbesondere an einer gewichtigen Präsupposition an, welche Leibniz seiner Theorie – ohne eine rechte Begründung: er übernahm diese Form wohl schlicht –, unterlegt: Dass alle Propositionen stets in Form Subjekt-Prädikats-Schemas gebildet werden. In der Tat würde ohne diese Prämisse die ganze Wahrheitstheorie nicht funktionieren: Denn nur wenn alle wahrheitsfähigen Aussagen durch Prädikate, welche einem Subjekt zugeschrieben werden und dadurch alles, was über ein Subjekt ausgesagt werden kann, auch in diesem „enthalten“ ist, ausgedrückt werden kann, kann ein solches „Gedankenalphabet“ die Welt auch in Gänze beschreiben.

Russells wird konkludieren, dass Leibnizens analytische Propositionen entweder nicht analytisch sind oder pure Tautologien, wodurch sie keine echten Propositionen seien: er greift also die direkte Verbindung an, welche, wie er Leibniz unterstellt, zwischen notwendigen und analytischen Urteilen besteht. Es sei mit der ersten Annahme Russells begonnen:

Insbesondere mathematische Propositionen, so Russell, würden dem Prädikat-Subjekt bereits entfliehen: Zahlen setzen eine Mannigfaltigkeit von Relationen (und Individuen) voraus, welche nicht auf Prädikate reduziert werden kann – und auch, und im Besonderen, genuine Relationen, derartig etwa wie „x ist größer als y“ oder „r ist Teil von s“. In Bezug auf Zahlen, resultiert das Wesen einer Zahl aus der „singleness of the proposition“ – eben diese wäre aber nicht mehr gegeben, würde man, etwa um die Zahl drei auszudrücken, drei entsprechende Propositionen summieren wollen. Ein explizites Argument bezüglich genannter (asymmetrischer) Relationen findet sich an gegebener Stelle nicht; wohl aber in späteren Ausführungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung von Leibniz ein und umreißt die Relevanz von Russells „Critical Exposition of the Philosophy of Leibniz“ für das Verständnis des Übergangs zur analytischen Philosophie.

2 Leibnizens Wahrheitstheorie: Dieses Kapitel erläutert die Grundpfeiler des Leibnizschen Systems, insbesondere das Prinzip des Widerspruchs und das Prinzip des zureichenden Grundes sowie das Enthalten-Sein der Begriffe in Subjekten.

3 Russells Kritik an der Leibnizischen Wahrheitstheorie: Hier wird Russells philosophische Auseinandersetzung analysiert, die insbesondere die Subjekt-Prädikat-Logik und die problematische Einordnung mathematischer Relationen angreift.

4 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Punkte der Untersuchung zusammen und ordnet die Bedeutung der Russellschen Relationenlogik für die zeitgenössische analytische Metaphysik ein.

Schlüsselwörter

Leibniz, Bertrand Russell, Wahrheitstheorie, Subjekt-Prädikat-Struktur, analytische Philosophie, Widerspruchsprinzip, Prinzip des zureichenden Grundes, Relationen, Idealismus, synthetische Urteile, analytische Urteile, Logik, Metaphysik, Propositionen, Monadologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische Auseinandersetzung zwischen Leibniz und Russell mit einem speziellen Fokus auf die Wahrheitstheorie des Ersteren und die Kritik des Letzteren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die struktur-logische Basis von Leibniz' Philosophie, die analytische Philosophiegeschichte und die methodische Abgrenzung Russells vom britischen Idealismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die interne Logik des Leibnizschen Systems aufzuzeigen und die kritischen Argumente Russells, insbesondere in Bezug auf die Realität von Relationen, zu rekonstruieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die historische und systematische Analyse philosophischer Primärtexte und deren Sekundärrezeption, um Argumentationslinien nachvollziehbar zu machen.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die zwei großen Prinzipien von Leibniz erläutert, gefolgt von der Analyse der Kontingenz von Wahrheiten und schließlich der detaillierten Kritik Russells an der Subjekt-Prädikat-Logik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Leibniz, Russell, Wahrheitstheorie, Relationen, Analytizität und logischer Atomismus.

Warum kritisierte Russell die Subjekt-Prädikat-Logik?

Russell sah in ihr eine unzulässige Einschränkung, die mathematische Aussagen sowie asymmetrische Relationen nicht hinreichend abbilden kann, da diese nicht auf Eigenschaften eines einzelnen Subjekts reduziert werden können.

Inwiefern beeinflusste dies Russells Abkehr vom Idealismus?

Die Idealisten, etwa Bradley, stützten ihre Metaphysik ebenfalls auf die Subjekt-Prädikat-Form; durch das Aufzeigen der Defizite dieser Logik konnte Russell sein eigenes, auf der Quantorenlogik basierendes System etablieren.

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Detalles

Título
Leibnizens Wahrheitstheorie und die Kritik des Bertrand Russell
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
14
No. de catálogo
V1253653
ISBN (PDF)
9783346687807
ISBN (Libro)
9783346687814
Idioma
Alemán
Etiqueta
Leibniz Leibniz Wahrheitstheorie Wahrheit Wahrheitstheorie Analytische Wahrheitstheorie Analytizität Frühe Neuzeit Bertrand Russell Analytische Philosophie Frühe Analytische Philosophie Analytische Philosophie und Geschichte der Philosophie Leibniz Rezeption 20. Jahrhundert Kant Mathematik
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Anonym (Autor), 2021, Leibnizens Wahrheitstheorie und die Kritik des Bertrand Russell, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1253653
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